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25.07.2019 | 12:52

dynaCERT, NEL, PowerCell – Welche ist die beste Wasserstoff Aktie?

  • Wasserstoff
  • Brennstoffzelle
  • CO2
Bildquelle: pixabay.com

Das Thema Wasserstoff als Treibstoff wird zunehmend in der Politik und Wirtschaft sowie folglich auch unter Investoren diskutiert. Zu den Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, zählen dynaCERT Inc. aus Kanada, NEL ASA aus Norwegen und PowerCell Sweden AB aus Schweden. Die drei Firmen beschäftigen sich mit Wasserstoff, aber haben unterschiedliche Ansätze und Geschäftsmodelle. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie schnell werden die Firmen Geld verdienen?

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Mario Hose

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Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Geschäftsmodelle im Vergleich

Das norwegische Traditionsunternehmen NEL hat sich auf die Herstellung von Produktionsanlagen und Tankstellen für Wasserstoff, also Infrastruktur Themen, fokussiert.

PowerCell kann mit seiner Brennstoffzellen Technologie Fahrzeuge an Land und auf dem Wasser bewegen. Durch die Erzeugung von Strom ohne CO2 Ausstoß ist diese Technologie besonders interessant, macht aber den Austausch von Antriebsmotoren oder Fahrzeugen notwendig und die zeitliche und kostenintensive Hürde ist zugleich eine Markteintrittsbarriere.

dynaCERT hat eine Wasserstoff Technologie entwickelt, die bei bestehenden Dieselmotoren jeglicher Art nachgerüstet werden kann. Über die Luftzufuhr erhält der Dieselmotor Wasserstoff nach Bedarf und der Wirkungsgrad der Verbrennung wird erhöht, der Diesel Verbrauch sinkt und die Abgase werden sauberer.

Unternehmensbewertungen im Vergleich

Die Firma NEL kann bei einem Aktienkurs von 0,729 EUR mit rund 863 Mio. EUR die höchste Bewertung in die Waagschale werfen, gefolgt von PowerCell bei einem Aktienkurs von 8,59 EUR und Börsenwert von rund 436 Mio. EUR. Beim Stand von 0,344 EUR je Aktie ist dynaCERT mit rund 99 Mio. EUR an der Börse bewertet.

Die Aktie von NEL konnte in den vergangenen 12 Monaten von rund 0,33 EUR auf über 0,90 EUR zulegen. Ebenso legte die Aktie von PowerCell von unter 3,00 EUR auf über 9,00 EUR zu. Vergleichbar stiegen auch die Anteile von dynaCERT, denn die legten im selben Zeitraum von unter 0,12 EUR auf über 0,36 EUR zu.

Wer wird am meisten verdienen?

PowerCell hat im ersten Quartal 2019 rund 1 Mio. EUR Umsatz berichtet und dabei rund 2 Mio. EUR Verluste verzeichnet. Im Gesamtjahr 2018 machte das Unternehmen mit rund 6 Mio. EUR Umsatz rund 6 Mio. Verluste.

NEL machte im ersten Quartal 2019 rund 12 Mio. EUR Umsatz und dabei rund 5 Mio. EUR Verluste. Im Gesamtjahr 2018 erwirtschaftet NEL rund 49 Mio. EUR Umsatz und dabei einen Verlust von rund 19 Mio. EUR.

dynaCERT‘s skalierbare Produkte sind erst in 2019 marktreif geworden und es wurden bereits Meldungen veröffentlicht, die auf eine interessante Umsatz- und möglicherweise Gewinnentwicklung im Gesamtjahr hindeuten. So wurde eine Absichtserklärung mit der Produktion von bis zu 1 Mio. Geräte in Mexiko unterzeichnet und in der heutigen Meldung verkündet, dass es das Geld zurückgibt, falls die Einsparungen für die Kunden nicht größer als die Kosten sind.

