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05.10.2020 | 05:50

Franco Nevada, Bitcoin, Silver Viper: Was ist heute noch stabil?

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Es hätte nicht kurioser kommen können. Donald Trump verabschiedet sich wegen eines positiven Covid-19 Tests in ärztliche Betreuung, die Kapitalmärkte gehen prompt auf Tauchstation. Der größte Protagonist in Sachen Verharmlosung unterliegt selbst der Infektion, ein Paradestück präsidialer Vorbildsfunktion. Nun hören wir, dass der unerschütterliche Staatschef schon bald wieder genesen ist - muss er auch, denn die US-Wahl wirft ihre Schatten bereits voraus. Auf der Suche nach Stabilität konnten bei fallenden Aktienmärkten zumindest die Edelmetalle reüssieren, Gold erreichte wieder die 1.900 USD-Marke und Silber touchierte knapp die 24 USD-Marke. Im freitäglichen Späthandel normalisierte sich die Lage bei den Aktien nach dem 2% Rückgang in Europa wieder und der Dow Jones eroberte die so wichtige 27.700 Punkte Marke zurück.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: André Will-Laudien
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Inhaltsverzeichnis:


    Franco Nevada – Ein Fels in der Brandung

    Wer Stabilität sucht, der ist bei Franco-Nevada richtig. Das kanadische Unternehmen mit Sitz in Toronto macht jährlich einen Umsatz von über 800 Mio. USD mit Royalty- und Streaming-Erlösen. Die Gesellschaft hat Anteile an Silber, Gold, Platinmetallen, Öl und Gas und anderen Ressourcen und konzentriert sich auf Bestandserlöse aus Land- und Konzessionsvermietung sowie Akquisitionen im Ressourcensektor.

    Man verfügt mittlerweile über mehr als 70 Liegenschaften weltweit und erzielt aus verschiedenen Rohstoffquellen üppige Cashflows durch Verträge mit den Schürfunternehmen. Das klingt auf den ersten Blick langweilig, ist aber in unseren stürmischen Börsenzeiten höchst stabil und ertragreich. Der Gewinn steigt kontinuierlich und so auch der Chart. Seit Anfang 2020 hat Franco-Nevada um über 30% zugelegt und eine regelmäßige Quartalsdividende ausgeschüttet. Sehr nervenschonend.

    Bitcoin - Volatilität von 10% in der Woche ist normal

    Mit erhöhter Schwankungsintensität ist der Bitcoin-Besitzer schon immer konfrontiert gewesen. So konnte die prominente Kryptowährung per anno zwar um gute 25% zulegen, die Bandbreite lieferte aber Extremwerte von 5.000 bis 12.000 USD – das sind weit über 100% Volatilität. Wenngleich die Fieberkurve der Umfragen zur US-Wahl eine höhere Stabilität ausweist, der Wahlausgang ist auch heute mehr als offen und ob das Wahlergebnis letztlich anerkannt wird, steht auch in den Sternen.

    Der von der US Federal Reserve erhobene Index für politische Unsicherheit hat im Jahr 2020 das höchste Niveau seit Beginn der Finanzkrise in 2008 erreicht. Der Bitcoin ist von seinem Hoch im Dezember 2017 bei 20.000 USD noch knapp 9.500 USD entfernt, er müsste sich also glatt verdoppeln. Anhänger der Kryptowelt sehen in der digitalen Währung aber goldähnliche Eigenschaften. Für spekulative Anleger und Anhänger von alternativen Anlageformen ist der Bitcoin sicherlich einen Blick wert.

    Silver Viper - Gold und Silber aus Mexico

    Silver Viper ist ein Junior-Explorationsunternehmen mit Sitz in Kanada und Liegenschaften im nordwestlichen mexikanischen Bundesstaat Sonora. Der Aktienkurs von Silver Viper musste von seinem jüngst erreichten Höchstkurs von 0,75 CAD wieder rund 30% abgeben. Grund war neben einem stark rückläufigen Silberpreis von 29 auf niedrige 22 USD im September 2020 auch die Pflichtausübung von über 7 Mio. Warrants bis zum kommenden 08. Oktober. Wenn alle Warrants vor diesem Ablaufdatum ausgeübt werden, erwartet das Unternehmen Bruttoeinnahmen von insgesamt etwa 2,8 Mio. CAD. Gutes Geld für neue Bohrungen und weitere Erschließungen.

    Der Börsenwert beträgt selbst nach der Kapitalerhöhung nur 35 Mio. CAD, angesichts der jüngsten Bohrergebnisse von Juli und August dieses Jahres kein zu hoher Preis, denn immerhin hat sich auch der Silberpreis seit dem Märzausverkauf um 80% nach oben bewegt. Die Bohrungen in der Zone El Rubi ergaben auf 110 Meter Länge einen Gold- und Silbergehalt von durchschnittlich 38 g/t Ag und 0,76 g/t Au, die Maximalwerte lagen bei erstaunlichen 854 g/t Ag und 20,7 g/t Au.

    Mit weiter steigenden Unsicherheiten politischer und ökonomischer Natur werden die Schwankungen an den Kapitalmärkten anhalten. Wer ein entsprechendes Nervenkostüm und eine spekulative Haltung mitbringt, kann sich in der Aktie von Silver Viper durchaus engagieren. Gegenüber Franco-Nevada und dem volatilen Bitcoin ist das Risiko hier im mittleren Bereich anzusiedeln. Immerhin - manche Rohstoffexperten erwarten beim Silberpreis noch eine Jahrhundert-Rallye. Dass es weiterhin zu erheblichen Schwankungen kommen wird, ist in einem Wahljahr indes vorprogrammiert.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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