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24.02.2026 | 05:00

Rohstoff-Sicherung in Europa: Wie Avrupa Minerals, Altius Minerals und Elemental Royalty Corporation die Lieferketten ordnen

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Bildquelle: KI

Die EU sucht nach heimischen Quellen für Kupfer, Zink und strategische Metalle, um ihre industrielle Basis abzusichern. Aktuelle Analysen des Europäischen Rechnungshofs belegen eine Abhängigkeit von Importen bei 10 von 26 kritischen Mineralien, die für die Energiewende und moderne Verteidigungssysteme benötigt werden. Trotz des Critical Raw Materials Act, der die heimische Gewinnung auf 10 % des Bedarfs steigern soll, identifizieren Prüfer Engpässe bei der Finanzierung und der praktischen Umsetzung der Vorgaben. Gleichzeitig prognostizieren Beratungen wie McKinsey einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Materialien für die Energiewende mit jährlichen Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich bis 2035. In diesem Umfeld positionieren sich spezialisierte Akteure, die den Zugang zu Lagerstätten ermöglichen und Kapitalrisiken für Anleger steuern. Wir stellen drei Unternehmen vor und legen einen Fokus auf Avrupa Minerals.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: AVRUPA MINERALS | CA05453A1084 , ALTIUS MINERALS CORP | CA0209361009 , ELEMENTAL ROYALTY CORPORATION | CA28620K1066

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Inhaltsverzeichnis:


    Spannende Geschäftsmodelle für Projekt-Entwickler

    Unternehmen wie Avrupa Minerals, Altius Minerals und EMX Royalty, das inzwischen Elemental Royalty Corporation heißt, operieren innerhalb des sogenannten Prospect-Generator- und Royalty-Modells. Der Kern dieses Ansatzes besteht darin, Landpakete durch erste Explorationsarbeiten aufzubereiten und die kapitalintensiven Phasen der Bohrungen an finanzstarke Partnerunternehmen auszulagern. Im Gegenzug behalten die Entwickler Minderheitsbeteiligungen oder wandeln diese direkt in Lizenzgebühren um. Dieser Mechanismus reduziert Verwässerungen des Eigenkapitals, die bei der klassischen Junior-Exploration an der Tagesordnung sind und sichert so die Beteiligung an künftigen Entdeckungen. Während EMX Royalty und Altius Minerals zeigen, wie ein diversifiziertes Portfolio aus diesen Verträgen das Risiko für Anleger minimiert, konzentriert sich Avrupa Minerals als geologischer Türöffner auf Europa und trifft damit einen Nerv.

    Avrupa Minerals als strategischer Türöffner in Europa

    Avrupa Minerals fokussiert sich in Europa auf historisch bedeutsame Bergbaudistrikte, um das Risiko technischer Misserfolge durch die Nutzung bekannter geologischer Daten und bereits bestehende Infrastruktur zu senken. Das zentrale Projekt des Unternehmens ist das Alvalade-Kupfer-Zink-Projekt im portugiesischen Teil des Iberischen Pyritgürtels, einer Region, die für vulkanogene Massivsulfidlagerstätten bekannt ist und auf dem Neves-Corvo-Trend liegt. Bis vor rund einem Jahr wurde dieses Areal durch den Joint-Venture-Partner Sandfire Resources vorangetrieben, der die Bohrarbeiten finanzierte. Nachdem Sandfire seine 51 %-Beteiligung im März 2025 zurückgab, verfügt Avrupa nun wieder über die vollständige Kontrolle eines durch Bohrprogramme definierten Projekts mit der nachgewiesenen Sesmarias-Entdeckung.

