Menü schließen




19.04.2021 | 04:50

NIO, NewPeak Metals, Barrick Gold – Die Ruhe vor dem Sturm!

  • Metalle
Bildquelle: pixabay.com

Noch immer sind die Aktienindizes in Feierlaune. Sowohl beim DAX als auch beim Leitindex Dow Jones wurden in der vergangenen Woche erneut historische Höchststände erreicht. Zu aller Euphorie gesellte sich das erfolgreiche Börsendebüt der Krypto-Börse Coinbase, das Bitcoin, Etherum & Co ebenfalls zu neuen Allzeithochs verhalf. Erste Lebenszeichen kamen unterdessen erstmals seit Monaten von den Edelmetallen. Gold konnten seinen seit Jahresanfang laufenden Verlusttrend stoppen und dürfte aufgrund der Fundamentaldaten wieder interessant werden. Profitieren Sie von den günstigen Einstiegschancen!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: AU0000104374 , CA0679011084 , US62914V1061

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Langfristig deutlich höher

    Etwas aufgehellt hat sich das Chartbild des Goldpreises. Nachdem das Korrekturtief bei knapp 1.680,00 USD Anfang April zum zweiten Mal erfolgreich getestet wurde, konnte der Kurs in dieser Woche ein beachtliches Plus von 5% aufweisen. Nächstes Kursziel ist der seit dem vergangenen August ausgebildete Abwärtstrend bei 1.802,00 USD. Auch wenn es kurzfristig noch einmal eine Korrekturschleife geben könnte, spricht langfristig viel für neue Höchststände bei Gold. So nehmen zum einen die geopolitischen Spannungen sowohl zwischen den USA und China als auch zwischen Russland und den Vereinigten Staaten eine bedrohliche Entwicklung. Zum anderen wird Gold, ob man es will oder nicht, seinen Dienst als Kapital- und Inflationsschutz erfüllen. Die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken sollte in den nächsten Jahren zu explodierenden Inflationsraten führen. Neben dem Investment in physisches Gold bieten sich vor allem Aktien von Goldminenproduzenten und Explorern an. Durch den Preisverfall gibt es sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe interessante Einstiegsmöglichkeiten.

    Voll im Plan

    Abgeliefert hat wieder einmal das größte Bergbauunternehmen der Welt. Aufgrund der in der vergangenen Woche publizierten Produktionsergebnisse sieht sich Barrick Gold für das Gesamtjahr bestätigt. So förderten die Kanadier in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 1,10 Mio. Unzen Gold und 93 Mio. Pfund Kupfer, was in etwa den Erwartungen entsprach. Dass diese unter dem Vorquartal liegen hängt an der Abbauabfolge der Minen Carlin und Cortez sowie den niedrigeren Goldgehalten der Pueblo Viejo-Mine, die sich aber im Rahmen der Minen- und Lagerbestandverarbeitungspläne befinden. Die Kupferförderung fiel gegenüber dem letzten Quartal um 22%. Verkauft wurden in den vergangenen drei Monaten 1,09 Mio. Unzen Gold und 113 Mio. Pfund Kupfer. Barrick Gold wird aufgrund seiner herausragenden Stellung am Goldmarkt vom ansteigenden Goldpreis überproportional profitieren. Auf Sicht von 12 Monaten trauen wir dem Papier eine Kursverdopplung zu.

    Einmal um die Welt

    Eine Länderdiversifikation, wie die des australischen Goldexplorers NewPeak Metals Ltd., kennt man ansonsten nur von den großen Playern der Branche. So konzentriert sich das Unternehmen auf die Entdeckung eines Goldvorkommens von mehreren Mio. Unzen und treibt seine Goldprojekte in drei der weltweit besten Bergbauregionen voran. Neben 2 Liegenschaften in Argentinien und einer in Neuseeland, konnte sich NewPeak Metals noch zwei weitere Projekte und mehrere Explorationsgenehmigungen in Finnland sichern. Möglich macht dies ein weltweit erstklassiges Netzwerk und ein seit Jahrzehnten erfahrenes Team im Minensektor, um den CEO David Mason, dem Aufsichtsrat des Unternehmens, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Solgold, Nick Mather sowie Neil Stuart, der seine Erfahrung unter anderem bei Cerro Negro und Orocobre sammelte.

