05.06.2026 | 04:45
Kupfer am Rekordhoch: Anleger profitieren mit den Aktien von Ivanhoe Mines, Power Metallic Mines und Southern Copper!
Trotz aller Sorgen um die Weltwirtschaft zeigt sich Kupfer weiter von seiner Schokoladenseite. Das rote Industriemetall notiert in diesen Tagen am Allzeithoch. Derzeit scheint nichts diesem Trend etwas anhaben zu können. Und das liegt ganz klar auf der Angebotsseite. Das Schlamm-Unglück in der riesigen Grasberg-Mine in Indonesien im vergangenen September oder auch der jüngste Einbruch bei der Kupferproduktion in Chile (-14 % im März) zeigen, wie fragil die Produktion ist. Und das treibt die Preise. Banken wie Goldman Sachs oder die Commerzbank sind extrem bullisch inzwischen. Die US-Investmentbank hat jüngst ihre Prognosen raufgesetzt, für 2027 wird inzwischen ein Durchschnittspreis von 13.800 USD je Tonne prognostiziert. Die Frankfurter blasen ins gleiche Horn und sehen den Preis stabil im Bereich von 14.000 USD.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Tarik Dede
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , SOUTHERN COPPER DL-_01 | US84265V1052 , IVANHOE MINES A | CA46579R1047
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
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Ivanhoe Mines: Sondereffekte bieten Einstiegschance!
Ivanhoe Mines gehört noch gar nicht lange zum Kreis der etablierten Kupferproduzenten. Aber seit dem Start der kommerziellen Produktion auf dem Kamoa-Kakula-Minenkomplex in der Demokratischen Republik Kongo 2021 hat man sich sukzessive in die Eliteklasse der Kupferfirmen gearbeitet. Während etablierte Majors oft mit alternden Lagerstätten – siehe Codelco in Chile - und sinkenden Erzgraden kämpfen, liefert Ivanhoe über seine drei Hauptprojekte ein massives, organisches Wachstum.
Auf Kamoa-Kakula wurde nun der erfolgreichen Hochlauf der Phase 3, die Inbetriebnahme der neuen Konzentrator-Anlage, gefeiert. Die jährliche Produktionskapazität bewegt sich damit in Richtung 600.000 Tonnen Kupfer. Damit gehört diese Mine zu den fünf größten der Welt. Das Besondere: Kamoa-Kakula sticht durch seine hohen Kupfergehalte hervor, die im Durchschnitt oft über 5 % liegen. Zum Vergleich: Für die Riesenmine Escondida in Chile rechnet Betreiber BHP mit Erzgraden von 0,85 % bis 0,90 % für das Gesamtjahr. Die hohen Grade führen zu extrem niedrigen Cash-Kosten bei Ivanhoe Mines. Und das Wachstum ist noch nicht am Ende. So baut Ivanhoe den größten Kupfer-Schmelzer Afrikas direkt vor Ort auf der Liegenschaft, was die Margen steigern dürfte. Damit muss das grobe Kupferkonzentrat nicht mehr über Tausende Kilometer zu den Häfen transportiert werden.
Die jüngsten Quartalszahlen von Ivanhoe Mines zeigen eindrucksvoll, wie sich die Investitionen auszahlen. Kamoa-Kakula produzierte im ersten Quartal eine Rekordmenge von knapp über 115.000 Tonnen Kupfer im Konzentrat. Bei der Bilanzierung müssen Anleger jedoch beachten, dass Kamoa-Kakula als Joint Venture mit Zijin Mining und dem kongolesischen Staat betrieben wird. Ivanhoe zeigt daher nicht die Milliardenumsätze aus der Mine, sondern konsolidiert at Equity. Daher sieht der Umsatz in Höhe von 162 Mio. USD mickrig aus, er stammt vorwiegend aus der Kipushi-Zinkmine. Netto fuhr Ivanhoe Mines zudem einen Verlust von 2 Mio. USD ein, weil man seinen Anteil an einer Steuernachzahlung für Kamoa-Kakula tragen musste.
Mit Blick auf diese Sondereffekte erlebte die Aktie eine ziemliche Talfahrt. Vom Top im März ging es um ein Drittel bergab. Dazu trug sicher auch bei, dass zeitweise wegen Überflutungen an der Bahnstrecke der Abtransport von Erz nach Angola eingeschränkt war. Die Analysten sind für das Gesamtjahr dennoch optimistisch. Im Konsens gehen sie von einem bereinigten Gewinn von 0,80 USD je Aktie aus. Damit kommt Ivanhoe aktuell auf ein KGV von gerade einmal 12,5. Bei höheren Kupferpreisen sind auch höhere Gewinne drin. Zudem dürften die Erträge im Laufe des zweiten Halbjahrs deutlich steigen, da die Phase 3 in Kamoa-Kakula dann unter Volllast läuft. Mutige Anleger können auf das Comeback nach der Sommerpause wetten.
Power Metallic Mines: Hohe Kupfergrade mitten in Kanada!
Hohe Metallgrade gibt es heutzutage eigentlich nur noch in neuen Minenprojekten in Afrika oder Teilen Asiens. Power Metallic Mines ist hier aber die wohltuende Ausnahme. Das Unternehmen entwickelt mit NISK eines der spannendsten polymetallischen Projekte in Nordamerika. Es liegt im Norden der kanadischen Provinz Québec, in der Region James Bay. Neben Kupfer finden sich dort reichlich Nickel, Kobalt, Palladium und Platin, da es sich um eine magmatische Sulfidlagerstätte handelt. Dies ist nicht nur mit Blick auf die Diskussion um kritische Rohstoffe interessant.