Begleitet wird die Vertriebsoffensive mit Finanzierungsmodellen. Das HydraGEN Gerät für Lkws wird in Kanada für rund 6.000 CAD im Großhandel angeboten und werden eine entsprechende Gewinnmarge enthalten.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 08.04.2021 | 04:48

NEL, dynaCERT, Fuelcell Energy – Wasserstoff die zweite Welle!

  • Wasserstoff

Der Wasserstoff-Hype geht in die zweite Welle. Grund ist sicherlich die aktuelle Beschlussvorlage des Joe Biden-Pakets zugunsten der weltweiten Klimaziele. Diese beinhaltet eine Investitionssumme von mehreren hundert Milliarden US-Dollar zur Senkung der klimaschädlichen Emissionen. Ob hierbei stärker die Batterie- oder die Wasserstofftechnologie zum Zuge kommt, wird der Markt entscheiden, wichtig ist nur die schnelle Freigabe der Mittel für den Start der Forschungsprojekte. Die Zeit drängt, denn die Pandemie hat viele Branchen ins Abseits bugsiert, gerade die Transportbranche lebt vom Warenumsatz und der soll in Zukunft ohne negative Umwelteinflüsse von statten gehen.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 25.03.2021 | 05:10

Linde, Royal Helium, Air Liquide – Zwei Wasserstoff, ein Helium. Alles da für eine explosive Mischung!

  • Helium
  • Wasserstoff
  • Energie

Kernfusion ist das Stichwort der Zukunft. Technisch werden dabei zwei Wasserstoffatome zu einem Heliumkern verschmolzen. Was auf der Sonne im großen Maßstab problemlos möglich ist (tatsächlich werden dort jede Sekunde 564 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium fusioniert), bleibt bei uns leider noch Zukunftsmusik. Das bedeutet: 1. Leider können wir noch keinen Strom aus Kernfusion erzeugen, darum müssen wir die Energiewende weiterhin mit etablierten nachhaltigen Technologien wie Wind-, Solar- und Wasserkraft schaffen. Dabei wird Wasserstoff als Energiespeicher und Übertragungsmedium eine herausragende Rolle spielen. Und 2. Helium wird auch auf absehbare Zeit nicht anders als durch klassische Förderung im industriellen Maßstab zu erzeugen sein. Folgende drei Unternehmen sollten kräftig von der Energiewende profitieren.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 24.03.2021 | 04:50

Siemens Energy, Enapter, ThyssenKrupp – Wasserstoff oder Batterie? Egal! Warum diese Unternehmen in jedem Fall profitieren werden!

  • Wasserstoff
  • Investments

Die starken Kursschwankungen bei Wasserstoffaktien zeugen von einem aktuellen Glaubenskrieg rund um das häufigste Element auf unserem Planeten, das auch gleichzeitig das am einfachsten aufgebaute ist: ein Proton, ein Elektron. So schön simpel kann Perfektion sein. Und doch steckt darin das Potential unsere Gesellschaft von Grund auf zu ändern – die Sonne macht es vor. Zugegeben, aktuell stehen wir noch am Anfang dieser Entwicklung. Im kurzfristigen Fokus des Kapitalmarktes stehen eher die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Elements. Dabei blicken viele Investoren auf das Thema Mobilität. Was wird sich durchsetzen? Batterien? Oder doch Wasserstoff? Eine mögliche Antwort gab jüngst die VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton SE: ein salomonisches „beides“. Batterien für den Langstreckenverkehr, Wasserstoff bspw. für Busse, die nicht lange zwischendurch nachladen können. Doch Wasserstoff kommt noch für viele weitere Anwendungsbereiche eine große Bedeutung zu. Darum wird die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff als Energieträger in den nächsten Jahren in jedem Fall massiv zunehmen. So sieht Aurora Energy Research bis 2050 eine Verachtfachung der Wasserstoffnachfrage auf 2.500 TWh pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresumsatz von mehr als 120 Mrd. Euro. Folgende Unternehmen dürften von dem Boom ganz unabhängig von der Entwicklung der Elektromobilität profitieren.

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