Menü

Aktuelle Interviews

Humphrey Hale, CEO, Managing Geologist, Carnavale Resources Ltd.

Humphrey Hale
CEO, Managing Geologist | Carnavale Resources Ltd.
Level 2, Suite 9 389 Oxford Street, WA 6016 Mount Hawthorn (AUS)

info@carnavaleresources.com

Interview Carnavale Resources: Gute Karten für den langfristigen Erfolg


Bill Guy, Chairman, Theta Gold Mines Limited

Bill Guy
Chairman | Theta Gold Mines Limited
Level 35 (ServCorp), Intl Tower One 100 Barangaroo Ave, 2000 NSW Australia (AUS)

info@thetagoldmines.com

+61 2 8046 7584

Interview Theta Gold Mines: Dieses Team hat schon 20 Minen in Produktion gebracht


David Mason, Managing Director, CEO, NewPeak Metals Ltd.

David Mason
Managing Director, CEO | NewPeak Metals Ltd.
Level 27, 111 Eagle Street, QLD 4000 Brisbane (AU)

info@newpeak.com.au

+61 7 3303 0650

Interview NewPeak Metals: Viele Chancen auf den großen Erfolg


04.02.2021 | 04:50

Kleos Space, OHB, Airbus, Boeing – SpaceX, mit Elon Musk in den Orbit!

  • Weltraum
Bildquelle: pixabay.com

Elon Musk dürfte neben Jeff Bezos die schillerndste Wallstreet-Figur der letzten 2 Jahre sein. Sein Talent ist Visionen, mit denen er sich regelmäßig neu erfindet. Ob es eine Batterie ist, die Millionen von Kilometern halten soll oder schlichtweg die Möglichkeit für vermögende Privatpersonen mit SpaceX in den Orbit zu reisen – all das und zusätzlich das wohl bekannteste Elektrofahrzeug der Welt „Tesla“ entstammt seiner Phantasie. Fantastisch ist auch die Entwicklung des Aktienkurses von Tesla selbst, sie erreichte in 12 Monaten eine Rendite von 450%, gerechnet vom Tiefststand im März 2020 hat sich der Wert sogar verzehnfacht. Das jüngste Gerücht stammt aus der chinesischen Presse und spricht über eine anstehende Kooperation mit dem chinesischen Automobilbauer BYD, an dem auch Warren Buffet Anteile hält. Hier schließt sich der Kreis dann wieder.

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: André Will-Laudien

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


 

Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor


Kleos Space S.A. – Sensible Daten aus dem Weltraum via SpaceX

Wenn man sich dem Thema Big Data und Satelliten annimmt, so denkt man sofort an Spionage oder den US-Heimatschutz. In der Tat kreisen derzeit rund 2.800 Satelliten um den Globus, die meisten davon kommen aus den USA, nämlich ziemlich genau 50% oder 1.425, gefolgt von China 382 und Russland 172. Exakt diese Länder zählen wir heute zu den geopolitischen Machtpolen des Planeten, sie leisten sich auch die größten Budgets für Rüstung und Sicherheit.

Die Kleos Space S.A. ist ein börsennotiertes Luxemburger Hochtechnologieunternehmen, dass auch bereits 4 Satelliten im Orbit betreibt, aber bislang im zivilen Bereich. Der Geschäftsansatz liegt in der Bereitstellung hochsensibler Daten für zahlende Kunden, im Kern generiert man Einnahmen auf Abonnementbasis aus der Lieferung von wichtigen Daten an staatliche und kommerzielle Einrichtungen. Die überwiegende Mehrheit der gesammelten Daten dient der Erkennung von unzulässigen maritimen Aktivitäten z.B. beim Fischen in fremden Gewässern oder durch Piratenbewegungen, die sonst nur schwer nachweisbar sind, einschließlich der Verbrechensaufdeckung bei Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel. Natürlich geht es dabei auch um die Verteidigung und die nationale Sicherheit. Kleos betreibt mit seiner überwiegend optischen Aufklärungsarbeit einen wichtigen Dienst auch im Sinne der allgemeinen Sicherheit.

Das Unternehmen ist in vielerlei Hinsicht interessant. Da gibt es Elon Musk mit seinem Internet aus dem All namens „Starlink“, welches bereits im Beta-Testbetrieb läuft. Seine Zukunftsplattform ist die Raumfahrtfirma SpaceX, sie hat über 400 Satelliten in die Umlaufbahn gebracht, geplant sind sagenhafte 40.000 in den nächsten 20 Jahren. Kleos wird mit SpaceX weitere Satelliten in den Orbit bringen, die Zusammenarbeit ist bereits besiegelt und Starttermin ist im Juni 2021.

Kleos hat sich im November 2020 mit 19 Mio. AUD umfangreich Geld besorgt und investiert derzeit riesige Summen, die ersten 4 Satelliten sind schon installiert. Am 29. Januar gab Kleos ein Update über die Fortschritte, die seit dem Raketenstart der Scouting Mission (KSM1), seinem ersten Vier-Satelliten-Cluster, erzielt wurden. Die Inbetriebnahme der Satelliten, die mit der Positionierung von KSM1 in seiner endgültigen Betriebsumlaufbahn und Formation endet, ist voll im Gange.

Die Kleos-Aktie ist in Deutschland noch relativ unbekannt. Mit einer Kapitalisierung von knapp 100 Mio. AUD wäre eine engere Zusammenarbeit für Elons SpaceX z.B. im Bereich hochsensibler Daten ein wahrer Klacks. Bevor Elon also wieder das Wort Space in den Mund nimmt, sollte man sich ein paar Stücke zu 0,39 EUR sichern. Das Analysehaus First Berlin hat sein Kursziel mehrmals angehoben, aktuell auf 1,15 AUD (Link zum Report), das wären umgerechnet ca. 0,74 EUR – somit besteht Verdoppelungspotenzial!

