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26.02.2024 | 05:10

Infineon, Saturn Oil + Gas, Block – Hier geht die Post ab

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Bildquelle: pixabay.com

In der vergangenen Woche waren alle Augen auf den Chipgiganten Nvidia gerichtet, der die Wall Street erneut positiv überraschen konnte und einen Anstieg des Nettogewinns von annähernd 770 % aufs Parkett legte. Auch in Deutschland setzte die Allianz mit einem Rekordgewinn und einer deutlichen Anhebung der Dividende ein Ausrufezeichen. Untergegangen ist dagegen eine Meldung, die die Zukunft der grünen Technologien stark beeinflussen könnte, mit positiven Signalen für die Öl- und Gasindustrie.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Block Inc. | US8522341036 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832

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Inhaltsverzeichnis:


    Saturn Oil & Gas – Bahn frei für fossile Brennstoffe

    Die Zahlensaison für das Gesamtjahr 2023 bestimmt das aktuelle Börsengeschehen, doch eine Meldung, die am 16. Februar zunächst auf Reuters veröffentlicht wurde, könnte die Zukunft der grünen Energie ins Wanken bringen. Demnach ziehen Vermögensverwalter wie J.P. Morgan und BlackRock rund 14 Bio. USD aus der Klimaschutzinitiative Climate Action 100+ ab, die darauf abzielte, Unternehmen zur Emissionsminderung zu animieren. Wirft man einen Blick auf den Wahlkampf in den USA, könnten die Green-Deal-Visionen einen weiteren Kratzer erhalten. Denn sollte Donald Trump erneut an die Macht kommen, kündigte dieser bereits an, fossile Energieträger verstärkt fördern zu wollen.

    Dieses Umdenken würde erneut die Gewinne der Erdölproduzenten sprudeln lassen. Saturn Oil & Gas dürfte dabei in der nächsten Aufwärtswelle überproportional profitieren, zu unterbewertet ist das Unternehmen aus Calgary im Vergleich zur Peer Group. Mit einer vor kurzem durchgeführten Kapitalmaßnahmen in Höhe von 50 Mio. CAD sollen zum einen die laufenden Darlehen getilgt werden, zum anderen soll die Förderung mit gezielten Bohrprogrammen zumindest auf dem aktuell hohen Niveau weitergefahren werden. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug die durchschnittliche Produktion nach dem größten Bohrprogramm der Geschichte rund 28.000 Barrel Öläquivalent pro Tag.

    Die markante Unterbewertung zeigt sich verstärkt, wenn man einen Blick auf die aktuellen Reserven wirft. Demnach vermeldete Saturn Oil & Gas 145,3 Mio. Barrel Öläquivalent für nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven, was einem Anstieg von 131 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit liegt die Prognose des Barwertes bei 6,72 CAD pro Aktie für nachgewiesene, bereits erschlossene und produktive Reserven. Der Kurs der Saturn-Aktie pendelt demgegenüber im Bereich von 2,30 CAD. Die Analysten von Echelon Capital Markets vergaben in ihrer aktuellen Analyse ein „Buy“-Rating mit einem Kursziel in Höhe von 5,80 CAD.

    Infineon – Nvidia-Profiteur und Top Pick

    Das US-Vorzeigeunternehmen aus Santa Clara zog mit seinen sensationellen Zahlen zum vierten Quartal die gesamte Chipbranche in die Höhe. Aufgrund des florierenden Marktes für Künstliche Intelligenz hat Nvidia bereits zum sechsten Mal hintereinander einen Quartalsumsatz verzeichnet, der die Erwartungen der Analysten überbot. Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg der Einnahmen um 265 % im Vergleich zum Vorjahr auf 22,1 Mrd. USD. Die Durchschnittsprognosen der Analysten lagen bei 20,4 Mrd. USD. Besonders das Segment der Prozessoren für Datenzentren zeigte mit einer Verfünffachung auf 18,4 Mrd. USD ein extremes Wachstum. Bereits im vorherigen Quartal konnte sich dieser Bereich fast vervierfachen.

    Aufgrund der sensationellen Neuigkeiten profitierten Halbleiteraktien rund um den Globus. Infineon stieg nach der Ankündigung um mehr als 4 %, gab im Laufe der Woche die Gewinne jedoch wieder ab und notiert nahe am markanten vertikalen Unterstützungsbereich bei 32,90 EUR.

    Für die britische Großbank HSBC sind die Münchner ganz klar eine der besten Chipunternehmen Europas. Das Kursziel liegt beim Kaufkandidaten bei 53 EUR. Durch die führenden Positionen in den Bereichen Leistungshalbleiter und Automobilindustrie prognostiziert HSBC ein jährliches EBIT-Wachstum von 33 % für die Jahre 2024 bis 2026.

    Block mit Kursexplosion

    Neben Nvidia gab es in dieser Woche ein weiteres Kursfeuerwerk an der Wall Street. Grund für den Anstieg von 20 % des Zahlungsanbieters Block waren deutlich angehobene Schätzungen. Das US-Unternehmen prognostiziert für das Quartal bis zum 31. März einen bereinigten Kerngewinn zwischen 570 und 590 Mio. USD, deutlich über den Analystenschätzungen von durchschnittlich 511,76 Mio. USD. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten blieben die Ausgaben der US-Verbraucher, besonders während des Weihnachtsgeschäfts, robust, was positive Aussichten für 2024 signalisiert.

    Um profitables Wachstum zu fördern, hat Block Kosten durch Stellenabbau und Büroflächenreduktion gesenkt und erwartet eine deutliche Verbesserung der Betriebsmargen. Im vierten Quartal wuchs der Gesamtnettoumsatz um 24 % auf 5,77 Mrd. USD, rechnet man die Bitcoin Einnahmen heraus, waren es 3,25 Mrd. USD. Der Bruttogewinn erreichte 2,03 Mrd. USD, ein Plus von 22 % im Vergleich zum Vorjahr.

    Die EBITDA-Prognose wurde von 2,40 auf mindestens 2,63 Mrd. USD angehoben. Zudem verzeichnete die Cash App Card im Dezember 23 Mio. monatliche aktive Nutzer, ein Anstieg von 20 % und mehr als das Doppelte der Wachstumsrate der Gesamtaktivitäten.


    Die Zahlen von Nvidia überstrahlten in der vergangenen Woche die Börsen, wodurch auch die deutsche Infineon profitierte. Der Zahlungsdienstleister Block konnte ebenfalls mit deutlich höheren Prognosen aufwarten. Sollte in Zukunft wieder vermehrt auf fossile Energieträger gesetzt werden, dürfte Saturn Oil & Gas auch aufgrund seiner Unterbewertung deutlich profitieren.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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