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04.03.2021 | 04:45

NEL, Enapter, Ballard Power: Mehr als Zukunftsmusik

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Wasserstoff war im vergangenen Jahr für viele spekulativ orientierte Anleger das ganz große Ding. Doch zuletzt purzelten die Kurse. Was ist geschehen? Nach dem Höhenflug der vergangenen Monate nehmen Anleger Gewinne mit. Hinzu kommt, dass der Markt den Blick auf die nackten Fakten richtet. Dieser Blick offenbart zwar eine große Perspektive, aber auch viele Investitionen auf dem Weg dahin. Drei Aktien im Check.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Nico Popp

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Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

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Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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NEL: Tausendsassa unter Druck

Die norwegische NEL ist der Wasserstoff-Superstar. Neben der Produktion von Wasserstoff kümmert sich das Unternehmen auch um dessen Verteilung und Lagerung. NEL selbst ist an verschiedenen Unternehmen beteiligt und verfolgt das Ziel, verschiedene Technologien zu kombinieren, um das Wasserstoff-Thema voranzubringen. 2021 will NEL weiter investieren, neue Mitarbeiter einstellen und so bis 2025 dem Ziel, die Tonne grünen Wasserstoffs zu 1,50 USD anbieten zu können, näher kommen. Aktuell ist grüner Wasserstoff, also Wasserstoff, der mit Hilfe regenerativer Energien hergestellt wurde, noch nicht konkurrenzfähig.

Doch bis 2025 ist noch eine Weile hin – gerade an der Börse kann in so einer langen Zeit eine Menge passieren. Die Aktie von NEL hat sich in den vergangenen Wochen von ihren Höchstkursen jenseits der Marke von 3 EUR verabschiedet und hat beim Kursrutsch auch einige charttechnisch bedeutsame Marken unterschritten. Das kurzfristige Bild ist damit eher negativ. Wer dennoch an die Story rund um NEL glaubt, sollte eine Bodenbildung abwarten.

Enapter: Deutsche Wasserstoff-Hoffnung macht ernst

Ebenfalls konsolidiert hat in den vergangenen Wochen die Aktie von Enapter und scheint sich aktuell um 30 EUR stabilisiert zu haben. Der Heidelberger Wasserstoff-Pionier hat sich ganz der Aufgabe verschrieben, Wasserstoff günstiger zu machen. Dazu baut das Unternehmen auf modulare Wasserstoffgeneratoren auf Basis der Anionenaustauschmembran-Technologie und hält darauf Patente in Europa, den USA, China und Indien. Noch im September dieses Jahres soll der Bau der eigenen Produktionsanlage im nordrhein-westfälischen Saerbeck beginnen und 2022 abgeschlossen werden. Schon kürzlich nahmen erste Mitarbeiter von Enapter ihre Arbeit in Räumen der FH Münster auf. Ist die Fabrik vollständig in Produktion, will Enapter dort mehr als 100.000 Elektrolyseure jährlich herstellen.

Das Unternehmen schätzt den eigenen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz auf bis zu fünf Jahre. Um die weitere Entwicklung voranzutreiben und die Produktion wie geplant umsetzen zu können, läuft aktuell eine Kapitalerhöhung. Enapter will sich mehr als 30 Mio. EUR beschaffen, der Bezugspreis der neuen Aktien liegt bei 22 EUR. Dass sich der Marktpreis aktuell auf einem deutlich höheren Niveau hält, kann als Zeichen der Stärke interpretiert werden. Enapter ist ein attraktiver Wasserstoff-Play „Made in Germany" und steht vielen großen Namen in nichts nach. Anleger sollten den Wert auf der Watchlist haben.

Ballard Power ist stark positioniert

Ebenfalls als interessanter Wasserstoff-Wert gilt die Aktie von Ballard Power. Der kanadische Hersteller von Brennstoffzellen stellte bereits 1993 den ersten mit Wasserstoff betriebenen Bus vor und schloss über die Jahre immer wieder Kooperationen mit namhaften Vertretern der Autoindustrie. Seit 2018 besteht eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Weichai Power. Dadurch erhält Ballard Power Aufträge für Brennstoffzellen unter anderem für Busse und LKW für den chinesischen Markt. Zuletzt ging Ballard Power auch noch eine Kooperation mit Alexander Dennis Ltd., einem der größten konzernunabhängigen Omnibushersteller, ein und arbeitet dadurch indirekt auch mit dem chinesischen Elektroautobauer BYD zusammen.

