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29.12.2025 | 04:00

Verrückter Gold & Silber Rausch geht weiter! Barrick, RZOLV Technologies, First Majestic und Endeavour Silver

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Bildquelle: pixabay.com

Wer hätte das gedacht? Während die christliche Welt ein beschauliches Weihnachten feiert, knallen die Korken im Bereich der Edelmetalle. Gold erreicht 4.530 USD, Silber völlig außer Rand und Band sogar die 75 USD-Marke. Damit legen die beiden Metalle neue Rekordmarken vor und zeigen Charts, die es seit Jahren nicht mehr gegeben hat. Marktteilnehmer sind überrascht, wie es zu diesem „Knoten platzen“ kommen konnte. Doch die Begründung liegt auf der Hand: Jahrelang wurde Gold und Silber im Kurs tief gehalten, um die astronomische Ausdehnung der Geldmengen zu kaschieren, meint die darunterliegende Inflation zu vertuschen. Mit Renditen von 70 bis 140 % sind nun Preisaufschläge messbar, die nur mit einer Wertaufholung und einem eklatanten, physischen Knappheitszustand zu begründen sind. Jetzt muss sich zeigen, wer auch in der Flut noch schwimmen kann. Für Minen und Dienstleister ist es nun an der Zeit, die aufgelaufenen Bewertungslücken zu schließen. Wir rechnen nach.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , RZOLV TECHNOLOGIES INC | CA76091C1032 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031 , ENDEAVOUR SILVER CORP. | CA29258Y1034

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Inhaltsverzeichnis:


    Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures
    "[...] Ein Fokus wird dabei auf Vorkommen in der Nähe der Oberfläche liegen. Das wären gute Argumente für eine schnelle Produktionsentscheidung mit dem kostengünstigen Verfahren der Haufenlaugung. [...]" Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures

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    Barrick Mining – Neupositionierung durch geopolitische Flexibilität

    Barrick Mining gehört zu den größten Gold- und Kupferproduzenten der Welt, in 2025 mussten aber noch einige Probleme gelöst werden. Bei anhaltenden Rekordpreisen ist 2026 für den Konzern nun ein Jahr voller strategischer Weichenstellungen. Der langwierige Konflikt in Mali scheint in trockenen Tüchern, denn nach fast einem Jahr Produktionsstopp erhielt Barrick wieder die Kontrolle über das wichtige Loulo-Gounkoto-Minenkomplex. Im Gegenzug akzeptierte das Unternehmen eine Ausgleichszahlung in dreistelliger Millionenhöhe, während Mali einst beschlagnahmte Goldbestände an Barrick zurückführte. Damit verschwindet ein erheblicher geopolitischer Unsicherheitsfaktor, zumal der Komplex in vergangenen Jahren rund 700.000 Unzen Gold jährlich produzierte. Bei den aktuellen Goldpreisen auf Rekordniveau bedeutet das ein wieder freigesetztes Umsatzpotenzial in Milliardenhöhe. Nun werden die strategischen Optionen neu geordnet.

    Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen prüft Barrick die Abspaltung seiner hochwertigsten nordamerikanischen Goldprojekte in eine separate börsennotierte Gesellschaft. In diese neue Einheit sollen unter anderem der Mehrheitsanteil an Nevada Gold Mines, die dominikanische Großmine Pueblo Viejo sowie das wachstumsstarke Fourmile-Projekt eingebracht werden. Diese Vermögenswerte zeichnen sich durch hohe Produktionssicherheit, niedrige Kosten und erstklassige Jurisdiktionen aus. Ziel ist es, die bestehende Bewertungsdifferenz zu rein nordamerikanischen Wettbewerbern zu verringern und ein klar positioniertes Investmentvehikel für risikoarme Goldproduktion zu schaffen. Barrick will dabei einen Mehrheitsanteil behalten, aber über eine separate Notiz Kapital freisetzen. Hintergrund ist auch der zunehmende Einfluss des Großaktionärs Elliott Investment, der auf eine stringente Kapitalstrategie drängt. Analysten bewerten den Schritt äußerst positiv, der Konglomeratsabschlag sollte sich mindern. Die Barrick-Aktie hat sich seit Sommer verdoppelt. Nun sind die Experten gefragt, die neue operative Situation samt IPO-Phantasie neu einzuordnen. Die Rally dürfte mit höherer Dividende und Aufspaltung auch in 2026 weitergehen.

