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16.07.2021 | 05:10

Nel Asa, Memiontec, McPhy – Reiten Sie die Welle

  • Wasser
Bildquelle: pixabay.com

Die Welt befindet sich im Wandel. Durch den Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien spricht im Moment jeder vom Mangel an Rohstoffen wie Lithium, Nickel oder Kupfer. Dass es zu einer Wasserknappheit kommen könnte, ist im Bewusstsein der Bevölkerung jedoch noch nicht verankert. Mit der wachsenden Bevölkerung, der Urbanisierung und der Erschöpfung der vorhandenen Quellen wird Wasser in den nächsten Jahrzehnten zum kostbaren Gut. Hohes Potenzial bieten dabei neuartige Systeme zur Wasseraufbereitung.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: SGXE56008290 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , MCPHY ENERGY S.A. EO 0_12 | FR0011742329

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Inhaltsverzeichnis:


    Vorreiter der Wasseraufbereitung

    Bereits seit 28 Jahren arbeitet Memiontec erfolgreich an Komplettlösungen für das Wasser- und Abwassermanagement in Singapur, China und Indonesien. Die Gruppe beliefert sowohl Kommunen als auch verschiedene Industrien in Asien und hat in den Jahren starke Beziehungen sowohl zu öffentlichen Kunden, wie dem staatlichen Infrastrukturentwickler Jakpro oder der nationalen Wasserbehörde Indonesiens PDA, als auch privaten Großkunden in der Region aufgebaut. Dabei kann das indonesische Unternehmen durch den Einsatz von Membran, Ionenaustausch, physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen maßgeschneiderte Lösungen bieten und die gesamte Wertschöpfungskette der Wasseraufbereitung abdecken.

    Hohe Synergieeffekte

    Dabei steht das Geschäftsmodell auf vier Säulen, die ineinandergreifen und dadurch starke Synergieeffekte liefern. Die Kerngeschäftsfelder sind zum einen die Bereitstellung von Gesamtlösungen mit Engineering-, Beschaffungs- und Bauleistungen, den Betrieb, die Wartung und der Service von Wasser und Abwasseraufbereitungsanlagen und der Verkauf und Vertrieb von modularen und kundenspezifischen Systemen und Ausrüstungen. Dazu kam, durch Beteiligungen an Joint Ventures mit langfristigen öffentlichen und privaten Partnern, der Betrieb und die Instandhaltung von Wasseraufbereitungs-Infrastrukturen und der Verkauf von gereinigtem Wasser, den so genannten BOOT-Projekten. Die Konzessionsverträge laufen hier über mehrere Jahrzehnte und garantieren Memiontec gesicherte, wiederkehrende Einnahmeströme.

    Wachstum pur

    Die strategischen Investitionen in BOOT-Projekte sollen neben den Ausbau der anderen Geschäftsfelder weiter forciert werden. Darüber hinaus will die Memiontec-Gruppe durch Übernahmen und Fusionen weiterwachsen. Ebenso ist eine Expansion, zuerst in weitere asiatische Länder, dann nach Übersee geplant. Für das Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2020 endete, verzeichnete der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 34,61 Mio. USD, was einer Steigerung von 18,1 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 entsprach. Der Nettogewinn lag bei 1,31 Mio. USD. Dass der Drang nach sauberem Wasser ein Wachstumsmarkt ist, zeigt der starke Auftragsbestand von 93 Mio. USD per Ende April 2021. Die Dividendenrendite betrug 2021 satte 25% und soll in der Zukunft vorbehaltlich unvorhergesehener Umstände sogar ausgebaut werden. Nicht nur wegen der hohen Dividende ist Memiontec ein sehr aussichtsreiches Unternehmen in einem langfristigen Wachstumsmarkt.

    Hoffnungsträger Wasserstoff

    Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum und in gebundener Form in nahezu allen organischen Verbindungen vorhanden. Er hat die geringste Atommasse aller Elemente: Er ist 14-mal leichter als Luft, weder giftig noch ätzend oder radioaktiv, entzündet sich nicht selbst und verbrennt mit farbloser Flamme. Da Wasserstoff auf der Erde jedoch nicht allein, sondern nur in Form von Verbindungen vorkommt, muss er mit Hilfe von Energie aus einem wasserstoffreichen Ausgangsstoff abgespalten werden.

    Bei der Wasserelektrolyse wird Wasser unter Einsatz von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Dabei wandert der Wasserstoff zum negativ geladenen und der Sauerstoff zum positiv geladenen Pol. Die eingesetzte elektrische Energie wird in chemische Energie umgewandelt und im Wasserstoff gespeichert. Stammt der zur Elektrolyse benötigte Strom aus erneuerbaren Quellen, wird sogenannter grüner Wasserstoff erzeugt.

    Einer der Hoffnungsträger der Zukunftsenergie ist der norwegische Wasserstoffhersteller Nel Asa. Diese wurden vom britischen Investmenthaus Barclays auf „overweight“ mit einem Kursziel von 39 norwegischen Kronen, rund 3,74 EUR belassen. Aktuell notiert der Hoffnungsträger bei 17,9 NOK. Die aktuelle charttechnische Situation deutet auf einen erneuten Test des Jahrestiefs bei 1,58 EUR an.
    Auch beim französischen Wasserstoffunternehmen McPhy Energie stehen die Zeichen weiter auf Rot. Der Bruch der wichtigen Unterstützung bei 20 EUR bietet Platz bis zur nächsten Unterstützungszone bei 15 EUR.


    Aktuell ist die Wasserknappheit noch nicht in den Köpfen der Gesellschaft. Laut einer Prognose des Weltklimarats werden im Jahr 2070 insgesamt 44 Mio. Europäer vom Wassermangel betroffen sein. Somit ist das Thema Wasseraufbereitung eine absolute Zukunftsbranche. Memiontec spielt hier eine wichtige Rolle. Auch Wasserstoff wird weiterhin ein wichtiges Werkzeug für die Energiewende bleiben, jedoch befinden sich die dazugehörigen Aktien noch in der Korrekturphase.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.
    2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

    Weitere Kommentare zum Thema:

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    • Energie
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    • GreenTech

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 28.01.2022 | 05:10

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    Kommentar von Armin Schulz vom 03.01.2022 | 05:20

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    • Bayer
    • Memiontec
    • Deutsche Telekom
    • Pharma
    • Glyphosat
    • Wasser
    • Wasseraufbereitung
    • Telekommunikation
    • Internet

    Als die Inflationsraten in den USA und Deutschland anfingen zu steigen, hieß es zuerst von allen Seiten, dieses Phänomen sei vorübergehender Natur. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Experten danebengelegen haben. Die Inflation ist gekommen um zu bleiben und bringt Inflationsraten wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Im November lag sie in Deutschland bei 5,2%. Normalerweise wäre es die Aufgabe der EZB die Inflation zu steuern, doch der sind aufgrund der Zinsproblematik die Hände gebunden. Somit bleibt für Anleger die Frage, wie sie ihr Geld am besten schützen. Eine Möglichkeit sind Standardwerte, von denen wir heute drei genauer beleuchten.

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