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23.12.2021 | 05:08

S+T, Prospect Ridge Resources, Steinhoff – Viel Bewegung!

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Bildquelle: pixabay.com

Was bewegt die Kurse an den Börsen und was veranlasst die Akteure zum Handeln? Ein großer bunter Strauß an Faktoren und Zusammenhängen führt dazu, dass es doch oft anders kommt, als man denkt. Unternehmensbewertung, Geschäftsentwicklung, Charttechnik und die übergelagerte Branchen- und Konjunkturperspektiven samt Zinsniveau treffen teilweise auf Gier und Panik. Ein spannender Blick auf drei Titel, bei denen sich viel bewegt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Prospect Ridge Resources Corp. | CA74358Q1054 , S+T AG (Z.REG.MK.Z.)O.N. | AT0000A0E9W5 , STEINHOFF INT.HLDG.EO-_50 | NL0011375019

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Inhaltsverzeichnis:


    S+T – Shorty am Werk

    Der Kurs des österreichische IT-Dienstleisters kam zuletzt deutlich unter Druck. Viceroy Research veröffentlichte einen sehr kritischen Bericht über umfangreiche Compliance-Verstöße, die Qualität von Zukäufen, dem Wachstum und der Bilanz des Konzerns. Die Gesellschaft, die dem Börsenspekulanten und Leerverkäufer Fraser Perring zuzuordnen ist, trat in der Vergangenheit auch bei den Fällen Wirecard, Grenke und Adler Group auf.

    Nach Aussage von S+T fand kein Kontakt zwischen Viceroy Research und den Österreichern im Vorfeld der Publikation statt. Im Kern gehe es laut S+T um teilweise lange zurück liegende angebliche Compliance-Verstöße. „In den nächsten Tagen werden wir den Bericht und die enthaltenen Vorwürfe intern und extern im Detail prüfen und anschließend mit einer ausführlichen, öffentlichen Stellungnahme, als auch einem konkreten Maßnahmenpaket zurückkommen", ließ der Konzern verlautbaren.

    Vorstandschef Hannes Niederhauser zeigte sich kämpferisch: „wir bestätigen, dass die operative Performance der S+T AG im Bereich der aktuellen Guidance für das Geschäftsjahr 2021 liegt." Zahlreiche Analysten bekräftigen die jeweiligen Einstufungen und Kursziele.

    Prospect Ridge Resources – Gute Perspektiven

    Der kanadische Goldexplorer kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das Unternehmen machte zwei bedeutende Akquisitionen mit den Liegenschaften Holy Grail und Knauss Creek, die sich beide im Norden von British Columbia befinden, im sogenannten „Goldenen Dreieck“. Es wurden insgesamt sechs Zonen mit sichtbarem Gold identifiziert. Jüngste Ergebnisse auf der Zone Hugin (Knauss Creek Liegenschaft) zeigten bis zu 3,49 g/t Gold. Explorationsarbeiten auf der Liegenschaft Holy Grail lieferten phänomenale Ergebnisse mit Gehalten von bis zu 117 g/t Gold und 578 g/t Silber. Zudem besitzt das Projekt eine sehr gute Infrastruktur mit der Anbindung an zwei Highways, Eisenbahnlinien, Hochspannungsleitungen und Forststraßen. Auch die Hinweise auf Kupfer, Molybdän und Lithium könnten die Investment Story nochmals aufpeppen.

    Für das nächste Jahr hat die Gesellschaft bereits vier Ziele definiert. Im Frühjahr 2022 soll mit den Bohrungen gestartet werden. Die Kanadier sind ausreichend finanziert und verfügen aktuell über 5,3 Mio. CAD Cash. Bislang konnte Prospect Ridge über 8,5 Mio. CAD von Investoren einwerben. Zuletzt fand ein Placement mit Bruttoerlösen von 1,263 Mio. CAD statt. Die Anteilsscheine wurden zu einem Preis von 1,00 CAD an den Mann gebracht, zusätzlich erhielten Investoren einen halben Optionsschein zum Erwerb einer Aktie. Jeder ganze Warrant berechtigt den Inhaber bei Ausübung zum Kauf einer zusätzlichen Aktie des Unternehmens zu einem Preis von 1,50 CAD für einen Zeitraum von 18 Monaten ab dem Ausgabetag, vorbehaltlich einer Zwangsausübungsklausel für den Fall, dass der Handelskurs der Aktien an zehn aufeinanderfolgenden Tagen 2,25 CAD erreicht oder überschreitet. Momentan pendelt die an der CSE gelistete Aktie um die Marke von 1 CAD. Damit ist die Gesellschaft mit rund 30 Mio. CAD bewertet. Angesichts der Potenziale der Gesellschaft ist das als moderat einzustufen.

    Steinhoff – Wechselbad der Gefühle

    2021 mussten Aktionäre von Steinhoff einige Höhen und Tiefen durchstehen. Seit dem Absturz im Jahr 2017 infolge eines Bilanzskandals geht es schlichtweg um das Überleben des Konzerns. Steinhoff bedient als integriertes Einzelhandelsunternehmen preisbewusste Verbraucher in Europa, UK, USA, Afrika und Australasien mit Haushaltswaren und allgemeinen Handelswaren. In Deutschland war der Konzern durch den Möbel-Discounter Poco bekannt.

    Im Spätsommer schien eine Lösung mit Gläubigern erreicht zu sein. Dies wurde jedoch von Tekkie Town torpediert, welche vor der Insolvenz in Steinhoff-Aktien bezahlt wurden und die im späteren Verlauf einen Antrag auf Liquidation stellten. Kürzlich dann die Trendwende. Steinhoff einigte sich mit dem Tekkie Town Gründer. Dieser erhält nun rund 30 Mio. EUR und 29,5 Mio. Anteilsscheine der Tochtergesellschaft Pepkor. Bedingung ist jedoch, dass ein Gesamtvergleich erzielt werden kann. Es bleibt spannend.


    Alle drei Gesellschaften befinden sich in einer spannenden Phase. Die Volatilität bietet Trading-Chancen. Steinhoff hat zwar seine Chance zu überleben deutlich verbessert, bleibt aber eine heiße Spekulation. Das Sentiment bei S+T ist negativ, mit Spannung blicken wir auf die nächsten Unternehmensaussagen. Völlig unter dem Investoren-Radar befindet sich Prospect Ridge. Projektfortschritte sollten im nächsten Jahr für positive Kursimpulse sorgen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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