Menü schließen




29.12.2025 | 06:00

TUI zahlt wieder Dividende, RE Royalties Dividende über 10 %, die Allianz sichert die Stabilität – ein starkes Ertragsportfolio

  • TUI
  • RE Royalties
  • Allianz
  • Quartalszahlen
  • Touristik
  • Dividende
  • Dividendenrendite
  • Erneuerbare Energien
  • Windparks
  • Solarparks
  • Energiespeicher
  • Versicherung
Bildquelle: pixabay.com

In turbulenten Märkten suchen kluge Anleger nach robusten Einkommensströmen, die verschiedenen Konjunkturphasen standhalten. Die Lösung liegt in einem dreigleisigen Ansatz, der zyklische Erholung, strukturelles Zukunftswachstum und defensive Stabilität klug vereint. Dieses Prinzip lässt sich konkret mit drei komplementären Positionen umsetzen: dem Tourismuscashflow von TUI, den regenerativen Royalties von RE Royalties und der verlässlichen Kapitalrückgabe der Allianz.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 , ALLIANZ SE NA O.N. | DE0008404005

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    TUI - zeigt Stärke: Rekordgewinn und zurück zur Dividende

    Das Geschäftsjahr 2025 verlief für den Reisekonzern besser als erwartet. Der operative Gewinn, gemessen als bereinigtes EBIT, legte deutlich zu und übertraf die eigene Prognose. Angetrieben wurde dieses Ergebnis vor allem durch die starken Segmente Hotels & Resorts sowie Kreuzfahrten. Hier sorgten höhere Auslastungen und Tarife für ein Rekordniveau. Selbst der in Transformation befindliche Bereich Märkte + Airline, der unter Wettbewerbs- und Kostendruck steht, konnte einen soliden Umsatzbeitrag liefern. Insgesamt kletterte auch der Gewinn je Aktie kräftig.

    Finanziell hat sich das Unternehmen deutlich gestrafft. Die Nettoverschuldung wurde weiter reduziert, was zu einer deutlichen Verbesserung der Bilanzkennzahlen führte. Diese Fortschritte honorieren auch die Ratingagenturen mit Upgrades. Der daraus resultierende finanzielle Spielraum erlaubt es TUI nun, einen neuen Kapitaleinsatzplan zu verfolgen. Neben Investitionen in das Wachstum, etwa durch neue Hotels und Schiffe, steht nun auch die Rückführung von Mitteln an die Aktionäre wieder auf der Agenda.

    Dies führt zur wohl wichtigsten Neuigkeit für Investoren, die Rückkehr zur Dividende. Für 2025 wird eine Einführungsdividende vorgeschlagen. Ab dem kommenden Geschäftsjahr soll dann ein verlässlicher Anteil des Gewinns je Aktie ausgeschüttet werden. Diese kombinierte Strategie aus Wachstumsinvestitionen und Aktionärsvergütung stößt bei Analysten überwiegend auf Zustimmung. Viele sehen die positive operative Entwicklung und die gestärkte Bilanz als Fundament für weiteren Kurszuwachs, auch wenn einige die moderaten Wachstumsaussichten für 2026 kritisch beäugen. Derzeit ist die Aktie für 9,196 EUR zu haben.

    RE Royalties – mit einem Finanzierungsmodell für die Energiewende

    RE Royalties hat ein Geschäftsmodell etabliert, das Stabilität mit Wachstum verbinden soll. Das Unternehmen stellt Projektentwicklern im Bereich erneuerbarer Energien Kapital zur Verfügung. Im Gegenzug erhält es keine Unternehmensanteile, sondern vertraglich festgelegte Beteiligungen am Umsatz der Projekte, sogenannte Royalties. Dieser Ansatz generiert wiederkehrende Cashflows, die an langfristige Stromabnahmeverträge gekoppelt sind. Das Portfolio umfasst Solar-, Wind- und Speicherprojekte in mehreren Ländern und strebt so eine breite Risikostreuung an.

