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26.01.2021 | 04:50

Saturn Oil & Gas, Exxon Mobil, Nokia: Ohne Öl geht es noch lange nicht!

  • Investments
Bildquelle: Saturn Oil & Gas Inc.

Auch wenn sich viele eine Welt wünschen würden ohne Pandemien, ohne Diesel auf den Straßen und letztlich ohne Öl. Ein herrlich grünes Bild existiert aber doch nur in den Köpfen von ökologischen Idealisten, die den Alltag und seiner vielen Gebrauchsprodukte einfach links liegen lassen. Öl ist seit über 200 Jahren ein Rohstoff vieler chemischer Basis-Industrien fern ab von der vordringlichen petrochemischen Industrie. Heute gehen nur 46% des geförderten Rohöls in die Treibstoffproduktion, 54% hingegen finden Verwendung in der Medizin, der Kosmetik-industrie, in der Plastik- und Gummiersatzherstellung, in Reinigungsmitteln oder schlichtweg als Teerprodukt im Straßenbau. Es braucht daher schon eine breite Diskussion, wie gängige Prozesse und Produkte neu geschaffen werden sollen, die seit jeher die Konsistenz und Viskosität eines Rohöls benötigen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA80412L1076 , US30231G1022 , FI0009000681

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Inhaltsverzeichnis:


    Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.
    "[...] Insgesamt wird unsere VERRA-Zertifizierung dynaCERT helfen, sich auf dem Markt zu differenzieren, seinen Ruf zu erweitern und neue Möglichkeiten für Wachstum und Nachhaltigkeit zu erschließen. [...]" Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.

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    Saturn Oil & Gas – Auf dem Sprung in die nächste Liga

    Der kleine kanadische Ölförderer aus Saskatchewan ist derzeit verdächtig still. Vermutlich befindet man sich seit einigen Monaten in strategischen Verhandlungen und plant eine Veränderung im Konzern. Das Management hat hierzu Anfang November den Strategieberater Jean-Pierre Colin engagiert. Er hat eine breite “Öl-Laufbahn” auf internationalem Niveau hinter sich gebracht und war zusammen mit größerer politischer Prominenz in Verhandlungen zur Rohstoffstrategie innerhalb der kanadischen Regierung.

    Ohne schon ein Wetterleuchten am Horizont zu vermuten, kann man davon ausgehen, dass gut bezahlte Berater nur mit bestimmten Absichten an Bord geholt werden. Operativ läuft es auch unverändert gut, Saturn fördert zurzeit etwa 700 Barrel pro Tag. Seitdem der Preis für WTI um gut 25% gestiegen ist, macht die Differenz zum operativen Produktionspreis von etwa 12 USD auch wieder deutlich mehr Spaß. Eine Ausdehnung der bestehenden Liegenschaften in unmittelbarer Umgebung würde erhebliche Synergie- und Mengeneffekte beim Weiterverkauf oder bei den Anlieferungsverträgen der Raffinerien ermöglichen.

    Wer dem Gedanken anhängt, dass nach einer Reihenimpfung gegen Covid-19 die weltweiten Ökonomien wieder schnell zur Tagesordnung übergehen, kann sich nach wie vor sehr günstig mit Öl-Werten eindecken. Die meisten größeren Öltitel liegen noch über 50% von ihren Höchstständen aus den Jahren 2016/2017 entfernt. Man weiß zwar heute, dass das Jahr 2018 als Touristik-Topjahr in die Geschichte eingehen wird, ergo bewegen sich zurzeit nur noch 50% aller Schiffe auf den Weltmeeren. Nachdem die Nachfrage nach Öl kurzfristig stärker gefallen ist als das Angebot einer Kürzung unterlag, kämpft der Markt derzeit noch mit einer Überproduktion.

    Dennoch bereinigt sich das Umfeld gerade bei den kleineren Anbietern, die über eine ungünstige Lage, wenig Liquidität und zu hohe Produktionskosten verfügen. Saturn vereint genau diese Punkte als dicke Vorteile für sich: Die Lage im Rohstoffland Kanada, die niedrigen Produktionskosten, die schlanke Unternehmensaufstellung und das Expansionspotenzial in naher Umgebung. Beste strategische Faktoren für eine Entwicklung nach vorne, die der aktuelle Aktienkurs von 0,12 CAD und ein Börsenwert von 18 Mio. EUR keinesfalls wiederspiegeln. Rechnen sie hier bitte mit zeitnahen Überraschungen!