    Zuletzt reichte das Unternehmen einen Antrag auf eine Bergbaulizenz für Sesmarias ein, um das Areal für neue Investoren zu positionieren oder eigenständig zu entwickeln. Die Entdeckung erstreckt sich über eine Streichlänge von 600 bis 1.000 Metern und bleibt in mehrere Richtungen offen. Parallel treibt Avrupa Minerals die Expansion in Skandinavien voran und hat sich über das Partnerunternehmen Akkerman Finland acht Genehmigungen im finnischen Vihanti-Pyhäsalmi-Distrikt gesichert. Das Management verfolgt in Finnland das Ziel, rund 10 Mio. t Erz nahe der Pyhäsalmi-Mine zu entdecken – im Idealfall unter Nutzung bestehender Infrastruktur, um Investitionsrisiken zu senken.

    Altius Minerals beweist die Reife des Lizenzmodells

    Einen Schritt weiter in der Wertschöpfungskette demonstriert Altius Minerals, wie das Endstadium eines Prospect Generators in der Praxis aussieht. Das Unternehmen verwaltet ein Portfolio und hält Anteile an 10 produzierenden Minen, die von Kalisalz über Eisenerz bis hin zu Basismetallen und erneuerbaren Energien reichen. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete Altius einen zurechenbaren Royalty-Umsatz von 20,6 Mio. CAD, was zu einem Jahresumsatz von insgesamt 69,7 Mio. CAD führte. Während die Einnahmen aus dem Eisenerz-Segment aufgrund geringerer Dividenden unter Druck standen, kompensierte das Unternehmen diese Rückgänge durch Zuwächse bei Basismetallen und erneuerbaren Energien. Die breite Aufstellung über verschiedene Rohstoffklassen hinweg verleiht dem Geschäftsmodell Stabilität gegenüber Preisschwankungen in einzelnen Marktsegmenten.

    Die Rohstoff-Hausse in einer Aktie: Avrupa Minerals.

    Aus EMX Royalty wird Elemental Royalty Corporation

    Der bekannte Branchenvertreter EMX Royalty nutzte in der Vergangenheit ebenfalls eine Kombination aus aktiver Projektgenerierung und gezielten Zukäufen und verwaltete ein Portfolio von über 140 Royalties weltweit. Das Unternehmen generierte in acht aufeinanderfolgenden Quartalen einen positiven freien Cashflow und untermauert damit die Profitabilität des Ansatzes. Ein relevanter Meilenstein war die im November 2025 abgeschlossene Fusion mit Elemental Altus Royalties, durch die unter dem Namen Elemental Royalty Corporation ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 1 Mrd. CAD entstand. Die neue Gesellschaft erwartet für 2025 rund 70 Mio. CAD bereinigten Royalty-Umsatz und will künftig auch bei größeren Transaktionen im Royalty-Segment mitbieten. CEO David Cole sieht in Royalties das effektivste Finanzinstrument im Bergbau, da sie die Option auf künftige Entdeckungen bieten, ohne dass der Inhaber zusätzliche Kapitalkosten tragen muss.

    Fazit: Avrupa in spannender Position

    Während Elemental Royalty und Altius bereits große Player im Royalty-Geschäft sind, bietet die kleinere Gesellschaft Avrupa Minerals Investoren eine strategische Positionierung im europäischen Rohstoffsektor. Das Prospect-Generator-Modell reduziert das eigene Kapitalrisiko durch partnerfinanzierte Bohrprogramme, während das Unternehmen gleichzeitig die operative Kontrolle über fortgeschrittene Assets wie das Sesmarias-Projekt in Portugal zurückgewonnen hat. Wer auf den zwingenden Aufbau souveräner Lieferketten innerhalb der Europäischen Union setzt, findet in Avrupa Minerals einen vielversprechenden Akteur mit einer direkten Hebelwirkung auf künftige Entdeckungen. Die Kombination aus historisch belegter Geologie, der Nähe zu vorhandener Infrastruktur und dem klaren Fokus auf essenzielle Basismetalle in Europa macht den Explorer zu einem pragmatischen Baustein für die künftige Rohstoffsicherheit des Kontinents.

    Avrupa Minerals Interview


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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