Menü

Aktuelle Interviews

Heye Daun, President und CEO, Osino Resources Corp.

Heye Daun
President und CEO | Osino Resources Corp.
Suite 810 – 789 West Pender Street, V6C 1H2 Vancouver (CAN)

jbecker@osinoresources.com

+1 (604) 785 0850

Interview Osino Resources: “Der Markt hat noch nicht erkannt, wie schnell wir Twin Hills voranbringen“


Bradley Rourke, President, CEO und Director, Scottie Resources Corp.

Bradley Rourke
President, CEO und Director | Scottie Resources Corp.
905 - 1111 West Hastings Street, V6E 2J3 Vancouver (CAN)

info@scottieresources.com

+1 250-877-9902

Interview Scottie Resources: Spannende Story im Goldenen Dreieck


Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

Jerre Foo
Corporate Development Executive | Silkroad Nickel
50 Armenian Street #03-04, 179938 Singapore (SGP)

enquiries@silkroadnickel.com

+65 6327 8971

Interview Silkroad Nickel: „Die Weichen für dynamisches Gewinnwachstum sind gestellt“


10.08.2020 | 05:50

dynaCERT, NEL ASA, McPhy – braucht Wasserstoff den Atomstrom?

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

In Europa rückt Wasserstoff als Energieträger in den Mittelpunkt der Diskussionen und bietet damit eine umweltfreundlichere und praktikablere Alternative zur Batterie als Energiespeicher in der Mobilität. Die Herstellung von Batterien ist eine Umweltsünde par excellence. Rohstoffe müssen aufwendig abgebaut werden, für die Herstellung wird jede Menge zusätzliche Energie benötig und am Ende des Lebenszyklus bleibt nicht wiederverwertbarer Sondermüll. Wasserstoff kann hingegen durch Elektrolyse mit CO2-neutralem Strom hergestellt und wieder in Strom gewandelt werden. Während in Frankreich die saubere Transformation der Mobilität gemeistert werden kann, befindet sich Deutschland in einer selbstverschuldeten und teuren Sackgasse.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Mario Hose

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

Zum Interview

 

Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor


Umweltprämie lindert Nachteile

Der Begriff ‚CO2-neutraler Strom‘ wird oft verwendet, bezieht sich aber genau genommen nur auf den Augenblick der Erzeugung von Strom. Denn die Gewinnung von seltenen Erden für Windräder, Materialen für die Solaranlagen sowie der Abbau von Uran verursacht CO2, ebenso die anschließende Entsorgung.

Als nicht CO2-neutraler Strom gilt die Elektrizität aus Kohle- und Gas-Kraftwerken. Vor dem Hintergrund, dass die EU und die Bundesregierung die Elektromobilität mit Subventionen fördert, ist zu hinterfragen, warum die Kunden die Technologie nicht ohne staatliche Unterstützung kaufen. Batterieautos müssen also Nachteile gegenüber den bisherigen Autos mit Verbrennungsmotoren haben.

Symphatie über Versorgungsverantwortung?

Die größte Herausforderung für die Politik ist die Handhabung von vergangenen Fehlentscheidungen und zukünftigen Weichenstellungen. Im Oktober 2010 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken mit ihrer Regierung beschlossen und damit die Entscheidung der vorherigen Rot-Grünen Koalition gekippt.

Weniger als sechs Monate später hat Bundeskanzlerin Merkel in Folge eines Nuklearunfalls im 9.000 Kilometer entfernten Japan ihre Meinung mit Blick auf die Umfragewerte geändert und die Abschaltung aller deutschen Atomkraftwerke bis 2022 auf den Weg gebracht. Eine emotionale und teure Entscheidung, die Deutschland in Zukunft vor große Herausforderungen stellen wird.

Frankreich im Vorteil

Während in Frankreich 71% des Energiemix aus Atomenergie bestehen, beträgt der Anteil von erneuerbaren Energien lediglich 11%. In Deutschland liegt der Anteil von erneuerbaren Energien bereits bei 46%, aber der Anteil von Atomenergie nur bei 13,8% und nach 2022 soll diese steuerbare Stromquelle wegfallen. Die deutsche Energieversorgung steht vor einem großen Problem.

Die zusätzliche Nachfrage von Strom für die Ladung von Batterien und zur Herstellung von Wasserstoff führt zwangsläufig zur Erhöhung der steuerbaren Erzeugung von Energie aus fossilen Brennstoffen wie z.B. Kohle. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat im Juni 2020 eine Studie veröffentlicht, wonach ein Batterieauto in Deutschland im Schnitt 300g CO2 pro Kilometer verursacht und ein moderner Dieselmotor mit 173 g CO2 pro Kilometer wesentlich sauberer und umweltfreundlicher ist.

Woher soll Energie für Wasserstoff kommen?