    Exxon Mobil – Der Ölriese plant vorsichtig

    Die Geschichte von Exxon Mobil in Deutschland begann 1890 in Bremen mit der Gründung der Deutsch-Amerikanischen Petroleum Gesellschaft (DAPG, später in Deutsche Esso GmbH aufgegangen), die das Petroleumgeschäft der Standard Oil in Deutschland betreiben sollte. 1999 fusionierten die beiden amerikanischen Gesellschaften Exxon Corporation und Mobil Corporation zur Exxon Mobil Corporation. Die Esso- und Mobil-Tochtergesellschaften in Deutschland wurden 2000 unter dem Dach der neugegründeten ExxonMobil Central Europe Holding GmbH mit Sitz in Hamburg zusammengeführt. Ein internationaler Ölriese und Blue Chip an der Börse war entstanden.

    ExxonMobil erzielt seit mehreren Jahren hohe Gewinne und gehörte deshalb laut der Financial Times Global 500 regelmäßig zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Die gesamte Marktkapitalisierung des Unternehmens belief sich Anfang 2017 auf 343 Mrd. USD – das war dann auch der letzte Höchststand. Mit dem Niedergang des Ölpreises seit 2018 sank der Wert auf den heutigen Stand von etwa 200 Mrd. USD. Man befindet sich zwar auch jetzt noch auf der FT-Liste der Börsengiganten, Exxon musste aber bereits über 50 Plätze an jüngere Technologie-Unternehmen aufgeben.

    Der Umsatz des Unternehmens schwankt stark, im letzten Jahr lag er laut Schätzungen in etwa bei 215 Mrd. USD, der operative Gewinn schrumpfte von ehemals über 45 Mrd. auf etwa 20 Mrd. USD. Exxon ist in seiner Planung nun vorsichtiger geworden und hat sich einer kleineren Schrumpfungskur unterzogen. Die Investitionen betragen nur noch 20-25 Mrd. USD und defacto dividendenfähig ist man heute ab einem Ölpreis von 45 USD, allerdings wird die Cashflow-Rendite erst über 70 USD wieder richtig interessant. Exxon-Mobil ist derzeit ein klarer Konjunktur-Play für bessere Zeiten nach der Pandemie und wieder aufstrebender ökonomischer Aktivitäten. Aktuell braucht man definitiv noch größeren Atem.

    Nokia – Die Finnen spielen wieder mit

    Nokia wurde mit der Produktion von Holzartikeln und Gummistiefeln erstmals richtig bekannt. Später avancierte man zum Hoch-Technologiekonzern im Bereich Mobilfunknetze und machte der angestammten Liga aus Ericsson und Siemens richtige Konkurrenz. Der Ausflug in die Handy-Ära gelang zwar mit sehr guten Basismodellen bis zum Punkt des reinen Telefons sehr gut, allerdings zerstörte die Smartphone-Generation die Zukunft, selbst der kleine Kooperationsversuch mit Microsoft scheiterte an der mangelnden Qualität eines modernen Betriebssystems. Der Kurs von Nokia verlor von seinen Hochs zur Jahrtausendwende über 90%. Nun ist Nokia in neuer Aufstellung wieder da!

    Mit zwei großen Transaktionen hatte das Unternehmen in 2013 eine grundlegende Neupositionierung vollzogen. Erstens erwarb Nokia den Anteil von Siemens am früheren Joint Venture Nokia Siemens Networks, das sich am Ende einer tiefgreifenden Restrukturierung befand. Zweitens wurde der Verkauf aller wesentlichen Geschäfte der Bereiche Devices und Services an Microsoft angekündigt. Seither betreibt Nokia drei Geschäftsfelder nämlich mobile Breitbandnetze, Kartographie und mobile IT-Technologien.

    Die Umsätze konnte Nokia seit 2013 nun wieder auf 24 Mrd. EUR verdoppeln, das Nettoergebnis wird in 2020 wieder deutlich positiv erwartet. Derzeit überschlagen sich die Banken mit Neu-Empfehlungen zur Nokia-Aktie, das schürt den zuletzt starken Kursanstieg weiter kräftig an. Der Grund: Der operative Turnaround ist nun manifestiert – es geht wieder nach oben. Allein gestern kamen 14% Kursgewinn hinzu, seit dem März-Tief hat die Aktie nun 85% auf 3,92 EUR gewonnen. Nachdem der europäische Technologie-Sektor den Covid-19-Sturm bislang gut überstanden hat, dürfte sich die positive strukturelle und zyklische Dynamik bei Nokia auch in 2021 fortsetzen. Der Markt erwartet nun auch wieder eine kleine Dividende von ca. 0,45 EUR - also 1,2%. Die Finnen sind wohl wieder da!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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