    Unglaubliches Tempo

    Fast im Monatstakt kamen seit der zweiten Hälfte des Jahres 2020 neue Meilensteine hinzu. So konnte der erfolgreiche Abschluss der Jungfernbohrung bei Cachi Gold in Argentinien mit einer fruchtbaren Tiefe von mehr als 200 m vermeldet werden. Weitere Bohrungen wurden im März 2021 über mehrere Epithermale Goldziele durchgeführt, die durch Oberflächen-Exploration definiert wurden. Hier sollten zeitnah die Bohrergebnisse über die Ticker laufen. Die Bohrungen in Neuseeland begannen im Dezember 2020 und wurden im Februar 2021 fortgesetzt. Dort läuft die Exploration von orogenem Gold in der Nähe der großen Macraes-Mine von OceanaGold.

    Zudem wollen die Australier bei den Goldprojekten Tampere und Somero in Finnland spätestens im Mai mit den Bohrungen beginnen. Kürzlich erwarb das Unternehmen zusätzliche Goldkonzessionen von Sunstone Metals in Südfinnland als Ergänzung zum Tampere Gold Projekt. Die bisherigen Bohrergebnisse auf diesem Gebiet umfassen hochgradige 29,5 m mit 2,65 g/t Gold aus 137 m, einschließlich 9 m mit 7,3g/t Gold.

    Expansion geht weiter

    Neben den aussichtsreichen Goldlagerstätten schlummern bei NewPeak noch erhebliche stille Reserven. So besitzt das Unternehmen 30% am australischen Öl- und Gasexplorer Lakes Oil. Das Unternehmen ist in zwei Segmenten tätig: Die Exploration von Kohlenwasserstoffreserven, hauptsächlich in den Onshore-Regionen von Victoria, Australien, und Investitionen in Unternehmen, die im Bereich erneuerbare Energien tätig sind. Der Handel von Lakes Oil, die mehrere Genehmigungen und Anträge in PNG für nachgewiesene Kohlenwasserstoff produzierende Gebiete besitzen, ist aktuell ausgesetzt. Vor der Aussetzung lag der Börsenwert bei umgerechnet rund 9,6 Mio. EUR.

    Neben den Goldprojekten hat sich NewPeak Metals beim Wolframprojekt Bergslagen in Schweden sieben Explorationsgenehmigungen mit einer Gesamtfläche von 11.012 Hektar gesichert. Hier wurde bereits eine Scoping-Studie abgeschlossen, die dort historische Ergebnisse von anomalen Wolfram und erhöhte Werte von Kupfer, Zink und Molybdän bestätigte. Die Australier werden neben der Heimatbörse in Australien auch in Frankfurt gehandelt. Der Börsenwert liegt aktuell bei 8,5 Mio. EUR. Eine äußerst spannende Story mit erfahrenen Akteuren. Die Aktie sollte aufgrund der Marktenge zwingend limitiert werden.

    Entscheidende Marken

    Mitte Januar lag das Hoch des chinesischen Autobauers NIO noch bei 61,95 USD. Aktuell notiert der Wert bei 36,09 USD, knapp über seiner 200-Tagelinie, die aktuell bei 35,00 USD liegt. Sollte der Unterstützungsbereich um 35,00 USD fallen, liegen die nächsten Kursziele bei 29,50 USD. Zumindest von Indikatoren-Seite gibt es noch keine Entwarnung. Fundamental konnte das Unternehmen sowohl bei den letzten Absatzzahlen als auch mit einer langfristig vielversprechenden Kooperation glänzen. So wurde mit Sinopec, einem der größten chinesischen Erdgas- und Mineralölunternehmen, die erste NIO Power Swap Station 2.0 in Betrieb genommen. Gemeinsam mit Sinopec wird NIO in Zukunft am weiteren Ausbau des Netzwerks der Batteriewechselstationen arbeiten.

