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13.11.2025 | 06:00

Vom Schwarzen Gold, dem Edelmetall bis zum Daten-Gold: Warum BP, Formation Metals und Oracle jetzt unverzichtbar sind

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Bildquelle: pixabay.com

Die Jagd nach dem Vermögen der Zukunft hat begonnen. Während das schwarze Gold in einem Strudel aus Überangebot und geopolitischen Spannungen gefangen ist, erreicht das Edelmetall Gold unvorstellbare Höhen. Doch der wahre Game-Changer ist eine unsichtbare Ressource, die zum neuen Gold des 21. Jahrhunderts geworden ist: Daten. In diesem Dreiklang aus Volatilität, Stabilität und Disruption liegen immense Chancen für Anleger. Wir sehen uns mit BP, Formation Metals und Oracle jeweils einen Vertreter aus jedem Bereich genauer an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BP PLC DL-_25 | GB0007980591 , FORMATION METALS INC | CA34638F1053 , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054

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Inhaltsverzeichnis:


    BP – mit ordentlichen Quartalszahlen

    Für erfahrene Investoren bietet BP derzeit ein interessantes Bild. Die Zahlen vom 3. Quartal, die am 4. November veröffentlicht wurden, unterstreichen eine solide operative Performance, die in der aktuellen Bewertung kaum widergespiegelt wird. Mit einem bereinigten Gewinn von 2,2 Mrd. USD und einem operativen Cashflow von 7,8 Mrd. USD, trägt die Strategie des Konzerns, sich auf seine Kernkompetenzen zu besinnen, Früchte. Bemerkenswert ist die operative Exzellenz. Die Raffinerie-Verfügbarkeit von 96,6 % markiert das beste Quartal seit zwei Jahrzehnten. Hier wird deutlich, dass das Management die Effizienz deutlich gesteigert hat.

    Strategisch fällt die konsequente Fokussierung auf Profitabilität auf. Statt großer Visionen stehen kapitaldisziplinierte Projekte im Vordergrund. Von den 6 für 2025 geplanten Großprojekten gingen 4 vor Plan ans Netz. Parallel läuft die Portfoliokonsolidierung auf Hochtouren. Die erwarteten Veräußerungserlöse von über 4 Mrd. USD in diesem Jahr entlasten die Bilanz und schaffen finanziellen Spielraum. Die erzielten Kostensenkungen und der starke operative Cashflow unterstreichen den Turnaround.

    Aus Investorensicht erscheint die Bewertung mit einem zukünftigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 12 und einer Dividendenrendite von knapp 5,6 % als attraktiv. Der Markt preist eine Menge Skepsis ein, die den sichtbaren Fortschritten nicht gerecht wird. Die Mischung aus starker operativer Performance, disziplinierter Kapitalallokation und hohen Aktionärsrendite schafft ein überzeugendes Setup. Gelegentliche Schwächen im Ölhandel oder volatile Steuerquoten sollten dabei nicht überbewertet werden. Die Aktie konnte nach den Quartalszahlen zulegen und ist derzeit für 5,36 EUR zu haben.

    Formation Metals – hier sollte man genauer hinschauen

    In der Welt der Gold-Explorer ist Formation Metals ein angenehmes Gegenbeispiel. Während viele kleine Unternehmen mit knappen Kassen operieren, trumpft dieses Team mit einer ungewöhnlich komfortablen Finanzlage auf. Kürzlich eingeworbene Mittel haben die Kriegskasse auf rund 12,7 Mio. CAD aufgefüllt, bei einer vergleichsweise kleinen Marktkapitalisierung von aktuell rund 11 Mio. CAD, ist das eine Hausnummer. Das bedeutet, dass das geplante, ambitionierte Bohrprogramm vollständig finanziert ist, ohne dass in absehbarer Zeit neues Geld von Aktionären benötigt wird. Das schafft Ruhe und das Unternehmen kann sich auf die Exploration fokussieren.

