Menü schließen




10.12.2020 | 05:10

Plug Power, wallstreet:online, AMS – Folgen Sie dem Trend!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Seit dem Corona-Tief im März konnte man sehen, dass einige Branchen überproportionale Kurssteigerungen feiern konnten, während andere, vornehmlich die Zykliker, kaum Performance zeigten. Die weiteren Wachstumsaussichten für diese Boom-Märkte bleiben optimistisch, so dass der Trend weiterhin intakt ist. Die Trendfolge ist die nachweislich erfolgreichste Börsenstrategie, denn Börsengewinne werden immer dann erzielt, wenn sich die Märkte in Trends bewegen.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DE000A2GS609 , US72919P2020 , AT0000A18XM4

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Trading-Boom ohne Grenzen

    In Deutschland geht seit Jahren das Schreckgespenst einer Bankenkrise um. Das mag auf die Universalbanken durchaus zutreffen, nicht jedoch auf diejenigen, die ihre Brötchen mit Wertpapierhandel verdienen. Seit dem Lockdown im März verzeichnen Online-Broker enorme Anstiege sowohl bei den Transaktionen als auch dem Neukundengeschäft. Im Dezember 2019, also pünktlich vor dem Corona-Trading-Boom, ging der Smartbroker ans Netz. Dieser gehört zur wallstreet:online capital AG, an der wiederum die wallstreet:online AG mit rund 43% beteiligt ist und künftig die Mehrheit halten soll. Ziel ist es, die User, die wallstreet:online seit Jahren sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen von Seiten wie Ariva.de, Finanznachrichten.de und boersennews.de aufgebaut hat, in aktiv handelnde Kunden zu drehen.

    Optimistisch in die Zukunft

    Hier scheinen die Berliner genau auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Der Plan sieht vor, bis Ende des Jahres einen Stamm von 140.000 Kunden zu haben. Bis 2024 sollen die aktiven Kunden auf 420.000 steigen, was einen Umsatz von 39,0 Mio. EUR einem EBIT von 27,0 Mio. EUR nur für den Smartbroker bedeuten würde. Die gesamte wallstreet:online-Familie würde demnach auf 75,0 Mio. EUR Erlöse und 39,0 Mio. EUR EBIT klettern. Aktuell beträgt der Börsenwert 192,0 Mio. EUR, im Vergleich zur Konkurrenz bei Weitem noch nicht zu teuer.

    Explosion zum neuen Hoch

    Mit einem Höchstkurs von 29,69 USD handelte die Aktie von Plug Power am Mittwoch kurzzeitig, was gleichzeitig ein neues Allzeithoch bedeutete. Auch andere Unternehmen, die sich der Brennstoffzellentechnologie verschrieben haben, wie Ballard Power oder FuelCell Energy, schossen durch die Decke. Der Grund war ein Gesetzesentwurf des US-Senators von Washington, Brad Hawkins. Der Plan ist, ein achtjähriges bundesstaatsweites Pilotprojekt zu starten, das eine Steuervergünstigung für Käufer von mit Wasserstoff-Brennstoffzelle betriebene Elektroautos vorsieht.

    Washington als Vorbild

    So sollen im Bundesstaat Washington bereits 2022 die ersten Wasserstofftankstellen betriebsbereit sein. Durch dieses Gesetz könnten somit insgesamt 650 Fahrzeuge in den Jahren 2023 bis 2029 eine 50-prozentige Steuergutschrift erhalten. Laut Senator Hawkins sind die Menschen im mittleren Norden Washingtons seit Jahren führend auf dem Gebiet der sauberen Energie. Neue Bemühungen des Bundesstaates zur Förderung erneuerbarer Wasserstoff- und emissionsfreier Fahrzeuge werden helfen, die innovativen Projekte fortzuführen. Der Gesetzesentwurf fand breite Zustimmung. So werden Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge in der Zukunft eines kohlenstoffarmen Transportsektors enorm wichtig sein.

    Abhängigkeit als Problem

    Vergangenes Jahr wurde AMS, ein österreichischer Sensor-Spezialist, durch die 4 Mrd. EUR-Übernahme des Münchner Traditionsunternehmens Osram bekannt. Hohe Wachstumsraten erzielte die in Premstätten in der Steiermark sitzende AMS besonders mit einem Kunden - dem Smartphone-Giganten Apple. Diese hohe Abhängigkeit könnte nun nach hinten losgehen. Denn das Unternehmen aus Cupertino schwenkt um. In die neuen iPhone-Modelle werden ab diesem Jahr sogenannte Direct-time-of-flight-3D-Sensoren für die Rückkameras verbaut. Dies haben einen geringeren Stromverbrauch und besitzen die Fähigkeit, sich an kompliziertere Umgebungsszenarien anzupassen. Bisheriger Standard waren die Indirect-time-of-flight-3D-Sensoren, die neben Nachteilen in den Anwendungsmöglichkeiten auch deutlich mehr Energie benötigen.