    Die Partnerschaft umfasst außerdem eine umfassende Zusammenarbeit in Bereichen wie neue Materialien, Smart-EV-Technologien und Battery as a Service. Bereits über 190 NIO Power Swap Stationen gibt es in China. Das smarte Batteriewechselsystem ist über softwaredefiniertes Cloud-Computing gesteuert. NIO Power Swap Station 2.0 ist die weltweit erste in Serie gefertigte Batteriewechselstation, in die ein Fahrzeug vollautomatisiert einfahren kann. Sinopec seinerseits versucht, wie die anderen globalen Mineralölunternehmen, seine Transformation vom traditionellen Verkauf von Erdölprodukten zu einem Energiedienstleister für Öl, Gas, Wasserstoff, Elektrizität und Nicht-Öl-Geschäften zu forcieren.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Aufsichtsrat – Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan der Aktiengesellschaft und wird von der Hauptversammlung bestellt.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 16.02.2024 | 06:00

    Almonty Industries, thyssenkrupp, Rheinmetall: drei Metallindustrie-Aktien im Fokus

    • Wolfram
    • Metalle
    • Stahl
    • Bergbau
    • Klimaneutralität

    Die Metallindustrie trägt weltweit durch kontinuierliche Innovationen zur Entwicklung verschiedener Sektoren bei, angetrieben durch Förderung, F&E und technologische Fortschritte. Harte Zeiten kommen auf thyssenkrupp zu. In der Hauptversammlung verdeutlichte Vorstandsvorsitz Miguel López, dass die Energiekosten für die Stahlproduktion bis zur Hälfte der Gesamtkosten ausmachen werden. Quo Vadis, Wirtschaftsstandort Deutschland? Daher ein Blick auf Südkorea, ebenfalls ein renommierter Stahlproduzent. Das Wolfram Bergbau Unternehmen Almonty Industries positioniert sich hier als Vorreiter, 7 % des globalen Marktes abzudecken. Sein Coup: Minen in demokratisch geführten Ländern und erstklassige Handelsabnehmer wie USA und Südkorea. In Anbetracht der geopolitischen Spannungen, in denen 90 % der Wolfram-Förderung aus China und Russland stammen, sollten Investoren Almonty genauer analysieren. Rheinmetall, bekannt als Rüstungskonzern, freut sich derweil über volle Auftragsbücher und sondiert zum ersten Mal eine ganz neue Technologiesparte für seine Portfolioerweiterung.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 02.02.2023 | 05:01

    Kupfer auf dem Vormarsch: Kodiak Copper, BASF und JinkoSolar profitieren

    • Kupfer
    • Chemie
    • Erneuerbare Energien
    • Metalle

    Die weltweite Kupfernachfrage wird sich bis 2035 schätzungsweise verdoppeln, was neue Minen, Minenerweiterungen und technologische Verbesserungen in bestehenden Minen zur Steigerung der Produktion erfordert. Ein Profiteur dieses Booms ist das Unternehmen Kodiak Copper. Die Untersuchungsergebnisse der kürzlich abgeschlossenen Bohrungen Ende 2022 weisen auf Kupfer in den Projekten in British Columbia hin. Auf dem 6. Internationalen Investmentforum am 15. Februar wird CEO Claudia Tornquist interessierten Investoren mehr dazu erzählen. Auch die BASF trifft Maßnahmen zur Überbrückung der drohenden Kupferengpässe aufgrund der hohen Nachfrage. Eine neue Kooperation soll die Förderung im Kupferbergbau beschleunigen. JinkoSolar hingegen als Anwender des heiß begehrten Metalls hat wieder einen neuen Deal abgeschlossen. Hedgefond-Manager sind begeistert...

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.01.2023 | 04:44

    E-Mobilität - Tesla in der Krise! BYD, Almonty Industries, Mercedes, Porsche – wer ist der Best-Performer in 2023?

    • E-Mobilität
    • GreenTech
    • Metalle
    • Knappheit

    Das Jahr 2022 endete mit einem Sell-Out bei Tesla. Nicht dass die Regale für Tesla-Fahrzeuge geplündert wurden – nein – die Elon Musk-Aktie avancierte mit 70% Verlust zum Negativ-Spitzenreiter in der Auto-Performanceliste. Da war zum einen die Twitter-Übernahme des Egozentrikers, die nur durch Verkäufe in Tesla-Aktien bestritten werden konnte und dann folgten viele Fonds dem abwärts gerichteten Trend. Sie verkauften ebenfalls kräftig bis kurz vor Weihnachten. Allein die Meldung des Aufbaus einer Tesla-Infrastruktur in der Türkei verhalf der Aktie zu einem schnellen Revival zu Jahresbeginn. Doch wer hat bei den Automobilaktien die besten Karten in 2023?

    Zum Kommentar