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18.12.2024 | 06:00

RWE, F3 Uranium, Super Micro Computer – profitieren vom weltweit steigenden Energiehunger

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Bildquelle: pixabay.com

Der globale Energiebedarf steigt rasant, befeuert durch den technologischen Fortschritt und den enormen Stromhunger von Elektromobilität oder KI-gestützten Rechenzentren, deren Verbrauch sich bis 2028 mehr als verdoppeln könnte. Gleichzeitig steht die Energiewende vor ungelösten Herausforderungen: Wetterabhängige Wind- und Solarenergie liefert unzuverlässig Strom, bürokratische Hürden bremsen den Ausbau, und ohne ausreichende Speicher fehlen Alternativen für die Grundlast. Angesichts dieser Entwicklungen gilt Atomkraft zunehmend als einzige verlässliche Option, um sowohl den wachsenden Energiehunger zu stillen, als auch eine stabile und klimafreundliche Energieversorgung langfristig sicherzustellen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , F3 URANIUM CORP | CA30336Y1079 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043

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Inhaltsverzeichnis:


    RWE - Fokus auf erneuerbare Energien

    Der Energiekonzern RWE hat sich in den vergangenen Jahren als Schlüsselfigur im Bereich der erneuerbaren Energien etabliert. Mit dem Ziel, bis 2030 über 65 Gigawatt grüner Energie zu erzeugen, verfolgt das Unternehmen eine klare Wachstumsstrategie. Zuletzt konnte RWE in Deutschland Ausschreibungen für mehrere Windkraftprojekte an Land gewinnen, die zusammen eine Leistung von rund 40 Megawatt erbringen sollen. Diese Vorhaben sind Teil eines weitreichenden Investitionsprogramms in Höhe von 55 Mrd. EUR, das neben Wind- und Solarkraft auch auf die Entwicklung moderner Speichersysteme setzt.

    RWE strebt an, bis 2040 komplett klimaneutral zu werden und hat sich hierfür ehrgeizige Zwischenziele gesetzt. Neben dem Ausbau von Wind- und Solarenergie arbeitet der Konzern an der Dekarbonisierung seiner bestehenden Kraftwerke. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Förderung von Wasserstofftechnologien, wobei speziell grüner Wasserstoff als Schlüsselelement der Energiewende gilt. Mit verschiedenen Projekten zur Produktion und Nutzung von Wasserstoff will das Unternehmen seine Position in diesem Zukunftsmarkt stärken.

    RWE erzielte in den ersten neun Monaten 2024 ein bereinigtes EBITDA von 4,0 Mrd. EUR und einen bereinigten Nettogewinn von 1,6 Mrd. EUR. Aufgrund möglicher Projektverzögerungen im US-Offshore-Wind- und europäischen Wasserstoffgeschäftes plant das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1,5 Mrd. EUR. Gleichzeitig investierte RWE 6,9 Mrd. EUR in den Ausbau ihrer Kapazitäten und senkte die CO2-Emissionen um 21 % im Vergleich zu 2023. Die Dividende soll 1,10 € je Aktie betragen. Da Aktien aus dem Erneuerbare Energien Sektor nicht mehr gefragt sind, gab die Aktie nach. Vorstand Dr. Markus Krebber nutzte den Kursverfall und kaufte am 9. Dezember für 307.000 EUR Aktien. Aktuell beträgt der Aktienkurs 28,40 EUR.

    F3 Uranium – nukleare Renaissance treibt Uranmarkt

    Der weltweit steigende Energiebedarf bei gleichzeitigen Klimazielen lenkt zunehmend den Fokus auf Kernenergie. Atomkraftwerke gelten dank ihrer CO2-Neutralität und ihrer Fähigkeit, zuverlässig Grundlast bereitzustellen, als unverzichtbarer Baustein der Energiewende. Doch die Versorgung dieser Reaktoren mit Uran steht vor Herausforderungen: Eine wachsende Nachfrage trifft auf begrenzte Ressourcen und geopolitische Unsicherheiten. Hier kommt das Athabasca-Becken in Kanada ins Spiel, das als eine der vielversprechendsten Regionen für Uranabbau gilt. Besonders das Explorationsunternehmen F3 Uranium sorgt mit außergewöhnlichen Bohrergebnissen für Aufsehen.

