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30.07.2021 | 05:08

First Majestic Silver, Kodiak Copper, Orocobre – Metalle für E-Mobilität bieten großes Wachstumspotenzial

  • Kupfer
  • Silber
  • Gold
  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Tesla, Nio, Polestar – die Pioniere der E-Mobilität. Doch die weltweite Klimakrise und die Einsicht, dass deren Bekämpfung nur mit Hilfe einer konsequenten Reduktion von Treibhausgasen Einhalt geboten werden kann, hat, nicht zuletzt durch gesetzliche Vorgaben, auch bei den traditionellen Automobilherstellern zu der Einsicht geführt, dass alternative Antriebskonzepte notwendig sind. Dabei hat sich die Elektromobilität aktuell als die vielversprechendste Variante etabliert. Hastig versuchen die Hersteller nun ihre Produktentwicklung in diese Bahnen zu lenken und überschlagen sich mit Ankündigungen zum Aus des Verbrennermotors: Jaguar will bis 2025 aussteigen, Fiat, Volvo und Ford haben das Aus für das Jahr 2030 verkündet. VW hat sich den Zeitraum zwischen 2033 und 2035 zumindest für Europa als Ziel gesetzt, Audi will bis dahin komplett aussteigen. Auch Mercedes schwebt ein ähnliches Datum vor. Allen E-Autos ist jedoch eins gemeinsam: sie haben einen großen Rohstoffhunger. So benötigt ein E-Auto etwa viermal so viel Kupfer wie ein Verbrenner. Auch der Verbrauch von Gold und Silber (Bordelektronik) und Lithium (Batterien) wird signifikant ansteigen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031 , OROCOBRE LTD | AU000000ORE0

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Inhaltsverzeichnis:


    First Majestic Silver – Gute Produktionszahlen und niedriges Kursniveau bieten attraktive Einstiegschance

    Eines der Unternehmen, das von der steigenden Gold- und Silbernachfrage profitieren dürfte, ist der kanadische Produzent First Majestic Silver. Dessen Aktie hat zwar seit demFebruar-Hoch von über 28 CAD zwischenzeitlich auf um die 16 CAD konsolidiert, mit der Übernahme des Goldprojekts „Jerritt Canyon Mine“ in Nevada und dem Einstieg beim ebenfalls in Nevada operierenden Explorationsunternehmen „Blackrock Silver“ sollten die dem Abwärtstrend zugrundeliegenden Themen (begrenzte Minenlebensdauer, schwache Projektpipeline) jedoch behoben sein. Zumal die kürzlich veröffentlichten Produktionszahlen sich durchaus sehen lassen können.

    Möglicherweise brauchten die Anleger eine gewisse Zeit, um den Strategieschwenk hin zur Goldproduktion, der angesichts fehlender attraktiver Silberprojekte als notwendig erachtet wurde, zu verdauen, denn seit einer Woche bewegt sich der Kurs wieder zaghaft, aber beständig nach oben. Einige Anleger scheinen doch zunehmend zuversichtlich gestimmt zu sein, dass sich die 84%ige Produktionssteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal gemessen in Silberäquivalent am Ende auch in den am 6. August zu veröffentlichenden Quartalszahlen niederschlagen wird. Außerdem dürfte die Ankündigung, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten ein aggressives Explorationsprogramm für die neuen amerikanischen Goldprojekte zu fahren, ebenfalls positiv vernommen worden sein. Analysten räumen dem Papier aktuell übrigens im Mittel ein Kurspotenzial von mehr als 20% ein.

    Kodiak Copper – Ambitioniertes Bohrprogramm liefert äußerst vielversprechende Zwischenergebnisse

    Mit dem Edelmetall Kupfer beschäftigt sich das ebenfalls aus Kanada stammende Unternehmen Kodiak Copper. Der in Vancouver, British Columbia beheimatete Explorer, verfügt mit dem im Süden seiner Heimatprovinz liegenden MPD-Projekt (Man, Prime, Dillard), das sich über eine Fläche von rund 147,2ha erstreckt, über ein exzellent gelegenes Kupfer-Gold Pophyr Projekt, welches sich, ebenso wie die anderen Projekte des Unternehmens in Kanada (Kahuna, in Nunavut) und in den USA (Mohave, in Arizona) zu 100% in Eigenbesitz befindet. Nach dem Einstieg des größten kanadischen Kupferproduzenten Teck Resources im vergangenen Jahr, konnte mit dem frischen Kapital (aktueller Stand der Kriegskasse: rd. 14 Mio. CAD in Cash) in 2021 nun ein ambitioniertes, 30.000m umfassendes Bohrprogramm gestartet werden, das bereits sehr vielversprechende Ergebnisse zutage förderte.

