Menü schließen




16.06.2025 | 04:45

Gaza, Iran, Ukraine – Konflikte treiben die Metallpreise! Rheinmetall, European Lithium, Hensoldt und Renk

  • Strategische Metalle
  • Rüstung
  • HighTech
  • Seltene Erden
  • Defense-Aktien
Bildquelle: pixabay.com

Das Problem wird immer größer! Strategische Metalle beeinflussen die geopolitische Machtbalance aktuell massiv, indem sie sowohl die wirtschaftliche als auch die militärische Handlungsfähigkeit von Staaten maßgeblich bestimmen. Konflikte wie Gaza, Ukraine und neuerlich auch Iran heizen die Knappheit an, weil alte Handelsbeziehungen von heute auf morgen aufgekündigt werden können. Die Konzentration der Metall-Produktion auf wenige Länder, macht die Lieferketten erneut anfällig für die politische Einflussnahme. Exportbeschränkungen, Embargos oder gezielte Verknappungen durch China oder Russland können so zu Engpässen in den Abnehmerländern führen und die Wirtschaft empfindlich treffen. Wir beschreiben das aktuelle Bild und bieten Lösungen für dynamische Anleger.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: EUROPEAN LITHIUM LTD | AU000000EUR7 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    European Lithium – Strategische Metalle im Schmelztiegel geopolitischer Konflikte

    Die Debatte um strategische Metalle hat sich in jüngster Zeit wieder deutlich verschärft, nicht zuletzt durch die wachsende Bedeutung von Kupfer, Uran und Seltenen Erden. Sie gelten zusammen mit Lithium als Schlüsselrohstoffe für Energiewende und digitale Transformation. Während die Diskussion um Grönlands Ressourcenreichtum weiterhin Wellen schlägt, sorgen neue technologische und politische Entwicklungen für anhaltenden Gesprächsstoff an den Kapitalmärkten und sorgen für zusätzliche Kursdynamiken.

    Neuigkeiten zum Grönland-Asset gibt es derzeit vom australischen Rohstoff-Unternehmen European Lithium. Der Explorer besitzt eine Vorzeige-Lithium Liegenschaft in Österreich, drei weitere Vorkommen in der Ukraine und Irland sowie das Seltene Erden Projekt Tanbreez auf Grönland. Dank neuer Technologien zur effizienteren Förderung und Aufbereitung könnte das Grönland-Projekt nun schneller als erwartet in die Umsetzung gehen. Aktuell gibt es noch historische Zahlen, die nun erstmals die Untersuchungsergebnisse von elf tiefen Diamantbohrlöchern an den Tag bringen, welche zwischen 2007 und 2013 in der Fjord-Lagerstätte gebohrt wurden. Das Unternehmen gab kürzlich eine Mineralressourcenschätzung von ca. 45 Mio. Tonnen mit Graden von 0,38 % TREO für die Eudialyt-Komponente und 180 Mio. Tonnen für die industriellen Mineralnebenprodukte Feldspat und Arfvedsonit bekannt. Die Zahlen zeigen zusammen mit den robusten wirtschaftlichen Ergebnissen der Tanbreez-Scoping-Studie, die einen Nettobarwert von 2,4 bis 3,0 Mrd. USD bei einem Diskontsatz von 10 % oder 8 % und einen IRR von 162 % vor Steuern ausweisen kann, ein hohes Wirtschaftliches Potenzial. Über die 63 %-Beteiligung an Critcal Metals (CRML) sind European Lithium-Aktionäre hier sehr gut positioniert.

    Tony Sage, Executive Chairman des Unternehmens, kommentierte die Untersuchungsergebnisse wie folgt: „Ich bin durch die neuesten Ergebnisse der tiefen Diamantbohrlöcher, die außergewöhnliche Untersuchungsergebnisse über eine breitere und tiefere Mineralisierung zeigen, weiter ermutigt. Tanbreez liefert weiterhin konsistente hochgradige Bohrergebnisse, die dem Unternehmen eine überzeugende Gelegenheit bieten, unsere derzeitige Maiden-Ressource mit unseren bevorstehenden Ergebnissen für 2024 und den im kommenden Monat beginnenden Bohrprogrammen für 2025 zu erhöhen. Unsere Explorations- und Feldteams vor Ort sind derzeit in Tanbreez im Einsatz, um die bevorstehende Feldsaison zu organisieren und die Ressourcen- und Explorationsbohrungen vorzubereiten.“

    Die aktuelle Ausrichtung von European Lithium addiert sich somit zu einem einzigartigen und vielversprechenden Zukunfts-Portfolio. Damit nimmt das Unternehmen eine Schlüsselrolle in der globalen Rohstofflandschaft ein, vor allem im Bereich kritischer Metalle. Analysten rechnen nach: Nimmt man die vermuteten Metall-Ressourcen zusammen, könnte das „Options-Portfolio“ mehrere Milliarden wert sein, allein der anhaltende Krieg und die doch schärferen Töne zu Grönland seitens US-Vize JD Vanz verunsichern die Investoren wohl nachhaltig. Mutige können die European Lithium-Aktie daher zu Preisen um 0,044 AUD erwerben. Auch in Deutschland gibt es bereits eine größere Anleger-Community für diesen Titel, denn es gehen bisweilen 7-stellige Stückzahlen um. Ein absolutes Rätsel, warum das gesamte Portfolio nur 34,7 Mio. EUR wert sein soll. Eine dramatische Aufwertung ist somit wahrscheinlich!