    RZOLV Technologies – Cleantech-Innovation für nachhaltige Metallgewinnung

    Der kanadische CleanTech-Spezialist RZOLV Technologies positioniert sich als einer der spannendsten Innovationstreiber im Bereich umweltfreundlicher Metallgewinnung. Denn das Unternehmen entwickelt eine wasserbasierte Chemikalie, die die Verwendung von hochgiftigem Cyanid bei der Goldproduktion überflüssig machen soll. Laut CEO Duane Nelson geben Minengesellschaften weltweit jährlich Milliarden für Cyanid und dessen Handhabung aus. Das sind Kosten, die RZOLVs Technologie künftig deutlich reduzieren könnte. Bereits heute liegen unabhängige Testergebnisse vor, welche Rückgewinnungsraten von über 90 % innerhalb von drei Tagen aus Goldkonzentraten bestätigen. Parallel dazu läuft ein großangelegter Pilotversuch in Arizona, der die industrielle Umsetzbarkeit der Methode demonstrieren und Investoren weitere Sicherheit geben soll. Besonders attraktiv ist, dass die Formulierung nicht nur bei Gold, sondern auch bei kritischen Metallen und Seltenen Erden Anwendung findet. In metallurgischen Tests konnten Elemente wie Cer, Mangan und Kobalt unter milden, ungiftigen Bedingungen extrahiert werden. Hier eröffnet sich auch ein möglicher Gamechanger für Batteriemetalle und strategische Rohstoffe. Das innovative Verfahren lässt sich in bestehende Prozesse integrieren, benötigt wenig Energie und eignet sich auch für die Aufbereitung von Abraumhalden oder niedrighaltigen Lagerstätten. Damit öffnet RZOLV den Zugang zu Rohstoffquellen, die bislang als unwirtschaftlich oder genehmigungsrechtlich schwierig galten.

    Mit einer neuen Führungsstruktur stellt man die Weichen für die Kommerzialisierung. Zum 1. Dezember trat der erfahrene Finanzmanager Mark Orsmond die Position des CFO an, der bereits mehrere Unternehmen durch Wachstums- und Transformationsphasen geführt hat. Kurz darauf wurde mit Mary Ellen Thorburn eine profilierte Finanz- und Bergbauexpertin in den Verwaltungsrat berufen. Sie bringt internationale Kapitalmarkterfahrung sowie tiefe Kenntnisse im Projekt-Controlling großer Bergbauunternehmen mit. Diese personellen Verstärkungen unterstreichen, dass sich RZOLV immer mehr in Richtung Markteinführung bewegt. Sollten die Pilotprojekte erfolgreich verlaufen, könnten ESG-orientierte Großkonzerne aus der Branche zu Partnern oder Kunden werden. Neben Kostenvorteilen winken geringere Genehmigungsbarrieren und ein klarer Nachhaltigkeitsbeitrag. Mit einer überschaubaren Marktkapitalisierung von aktuell 28 Mio. CAD steht für 2026 eine klare Neubewertung auf dem Plan.

    In einem aktuellen Video mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk erklärt CEO Duane Nelson, wie seine technologische Innovation die Metallgewinnung auf umweltfreundliche Beine stellt. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/5Yd1vIA98Go?si=jfEB2GzTninK0oBu