    In der Klemme

    Die Österreicher bieten derzeit nur Indirect-time-of-flight-3D-Produkte an, die bei Samsung verbaut werden. Sollten bei den Android-Smartphones ebenfalls der Wechsel zu den neueren Sensoren erfolgen, hätte AMS ein enormes Absatzproblem. Die Aktie crashte in den vergangenen zwei Handelstagen von 25 CHF auf unter 19 CHF. Die Analystenhäuser sind geteilter Meinung. So äußerte sich das Bankhaus Lampe skeptisch hinsichtlich der weiteren Kooperation mit Apple. Dagegen belassen die Experten von Hauck & Aufhäuser die Aktie von AMS weiterhin auf „buy“ mit einem Kursziel von 32 CHF.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 19.08.2025 | 05:00

    Äthiopien – der unterschätzte Wachstums-Hotspot: WeBuild, Heineken, AJN Resources

    • Äthiopien
    • Investments
    • Reformen

    Vorurteile haben für die menschliche Psyche eine Funktion: Sie vereinfachen und helfen, mit Informationen effizienter umzugehen. Doch hin und wieder sollten wir Vorurteile kritisch überprüfen. So etwa bei Investments in Afrika. Kenner des Kontinents verweisen schon immer darauf, dass jede Volkswirtschaft für sich zu sehen ist. Manche Länder machen seit Jahren Fortschritte und nur die gewieftesten Investoren machen sich diese zu Nutze. Wir werfen einen Blick auf Äthiopien und zeigen: Statt Leid und Elend bietet das Land zunehmend Stabilität und Wohlstand. Nicht umsonst engagieren sich Konzerne wie WeBuild, Heineken oder junge Innovationstreiber wie AJN Resources in dem ostafrikanischen Land.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Mario Hose vom 28.05.2025 | 12:06

    Almonty Industries profitiert: Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt ukrainischen Präsident Wolodimir Selenski

    • Investments

    Während der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski heute Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin trifft, richten sich die Augen der Märkte auf einen kritischen, aber weithin unterschätzten Rohstoff: Wolfram. In einem zunehmend konfrontativen globalen Umfeld steigt die Bedeutung von strategischen Metallen – nicht nur für die Rüstungsindustrie, sondern auch für die Energie- und Techbranche. Und mittendrin: Almonty Industries Inc., ein aufstrebender Produzent mit Projekten in Portugal und Südkorea, der sich vorbereitet, die westliche Welt von chinesischen Wolframlieferungen unabhängig zu machen. Mehr dazu im Bericht.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Mario Hose vom 19.05.2025 | 06:59

    Almonty Industries – warum eine Kurs-Vervielfachung bevorsteht und bricht die Lieferkette?

    • Investments

    In der Unternehmensentwicklung gibt es unterschiedliche Auslöser für Wachstumsschübe und steigende Gewinne. Bei Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker-Symbol: ALI) ist der Grund konkret: Das Unternehmen wird im Sommer in Südkorea eine der größten Wolframminen der Welt in Betrieb nehmen. Während andere Bergbauprojekte häufig noch mit langwierigen Genehmigungsverfahren oder Umweltauflagen zu kämpfen haben – und oft kaum realistische Erfolgsaussichten bieten –, steht Almonty kurz davor, seine Produktion so stark auszubauen zu können, dass künftig der gesamte Bedarf der USA gedeckt werden könnte. Wer in Wolfram investieren möchte, sollte daher zum „Original“ greifen – den Aktien von Almonty. Die Lage am Wolfram-Markt ist inzwischen so angespannt, dass der Preis in Shanghai auf ein 12-Jahreshoch von über 56 USD pro kg gestiegen ist. Entsprechend dürfte die Rentabilität von Almontys Minen in Portugal und Südkorea weiter steigen. Für Rüstungsunternehmen wie Hensoldt, Renk, Rheinmetall und deren Zulieferer brechen ungewisse Zeiten an. Wann reißt die Lieferkette? – Mehr dazu im Bericht.

    Zum Kommentar