    Rheinmetall – Einfach CEO Pappberger folgen!

    Die Rally der Rheinmetall-Aktie ist zuletzt atemberaubend. Startschuss war der Beginn des Kriegs in der Ukraine, seitdem kennt das Papier kaum ein Halten mehr. Im Januar waren es im Schnitt ca. 600 EUR, in der letzten Woche wurde dann das vorläufige Hoch von 1.942 EUR erreicht, ein Plus von über 200 % allein in 2025. Kann das so weitergehen? CEO Armin Papperger glaubt daran und setzt auch darauf. Laut AdHoc hat der Manager in der letzten Woche noch einmal mit 512.830 EUR bei einem Kaufpreis von 1.654 EUR zugeschlagen. In der Zollkrise alla Donald Trump griff Papperger bereits zweifach zu. Dabei sah es kurz so aus, als könnte der Aktienmarkt weltweit ins Wanken geraten. Damals investierte er 402.156 EUR in Rheinmetall zum Preis von 1.058 EUR Euro und weitere 308.850 EUR zum Preis von 1.065 Euro. Rechnerisch sind das 980 Aktien, welche am Freitag einen Schlusskurs von 1.795 EUR widerspiegelten. Die gesamte Wertsteigerung dieser drei Käufe Wert bis heute entspricht ca. 535.000 EUR oder gut 30 % Performance. Wer also einen Anlageberater sucht, ist mit den Papperger Insider-Trades offensichtlich gut beraten. Morgan Stanley sieht den Kurs bis 2030 übrigens auf ca. 3.000 EUR steigen, sofern die europäische Rüstungsquote die 3%-Quote zum Bruttoinlandsprodukt auch wirklich erreicht. Analysten auf der Plattform LSEG erwarten übrigens einen 12-Monatskursziel im Durchschnitt von 1.925 EUR. Na dann!

    Hensoldt und Renk – Die Bewertung mutet schon etwas seltsam an

    Ebenso verrückt geht es aktuell bei Hensoldt und Renk zu. JPMorgan hatte zu Wochenanfang die Hensoldt-Aktie mit einem Buy-Votum bis 110 EUR in den Himmel geschickt. Noch am selben Tag stieg der Wert von zuvor 87,50 auf 108,80 EUR nach oben. Damit ist das Ziel auch knapp erreicht worden. Sofort einsetzende Gewinnmitnahmen sorgten in den Folgetagen für Abschläge bis auf 84 EUR. Wer dort oben zugegriffen hatte, muss sich im KGV 2026e verrechnet haben, es lag nämlich bei sagenhaften 65. Nun ist mit 94 EUR wieder etwas Normalität eingekehrt. Auf der Analysten-Plattform LSEG gibt es nur noch 4 von 12 positive Einstufungen, sie votieren mit Kauf bis 68,50 EUR. „Viel Luft nach unten!“ – wäre damit wohl die richtigere Einschätzung. Mal sehen was in der kommenden Woche passiert.

    Der Augsburger Spezialgetriebehersteller Renk sieht den Rüstungsanteil in seinem Geschäftsmodell in den nächsten Jahren dramatisch anwachsen. In 2024 waren es ca. 70 %. Weil die Aktie zuletzt einen Vervielfacher aufs Parkett zauberte, nutzten die Bank of America und BNP Exane die hohen Kurse für eine Abstufung. Das durchschnittlich erwartete Kursziel beträgt derzeit 56,20 EUR, also 22 % unter dem letzten Kurs vom Freitag. Da im Iran-Israel-Konflikt sicherlich keine Bodenfahrzeuge zu Einsatz kommen, sollten Rüstungs-Anleger nachrechnen, ob sich ein 2025e KGV von 52 hier rechtfertigen lässt.

