Menü schließen




29.04.2021 | 04:50

NIO, Deutsche Rohstoff, BP – Die Nachfrage explodiert!

  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Der massive Lagerüberhang, der am Ölmarkt noch im vergangenen Jahr bestand und durch die Corona-Pandemie zum Crash führte, ist bis zum zweiten Quartal 2021 aufgebraucht. Durch die gut laufenden Impfprogramme und die sich rasch erholende Wirtschaft in China und den Vereinigten Staaten steigt die weitere Nachfrage rasant. Aktuell sieht es eher nach einem grundlegenden Angebotsdefizit des schwarzen Goldes aus, mit steigenden Preisen in den nächsten Monaten. Experten sehen bereits einen Superzyklus mit Ölpreisen knapp unter 200 USD pro Barrel voraus.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DE000A0XYG76 , US62914V1061 , GB0007980591

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Gewinner auf vielen Beinen

    Eine Achterbahn der Gefühle erlebten die Ölproduzenten seit dem März 2020. Zu den Gewinnern zählten diejenigen, die schnell und flexibel auf die Gegebenheiten reagieren konnten. Ein goldenes Händchen bewies dabei das Management von Deutsche Rohstoff AG, die 100% ihrer Umsätze aus der Förderung von Öl in den USA generieren. So wurde in der Krise die Produktion so deutlich wie möglich gedrosselt, ein Teil wurde gegen die drastisch fallenden Kurse abgesichert. Antizyklisch konnten sogar neue Flächen zur Ölförderung zu Schleuderpreisen erworben werden. Neben dem Ölgeschäft konnte das erfahrene Management in der Krise zudem ein Anleihe- und Aktienportfolio aufbauen, durch das alleine Gewinne im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erwirtschaftet werden konnte.

    Förderung erhöht

    Seit mehreren Monaten laufen die Pumpen bereits wieder auf Hochtouren. Neben dem prognostizierten Mengenwachstums sollen Ende 2021 durch die umfangreichen Knight-Bohrungen erste Einnahmen generiert werden. 60 Mio. USD investierte das Unternehmen in dieses Projekt, welches ab 2022 zu weiter steigenden Fördermengen beitragen soll. Die Prognosen für die nächsten beiden Jahren, die bei der Bekanntgabe des Konzernabschlusses gegeben wurden, klingen nach einem guten Jahresstart sehr optimistisch. So soll der Konzernumsatz 2021 nun 57 bis 62 Mio. EUR betragen und im Jahr darauf zwischen 60 bis 65 Mio. EUR liegen. Beim EBITDA planen die Mannheimer zwischen 42 bis 47 Mio. EUR in 2021 und 40 bis 45 Mio. EUR für 2022.

    Aktuell dürfte die Deutsche Rohstoff AG auf einer Kriegskasse von knapp 45 Mio. EUR sitzen. Da in diesem Jahr noch keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll, dürfte das Ersparte für weitere Akquisitionsziele verwendet werden. Weitere strategische Beteiligungen bei kritischen Metallen rund um die Elektromobilität, wie etwa Kupfer oder Lithium könnten in den nächsten Monaten als Depotzugänge verbucht werden. Auch auf die Goldkarte dürfte der CEO des Unternehmens, Dr. Thomas Gutschlag, weiter setzen.

    Analysten sehen deutliches Up-Side

    Ein Asset, das die Bewertung von Deutsche Rohstoff AG langfristig deutlich heben soll, ist die 12,8%-Beteiligung an der Almonty Industries. Das Unternehmen errichtet in Südkorea die größte Wolfram-Mine der Welt. Diese soll bereits 2022 in Produktion gehen und in vier Jahren 7-10% des weltweiten Wolfram-Angebotes produzieren. Die Analysten von First erhöhten aufgrund des positiven Rohstoffumfeldes und der noch nicht eingepreisten Bohrkapazitäten das Kursziel von 9,50 EUR auf nunmehr 17,00 EUR. Das Urteil lautet kaufen. Dem stimmen wir zu!

    Besser als erwartet

    Auch wenn der Ölmulti BP bereits das Ende des Ölzeitalters voraussieht und nach alternativen Geschäftsmodellen Ausschau hält, konnte im ersten Quartal mit dem ursprünglichen Kerngeschäft ordentlich Geld verdient werden, sogar mehr, als die Analysten prognostizierten. Der bereinigte Überschuss erreichte im ersten Quartal 2,63 Mrd. USD, was eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Ergebnis führt der Konzern unter anderem auf höhere Ölpreise und Raffineriemargen zurück. Die Nettoverschuldung lag zum Ende des ersten Quartals bei 33,3 Mrd. USD. Damit fällt der Wert deutlich früher als erwartet unter die Zielmarke von 35 Mrd. USD.

