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29.10.2020 | 04:50

SAP, Triumph Gold, Jinko Solar – Mutti bläst zum Einstieg!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Es scheint vollbracht. Gestern Nachmittag wurde von unserer Bundeskanzlerin der zweite Lockdown dieses Jahres aufgrund der stark zunehmenden Fallzahlen in der Corona-Pandemie beschlossen. Zwar soll Dieser etwas „lighter und socialiger“ ablaufen als der Erste, für Unsicherheit in der Bevölkerung als auch an den Kapitalmärkten sorgt es jedoch allemal. Ob die Börsen nach den Erfahrungen des Frühjahres ein neues Tief erreichen oder nur kurzfristig kräftig durchgeschüttelt werden, bleibt abzuwarten. Sollte der Worst Case eintreten, stehen die Notenbanken mit Ihren Gelddruckmaschinen sicherlich wieder bereit. Also eine zweite Chance zum Einstieg? Behalten Sie in jedem Falle Goldaktien im Auge. Wir schaffen das…!

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA8968121043 , DE0007164600 , US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    Chance aus der zweiten Reihe

    Nachdem der Goldpreis bereits Anfang August sein Hoch bei über 2.074,00 USD erklommen hat, korrigiert er seitdem auf hohem Niveau um 1.900,00 USD. Die Unsicherheiten aufgrund der Pandemie, die US-Wahlen, welche hoffentlich am 3. November final über die Bühne gehen, sowie die hohen Staatsverschuldungen dürften dem Edelmetall weiteren Rückenwind verschaffen. Gut zurückgekommen ist auch Triumph Gold, ein wachstumsorientiertes, kanadisches Goldexplorations- und -erschließungsunternehmen mit einem großflächigen Landpaket im bergbaufreundlichen Yukon. Lag der Wert im Sommer 2019 noch bei 0,72 CAD, stehen im Moment noch lediglich 0,22 CAD zu Buche. Die Marktkapitalisierung liegt umgerechnet bei knapp 20 Mio. EUR.

    Programm wird ausgedehnt

    Kürzlich gaben die Kanadier bekannt, dass es das vollständig finanzierte Explorationsprogramm PR20-07 abgeschlossen hat. Dabei wurden neben kleineren Schürfgrabungen und der Entnahme von Erkundungsproben auch 2.068 Meter Diamantbohrungen durchgeführt. Die teilweise oberflächennahen Untersuchungen befinden sich nun in der Auswertungs- und Analysephase. Nach Aussage des für die Exploration zuständigen Vizepräsidenten Jesse Halle zeigen etliche der entnommenen Erkundungsproben auf weit ausgedehntere Goldmineralisierungen, als bisher angenommen, hin. Daher soll das Explorationsprogramm 2021 noch erweitert werden.

    Widersprüchliche Quartalszahlen!

    Eigentlich hätte man bei SAP erwartet, dass sich die Zahlen zum dritten Quartal ähnlich anhören wie die des Konkurrenten Microsoft. Bei den US-Amerikanern verhalf nämlich genau das Cloud-Geschäft gerade wegen der Corona-Pandemie zum Gewinnsprung. Im abgelaufenen bis Ende September dauernden Geschäftsquartals nahm der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30% auf 13,9 Mrd. USD zu. Der Umsatz wuchs um 12% auf 37,2 Mrd. USD. „Die Nachfrage nach unseren Cloud-Angeboten führte zu einem starken Start in das Geschäftsjahr“, sagte Amy Hood, Finanzchefin von Microsoft.

    Enttäuschung auf ganzer Linie

    Für das schwache Ergebnis der Walldorfer war dagegen der Joker von Microsoft, nämlich das Cloud- Geschäft zuständig, welches die Krise bei SAP mit voller Wucht spürte. Im Plan für die Wolkensparte standen 8,3 bis 8,7 Mrd. EUR Umsatz, jetzt geht man noch von 8 bis 8,2 Mrd. EUR aus.

    Analysten senken Ziele

    Unverständlich war die Entwicklung des einstigen Vorzeigeunternehmens auch für die Analysten. Goldman Sachs beispielsweise strich die Walldorfer von der „Conviction Buy List“ und schraubte das Kursziel von 160 EUR auf aktuell 120 EUR herunter. JP Morgan hielt den Wert auf „neutral“ und ließ das Kursziel bei 120 EUR. Der Versuch des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und jetzigen Aufsichtsrates, Hasso Plattner, den Kurs bei zirka 100 EUR durch den Kauf von SAP-Aktien im Gegenwert von 250 Mio. EUR zu stützen, scheiterte fürs Erste. Aktuell notiert das Papier bei knapp 94 EUR weiter im freien Fall.

    Weiter aussichtsreich

    Eines der weltweit führenden Unternehmen in der Photovoltaikindustrie, JinkoSolar, musste trotz eine Kaufempfehlung der Schweizer Großbank UBS Federn lassen. Das Kursziel wurde dabei auf 55 USD erhöht. Damit steht der aktuelle Börsenkurs bei 57 USD allerdings immer noch über dem genannten Kursziel. Spannend dürften die für heute angekündigten Quartalszahlen werden. In jedem Falle kommt man zukünftig an der Investition in Solarwerte nicht vorbei.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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