Ob sich die Anzahl der Solaranlagen und Windräder in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln lässt, das ist fraglich. Die Windbranche kämpft bereits mit der Entsorgung von vielen tausenden Rotorblättern, aus denen nicht viel gewonnen werden kann, außer ein Granulat, mit denen z.B. Kunststoffparkbänke produziert werden können - aber wie viele Parkbänke können wir denn gebrauchen?

Die Hersteller von Wasserstoffanlagen und Tankstellen, wie NEL ASA aus Norwegen und McPhy aus Frankreich, profitiert momentan dennoch von der politischen Entwicklung, dass Wasserstoff ein wichtiger Energieträger in Europa werden soll. Die Antwort auf die Frage, woher der Strom für CO2-neutralen Wasserstoff kommen soll, liegt wahrscheinlich irgendwo in der Zukunft. Ob sich eine neue Bundesregierung im Jahr 2021 trauen wird, die Laufzeit von Atomkraftwerken zu verlängern, ist jedoch fraglich. In der Politik geht Beliebtheit vor Logik und solange der Strom aus der Steckdose kommt, solange ist doch alles super.

Wasserstoff als Katalysator für Dieselmotoren

Interessant ist vor diesem Hintergrund die folgende Innovation. dynaCERT aus Kanada hat eine Wasserstoff-Technologie entwickelt, die den Energieträger als Katalysator verwendet und über die Luftzuvor dem Dieselmotor bei der Verbrennung hinzugibt. Der Wasserstoff wird nach Bedarf im Gerät an Bord erzeugt und erhöht bei der Verbrennung den Wirkungsgrad des Motors. In Folge geht laut Unternehmen der Kraftstoffverbrauch um bis zu 19% zurück und der CO2-Ausstoß sinkt um bis zu 10%.

Es konnte ebenfalls gemessen werden, dass die Emission von NOx um bis zu 88% gesunken ist und auch der Ausstoß von Feinstaub ging um bis zu 55% zurück. Diese Entwicklung von dynaCERT trägt den Namen HydraGEN und ist zur Nachrüstung erhältlich. Eine Lösung, die ressourcenschonend vorhandene Diesel Fahrzeuge und Generatoren sauberer macht. Ob es jemals staatliche Zuschüsse für so eine wirklich umweltfreundliche Innovation geben wird? Es bleibt spannend.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Stefan Feulner vom 12.05.2021 | 05:10

Nel Asa, dynaCERT, Nikola – Wasserstoff: Der Ausverkauf droht!

  • Wasserstoff

Wasserstoff war neben der Elektromobilität ohne Zweifel das Boom-Thema des Börsenjahres 2020. Getrieben von den globalen Bestrebungen einer Energiewende, verhalfen Anleger Branchengrößen wie Ballard Power, Fuel Cell oder Nel ASA zu irrsinnigen Bewertungen. Seit Ende Januar setzte jedoch eine schmerzhafte Korrektur ein, die sich in den vergangenen Tagen noch beschleunigte. Mehreren Titeln droht der Fall unter die langfristigen Aufwärtstrends. Folgt ein weiterer Ausverkauf oder kommt jetzt der Turnaround?

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 03.05.2021 | 04:40

NEL, Plug Power, Fuelcell, Royal Helium – Kaufen oder verkaufen?

  • Wasserstoff
  • Helium
  • Technologie

Wie wird sich die Energiewende in Europa darstellen? Mit dem Wasserstoff ist das so eine Sache. Der Rohstoff gilt als alternativer Baustein einer grünen Zukunft und könnte sich Experten zufolge in den kommenden Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Energieträger entwickeln. Denn Wasser ist umfangreich vorhanden, einzig eine wirklich umweltfreundliche Art und Weise für die Herstellung fehlt noch. Selbst unter besten Bedingungen kostet die Produktion von grünem Wasserstoff etwa 10mal so viel wie russisches Erdgas, welches insgesamt auch noch ziemlich sauber verbrennt. Da haben wir den elektrotechnischen Wirkungsgrad noch gar nicht berücksichtigt.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 29.04.2021 | 04:30

Newmont, Sibanye Stillwater, Troilus Gold, NEL – Selektiv in Qualität investieren!

  • Gold
  • e-Mobilität
  • Wasserstoff
  • Rohstoffe

Nach einer so ausgedehnten Hausse, wie wir sie in den letzten 3 Jahren erleben konnten, ist es für manchen Anleger schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Grundsätzlich gibt es langfristige fundamentale Trends, sogenannte Megatrends wie z.B. die Digitalisierung oder die e-Mobilität sowie aktuell auch der Bergbau. Hier stimmen die mittelfristigen Parameter mit wichtigen Konjunkturtrends überein. Dann gibt es aber auch kurzfristige, sogenannte gehypte Trends über die sich trefflich streiten lässt, wie lang sie denn wirklich anhalten. Während Krypto weiteres Geld anzieht, ist der Wasserstoff-Hype bereits am abbrechen – und wiederum kommt ein wichtiges Kriterium zu Tage: Timing!

Zum Kommentar