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04.02.2026 | 05:30

Wasserstoff-Explosion: So kassieren Sie mit Plug Power, dynaCERT und Linde beim kommenden Boom!

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Bildquelle: pixabay.com

Die nächste Phase der Energiewende nimmt konkrete Form an. Angetrieben durch milliardenschwere Subventionen und einen politischen Konsens für saubere Energie steht Wasserstoff vor dem entscheidenden Durchbruch. Die fallenden Kosten für grünen Wasserstoff treffen auf explodierende Nachfrage aus Industrie und Transport, während neue Technologien die alten Hürden der Infrastruktur überwinden. In diesem historischen Umbruch kristallisieren sich drei konkrete Investmentgelegenheiten heraus, die unterschiedliche, aber essentielle Rollen einnehmen. Wir analysieren die aktuelle Situation von Plug Power, dynaCERT und Linde.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 , LINDE PLC | IE000S9YS762 , LINDE PLC EO 0_001 | IE00BZ12WP82

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Inhaltsverzeichnis:


    Bernd Krüper, President & Director, dynaCERT Inc.
    "[...] dynaCERT hat mit dem Gerät HydraGEN eine Lösung auf den Markt gebracht, die zur Nachrüstung von Dieselmotoren entwickelt wurde, um die Umwelt zu schützen und die zugleich wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. [...]" Bernd Krüper, President & Director, dynaCERT Inc.

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    Plug Power - finanzielle Weichenstellung und operative Chancen

    Für Investoren des Wasserstoffspezialisten Plug Power steht die erste Februarwoche 2026 im Zeichen einer entscheidenden Abstimmung. Die auf den 5. Februar vertagte Hauptversammlung soll über die Verdopplung der genehmigten Aktien entscheiden. Das Management unter CEO Andy Marsh sieht dies als notwendigen Schritt, um finanzielle Spielräume für vertragliche Verpflichtungen und künftige Strategien zu wahren. Die Alternative wäre ein Reverse Stock Split, eine Maßnahme, die die Führung ausdrücklich ablehnt. Die bisherige Stimmabgabe zeigt eine knappe Lage, was dem Unternehmen zusätzliche Mobilisierungsbemühungen abverlangt.

    Abseits der Kapitalmarktturbulenzen zeigt das operative Geschäft durchaus Lichtblicke. Der Bereich der PEM-Elektrolyseure verzeichnet dynamisches Wachstum, angetrieben von Großprojekten wie der kürzlich abgeschlossenen 100 MW Installation in Portugal. Ein strategisch vielversprechender neuer Weg ist der Einstieg in den Markt für Rechenzentren, wo Wasserstofflösungen als zuverlässige Backup-Energie gefragt sein könnten. Dennoch lasten weiterhin erhebliche Verluste auf der Bilanz, und der Bedarf an frischem Kapital bleibt eine zentrale Herausforderung für den weiteren Weg zur angestrebten Profitabilität.

    Trotz der unmittelbaren Hürde bietet das Fundament Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die Technologieführerschaft bei Elektrolyseuren ist unbestritten, und mit Projekten auf 5 Kontinenten beweist das Unternehmen seine Skalierbarkeit. Die Fokussierung auf profitablere Segmente und die strenge Kostenkontrolle zeigen erste Wirkung. Sollte die Finanzierungsfrage auf der Hauptversammlung geklärt werden, könnte sich der Fokus wieder voll auf die Umsetzung dieser vielversprechenden operativen Agenda richten. Für risikobewusste Investoren bleibt es eine spekulative, aber potenziell lohnende Wette auf die praktische Umsetzung der Wasserstoffwirtschaft. Derzeit ist die Aktie für 2,08 USD zu haben.

    dynaCERT - Wasserstoff als Turbo für den Diesel

    Der globale Schwerlastverkehr steht vor einer Zwickmühle. Einerseits drängen schärfere Klimavorschriften, andererseits sind Investitionen in komplett neue Antriebe teuer und langwierig. Genau hier setzt dynaCERT an. Das kanadische Unternehmen bietet eine pragmatische Brückenlösung mit seinem nachrüstbaren HydraGEN™-System. Es erzeugt per Elektrolyse direkt an Bord geringe Mengen Wasserstoff und speist sie in den Dieselmotor ein. Dadurch verbrennt der Kraftstoff effizienter und sauberer. Für Flottenbetreiber bedeutet das sofort einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch und reduzierte Emissionen, ohne die gesamte Fahrzeugflotte austauschen zu müssen.

