Menü schließen




25.07.2019 | 12:52

dynaCERT, NEL, PowerCell – Welche ist die beste Wasserstoff Aktie?

  • Wasserstoff
  • Brennstoffzelle
  • CO2
Bildquelle: pixabay.com

Das Thema Wasserstoff als Treibstoff wird zunehmend in der Politik und Wirtschaft sowie folglich auch unter Investoren diskutiert. Zu den Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, zählen dynaCERT Inc. aus Kanada, NEL ASA aus Norwegen und PowerCell Sweden AB aus Schweden. Die drei Firmen beschäftigen sich mit Wasserstoff, aber haben unterschiedliche Ansätze und Geschäftsmodelle. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie schnell werden die Firmen Geld verdienen?

Lesezeit: ca. 1 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: NO0010081235

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Geschäftsmodelle im Vergleich

    Das norwegische Traditionsunternehmen NEL hat sich auf die Herstellung von Produktionsanlagen und Tankstellen für Wasserstoff, also Infrastruktur Themen, fokussiert.

    PowerCell kann mit seiner Brennstoffzellen Technologie Fahrzeuge an Land und auf dem Wasser bewegen. Durch die Erzeugung von Strom ohne CO2 Ausstoß ist diese Technologie besonders interessant, macht aber den Austausch von Antriebsmotoren oder Fahrzeugen notwendig und die zeitliche und kostenintensive Hürde ist zugleich eine Markteintrittsbarriere.

    dynaCERT hat eine Wasserstoff Technologie entwickelt, die bei bestehenden Dieselmotoren jeglicher Art nachgerüstet werden kann. Über die Luftzufuhr erhält der Dieselmotor Wasserstoff nach Bedarf und der Wirkungsgrad der Verbrennung wird erhöht, der Diesel Verbrauch sinkt und die Abgase werden sauberer.

    Unternehmensbewertungen im Vergleich

    Die Firma NEL kann bei einem Aktienkurs von 0,729 EUR mit rund 863 Mio. EUR die höchste Bewertung in die Waagschale werfen, gefolgt von PowerCell bei einem Aktienkurs von 8,59 EUR und Börsenwert von rund 436 Mio. EUR. Beim Stand von 0,344 EUR je Aktie ist dynaCERT mit rund 99 Mio. EUR an der Börse bewertet.

    Die Aktie von NEL konnte in den vergangenen 12 Monaten von rund 0,33 EUR auf über 0,90 EUR zulegen. Ebenso legte die Aktie von PowerCell von unter 3,00 EUR auf über 9,00 EUR zu. Vergleichbar stiegen auch die Anteile von dynaCERT, denn die legten im selben Zeitraum von unter 0,12 EUR auf über 0,36 EUR zu.

    Wer wird am meisten verdienen?

    PowerCell hat im ersten Quartal 2019 rund 1 Mio. EUR Umsatz berichtet und dabei rund 2 Mio. EUR Verluste verzeichnet. Im Gesamtjahr 2018 machte das Unternehmen mit rund 6 Mio. EUR Umsatz rund 6 Mio. Verluste.

    NEL machte im ersten Quartal 2019 rund 12 Mio. EUR Umsatz und dabei rund 5 Mio. EUR Verluste. Im Gesamtjahr 2018 erwirtschaftet NEL rund 49 Mio. EUR Umsatz und dabei einen Verlust von rund 19 Mio. EUR.

    dynaCERT‘s skalierbare Produkte sind erst in 2019 marktreif geworden und es wurden bereits Meldungen veröffentlicht, die auf eine interessante Umsatz- und möglicherweise Gewinnentwicklung im Gesamtjahr hindeuten. So wurde eine Absichtserklärung mit der Produktion von bis zu 1 Mio. Geräte in Mexiko unterzeichnet und in der heutigen Meldung verkündet, dass es das Geld zurückgibt, falls die Einsparungen für die Kunden nicht größer als die Kosten sind.