Power Metallic Mines treibt die Exploration des Projekts derzeit massiv voran. Für dieses Jahr ist bereits ein 100.000-Meter umfassendes Bohrprogramm budgetiert. Im Frühjahr lag der Fokus vor allem auf die hochgradige Lion-Zone, wo sogenannte Infill-Bohrungen durchgeführt wurden. Zum Teil wurden hier exzellente Ergebnisse eingefahren, wie beispielsweise Bohrloch 26-095 mit 11,46 % Kupferäquivalent über 22 Meter. Im laufenden Sommerprogramm stehen weitere 30.000 Meter an, wobei nun gleich mit sechs Bohrgeräten gearbeitet werden soll. Hier werden auch andere Teilgebiete der Liegenschaft exploriert.
CEO Terry Lynch stellte seine Pläne für Power Metallic Mines auf dem IIF vor.
https://www.youtube.com/watch?v=jpf05nGtB3s
Die neuen Bohrdaten sollen direkt in die für das dritte Quartal angekündigte Ressourcenschätzung fließen. Kurz darauf soll auch eine erste Wirtschaftlichkeitsanalyse (PEA) publiziert werden. Die Analysten von GBC Research sehen in der Veröffentlichung der Studien die Chance auf eine Neubewertung des Unternehmens: vom reinen Explorationsplay könnte Power Metallic Mines in den Bereich der Developer hineinwachsen. Das Kursziel von 3 CAD hat GBC bestätigt, womit die Aktie das Potenzial zum Verdoppler hat.
Parallel dazu sichert sich das Unternehmen über eine aktuelle Finanzierung mindestens 25 Mio. CAD. Die frischen Mittel sollen neben Nisk auch erste Explorationen auf der neu erworbenen Jabul Baudan Lizenz in Saudi-Arabien vorantreiben.
Die Aktie von Power Metallic Mines könnte mit der anstehenden Veröffentlichung der Ressourcen- und Wirtschaftlichkeitsstudie vom Markt neu bewertet werden. Daneben dürften laufend Bohrergebnisse den Kurs beeinflussen. Uns gefällt auch das Aktionariat. So unterstützen mit Gina Reinhart, Robert Friedland und Rob McEwen gleich drei Schwergewichte der Mining-Industrie das Unternehmen. Zudem hält die Familie von CEO Lynch rund 18 % der Anteile (vor Abschluss der laufenden Finanzierung).
Southern Copper: Der Riese in Peru!
Die Southern Copper Corporation gehört zu den außerhalb der Branche eher unbekannteren Kupferproduzenten. Doch der Börsenwert spricht Bände: Der US-Konzern mit Headquarter in Phoenix (Arizona) bringt schlappe 168 Mrd. USD auf die Waage und verfügt unter allen börsennotierten, westlichen Konzerne über die größten Reserven. Gegründet wurde es einst als Konsortium mehrere US-Unternehmen, die die Kupferminen Perus ausbeuten wollten. Und genau das macht das Unternehmen heute auch sehr erfolgreich.
Ende April legte Southern Copper starke Zahlen für das erste Quartal vor. Trotz einiger operativer Hürden schlug man mit einem Gewinn je Aktie von 1,92 USD klar die Erwartungen des Marktes und zeigte gegenüber dem Vorjahresquartal (1,19 USD) einen deutlichen Gewinnsprung. Der Umsatz kletterte zwischen Januar und März um gut ein Viertel auf 4,25 Mrd. USD. Das gelang, obwohl die reine Kupferproduktion im Jahresvergleich um 4 % sank. Der Grund lag in niedrigeren Erzgraden in den peruanischen Minen. Positiv: Eine starke Kostenkontrolle und höhere Preise für Beiprodukte wie Molybdän, Silber und Zink hielten die Gewinnmargen hoch.
Southern Copper plant derzeit gleich mehrere große Projekte. Das Management hat ein gigantisches Investitionsprogramm von über 20,5 Mrd. USD für diese Dekade ins Leben gerufen. Das Ziel ist extrem ambitioniert: Ein Ausbau der jährlichen Kupferproduktion auf 1,6 Millionen Tonnen. Zum einen gelang nach Jahren von lokalen Protesten und Umweltbedenken der Durchbruch bei Tia Maria. Die peruanische Regierung hat das Projekt freigegeben. Das Ziel ist eine Jahresproduktion von 120.000 Tonnen hochreinem Kupfer. 2031 soll dann Los Chancas in Produktion gehen, investiert werden hier satte 2,6 Mrd. USD.
Die Aktie notiert derzeit knapp unter dem Allzeithoch. Analysten weisen darauf hin, dass vieles vom Wachstum schon eingepreist sei. Langfristig ist Southern Copper eine starke Börsenstory, kurzfristig könnte aber Luft entweichen.
Fazit: Ivanhoe Mines ist der neue Riese im Kupfergeschäft. Der Ausbau der Produktion sollte sich im zweiten Halbjahr bezahlt machen. Die Aktie ist nach dem Rücksetzer attraktiv. Power Metallic Mines ist auf dem Weg vom Explorer zum Developer. Laut Analysten steht mit der neuen Ressourcenschätzung und der ersten Wirtschaftlichkeitsstudie eine Neubewertung der Aktie an. Southern Copper ist der Riese in Peru und zeigt operativ eine beeindruckende Wachstumsstory. Allerdings scheint ein Gutteil dieser bereits eingepreist zu sein.
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