    Das Unternehmen berichtete am 3. Dezember von herausragenden Ergebnissen auf seinem Patterson Lake North (PLN)-Projekt, insbesondere in der JR-Zone. Dort enthüllte die jüngste Bohrung (PLN24-176) eine hochgradige Uranmineralisierung über 7,5 m mit 30,9 % Uranoxid (U3O8), darunter ein Kernabschnitt mit 50,1 % U3O8 auf 4,5 m. Diese Entdeckung in nur 190 m Tiefe unterstreicht das enorme Potenzial des Projekts. Die PLN-Liegenschaft, die sich zu 100 % im Unternehmensbesitz befindet, umfasst 4.078 Hektar und liegt unweit der weltbekannten Triple-R- und Arrow-Vorkommen. Die flache Tiefe der Lagerstätte könnte zukünftig eine kostengünstige Erschließung ermöglichen.

    Die außergewöhnlichen Ergebnisse von F3 Uranium lassen die Aktienanalysten aufhorchen. Die Research-Häuser Red Cloud und SCP taxieren Kursziele von bis zu 0,75 CAD, was erheblichen Spielraum vom aktuellen Kursniveau von 0,245 CAD aufzeigt. Als Schlüsselfaktor für diese Einschätzung gilt das starke Management des Unternehmens, das bereits in der Vergangenheit bedeutende Entdeckungen vorangebracht hat. Kombiniert mit einer sich verschärfenden globalen Uran-Knappheit stellt F3 Uranium eine spannende Option für Investoren dar, die auf eine Renaissance der Kernenergie setzen möchten.

    Super Micro Computer - Wasserkühlung als Schlüssel

    In einer Welt, in der der Energiebedarf von Rechenzentren exponentiell wächst, spielt die Entwicklung effizienter Kühltechnologien eine zentrale Rolle. Super Micro Computer (SMCI) hat mit einer Wasserkühlungslösung auf diese Herausforderung reagiert, die den Energieverbrauch erheblich senken soll. Solche Innovationen werden immer wichtiger, da Rechenzentren oft zu den größten Energieverbrauchern zählen. Diese Technologie könnte SMCI dabei helfen, sich in der stark wachsenden Cloud- und KI-Industrie als wichtiger Akteur zu behaupten. Doch trotz beeindruckender Fortschritte im operativen Bereich bleibt die Aktie von SMCI ein ambivalentes Investment.

    Trotz des jüngsten Kursanstiegs von 160 % seit November 2024 sollte der Anleger vorsichtig bleiben. Super Micro steht unter langjähriger Beobachtung, da in der Vergangenheit Zweifel an der Qualität der Finanzberichterstattung aufkamen. Zwar konnte ein unabhängiges Sonderkomitee kürzlich Vorwürfe entkräften, doch die interne Unternehmensführung bleibt ein Schwachpunkt. Ein umfassendes Audit der neuen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO könnte über die künftige Glaubwürdigkeit des Unternehmens entscheiden. Bis die offenen Compliance-Fragen geklärt sind könnten Investoren skeptisch bleiben – ein Umstand, der die langfristige Stabilität der Aktie gefährdet.

    Befürworter der Aktie verweisen auf Wachstumspotenziale durch generative KI-Anwendungen und die Einführung innovativer Produkte wie des „Blackwell Rack Systems“. Zudem zeigt sich eine Umsatzwachstumsrate von beeindruckenden 108 %. Doch die Frage nach der Qualität der Erträge bleibt ungeklärt, insbesondere angesichts unzureichender interner Kontrollen und historischer Probleme mit der Rechnungslegung. Für risikofreudige Investoren könnte SMCI eine Chance sein, doch bis die Bilanzierungsprobleme behoben sind bleibt die Aktie, die aktuell bei 33,44 USD notiert, ein spekulatives Investment. Vorsichtige Anleger sollten zunächst die Ergebnisse des Audits und die weiteren Entwicklungen abwarten.


