Menü schließen




19.08.2021 | 04:44

Edelmetalle mit Ruhe vor dem Sturm? First Majestic, Palantir, Silver Viper

  • Metalle
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Nach den Flash-Crashs ist bei Gold und Silber Ruhe eingekehrt. Ist es nur die Ruhe vor dem Sturm? Derzeit arbeitet sich der Goldpreis am Widerstand im Bereich von 1.790 Dollar ab. Zwischen 1.830 und 1.840 Dollar würde dann die nächste wichtige Zone liegen. Aufhorchen lässt der Gold-Kauf von Palantir. Interessant: Der Tech-Konzern ist auf die Nutzung von Big-Data zur Voraussage künftiger Entwicklungen spezialisiert. Weiß er also mehr? Außerdem hat First Majestic starke Zahlen veröffentlicht und Junior-Explorer Silver Viper überzeugt durch Bohrerfolge und Übernahmefantasie.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283341029

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Palantir kauft Gold?

    Dass Palantir (ISIN: US69608A1088) für Staunen in der Goldszene sorgen könnte, hat bis zu dieser Woche wohl niemand erwartet. Doch jetzt ist die Katze aus dem Sack. So hat der auf Datenanalyse spezialisierte Tech-Konzern den Kauf von 100-Unzen-Goldbarren im Wert von immerhin 50,7 Mio. USD bekannt gegeben. Dazu veröffentlichte Palantir: „Dieser Kauf wird zunächst in einer sicheren Einrichtung eines Drittanbieters im Nordosten der Vereinigten Staaten aufbewahrt, und das Unternehmen ist in der Lage, die dort gelagerten Goldbarren jederzeit mit angemessener Vorankündigung in Besitz zu nehmen.“ Weitere Einzelheiten über die Hintergründe oder Absichten zu dem Kauf gab der Konzern nicht bekannt.

    Entsprechend kann wild spekuliert werden. Denn neben seinem Kerngeschäft – der Analyse riesiger Datenmengen (Big-Data) zur Voraussage zukünftiger Ereignisse für das US-Militär, Geheimdienste und Konzerne – investierte man bisher nur in Unternehmen aus der Tech-Branche. Zu den jüngsten Investments gehören beispielsweise Tritium, ein Hersteller von Ladegeräten für Elektrofahrzeuge, und der Cloud-Spezialist Fast Radius. Warum also jetzt der Kauf von Gold? Vielleicht nutzt das dem Edelmetall-Sektor, um endlich wieder durchzustarten.

    Silver Viper macht sich hübsch für Übernahme?

    Steigende Gold- und Silberpreise wären wie die Kirsche auf der Torte für Silver Viper (ISIN: CA8283341029). Denn operativ läuft es derzeit beim kanadischen Junior-Explorer rund und finanziert ist man auch. In Mexiko schürft das Unternehmen Gold und Silber. Dafür betreibt der Junior-Explorer, der von der Belcarra Group geführt wird, im nordwestlichen Bundesstaat Sonora das 6.880 Hektar große La Virginia Gold-Silber-Projekt. Dieses gehörte ehemals zu Pan American Silver.

    Bereits im vergangenen Jahr konnte Silver Viper durch ein 27.000m langes Bohrprogramm – dabei wurden mehr als 100 Bohrungen durchgeführt – die von Pan American Silver übernommene Projektdatenbank auf insgesamt 80.000m erweitern. Dadurch wurde die Ressourcenschätzung signifikant erhöht. Der kanadische Junior-Explorer beziffert das Potenzial inzwischen mit Ressourcen von 154.300 Unzen Gold und 6.929.000 Unzen Silber und abgeleiteten Ressourcen von 246.300 Unzen Gold und 12,49 Mio. Unzen Silber.

    Ein weiterer positiver Newsflow der Kanadier in diesem Jahr sollte garantiert sein. Denn jetzt soll die „El Rubi-Zone“ – sie befindet sich nur rund 5 km nördlich der bisherigen Abbaufläche – erforscht werden. Überdies erwartet Silver Viper, dass die El Rubi-Zone sowohl seitlich als auch in der Tiefe offen ist und mit weiteren Bohrungen erweitert werden kann. Das erfahrene Management ist optimistisch und rechnet mit überdurchschnittlich hochgradigen Funden.

    Außerdem wichtig: Das, insbesondere für einen Explorer, notwendige Kapital für die Fortsetzung der bisher bereits erfolgreichen Suche ist gesichert. Denn durch den erfolgreichen Gang an den Kapitalmarkt sind Silver Viper insgesamt rund 6 Mio. kanadische Dollar (CAD) zugeflossen. Sollten sich der Erfolgsmeldungen fortsetzen, könnte das Unternehmen schnell zum Übernahmekandidat werden.

    First Majestic Silver – Großer Knall am Freitag?

    Als Übernehmer aktiv ist häufig Majestic Silver. Und die Kriegskasse ist nach starken Zahlen gut gefüllt. So haben die Kanadier im zweiten Quartal 2021 einen Umsatzrekord aufgestellt. Von April bis Juni hat der Konzern eine Gesamtproduktion von 6,4 Mio. Unzen Silberäquivalent bestehend aus 3,3 Mio. Silber und 46.544 Mio. Gold geschürft. Dies entspricht einem Anstieg von 13% bzw. 95% im Vergleich zum Vorquartal. Nicht nur in den drei Minen in Mexiko wurde der Silberäquivalentausstoß zweistellig gesteigert, auch die Jerritt Canyon-Mine in Nevada trug ab Ende April zum Wachstum bei.

