Menü schließen




10.02.2021 | 04:50

NIO, Defense Metals, Geely – es droht der Kollaps!

  • Investments
Bildquelle: Defense Metals

Die Energiewende ist in vollem Gange. Allein die Absatzzahlen der Elektroautomobile konnten um über 100% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Nachfrage nach den neuen Fahrzeugen ist ungebrochen. Der Bedarf an Rohstoffen, die für den Bau von Batterien und Motoren der neuen Generation benötigt werden, übersteigen schon jetzt das Angebot deutlich. Hinzu kommt der Handelskrieg mit China. Findet man hier keine adäquaten Alternativen, droht der Kollaps.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA2446331035 , US62914V1061 , KYG3777B1032

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    China am Zug

    Neben Lithium, dass für die Bau der Batterien gebraucht wird, besteht auch bei anderen Rohstoffen enormer Nachfrageüberhang, der sich in den nächsten Jahren noch deutlich zuspitzen wird. Auf Grundlage seltener Erdmetalle werden zum Beispiel Permanentmagneten für Elektromotoren hergestellt. Die Produktion der seltenen Erden findet im Augenblick noch zu 80% in China statt, das Land besitzt quasi ein Monopol. Durch den Handelsstreit mit den USA kann es dadurch in der westlichen Welt zu enormen Angebotsengpässen führen. So versuchte bereits 2017 der frühere Präsident Trump mit dem Erlass einer Executive Order, die USA von der Abhängigkeit durch China in Bezug auf die seltenen Erdmetalle loszueisen. Dieser Executive Order folgte Anfang Oktober 2018 eine Erklärung des Präsidenten, in der er den nationalen Notstand im Bergbau ausrief, mit dem Ziel, ein inländisches seltene Erdmetalllager der USA für militärische Erfordernisse einzurichten.

    USA kooperiert mit Kanada

    Nun solle zwischen den Nachbarländern Kanada und den Vereinigten Staaten die nächsten Schritte und eine engere Zusammenarbeit bei der Produktion von Elektroautos erfolgen. So betonte das kanadische Oberhaupt Trudeau, dass Kanada und die Vereinigten Staaten bei der Versorgung mit kritischen Mineralien, die für die Herstellung von Batterien für Autos und andere saubere Technologien benötigt werden, enger zusammenarbeiten können. Kanada habe viele der seltenen Erdmetalle, die für Autobatterien und Solarpaneele benötigt werden. General Motors Co, Ford Motor Co und Stellantis NV kündigten bereits an, Elektrofahrzeuge in Kanada zu produzieren. "Es gibt eine Menge wirklich großartiger Möglichkeiten, Partnerschaften und Produktionsanlagen nicht nur für den nordamerikanischen Markt, sondern für die ganze Welt zu entwickeln", fügte Trudeau hinzu.

    Wie ein Sechser im Lotto

    Äußerst zufrieden zeigt sich der CEO von Defense Metals, Craig Taylor, im Hinblick auf die jüngsten Integrationspläne der kanadischen und US-amerikanischen Regierung in Bezug auf Elektrofahrzeuge und kritische Rohstoffe wie seltene Erdmetalle. Kein Wunder, ist sein Unternehmer ja einer der Hauptprofiteure der angedachten Kooperation. So äußerte sich der Unternehmenslenker wie folgt: „Im Zuge des weiteren Ausbaus der 1.708 Hektar großen Seltenerdlagerstätte Wicheeda in der Nähe von Prince George in British Columbia arbeiten wir aktiv mit Regierungsbehörden und angeschlossenen Regierungsgruppen zusammen. Wir gehen davon aus, dass 2021 für unser Unternehmen ein sehr arbeitsreiches Jahr werden wird.“

    Dass Defense Metals auf dem richtigen Weg ist, zeigt der Aktienchart. So konnte sich der Kurs seit dem vergangenen Jahr von 0,10 EUR auf aktuell 0,27 EUR fast verdreifachen. Der Börsenwert liegt im Moment bei 13,50 Mio. EUR. Sollte Kanada zum neuen Zentrum der seltenen Erdmetalle in der westlichen Welt aufsteigen, dürfte Defense Metals extrem davon profitieren, Die Aktie wird neben der Heimatbörse in Toronto auch in Deutschland gehandelt.

    Fantastische Entwicklung

    Der chinesische Automobilhersteller Nio wird an der Börse aktuell mit 90 Mrd. USD bewertet, und ist damit wertvoller als Daimler und BMW. Der Kurs hat sich innerhalb eines Jahres verfünfzehnfacht. Im Gegensatz zur Peer-Group verwendet Nio ein Batterien-Tausch-System, welches von der Entwicklung und Herstellung her sehr aufwändig und teuer ist. Gespannt wird nun auf die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2020 geschaut. Vorab äußerte sich bereits die US-amerikanische Investmentbank Morgan Stanley positiv zum chinesischen Elektroauto-Produzenten Nio und erhöhte das Kursziel für die Aktie deutlich. Auch JP Morgan ist bullish für den chinesischen Autobauer. Die Konsens-Schätzungen für das vierte Quartal 2020 gehen von einem Unternehmensumsatz von knapp 991 Mio. USD und einem Ergebnis je Aktie von minus 0,08 USD aus. Für das Gesamtjahr 2020 erwarten Analysten Unternehmenserlöse von 2,48 Mrd. USD und ein Ergebnis je Aktie in Höhe von minus 0,59 USD.