    Das eigentliche Geschäftsmodell geht über die reine Hardware hinaus. Jedes System ist mit der Telematik-Plattform HydraLytica™ verbunden, die Einsparungen bei Kraftstoff und Emissionen in Echtzeit dokumentiert. Diese Daten sind nicht nur für das Flottenmanagement wertvoll, sondern bilden die Grundlage für einen potenziellen zweiten Erlösstrom, die Generierung von CO2-Gutschriften. dynaCERT hat hierfür bereits eine methodische Zertifizierung erhalten. Sollte sich dieser Markt etablieren, könnte daraus ein skalierbarer, wiederkehrender Einnahmekanal entstehen, der die Wirtschaftlichkeit für Kunden und Unternehmen deutlich erhöht.

    Die Strategie von dynaCERT zielt auf den enormen globalen Fuhrpark bestehender Diesel-Nutzfahrzeuge ab. Gerade in Märkten wie dem Schwerlastverkehr oder der netzfernen Stromversorgung ist ein schneller Wechsel zu alternativen Antrieben unrealistisch. Das schafft ein langfristiges Zeitfenster für Effizienztechnologien. Erste Erfolge in anspruchsvollen Segmenten wie dem Bergbau oder in europäischen Häfen dienen als Referenz und validieren den Ansatz. Für Investoren ist dynaCERT somit ein Unternehmen, das auf die Dekarbonisierung von bestehenden Dieselmotoren spezialisiert ist und damit einen riesigen Markt vor sich hat. Die Aktie notiert aktuell bei 0,09 CAD.

    Linde - Wasserstoff: Das stille Standbein mit Zukunft

    Während viele über die Zukunft von Wasserstoff spekulieren, hat Linde hier längst ein profitables Kerngeschäft aufgebaut. Das Unternehmen ist nicht nur ein reiner Produzent, sondern kontrolliert die gesamte Wertschöpfungskette, von der Erzeugung über die Verflüssigung bis hin zum Transport. Besonders interessant ist der pragmatische Ansatz. Linde setzt parallel auf konventionelle, kohlenstoffarme und grüne Wasserstoffproduktion. Diese breite Basis sichert stabile Cashflows aus heutigen Industriekunden und positioniert das Unternehmen gleichzeitig ideal für die Energiewende. Die bestehende Pipeline-Infrastruktur stellt eine hohe Eintrittsbarriere dar.

    Linde ist der Inbegriff eines langweiligen, aber äußerst effektiven Unternehmens. Der globale Markt für Industriegase wächst stetig, und Linde ist mit Abstand der größte Player. Entscheidend für Investoren ist das Geschäftskonzept. Über die letzten 5 Jahre hat das Unternehmen nicht nur seinen Umsatz beharrlich gesteigert, sondern dank Skaleneffekten und striktem Kostenmanagement seinen Nettogewinn sogar noch deutlich schneller ausgebaut. Parallel dazu reduziert der Konzern aktiv die Anzahl seiner ausstehenden Aktien durch Rückkäufe, was den Anteil der verbleibenden Aktionäre am Gewinn erhöht.

    Trotz dieser soliden Fundamentaldaten wird Linde aktuell mit einem leichten Abschlag im Vergleich zu seinen eigenen historischen Bewertungsmaßstäben gehandelt. Der Grund liegt in der Schwäche der globalen Industriekonjunktur, die zwei Drittel des Umsatzes ausmacht. Viele Investoren haben das Thema schlicht abgeschrieben. Das könnte eine Chance sein. Die strukturelle Nachfrage nach Industriegasen bleibt intakt, das Geschäft mit Healthcare und Verbraucherprodukten bietet Stabilität, und die Wasserstoffsparte wächst im Hintergrund. Für langfristig orientierte Anleger könnte dies noch ein idealer Einstiegspunkt in ein qualitativ hochwertiges Unternehmen sein. Momentan kostet eine Aktie 388,80 EUR.