    Entsprechend zur Fördermenge wurden auch Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Mit 154,1 Mio. EUR hat First Majestic im zweiten Quartal einen Rekordumsatz erzielt. Im vergangenen Jahr – als aufgrund der COVID-19-Pandemie die Förderung teilweise still stand – waren es nur 34,9 Mio. USD. Der Nettogewinn kletterte vom 10 Mio. USD im Vorjahresquartal auf 15,6 Mio. USD. Die Gründe für den Anstieg: die Produktionsaussetzungen im zweiten Quartal 2020, gestiegene Metallpreise und Wertberichtigungen im Vorjahresquartal. Die Quartalsdividende hat First Majestic um 33% auf 0,006 Dollar pro Stammaktie angehoben.


    Palantir hat mit seinem Gold-Kauf den Edelmetall-Sektor positiv überrascht und sorgt für Spekulationen. Von steigenden Preisen würden Majestic Silver und Silver Viper profitieren. Bei letzterem erhalten Anleger einen sehr wahrscheinlich positiven operativen Newsflow und Übernahmefantasie.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 20.07.2026 | 05:10

    GE Aerospace, Strategic Resources, Rheinmetall – Aufrüstung entfacht den Stahl-Turbo

    • Rüstung
    • Metalle

    Aufrüstung kostet Stahl, und davon mehr denn je. Mit steigenden Verteidigungsausgaben wächst weltweit der Bedarf an hochfesten Spezialstählen für Panzer, Kriegsschiffe, Militärfahrzeuge, Flugzeuge und moderne Waffensysteme. Gleichzeitig verlangt die Industrie nach klimafreundlich produziertem Stahl und einer sicheren Versorgung mit kritischen Rohstoffen wie hochwertigem Eisenerz und Vanadium. Dieser doppelte Nachfrageboom aus Rüstungsindustrie und Dekarbonisierung könnte Produzenten, Zulieferern und Technologieanbietern in den kommenden Jahren außergewöhnliche Wachstumschancen eröffnen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 20.07.2026 | 04:30

    Gold: Mit Equinox Gold, Lahontan Gold und auf die Fed setzen!

    • Lahontan Gold
    • Aya Gold & Silver
    • Equinox Gold
    • Gold

    Am 16. September tagt wieder die Führung der Federal Reserve. Das Bild sieht sehr getrübt aus. Am Markt gibt es Analysten, die von Zinserhöhungen ausgehen. Umgekehrt aber gibt es auch Stimmen, die von einer Zinssenkung ausgehen. Ihr Argument: Im November stehen die Midterm-Wahlen in den USA an. Donald J. Trump will niedrigere Zinsen. Das hat er auch schon dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh per Post auf Truth Social zukommen lassen. Unser Argument: Niedrige Zinsen sind positiv für den Aktienmarkt. Die vergangenen 18 Monate haben gezeigt, dass dem Präsidenten vor allem das Wohl der Märkte am Herzen hängt. Es wird wohl eine knappe Entscheidung; man sollte eine Beibehaltung des Zinsniveaus nicht ausschließen, schließlich kann man auch im Oktober reagieren. So oder so erwarten wir, dass die Zinsen sinken. Spätestens dann sollte auch wieder der Goldpreis in Form kommen. Schon seit Wochen pendelt die Notiz um die Marke von 4.000 USD je Unze. Positive Signale von der Fed dürften hier für einen Ausbruch sorgen. Anleger verdienen dann aber mehr Geld mit Goldaktien. Daher blicken wir heute auf die Lage bei den Papieren von Equinox Gold, Lahontan Gold und Aya Gold & Silver.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 17.07.2026 | 05:20

    Batterie Flaschenhals: Wie Volkswagen, Power Metallic Mines und E.ON die europäische E Mobilität vor dem Rohstoff und Netzausfall retten

    • Volkswagen
    • Power Metallic Mines
    • E.ON
    • Elektromobiltät
    • Elektroautos
    • Batterien
    • kritische Rohstoffe
    • Kupfer
    • Palladium
    • Platin
    • Gold
    • Silber
    • Nickel
    • Kobalt
    • Strom
    • Stromnetze

    Die Vision einer grünen Mobilität steht weltweit vor einer harten Bewährungsprobe. Während die Politik die Elektrowende forciert, droht das ambitionierte Vorhaben an zwei Fronten zu scheitern, der Sicherung kritischer Rohstoffe und der Stabilität der Stromnetze. Hohe Preisausschläge bei Kupfer und Nickel treffen auf eine brüchige Infrastruktur, die mit der rasanten Nachfrage nicht Schritt hält. Diese Gemengelage zwingt Unternehmen zum Umdenken und eröffnet Anlegern neue Perspektiven jenseits reiner Auto- oder Energietitel. Die Zukunft der E-Mobilität entscheidet sich daher nicht nur am Reißbrett, sondern im Bergwerk und im Verteilnetz. Volkswagen, Power Metallic Mines und E.ON stehen exemplarisch für die Strategien, diese Engpässe zu überwinden.

    Zum Kommentar