    Im Chartvergleich der letzten 3 Monate stechen Rheinmetall, Hensoldt und Renk als Profiteure internationaler Konflikte hervor. European Lithium sieht aktuell immer positiver aus, die Äußerungen der US-Administration zur Sicherung der Lieferketten könnte zum Hausse-Argument werden. Quelle: LSEG vom 15.06.2025

    Die Kapitalmärkte haben derzeit sehr viele Tendenzen einzupreisen. Denn die Welt entwickelt sich immer unkalkulierbarer. Strategische Metalle stehen erneut im Fokus der Bildung von Rohstoffpreisen an den Terminmärkten. Wären die Industrieländer von heute auf Morgen von den kritischen Ressourcen aus Asien abgeschnitten, droht ein Produktionsstillstand. Aktionäre von European Lithium blicken vermehrt auf die Seltenen Erden Vorkommen auf Grönland, Donald Trump tut das aber auch! Vielleicht kommt es ja auch zu einer entgeltlichen Abfindung für die wichtigen Ressourcen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 19.08.2026 | 04:00

    Die Spannung steigt! SpaceX, Volatus Aerospace, Airbus und DroneShield liefern an die NATO und verdienen immer kräftiger

    • Luft- und Raumfahrt
    • Defense-Sektor
    • Drohnentechnologie
    • HighTech
    • Rüstungsindustrie

    Zum Stichtag 31.07.2026 wächst die Bundeswehr auf rund 186.700 Soldatinnen und Soldaten auf. Damit liegt die personelle Stärke des militärischen Personals zur Jahresmitte im Zielkorridor für den personellen Zuwachs für das Jahr 2026 auf eine Stärke von 186.000 bis 190.000 „Mann“. Zugleich wird ein neuer Höchststand seit rund 13 Jahren erreicht. Die transatlantische Militärallianz reagiert darüber hinaus auf die veränderte geopolitische Sicherheitslage mit historischen Rüstungsinvestitionen und treibt die Modernisierung ihrer Streitkräfte im Eiltempo voran. Im Zentrum dieser strategischen Neuausrichtung steht eine tiefgreifende technologische Transformation, welche traditionelle Rüstungsgüter mit modernster Luft- und Raumfahrttechnologie verschmilzt. Neben SpaceX, Airbus und DroneShield spürt auch das kanadische Technologie-Unternehmen Volatus Aerospace eine rasant steigende Nachfrage nach seinen hochentwickelten Drohnensystemen für die taktische Aufklärung an den Außengrenzen. Das Zusammenspiel aus agilen Tech-Pionieren und etablierten Rüstungsriesen schafft ein hocheffizientes Ökosystem für die Verteidigung der westlichen Hemisphäre. Für Anleger bietet dieser boomende Sektor eine seltene Kombination aus defensiver Stabilität und exponentiellem Wachstumspotenzial. Wir gehen etwas tiefer.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Lars Winter vom 11.08.2026 | 05:00

    Almonty Industries, Deutz und GFT: Viel Kursfantasie durch Wolfram, Rüstung und KI – 3 spannende Aktien im Check

    • Almonty Industries
    • Wolfram
    • Rüstung
    • Deutz
    • Motoren
    • GFT
    • Software

    Rohstoffe, Rüstung und Künstliche Intelligenz zählen zu den großen Börsenthemen unserer Zeit. Drei Unternehmen liefern dazu gerade frische Nachrichten. Almonty Industries ist mit seiner neuen Wolframmine in Südkorea vom Projektentwickler zum Produzenten aufgestiegen. Der Motorenbauer Deutz baut sich mit einer milliardenschweren Übernahme ein zweites Standbein in der Rüstung auf. Und der Softwarespezialist GFT zeigt erstmals in größerem Umfang, dass sich mit eigenen KI-Lösungen auch Geld verdienen lässt. Drei Aktien mit starken Kurstreibern – aber sehr unterschiedlichen Risiken.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 06.08.2026 | 05:30

    RENK Group, Volatus Aerospace und TKMS: Rüstungsboom – jetzt die drei Hebel Land, Luft und Wasser nutzen

    • RENK Group
    • Volatus Aerospace
    • TKMS
    • Getriebe
    • Rüstung
    • Rüstungsindustrie
    • Drohnen
    • Drohnenabwehr
    • unbemannte Systeme
    • UBoote
    • Marine
    • NATO

    Der Westen muss seine Sicherheitsarchitektur grundlegend neu aufbauen. Nachdem man über Jahre dem Frieden vertraut hat, müssen nun die Budgets teilweise deutlich nach oben geschraubt werden. Aktuell profitieren alle Unternehmen, die den strukturellen Wandel der Verteidigungsindustrie tragen. Es zählt nicht mehr allein die Masse der Systeme, sondern die Vernetzung von Mobilität, Aufklärung und maritimer Schlagkraft. Diese Veränderungen an Land, in der Luft und auf dem Wasser bringen die RENK Group, Volatus Aerospace und TKMS zusammen. Sie bieten unterschiedliche Hebel, um vom anhaltenden Rüstungstrend zu profitieren.

    Zum Kommentar