    Wachstum verlangsamt sich

    Immer noch starke Zahlen mit nachlassender Dynamik, so kann man die Januar Absatzzahlen für den Monat Januar des Elektroautobauers Geely zusammenfassen. So konnten im ersten Monat des Jahres insgesamt 156.326 Fahrzeuge abgesetzt werden. Dies entspricht einem Plus von 40 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Gegenüber Dezember 2020 wuchs der Absatz allerdings nur noch um rund ein Prozent. Unter den insgesamt im Januar 2021 ausgelieferten Autos von Geely Automobile waren 4.289 New Energy und Electrified Vehicles. Dies bedeutet einen enormen Abschwung. In dieser Sparte vertickte Geely im Vormonat noch 7.171 Einheiten. Von den insgesamt im Monat verkauften Fahrzeugen befanden sich 60.823 Limousinen, 93.827 SUVs und 1.676 Multi-Purpose Vehicles.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 22.12.2025 | 06:20

    The Next Big Thing! US-Banken haben den Billionenmarkt Tokenisierung im Visier – Pionier Finexity in der Pole Position! Commerzbank und Deutsche Bank abgehängt?

    • Digital Assets
    • Digitale Vermögenswerte
    • Tokenisierung
    • Private Markets
    • Investments
    • Banken

    Larry Fink, CEO des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock, machte ein mächtiges und bezeichnendes Statement, in dem er die Tokenisierung zur „nächsten Generation der Märkte“ erklärte. Zudem verdeutlicht der Einstieg der größten US-Bank J.P. Morgan in diesen Bereich dessen große Potenziale. Mit Hilfe von Tokenisierung werden reale Vermögenswerte (RWA) in digitale Tokens aufgeteilt und rechtssicher auf einer Blockchain abgebildet. Laut dem Beratungsunternehmen Boston Consulting Group wird der RWA-Markt bis 2033 auf sagenhafte 19 Billionen USD anwachsen. Ein spannender und stark wachsender Teilbereich sind Private Markets wie z. B. Immobilien, Private Equity oder Erneuerbare Energien. Mittels Tokenisierung werden bislang nicht-fungible Assets nun handelbar. Hier setzt der deutsche Pionier Finexity an und adressiert einen milliardenschweren Markt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 22.12.2025 | 05:30

    Silberhausse ohne Ende! Explorationsaktien wie Silver Viper outperformen das Edelmetall deutlich! Hohe Reserven bei Pan American Silver, Rekorde bei Barrick.

    • Silber
    • Gold
    • Edelmetalle
    • Produzent
    • Exploration
    • Investments

    2025 war ein historisches Jahr für Silber. Mit einer fulminanten Rally auf ein aktuelles Allzeithoch von 67 USD je Unze hat der Silberpreis Gold und die breite Masse anderer Rohstoffe in einem außergewöhnlichen Ausmaß outperformt. Als Kurstreiber sind die industrielle Nachfrage, geopolitische Unsicherheiten und Angebotsdefizite auszumachen. Das Erreichen neuer Highs hat zudem ein starkes Kaufsignal generiert. Marktteilnehmer gehen von der Fortsetzung der Hausse aus. Mit Aktien von Produzenten wie Pan American Silver konnten Anleger die Perfomance von Silber deutlich schlagen. Insbesondere Explorationsaktien wie Silver Viper ermöglichen im jetzigen Hausse-Zyklus ein gehebeltes Investment in den kleinen Bruder des gelben Edelmetalls. Wo lohnt sich weiterhin der Einstieg?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 11.12.2025 | 06:00

    Auf der Gewinnerseite - jetzt und in 2026: Antimony Resources und Bayer, Absturz bei Evotec!

    • Antimon
    • kritische Rohstoffe
    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Geopolitik
    • Investments

    Das Jahr geht bald zu Ende. Zeit, sich Aktien und Investmentthemen zu widmen, mit denen 2026 attraktive Renditen winken. Trends wie AI, Rüstung oder Robotik werden sich fortsetzen. Lukrativ erscheint auch das weitere Engagement im Rohstoffsektor. Hier finden Anleger mit der noch weitgehend unentdeckten kanadischen Antimony Resources eine spannende Investmentstory aus der zweiten Reihe. Aber auch im Blue Chip Bereich finden sich viele Chancen. Bayer hat im laufenden Jahr eine gute Bodenbildung vollzogen und Analysten haben zuletzt das Kursziel deutlich erhöht. Bei stark abgestraften Aktien wie Evotec könnte sich zudem im nächsten Jahr ein Turnaround abzeichnen.

    Zum Kommentar