    Am 11. Dezember meldete das Unternehmen mehrere operative Fortschritte. Der Fokus liegt auf der Erschließung neuer Projekte. Zuletzt wurden Absichtserklärungen im Volumen von rund 50 Mio. CAD für verschiedene kurzfristige Projekte unterzeichnet. Derzeit läuft die Due-Diligence dafür. Parallel wurde eine bestehende Finanzierung für ein Solar- und Speicherportfolio um 1 Jahr verlängert und die Konditionen verbessert. Zudem ist die Rückzahlung einer ersten Green-Bond-Emission von 10 Mio. CAD weitgehend abgeschlossen. Die letzte Rate über 300.000 CAD wird im 1. Quartal 2026 fällig. Ergänzt wird dies durch die Ernennung einer erfahrenen Finanzierungsexpertin in das Board of Directors und eine zusätzliche Börsennotiz in Frankfurt, um die Reichweite bei Investoren zu erhöhen.

    Die Ausschüttungspolitik wird neu justiert. Für Januar 2026 wurde noch einmal eine Dividendenzahlung von 0,01 CAD je Aktie deklariert. Zukünftig will das Unternehmen jedoch von quartalsweisen auf jährliche Ausschüttungen umstellen. Diese Entscheidung zielt darauf ab, mehr finanzielle Flexibilität zu wahren, um wachstumsstarke Investitionsmöglichkeiten schneller nutzen zu können. Rechnet man die bisherigen 0,01 CAD pro Quartal aufs Jahr hoch wären das erwartete 0,04 CAD pro Jahr, was zu einer Dividendenrendite von aktuell über 15 % führen würde. Die langfristige Dividendenfähigkeit soll dadurch gestärkt werden, indem Kapital vorübergehend für die Finanzierung der vielversprechenden Projektpipeline zurückbehalten wird. Aktuell notiert die Aktie bei 0,26 CAD.

    Allianz - punktet mit starken Zahlen und neuen Partnerschaften

    Die Allianz präsentiert sich nach 9 Monaten in robuster Verfassung. Das operative Ergebnis legte kräftig zu und erreichte einen Rekordwert. Angesichts dieser starken Performance hat der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr nach oben angepasst. Er rechnet nun mit einem operativen Gewinn am oberen Ende des ursprünglichen Zielkorridors. Vorausgesetzt, es gibt keine unvorhersehbaren Großschadensereignisse, dürfte das Endergebnis sogar leicht darüber liegen. Diese Entwicklung unterstreicht die stabile operative Leistungsfähigkeit des Konzerns in allen Kernsparten.

    Neben den soliden Quartalszahlen hat das Unternehmen eine strategische Initiative gestartet. Gemeinsam mit dem Investmenthaus Oaktree gründet man ein neues Syndikat am Lloyd‘s of London. Diese Partnerschaft sichert der Allianz langfristige, hoch bewertete Rückversicherungskapazitäten. Der Schritt ermöglicht es, Kapitalmarkttrends zu nutzen und innovative Formen des Risikotransfers zu erschließen. Es ist ein schlüssiges Manöver, um die Widerstandsfähigkeit des Portfolios weiter zu stärken und flexibel auf Marktchancen zu reagieren.

    Für Aktionäre bleibt die Kapitalrückgabe ein zentrales Thema. Die Dividendenpolitik sieht eine verlässliche Ausschüttung von einem Großteil des bereinigten Gewinns vor, wobei das Niveau der Vorjahresdividende von 15,40 EUR mindestens gehalten wird. Diese Basis wird durch zusätzliche Maßnahmen wie Aktienrückkäufe ergänzt. Diese kombinierte Strategie zielt darauf ab, auch in volatilen Phasen attraktive Gesamtrenditen zu bieten. Die Dividendenkontinuität wird durch die solide Kapitaldecke und die stabile Ergebniskraft gestützt. Momentan kostet eine Aktie 391,10 EUR.


    Die Kombination aus zyklischer Erholung, strukturellem Wachstum und defensiver Stabilität bildet ein robustes Ertragsportfolio. TUI belohnt Aktionäre nach der Restrukturierung mit der Rückkehr zur Dividende. RE Royalties bietet mit seinem Royalty-Modell für erneuerbare Energien aussichtsreiches Wachstum und eine sehr hohe Dividendenrendite. Die Allianz sichert mit rekordstarken Ergebnissen und vorhersehbarer Kapitalrückgabe die fundamentale Stabilität im Depot.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 27.03.2026 | 04:30

    Iran-Krise als Chance nutzen: Übernahmen bei Deutsche Bank, Commerzbank, Unicredit, RE Royalties und PayPal stehen im Raum