    Starke Dividende und Aktienrückkauf

    Aufgrund des guten Quartals sollen im zweiten Quartal Aktien bis zu 500 Mio. USD zurückgekauft werden. Die Quartalsdividende belässt BP wie bereits im Vorquartal bei 5,25 USD pro Aktie. Barclays zeigte sich optimistisch für die Aktie des Ölgiganten und beließ Rating auf „overweight“ mit einem Kursziel von 475 Pence. Als Begründung gaben die Analysten die langfristig guten Chancen des Unternehmens an. Dadurch könnten sie sich eine Verdopplung der Dividendenrendite vorstellen.

    Kommt der Befreiungsschlag?

    Heute im Laufe des Tages warten die Analysten gespannt auf die Zahlen des Elektroautoherstellers NIO. Trotz der Lieferengpässe bei den Chips sind die Analysten zuversichtlich für das weitere Wachstum. So habe NIO seine Auslieferungen im März 2021 im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 20.100 Fahrzeuge mehr als verfünffacht, was deutlich über dem Branchenschnitt liegt. Auch die führende Rolle bei Batterietauschstationen in China dürfte für weiteres Wachstum sorgen. Aus charttechnischer Sicht müsste die Aktie über das Widerstandsniveau von 45,20 springen um ein weiteres Kaufsignal zu generieren.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 11.03.2026 | 04:45

    Knappheit bestimmt die Preise – der Wahnsinn geht weiter! Almonty, Shell und BP sind die Gewinner der aktuellen Lage

    • Erdöl
    • Kritische Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • Energie
    • Iran-Konflikt

    Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Rohstoffmärkte spürbar unter Spannung gesetzt. Innerhalb kurzer Zeit kletterte der Ölpreis auf mehr als 115 USD je Barrel und erreichte damit ein Niveau, das seit Jahren kaum noch zu sehen war. Treiber dieser Bewegung sind vor allem zunehmende Risiken für den globalen Energiehandel, nachdem sich die Lage rund um den Persischen Golf weiter zugespitzt hat. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Energie weltweit. Etwa 20 % des international gehandelten Rohöls passieren täglich diese Meerenge, weshalb jede Störung dort unmittelbare Auswirkungen auf Preise und Versorgungserwartungen hat. Am gestrigen meldete sich US-Präsident Donald Trump und warnte den Iran eindringlich, die internationalen Handelswege zu beeinträchtigen. Binnen 4 Stunden brach der Ölpreis um ganze 30 USD nach unten. Knappheit ja – Volatilität extrem! Das gilt auch für den Wolfram-Preis, der seit Jahresanfang nun weitere 100 % zugelegt hat. Wir bieten spannende Einblicke.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.03.2026 | 04:15

    Sind Öl und Gas das neue Gold? Jetzt geht´s rund bei Shell, BP, Pure One und Oklo

    • Energie
    • Kritische Rohstoffe
    • Öl und Gas
    • Wasserstoff
    • Kernenergie
    • SMRs

    Nach einer langen Durststrecke für Öl musste es nun ein Krieg sein, der die Notwendigkeit der fossilen Brennstoffe wieder in den Fokus rückt. Aber, man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Die Weltmärkte sind überschwemmt mit Öl, USA und Kanada haben in den letzten 20 Jahren so viele Kapazitäten aufgebaut, dass die 4 Mio. Barrel Iran-Förderung leicht ausgeglichen werden können. „There´s plenty of oil“ war die Reaktion auf die wiederholten Peak Oil-Aussagen nach den Arbeiten des Geologen Marion King Hubbert aus dem Jahr 1949. Im Jahr 2000 sollten die Reserven erschöpft sein, doch es kam anders. Heute gehen Forscher von Reserven für weit mehr als 200 Jahre aus, somit lohnt es sich für Investoren auf Ölwerte zu blicken. Alternativen dazu gibt es viele u. a. von den Unternehmen Pure Hydrogen und Oklo. Im Zuge der Irankrise eine weitere Gelegenheit, das Portfolio neu zu strukturieren.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 20.02.2026 | 05:10

    Bloom Energy, CHAR Technologies, SolarEdge – Die Zukunft ist eingeläutet

    • erneuerbare Energien
    • Energie

    Margen drehen nach oben, Cashflow kehrt zurück. Und parallel entstehen neue Wachstumsfelder in der Industrie-Dekarbonisierung und Energieversorgung von KI-Rechenzentren. Von leistungsoptimierten Solarsystemen über klimaneutralen Kohleersatz bis hin zu dezentralen Brennstoffzellen, mehrere Zukunftsbranchen profitieren von steigender Stromnachfrage, CO2-Druck und regulatorischem Rückenwind. Die Auftragsbücher füllen sich, Produktionskapazitäten werden hochgefahren, Milliardenmärkte entstehen. Doch hohe Bewertungen und Short-Quoten mahnen zur Selektivität.

    Zum Kommentar