    Das Flaggschiffprojekt N2 in der renommierten Abitibi-Region in Québec wurde vom Management äußerst kostengünstig erworben. Die historische Ressource von rund 871.000 Unzen wurde zu Akquisitionskosten von deutlich unter 1 CAD pro Unze gesichert. Das ist schon bemerkenswert und schafft einen enormen Ressourcenhebel. Die Liegenschaft verfügt über 87 Claims mit einer Fläche von etwa 4.400 ha. Dazu kommen die standortbedingten Vorteile wie die Rechtssicherheit, bestehende Infrastruktur und die Nähe zu aktiven Minen großer Player, die das operative Risiko und die künftigen Kapitalkosten erheblich reduzieren.

    Der eigentliche Treiber für den Turnaround ist aber das voll finanzierte, massive Bohrprogramm. Geplant sind 30.000 m, die aufgeteilt werden. Eine Hälfte dient zur Bestätigung der bekannten Ressource, die andere Hälfte ist rein auf Wachstum ausgelegt. Mit über 15 km ungetesteter seismischer Strukturen auf der Liegenschaft liegt das Potenzial für eine Vervielfachung der Ressource auf der Hand. Die Kombination aus einem großen Cash-Bestand, einem Projekt in einer Top-Region und einem klaren, finanzierten Plan für Ressourcenwachstum macht Formation Metals zu einem überzeugenden Gold-Kandidaten. Durch die Nähe zu produzierenden Minen wird man schnell zum Übernahmeziel bei guten Bohrresultaten. Die Aktie notiert aktuell mit 0,28 CAD deutlich unter dem Preis bei der letzten Finanzierung.

    Oracle - der leise Cloud-Gigant

    Was Oracle in den vergangenen Quartalen im Cloud-Sektor hingelegt hat, ist schon bemerkenswert. Der Konzern meldete bei den letzten Quartalszahlen ein Umsatzplus von 12 %, angetrieben durch ein beeindruckendes Cloud-Wachstum von 28 %. Der eigentliche Höhepunkt bei der Veröffentlichung der Zahlen ist die Cloud-Infrastruktur (OCI), die um 52 % zulegte. Das zeigt, dass Oracle längst mehr ist als nur eine Datenbank-Firma. Hier wird ein fundamentaler Wandel sichtbar. Das Unternehmen profitiert von der Verlagerung von KI-Workloads und Multi-Cloud-Strategien. Damit wird klar, dass die Aktie kein reiner AI-Hype ist, sondern ein reales, schnell wachsendes Kerngeschäft besitzt.

    Allerdings gibt es auch eine andere Seite der Medaille. Die Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden, vor allem von OpenAI, bereitet dem Markt Bauchschmerzen. Dazu frisst der massive Kapazitätsausbau viel Geld und treibt die Schuldenlast in die Höhe. Zwar sind die Gewinnmargen in der Cloud verlockend hoch, doch die allgegenwärtigen Hardware-Engpässe bremsen den Hype teilweise aus. Hier ist Oracle jetzt gefordert und muss liefern. Ob die Wende gelingt, hängt also nicht nur von der immensen Nachfrage ab, sondern auch davon, ob die Skalierung reibungslos klappt.

    Der Auftragsbestand hat deutlich zugelegt. Das Unternehmen hat sein altes Image längst abgelegt und mischt heute als heißer Kandidat im Hyperscaler-Markt kräftig mit. Die Kombination aus den stabilen ERP-Geschäften und der dynamischen OCI-Sparte ist einfach stark. Für Investoren, die auf die langfristige KI-Story setzen, bietet Oracle damit das Beste aus beiden Welten. Solide Profitabilität trifft hier auf junges, aggressives Wachstum. Seit den letzten Quartalszahlen, die die Aktie nach oben jagten, geht es stetig bergab. Momentan kostet eine Aktie 236,15 USD.


    Im Ringen um die goldenen Zukunftsthemen stechen drei Chancen hervor. BP überzeugt als Öl-Major mit robuster operativer Performance und einer für Anleger attraktiven Dividende. Formation Metals als Gold-Explorer, besticht durch eine solide Finanzierung und ein vielversprechendes Bohrprogramm. Und Oracle etabliert sich immer mehr als Cloud-Gigant, dessen Infrastrukturwachstum von der KI-Nachfrage befeuert wird.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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