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    Der anstehende Wasserstoffboom birgt Chancen für sehr unterschiedliche Unternehmen. Plug Power steht vor einer entscheidenden Kapitalmaßnahme, um seine ambitionierte operative Agenda und den Weg zur Profitabilität zu finanzieren. dynaCERT bietet mit seiner Nachrüsttechnologie eine pragmatische Brückenlösung zur sofortigen Emissionsreduktion im globalen Diesel-Markt. Linde hingegen agiert als profitabler, etablierter Konzern entlang der gesamten Wertschöpfungskette und nutzt seine Infrastruktur für das Wachstum.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 23.01.2026 | 05:45

    Der neue Wasserstoff-Turbo: So profitieren Plug Power, First Hydrogen und Nel ASA vom KI-Boom

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    • grüner Wasserstoff
    • Elektrolyseure
    • SMRs
    • SMR-Technologie
    • PEM

    Die Weichen für die Wasserstoff-Revolution stehen auf Grün. Nach der Konsolidierung 2025 treiben klare Regularien, bahnbrechende Produktionstechnologien wie SMRs und völlig neue Nachfragequellen, von KI-Rechenzentren bis zum Schwerlastverkehr, den Markt in eine profitable Wachstumsphase. Diese Dynamik positioniert jetzt Pioniere an der Wertschöpfungskette für außergewöhnliche Chancen. Wir analysieren die aussichtsreichen Strategien von Plug Power, First Hydrogen und Nel ASA.

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    • Erdgas
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    • Spin-Off

    Es herrscht eine seltsame Diskrepanz an den globalen Energiemärkten, die nirgendwo so greifbar ist wie an der Ostküste Australiens. Während Politiker und ESG-Fonds jahrelang den Abgesang auf fossile Brennstoffe probten, holt die Realität die Wirtschaft nun mit voller Härte ein. In den Handelsräumen von Sydney bis Perth hat sich die Stimmung gedreht. Es herrscht wieder Goldgräberstimmung – es geht um Erdgas. Marktbetreiber AEMO warnt in seinem „Gas Statement of Opportunities 2025“ fast schon alarmistisch vor einer Versorgungslücke. Gas-Explorer wie Omega Oil & Gas oder Elixir Energy sind bereits stark gestiegen. Doch abseits der naheliegenden Investments, entsteht beim Wasserstoff-Unternehmen Pure One eine klassische Arbitrage-Situation, die vom breiten Markt noch weitgehend ignoriert wird. Das Unternehmen bereitet den Spin-Off seiner Gas-Sparte vor, und ein detaillierter Vergleich mit den Peers legt den Schluss nahe, dass Investoren dieses Asset derzeit nahezu kostenlos erhalten – ein Geschenk für alle, die Bilanzen lesen können.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 20.01.2026 | 04:15

    Bremsen neue Trump-Zölle den Aktien-Boom? Augen auf bei Plug Power, dynaCERT und Nordex

    • GreenTech
    • Wasserstoff
    • HighTech
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    • Transport & Logistik

    Die Börse muss sich derzeit mit allen Wetterlagen zurechtfinden. Da ist zunächst ein sehr trockener und kalter Winter, der vor allem der Ukraine im Krieg zu schaffen macht. Zu allem Überfluss auch noch der umtriebige US-Präsident Donald Trump, der auf einmal Besitz-Ansprüche auf Grönland erhebt. Höchstwahrscheinlich geht es ihm nur um die Sicherung durch Gesamt-NATO, deshalb der Druck über die neuerlichen Zölle. Die EU wird auch für Grönland einen gewaltigen Sicherheitsbeitrag leisten müssen. Gefühlt läuft die Kriegsmaschinerie auf 300 %. Wie die Staaten das alles finanzieren wollen, ist mehr als fraglich, denn die Steuern geben das nicht mehr her, wenn man die Ökonomien nicht abwürgen möchte. In diesem Umfeld müssten die Kapitalmarktzinsen eigentlich explodieren, Trump verlangt aber vehement Zinssenkungen. Wir suchen nach attraktiven Chancen in einem schwierigen Umfeld.

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