    Der globale Energiebedarf wächst rasant, weshalb Unternehmen wie RWE, F3 Uranium und Super Micro Computer im Fokus stehen. RWE investiert konsequent in Erneuerbare Energien, doch mit Projektverzögerungen und schwacher Nachfrage bleibt die Aktie unter Druck. Gleichzeitig erlebt Uran durch die Renaissance der Kernenergie Aufwind, wovon F3 Uranium mit außergewöhnlichen Bohrergebnissen profitiert und aussichtsreiche Investitionsmöglichkeiten bietet. Super Micro Computer setzt auf innovative Kühlungslösungen, um den explodierenden Stromverbrauch von Rechenzentren zu adressieren, kämpft jedoch mit Vertrauensfragen in der Bilanzführung. Die Energiebranche bleibt dynamisch.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    • Atom
    • modulare Reaktoren
    • KI
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    Während die Welt die Rückkehr zur Kernkraft erlebt, wird das kanadische Athabasca-Becken in der Provinz Saskatchewan mehr denn je zum strategischen Herzstück der globalen Uranversorgung. Berichte der Internationalen Energieagentur (IEA) rufen offiziell das „Zeitalter der Elektrifizierung“ aus, in dem Kernenergie von einer Übergangslösung zur unverzichtbaren Säule wird – Klimaneutralität sei Dank. Getrieben wird diese Entwicklung durch den wachsenden Energiehunger von Künstlicher Intelligenz und moderner IT-Infrastruktur. Studien von McKinsey sowie der IEA belegen übereinstimmend, dass sich der Strombedarf von globalen Rechenzentren bis zum Jahr 2030 voraussichtlich verdreifachen wird. Die Analysten der World Nuclear Association (WNA) haben angesichts dieser fundamentalen Marktdynamik das ehrgeizige Ziel formuliert, die nuklearen Kapazitäten auf der Welt in den nächsten 25 Jahren deutlich auszubauen. In diesem Umfeld positioniert sich Standard Uranium als einer der aktivsten und präzisesten Explorer, der durch technologisch fortschrittliche Methoden unentdeckte Korridore im Schatten der Branchenriesen identifiziert. Das Unternehmen agiert in direkter Nachbarschaft zu den ganz großen Namen und bietet Anlegern den maximalen Hebel auf den Uranpreis in der sichersten und reichsten Uran-Region der Welt.

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    Die Energiebranche befindet sich im Umbruch, der maßgeblich vom exponentiell wachsenden Energiehunger der Tech-Giganten und der Künstlichen Intelligenz getrieben wird. Aktuelle Marktanalysen von Goldman Sachs Research erwarten, dass der Strombedarf von Rechenzentren bis zum Jahr 2030 um gigantische 165 % ansteigen wird. Dieser Nachfrageschub nach kohlenstofffreiem Grundlaststrom hat eine regelrechte nukleare Renaissance ausgelöst. Während Branchenriesen wie Cameco in diesem Umfeld eindrucksvoll beweisen, dass die Kontrolle über den gesamten Brennstoffkreislauf der Schlüssel zu enormen Unternehmensbewertungen im Uran-Sektor ist, zeigt das Beispiel von Perpetua Resources einen weiteren, bedeutsamen Trend. Die Sicherung kritischer Rohstoffe auf amerikanischem Boden ist heute keine rein wirtschaftliche Entscheidung mehr, sondern eine grundlegende Frage der nationalen Sicherheit geworden. Genau in diesem Kraftfeld aus Marktmacht und geopolitischer Resilienz positioniert sich American Atomics als aufstrebender Innovator.

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    Versorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien und Klimaschutz sind nicht nur auf der politischen Bühne wichtige Themen, sondern auch am Kapitalmarkt. Nationale und internationale Vorgaben stellen entscheidende Leitplanken dar, die zu strukturellen Veränderungen führen. Wenn es um Wasserstoff und Brennstoffzellen geht, treten Nel und SFC Energy in Augenschein. Ein bislang völlig vernachlässigtes Unternehmen ist dagegen A.H.T. Syngas Technology. Als Anbieter von Syngas-Lösungen verbindet die Gesellschaft Klimaschutz und Versorgungssicherheit. A.H.T. befindet sich momentan in einem richtungsweisenden Transformationsprozess. Analysten bescheinigen der Aktie Verdopplungspotenzial. Was können Anleger erwarten?

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