OHB SE – Beim Galileo-Projekt erst mal leer ausgegangen

Im Hinblick auf die deutsche Satelliten-Technologie ist die OHB SE seit Jahren ein bekannter Player und ein europaweit tätiges Technologie- und Raumfahrtunternehmen. Entstanden im Jahr 2002 durch die Zusammenlegung der OHB-System AG mit der OHB Teledata AG, bedient die Gesellschaft internationale Kunden mit Lösungen und Systemen. Das Portfolio beinhaltet dabei Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette von Satellitenentwicklung, -bau und -betrieb, Datenübertragung und -verarbeitung sowie Entwicklung und Bau von wissenschaftlichen Nutzlasten und Luft- und Raumfahrt-Strukturen.

Positioniert hat sich OHB auch als wichtiger Ausrüster im Bereich Luft- und Raumfahrt und gehört zu den größten deutschen Zulieferern des Ariane-5-Programms. OHB ist sicherlich ein Konkurrent zu SpaceX, aber für Forschungen im Dienste der Menschheit wird man auch an der einen oder anderen Stelle zusammenarbeiten. Trotz jahrelanger Erfahrung beim Bau des europäischen Navigationssatelliten ist der Bremer Raumfahrtkonzern OHB bei der Ausschreibung für die neue Generation der Galileo-Satelliten rausgeflogen.

Die OHB-Aktie reagierte nicht erfreut über den nichterlangten Auftrag und ging vom Höchststand bei etwa 50 EUR erst mal auf Tauchstation. Der Chart sollte nun bei 40 EUR halten, sonst droht Ungemach.

Airbus SE – Wie tief ist die Luftfahrtkrise wirklich?

Die Airbus SE konnte sich nach dem Ausverkauf im März 2020 wieder super erholen. Hoffnungen auf eine baldige Stabilisierung des Luftfahrtverkehrs wurden recht schnell in zukünftige Umsatzhoffnungen verwandelt. Soweit sind wir in der Pandemie jedoch noch nicht. Es darf durchaus angenommen werden, dass der weltweite Luftverkehr noch 2-3 Jahre mit starken Einschränkungen und Auflagen zu leben hat. Für einen Luft- und Rüstungskonzern keine allzu guten Nachrichten.

Nach dem Erreichen eines Zwischenziels bei 95 EUR hatte sich der Kurs seit März 2020 nahezu verdoppelt, nun denkt der Markt aber etwas vorsichtiger. In den letzten Tagen kam auch Druck auf, nachdem die Ausblicke von verschiedenen Analysten nochmals relativiert wurden. Auf der Umsatzseite soll Airbus SE im vergangenen Quartal im Schnitt 18,1 Mrd. EUR verbucht haben. Das würde einer Umsatzabschwächung von 25,5% Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis entsprechen. Damals hatte Airbus 24,3 Mrd. EUR umsetzen können.

Insgesamt erwarten 22 Analysten für das aktuell beendete Fiskaljahr einen durchschnittlichen Gewinn von 0,57 EUR je Aktie, gegenüber 5,81 EUR je Aktie im Zeitraum des entsprechend vorangegangenen Fiskaljahres. Der Chart ist nun etwas angeschlagen, wenn die Zahlen und vor allem der Ausblick enttäuschen sollten ist noch einiges an Platz nach unten. Abwarten!

Boeing Co. – Da läuft es noch nicht so rund!

Ähnlich unrund läuft es derzeit bei der wieder auferstandenen Boeing, die nach seinen Dreamliner-Problemen nun schon wieder mit Verzögerungen zu kämpfen hat. Das Boeing-Erfolgsmodell 737 Max war im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten in Indonesien und Äthiopien aus dem Verkehr gezogen worden. Für Boeing bedeutete das die größte Krise der Firmengeschichte. Als Unglücksursache galten Probleme mit der Steuerung. Boeing hatte umfangreiche Software-Updates vorgenommen, die Piloten müssen darauf nachgeschult werden.

Jüngst hatte der Flugzeugmarkt tatsächlich wieder etwas Vertrauen gefasst, allerdings muss der US-Flugzeugbauer Boeing wegen der erneuten Verzögerungen bei der Entwicklung um mehr als ein Drittel seiner Bestellungen für seinen Großraumjet 777X fürchten. Der Konzern bezifferte seinen Auftragsbestand am Montag auf nur noch 191 Maschinen des Typs, 38% weniger als auf der Website des Konzerns genannt. Weil sich die Erstauslieferung des Modells auf Ende 2023 verschiebt, können einige Kunden von ihren Bestellungen zurücktreten.

Die Boeing-Aktie konnte sich in den letzten 6 Monaten deutlich stabilisieren und erreichte wieder Kurse von knapp 200 USD – das damalige Krisentief lag bei etwa 100 USD. Die Kapitalisierung war damals folgerichtig auf rund 50 Mrd. USD geschrumpft. Analysten schätzen für das laufende Jahr schon wieder annähernd 10 Mrd. USD Gewinn – das halten wir aus heutiger Sicht in einer von der Pandemie geschüttelten Luftfahrtbranche für etwas übertrieben. Womöglich haben wir das Hoch in der Aktie daher bereits schon wieder gesehen. Vorsicht!


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  3. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.