Die Aktie von Ballard Power verlor allein im letzten Monat 23%. Längerfristig bleibt der Wert aber in der Gewinnzone. Da Wasserstoff von Marktkennern eher als Technologie für Busse oder Züge gehandelt wird, erscheint Ballard Power mit seinen zahlreichen Kooperationen und der langjährigen Erfahrung gut positioniert zu sein. Damit Busse aber rentabel unterwegs sein können, kommt es entscheidend auf günstigen grünen Wasserstoff an. Hier kommen wieder Titel wie NEL, aber auch die deutsche Wasserstoff-Hoffnung Enapter ins Spiel.


Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens
  3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  4. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Kommentar von André Will-Laudien vom 08.04.2021 | 04:48

NEL, dynaCERT, Fuelcell Energy – Wasserstoff die zweite Welle!

  • Wasserstoff

Der Wasserstoff-Hype geht in die zweite Welle. Grund ist sicherlich die aktuelle Beschlussvorlage des Joe Biden-Pakets zugunsten der weltweiten Klimaziele. Diese beinhaltet eine Investitionssumme von mehreren hundert Milliarden US-Dollar zur Senkung der klimaschädlichen Emissionen. Ob hierbei stärker die Batterie- oder die Wasserstofftechnologie zum Zuge kommt, wird der Markt entscheiden, wichtig ist nur die schnelle Freigabe der Mittel für den Start der Forschungsprojekte. Die Zeit drängt, denn die Pandemie hat viele Branchen ins Abseits bugsiert, gerade die Transportbranche lebt vom Warenumsatz und der soll in Zukunft ohne negative Umwelteinflüsse von statten gehen.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 25.03.2021 | 05:10

Linde, Royal Helium, Air Liquide – Zwei Wasserstoff, ein Helium. Alles da für eine explosive Mischung!

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  • Wasserstoff
  • Energie

Kernfusion ist das Stichwort der Zukunft. Technisch werden dabei zwei Wasserstoffatome zu einem Heliumkern verschmolzen. Was auf der Sonne im großen Maßstab problemlos möglich ist (tatsächlich werden dort jede Sekunde 564 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium fusioniert), bleibt bei uns leider noch Zukunftsmusik. Das bedeutet: 1. Leider können wir noch keinen Strom aus Kernfusion erzeugen, darum müssen wir die Energiewende weiterhin mit etablierten nachhaltigen Technologien wie Wind-, Solar- und Wasserkraft schaffen. Dabei wird Wasserstoff als Energiespeicher und Übertragungsmedium eine herausragende Rolle spielen. Und 2. Helium wird auch auf absehbare Zeit nicht anders als durch klassische Förderung im industriellen Maßstab zu erzeugen sein. Folgende drei Unternehmen sollten kräftig von der Energiewende profitieren.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 24.03.2021 | 04:50

Siemens Energy, Enapter, ThyssenKrupp – Wasserstoff oder Batterie? Egal! Warum diese Unternehmen in jedem Fall profitieren werden!

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  • Investments

Die starken Kursschwankungen bei Wasserstoffaktien zeugen von einem aktuellen Glaubenskrieg rund um das häufigste Element auf unserem Planeten, das auch gleichzeitig das am einfachsten aufgebaute ist: ein Proton, ein Elektron. So schön simpel kann Perfektion sein. Und doch steckt darin das Potential unsere Gesellschaft von Grund auf zu ändern – die Sonne macht es vor. Zugegeben, aktuell stehen wir noch am Anfang dieser Entwicklung. Im kurzfristigen Fokus des Kapitalmarktes stehen eher die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Elements. Dabei blicken viele Investoren auf das Thema Mobilität. Was wird sich durchsetzen? Batterien? Oder doch Wasserstoff? Eine mögliche Antwort gab jüngst die VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton SE: ein salomonisches „beides“. Batterien für den Langstreckenverkehr, Wasserstoff bspw. für Busse, die nicht lange zwischendurch nachladen können. Doch Wasserstoff kommt noch für viele weitere Anwendungsbereiche eine große Bedeutung zu. Darum wird die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff als Energieträger in den nächsten Jahren in jedem Fall massiv zunehmen. So sieht Aurora Energy Research bis 2050 eine Verachtfachung der Wasserstoffnachfrage auf 2.500 TWh pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresumsatz von mehr als 120 Mrd. Euro. Folgende Unternehmen dürften von dem Boom ganz unabhängig von der Entwicklung der Elektromobilität profitieren.

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