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11.11.2020 | 06:05

Schoeller-Bleckmann, Scottie Resources, TeamViewer: Diese Trends sollten Anleger jetzt beachten

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Schon während des großen Goldrauschs in den USA und Kanada vor mehr als 150 Jahren profitierten nicht alle Glückssucher vom Hype um das Edelmetall. Manche machten ein Vermögen und andere gingen am Ende leer aus. Gut lief es aber für Ladenbesitzer entlang der Routen gen Westen: Der Goldrausch machte viele reich, die Ausrüstung für die Goldsucher im Angebot hatten. Ähnlich könnten auch Anleger mit Blick auf die Aktie von Schoeller-Bleckmann denken. Das Unternehmen stellt Präzisionsteile für die Öl- und Gasindustrie her. Immer dann, wenn Vorkommen schwer zu erreichen sind, können Ölunternehmen mit speziellem Equipment auch entlegene Quellen anzapfen.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA81012R1064 , AT0000946652 , DE000A2YN900

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Inhaltsverzeichnis:


    Schoeller-Bleckmann: Kommt der Befreiungsschlag?

    Der Bohr-Spezialist wurde von der Corona-Pandemie schwer getroffen. Schon vor Ausbruch der Seuche schwächelte der Ölpreis. Einige Unternehmen stellen die Suche nach Öl dann eher hinten an – das gilt vor allem für Vorkommen, die ohnehin schwer zu erreichen sind. Das bekam Schoeller-Bleckmann zu spüren: Die Auftragseingänge gingen im ersten Halbjahr um mehr als vierzig Prozent zurück, das Unternehmen wies einen kleinen Verlust aus. Mit Blick auf die kommenden Quartale verheißt das nichts Gutes.

    Auf Sicht von einem Jahr büßte die Aktie fast sechzig Prozent ein. Zuletzt legte der Wert aber in fünf Tagen fast zehn Prozent zu. Was bedeutet das? Im Zuge der US-Präsidentschaftswahl und der Aussicht auf ein Konjunkturpaket hat auch der Ölpreis steigen können. Nach dem Ausverkauf bei Schoeller-Bleckmann war eine technische Erholung naheliegend. In den kommenden Wochen entscheidet sich, wo es für die Aktie hingeht. Anleger sollten noch Vorsicht walten lassen.

    Scottie Resources entwickelt historische Mine weiter

    Eine rasante Bewegung hat aus kurzfristiger Perspektive auch die Aktie von Scottie Resources hinter sich – der Wert kletterte zuletzt ebenfalls dynamisch. Da allerdings der Goldpreis ebenfalls Kapriolen schlägt, erscheint die Entwicklung bei der jungen Gold-Aktie aus Kanada auf den ersten Blick ebenfalls unsicher. Scottie Resources arbeitet daran, die Scottie-Mine, ein Projekt, das in den 1980er Jahren bei Goldpreisen zwischen 300 und 400 USD bereits Gold produziert hat, in Betrieb zu nehmen. Dazu exploriert das Unternehmen das umliegende Gebiet. Zuletzt wurden gar Mineralisierungen von mehr als 100g/t Gold entdeckt.

    Gold bleibt vielfältig unterstützt

    Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei etwas mehr als 50 Mio. CAD und die Kasse war Ende September noch mit 4,7 Mio. CAD gefüllt. So ausgestattet, möchte Scottie Resources weitere Bohrungen vornehmen und die Ressourcen seines Flaggschiff-Projekts näher definieren. Da die stillgelegte Mine bereits zu günstigeren Goldpreisen in Produktion war und das Umfeld für Gold angesichts der fiskalischen und geldpolitischen Unterstützung weltweit als günstig bezeichnet werden kann, bestehen bei Scottie Resources spekulative Chancen. Der neue US-Präsident muss angesichts auslaufender Unterstützung für Arbeitslose am Jahresende schnell ein Konjunkturprogramm vorlegen, um Millionen Amerikaner in Lohn und Brot zu bringen. Darauf weisen zuletzt auch die Experten des US-Investmenthauses Clearbridge Investments hin.

    TeamViewer investiert in den Vertrieb

    Als chancenreich gilt auch die Aktie von TeamViewer. Die Corona-Aktie der ersten Stunde hat sich in den vergangenen Monaten allerdings kaum bewegt. Der Jahresgewinn von mehr als 40% ist in erster Linie auf die Rally während der ersten Jahreshälfte zurückzuführen. Inzwischen fragen sich viele Anleger, wie es mit dem Wert weitergeht. Zwar verfügt TeamViewer über eine einfach zu bedienende Software und eine spannende Nische, doch ist die Konkurrenz groß. Auch die Großen der Branche sind dazu in der Lage, ähnliche Lösungen zu entwickeln oder haben das bereits.

    Jeder Trend ist einmal zu Ende

    Um langfristig ein großes Stück vom Kuchen rund um Remote-Desktop- und Screen-Sharing-Anwendungen zu haben, hat TeamViewer zuletzt stark in den Vertrieb investiert. Ob in den USA, Indien, China oder Japan – TeamViewer ist vor Ort. Das kostet zunächst und der Erfolg ist ungewiss. Das Unternehmen sieht sich wachsendem Konkurrenzdruck ausgesetzt und muss die Vorschusslorbeeren des Marktes zunächst verteidigen. Die Chancen nach oben erscheinen aktuell begrenzt zu sein. Nicht jeder Trend schreibt sich endlos fort.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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