    • Finanzierung
    • Royalty-Modelle
    • Kredite
    • Dividendenrendite
    • Übernahmen

    Krieg, Zerstörung, Wiederaufbau von Infrastruktur - die Finanzbranche steht im Fokus. Ungeachtet vieler menschlicher Schicksale lässt steigender Kreditbedarf die Margen der Geldverleiher explodieren! Denn Banken, Infrastruktur-Finanzierer und spezialisierte Investmentgesellschaften profitieren direkt vom wachsenden Kapitalbedarf aus vielerlei Richtungen. Die Energiewende ist dabei einer der größten Investitionsfelder. Allein in Europa werden in den kommenden Jahren Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe benötigt, um Stromnetze zu modernisieren, Speicher aufzubauen und fertiggestellte Energieanlagen ans Netz zu bringen. Finanzinstitute verdienen dabei nicht nur an Krediten und Projektfinanzierungen, sondern zunehmend auch an Gebühren, Beteiligungen und langfristigen Cashflows aus Energie-Assets. Gleichzeitig steigen die Zinsmargen in einem Umfeld höherer Finanzierungskosten, was die Profitabilität vieler Finanzhäuser verbessert. Trotz aller Krisen und schwieriger Investmentbedingungen lohnt ein Blick in den Kreditsektor.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 18.03.2026 | 04:45

    Small Cap schlägt Blue Chips um Längen – wie A.H.T. Syngas Technology Blue Chips wie BP und Siemens Energy abhängt!

    • Syngas
    • Synthesegas
    • Erneuerbare Energien
    • Klimaneutralität
    • Klimawende
    • Investments
    • Öl und Gas

    Versorgungssicherheit und Preise – das sind mehr als nur Schlagwörter. Für Wirtschaft und Konsumenten bedeuten geopolitische Spannungen, Kriege und Handelsrestriktionen unter dem Strich eine neue Realität. Knappheitspreise sind das Regulativ. Das gilt derzeit insbesondere für die Branchen Rohstoffe und Energie. Anbieter stehen auf der Sonnenseite, Nachfrager vor großen Herausforderungen. BP reitet aktuell die Welle aus hohen Öl- und Gaspreisen. Siemens Energy profitiert vom großen Stromhunger der KI-Rechenzentren. Vom Markt bislang übersehen ist A.H.T. Syngas Technology. Die Gesellschaft bedient gleich mehrere Wachstumstrends. Als Anbieter von Syngas-Lösungen verbindet A.H.T. Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Die Anteilsscheine haben in diesem Jahr den breiten Markt und die Branche deutlich ausperformt. Analysten bescheinigen den Anteilsscheinen weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 16.03.2026 | 04:15

    Öl-Krise 5.0 ist eine pure Erfindung! Shell, American Atomics und E.ON zeigen wo der Hammer hängt

    • Energiewende
    • Ölpreise
    • Kernenergie
    • SMRs
    • Erneuerbare Energien
    • ESG

    Jeden Tag die gleiche Leier: Das Öl geht aus! Die Straße von Hormus wird geschlossen! Das ist Panikmache der Öl-Lobby, denn sie leiden seit nunmehr 2 Jahren unter günstigen Ölpreisen von 60 bis 80 USD. Also mal kurz Stress ins System bringen, ein paar brennende Ölanlagen in den Nachrichten platzieren und schon fangen die Preise wieder das Fliegen an. Mit hohem Momentum schon zweimal satt über 100 USD gepusht, aber Knappheit sieht anders aus! Der Mythos „Peak Oil“ wurde schon einige Male widerlegt. In Wahrheit ist mit allen erneuerbaren Alternativen zu fossilen Brennstoffen ein Höchststand in der Ölnachfrage erreicht worden, der laut Experten ziemlich genau bei 100 Mio. Barrel am Tag liegt. Und wie aktuelle Studien sagen, gibt es noch für weit mehr als 200 Jahre Öl auf der Erde. Also: Nutzen Sie ihre Short-Chancen auf den Ölpreis, wenn sich der Konflikt dem Ende neigt, reiten Sie Shell auf der aktuellen Ölwelle soweit es geht und blicken Sie auf kommende Energie-Favoriten wie American Atomics, RWE oder E.ON. Dann lacht das Portfolio, ohne in blanke Panik zu verfallen.

    Zum Kommentar