    Ziel war die systematische Bewertung der Kupfer-Gold Vererzung einer sich über Kilometer erstreckenden Kupfer-in-Boden-Anomalie mittels Ausscherbohrungen. Die Resultate der ersten 15 Bohrlöcher deuten nun auf eine Unterlagerung des ursprünglichen Kupfer-in-Boden-Ziels durch eine massive Kupfer-Gold-Pophyr-Mineralisierung hin. Weitere Bohrungen sollen zudem klären, ob es eine Verbindung zwischen Gate und dem drei Kilometer entfernten Man-Areal besteht. Durch den Einsatz eines zweiten Bohrgeräts will sich das Unternehmen zudem dem Dillard-Areal zuwenden. Neben den bisherigen Bohrergebnissen gibt es weitere positive Neuigkeiten von Kodiak Copper. So wurde die beantragte Erweiterung der Explorationserlaubnis bis zum Jahr 2026 erteilt. Für uns sind dies alles Gründe, die auf eine baldige Kurserholung hindeuten. Natürlich ist Kodiak Copper auch stark von Kupferpreis abhängig. Dieser hatte sich vor Kurzem deutlich konsolidiert. Wir gehen aber von einer lediglich kurzen Verschnaufpause aus, die der Zyklizität der Rohstoffmärkte geschuldet ist.

    Orocobre – Aktienkurs erreicht im Fahrwasser steigender Lithiumpreise erneutes Allzeithoch

    Die australische Orocobre Limited mit Sitz in Brisbane ist einer der weltweit wichtigsten Lieferanten für das in der Akkumulatorenproduktion benötigte Alkalimetall Lithium. Angesichts des immer größer werdenden Bedarfs an Stromspeichern – neben der e-Mobilität auch als stationäre Energiespeicher für die Zwischenspeicherung elektrischer Energie, bspw. im Rahmen der Solarstromproduktion – hat dies zu einem starken Preisanstieg des Rohstoffs geführt. Experten gehen sogar davon aus, dass sich ein dauerhafter Versorgungsengpass ausbilden könnte. Um sich in diesem Markt bestmöglich zu positionieren, hat Orocabre die Fusion mit einem seiner Hauptwettbewerber, Galaxy Resources, bekannt gegeben. Die Fusion, die spätestens im August abgeschlossen sein soll, schafft einen Lithium-Riesen, der auf einem Marktanteil von rund 13% wird blicken können, bei einer Jahreskapazität von dann 40.000t Lithiumkarbonat. Aktuell betreiben beide Unternehmen die Lithiumgewinnung in Argentinien sowohl aus Gestein („Rock“) als auch aus Lauge („Brine“). Somit passen die Unternehmen auch strategisch gut zusammen. Der Markt scheint dies zu honorieren: der Kurs der Orocobre-Aktie bewegt sich seit längerer Zeit kontinuierlich aufwärts. Dabei konnte das Unternehmen sogar sein bisheriges Allzeithoch von Januar 2018 vor kurzem hinter sich lassen.


    Analysten sind angesichts der jüngsten Kursentwicklung bei Orocobre allerdings zwiegespalten. Während die eine Hälfte in Anbetracht der erfolgten Rallye davon ausgeht, dass demnächst eine Konsolidierung droht, rät die andere Hälfte mit Verweis auf die Zwänge der Energiewende weiterhin zum Kauf. Wesentlich spekulativer ist das Papier von Kodiak Copper. Allerdings ist auch die Renditechance ungleich höher. Wichtig werden die nächsten Bohrergebnisse. Investoren, die auf einen fundamental unterbewerteten Titel setzen wollen, halten sich an First Majestic. Hier gehen wir in nicht allzu ferner Zukunft von einer Kurserholung aus.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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