    First Majestic und Endeavour Silver – Margen gehen auf Allzeithoch

    Silber galt lange als Spielwiese für Spekulanten, doch das Blatt hat sich gewendet. Inzwischen entwickelt sich das Edelmetall zu einem ernstzunehmenden Renditebaustein für risikobewusste Anleger. Als besonders spannend erweisen sich Produzenten mit solider Kostenstruktur und guter Wachstumsperspektive. Herausragend positioniert ist hierbei First Majestic Silver, die ihr Produktionsprofil mit der Übernahme von Gatos Silver deutlich verbreitert hat. Zusammen mit den etablierten Minen San Dimas, Santa Elena und La Encantada entsteht ein leistungsfähiger Verbund, der im Jahr 2025 zwischen 14,8 und 15,8 Mio. Unzen Silber liefern dürfte. Bereits im dritten Quartal zeigten sich stark positive Effekte. Die Fördermenge kletterte sprunghaft auf 7,7 Mio. Unzen Silberäquivalent. Um das Produktionsniveau auszudehnen, sollen mehr als 170 Mio. USD, die in die Modernisierung, Erweiterung und Exploration der Betriebsstätten fließen. Der Hebel liegt dabei in den Los Gatos-Liegenschaften, denn die Margen könnten bei den aktuellen Silberpreisen hier durch die Decke gehen. Hinzu kommt die jüngste Meldung, dass First Majestic sein Aktienrückkaufprogramm verlängert hat, um die Bilanzflexibilität zu erhöhen und Kursrücksetzer aktiv zu nutzen. Analysten auf der Plattform LSEG können der starken Aufwertung in der Kürze noch nicht folgen, werden ihre Kursziele aber in 2026 schnell anpassen müssen.

    Auch Endeavour Silver erlebte in 2025 eine Phase der Neuaufstellung, diesmal jedoch mit deutlichem Rückenwind. Zwar stiegen die Gesamtkosten je Unze im dritten Quartal um rund 18 %, doch der kräftige Preisauftrieb beim Silber hielt die Profitabilität stabil. Mit wachsender Liquidität, zunehmenden Cashflows und dem Zukunftsprojekt Terronera, baut das Unternehmen seine Produktionsbasis schrittweise aus. Zusammen mit den Liegenschaften Guanaceví, Bolañitos und Kolpa entsteht so ein robustes Fundament, das mittelfristig bis zu 20 Mio. Unzen Silberäquivalent pro Jahr ermöglichen könnte. CIBC Capital votierte im Dezember mit „Outperform“ und setzt das 12-Monatskursziel auf 18 CAD nach oben, National Bank kann sich mit selbiger Einstufung sogar 21 CAD vorstellen. Noch viel Platz zur aktuellen Notiz von 13,30 CAD.

    Während die Gold- und Silberförderer schon an den explodierenden Metallpreisen teilhaben, erblickte RZOLV Technologies erst Mitte des Jahres das Rampenlicht. Mit steigendem Bekanntheitsgrad könnte es hier in 2026 recht schnell gehen. Quelle: LSEG vom 27.12.2025

    Die Edelmetallmärkte sind im Aufwind. Damit kommen Ertragspotenziale zum Vorschein, die es in den letzten Jahren noch nicht gegeben hatte. Kein Wunder, dass Produzenten, die ihre Kosten im Griff haben, nun Traummargen erzielen können, sofern sie ihre Produktion noch nicht über Jahre auf Termin verkauft haben. HighTech-Mining-Dienstleister wie RZOLV-Technologies haben in dieser Gemengelage exzellente Entfaltungsmöglichkeiten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Das Jahr ist noch jung und an den Edelmetallmärkten spielt sich ein Drama ab, das in die Geschichtsbücher eingehen könnte. Der Silberpreis hat historische Widerstände pulverisiert und notiert über der Marke von 88 USD pro Unze. Was lange Zeit als wilde Fantasie von „Goldbugs“ abgetan wurde, ist nun harte Realität: Eine plötzliche Entkopplung der physischen Knappheit von den papierbasierten Preismechanismen. Während der Spotmarkt explodiert, richten sich alle Augen auf die großen Akteure der Finanzwelt. Immer lauter werden die Gerüchte, dass Großbanken wie die UBS und die Citigroup durch massive Short-Positionen in eine gefährliche Schieflage geraten sein könnten. In diesem toxischen Umfeld aus Misstrauen und Panik suchen Investoren den Ausweg in unbelastete Assets – und finden ihn bei Junior-Explorern wie Silver North Resources, die genau das besitzen, was die Banken angeblich leerverkauft haben: Physisches Silber im Boden, hochgradig und sicher in Kanada gelegen.

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