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29.04.2021 | 04:50

NIO, Deutsche Rohstoff, BP – Die Nachfrage explodiert!

  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Der massive Lagerüberhang, der am Ölmarkt noch im vergangenen Jahr bestand und durch die Corona-Pandemie zum Crash führte, ist bis zum zweiten Quartal 2021 aufgebraucht. Durch die gut laufenden Impfprogramme und die sich rasch erholende Wirtschaft in China und den Vereinigten Staaten steigt die weitere Nachfrage rasant. Aktuell sieht es eher nach einem grundlegenden Angebotsdefizit des schwarzen Goldes aus, mit steigenden Preisen in den nächsten Monaten. Experten sehen bereits einen Superzyklus mit Ölpreisen knapp unter 200 USD pro Barrel voraus.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner

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John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.
"[...] Wenn wir etwas erwerben, wollen wir sicherstellen, dass die Übernahme zu unserer Strategie passt und das Potenzial hat, für unsere Aktionäre erfolgreich zu sein. [...]" John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Gewinner auf vielen Beinen

Eine Achterbahn der Gefühle erlebten die Ölproduzenten seit dem März 2020. Zu den Gewinnern zählten diejenigen, die schnell und flexibel auf die Gegebenheiten reagieren konnten. Ein goldenes Händchen bewies dabei das Management von Deutsche Rohstoff AG, die 100% ihrer Umsätze aus der Förderung von Öl in den USA generieren. So wurde in der Krise die Produktion so deutlich wie möglich gedrosselt, ein Teil wurde gegen die drastisch fallenden Kurse abgesichert. Antizyklisch konnten sogar neue Flächen zur Ölförderung zu Schleuderpreisen erworben werden. Neben dem Ölgeschäft konnte das erfahrene Management in der Krise zudem ein Anleihe- und Aktienportfolio aufbauen, durch das alleine Gewinne im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erwirtschaftet werden konnte.

Förderung erhöht

Seit mehreren Monaten laufen die Pumpen bereits wieder auf Hochtouren. Neben dem prognostizierten Mengenwachstums sollen Ende 2021 durch die umfangreichen Knight-Bohrungen erste Einnahmen generiert werden. 60 Mio. USD investierte das Unternehmen in dieses Projekt, welches ab 2022 zu weiter steigenden Fördermengen beitragen soll. Die Prognosen für die nächsten beiden Jahren, die bei der Bekanntgabe des Konzernabschlusses gegeben wurden, klingen nach einem guten Jahresstart sehr optimistisch. So soll der Konzernumsatz 2021 nun 57 bis 62 Mio. EUR betragen und im Jahr darauf zwischen 60 bis 65 Mio. EUR liegen. Beim EBITDA planen die Mannheimer zwischen 42 bis 47 Mio. EUR in 2021 und 40 bis 45 Mio. EUR für 2022.

Aktuell dürfte die Deutsche Rohstoff AG auf einer Kriegskasse von knapp 45 Mio. EUR sitzen. Da in diesem Jahr noch keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll, dürfte das Ersparte für weitere Akquisitionsziele verwendet werden. Weitere strategische Beteiligungen bei kritischen Metallen rund um die Elektromobilität, wie etwa Kupfer oder Lithium könnten in den nächsten Monaten als Depotzugänge verbucht werden. Auch auf die Goldkarte dürfte der CEO des Unternehmens, Dr. Thomas Gutschlag, weiter setzen.

Analysten sehen deutliches Up-Side

Ein Asset, das die Bewertung von Deutsche Rohstoff AG langfristig deutlich heben soll, ist die 12,8%-Beteiligung an der Almonty Industries. Das Unternehmen errichtet in Südkorea die größte Wolfram-Mine der Welt. Diese soll bereits 2022 in Produktion gehen und in vier Jahren 7-10% des weltweiten Wolfram-Angebotes produzieren. Die Analysten von First erhöhten aufgrund des positiven Rohstoffumfeldes und der noch nicht eingepreisten Bohrkapazitäten das Kursziel von 9,50 EUR auf nunmehr 17,00 EUR. Das Urteil lautet kaufen. Dem stimmen wir zu!

Besser als erwartet

Auch wenn der Ölmulti BP bereits das Ende des Ölzeitalters voraussieht und nach alternativen Geschäftsmodellen Ausschau hält, konnte im ersten Quartal mit dem ursprünglichen Kerngeschäft ordentlich Geld verdient werden, sogar mehr, als die Analysten prognostizierten. Der bereinigte Überschuss erreichte im ersten Quartal 2,63 Mrd. USD, was eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Ergebnis führt der Konzern unter anderem auf höhere Ölpreise und Raffineriemargen zurück. Die Nettoverschuldung lag zum Ende des ersten Quartals bei 33,3 Mrd. USD. Damit fällt der Wert deutlich früher als erwartet unter die Zielmarke von 35 Mrd. USD.

Starke Dividende und Aktienrückkauf

Aufgrund des guten Quartals sollen im zweiten Quartal Aktien bis zu 500 Mio. USD zurückgekauft werden. Die Quartalsdividende belässt BP wie bereits im Vorquartal bei 5,25 USD pro Aktie. Barclays zeigte sich optimistisch für die Aktie des Ölgiganten und beließ Rating auf „overweight“ mit einem Kursziel von 475 Pence. Als Begründung gaben die Analysten die langfristig guten Chancen des Unternehmens an. Dadurch könnten sie sich eine Verdopplung der Dividendenrendite vorstellen.

Kommt der Befreiungsschlag?

Heute im Laufe des Tages warten die Analysten gespannt auf die Zahlen des Elektroautoherstellers NIO. Trotz der Lieferengpässe bei den Chips sind die Analysten zuversichtlich für das weitere Wachstum. So habe NIO seine Auslieferungen im März 2021 im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 20.100 Fahrzeuge mehr als verfünffacht, was deutlich über dem Branchenschnitt liegt. Auch die führende Rolle bei Batterietauschstationen in China dürfte für weiteres Wachstum sorgen. Aus charttechnischer Sicht müsste die Aktie über das Widerstandsniveau von 45,20 springen um ein weiteres Kaufsignal zu generieren.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

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