    Begleitet wird die Vertriebsoffensive mit Finanzierungsmodellen. Das HydraGEN Gerät für Lkws wird in Kanada für rund 6.000 CAD im Großhandel angeboten und werden eine entsprechende Gewinnmarge enthalten.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 19.05.2026 | 05:00

    Probleme beim Wasserstoff-Netz: Was Linde und BASF von A.H.T. Syngas lernen können

    • Wasserstoff
    • dezentrale Energieversorgung
    • Industrie
    • Klimaziele

    Die „grüne“ Transformation der europäischen Chemieindustrie droht zu scheitern. Zwar genehmigte die Bundesnetzagentur das deutsche Wasserstoff-Kernnetz, welches zwischen 2025 und 2032 schrittweise auf 9.040 km Wasserstoffleitungen anwachsen soll, doch der tatsächliche Hochlauf der wichtigen Wasserstoff-Trasse gelingt nicht wie geplant. Ohne den schnellen Ausbau zentraler Pipelines ist die Transformation der Industrie jedoch kaum möglich. Während die Infrastruktur auf sich warten lässt, verschärft sich der regulatorische Druck durch die europäische RED-III-Richtlinie. Da es bei den großen Pipelines nicht vorangeht, sind energieintensive Industriekonzerne gezwungen, sich anderweitig aufzustellen. Dezentrale Lösungen bieten sich an. Das innovative Unternehmen A.H.T. Syngas könnte für Industrie und Investoren gleichermaßen interessant werden.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 19.05.2026 | 04:00

    Energierally 3.0 - Wasserstoff und Methan bestimmen den Kurs! Was ist los bei ITM Power, Zefiro Methane, Plug Power und Nel ASA

    • Energiwende
    • Wasserstoff
    • Methan
    • Öl- und Gas
    • Umweltschutz

    Die Börse ist heute alles andere als eine Einbahnstraße. Während sich die Probleme im Nahen Osten quasi direkt auf die Lieferketten der Chipindustrie ausgewirkt haben, blieben andere Segmente links liegen. Für Investoren wird die Selektion zur schwierigen Aufgabe, denn mittelfristig werden die Märkte das erhöhte Inflations- und Zinsniveau entsprechend bewerten müssen. Fast unbemerkt hat sich in den letzten Tagen ein alternatives Energie-Segment auf den Weg gemacht: Der Wasserstoff. Weg von Öl und hin zu anderen Themen, bringt auch hier endlich Liquidität an den Start. Ein großer Profiteur dieser Gemengelage ist Zefiro Methane. Hier ergeben sich die Gewinnpotenziale aus den jahrzehntelangen Verfehlungen der Ölexploration und Produktion. Der Clou an der aktuellen Auswahl: Alle Titel konnten in den letzten Wochen extrem zulegen. Der Rendite-Sieger heißt aber klar: Zefiro Methane. Und die Story steht erst am Anfang!

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 18.05.2026 | 04:00

    Wer jetzt nicht handelt – verliert! Scharfe Korrektur bei Siemens Energy, RE Royalties und Nel ASA im Steigflug

    • GreenTech
    • Energiewende
    • ESG
    • Klimaneutralität
    • Finanzierungsmodelle
    • Wasserstoff

    Die globale Energiewende steht zunehmend vor einem strukturellen Finanzierungsproblem. Während Regierungen weltweit ehrgeizige Dekarbonisierungsziele verkünden, steigen die Kapitalkosten dramatisch an. Höhere Zinsen, explodierende Staatsverschuldungen und eine schwächere Konjunktur verändern die Risikobewertung langfristiger Infrastrukturprojekte aber fundamental. Laut Analysen der International Energy Agency (IEA) müssten sich die weltweiten Investitionen in saubere Energien bis 2030 massiv beschleunigen, um die vereinbarten Klimaziele überhaupt annähernd erreichbar zu halten. Doch genau hier beginnt das Dilemma: Viele Staaten stoßen fiskalisch längst an ihre Belastungsgrenzen. In Europa, Nordamerika und Teilen Asiens wächst deshalb die Skepsis der Kapitalmärkte gegenüber hochsubventionierten Transformationsmodellen. Wir blicken über den Tellerrand der „Grünen Revolution“ – wo lassen sich noch ordentliche Renditen erwarten?

    Zum Kommentar