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12.11.2021 | 05:10

Siemens, BIGG Digital Assets, K+S – Die Profiteure der Inflation

  • Inflation
  • kryptowährungen
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Aufgrund von Engpässen in den Lieferketten und steigenden Rohstoff- und Energiepreisen wuchsen die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten gegenüber Oktober des Jahres 2020 um satte 6,2%. Der höchste Stand seit Beginn der Neunzigerjahre. Das mittelfristige Ziel der Notenbanker um FED-Chef Jerome Powell ist eine Inflation von 2%. Doch um dieses Ziel erreichen zu können, müssten sie die ultralockere Geldpolitik aufgeben und mit Zinserhöhungen beginnen. Diesen Schritt unternehmen sie jedoch nicht und verweisen vielmehr darauf, dass die Teuerung ihrer Meinung nach nur temporärer Natur sei. Die Profiteure von diesem defensiven Verhalten sind Aktien, Kryptowährungen und Edelmetalle.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BIGG DIGITAL ASSETS INC. | CA0898041086 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , SIEMENS AG NA O.N. | DE0007236101

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Inhaltsverzeichnis:


    Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.
    "[...] Wir waren schockiert, als die Ergebnisse aus dem Labor zurückkamen, die zeigten, dass die Abraumhalden einen höheren Gehalt hatten als der Minenplan, den wir zu diesem Zeitpunkt entwickelten. [...]" Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.

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    Profiteur aus der zweiten Reihe

    Nach den deutlich stärker ausgefallenen Zahlen, zogen vor allem Edelmetalle wie Gold und Silber sowie Kryptowährungen an. Der Bitcoin, der auf ein Limit von 21 Mio. Einheiten begrenzt ist, gilt als das „virtuelle Gold“ und wird von Anlegern als Schutz vor Inflation gesehen. Neben einem Investment direkt in Kryptowährungen, gibt es in der Branche bereits etablierte Unternehmen, die vom haussierenden Markt doppelt profitieren können.

    BIGG Digital Assets, einer der führenden kanadischen Dienstleister im Krypto-Markt, hat zwei vielversprechende Eisen im Feuer. Mit der Handelsplattform Netcoins ist BIGG das einzige börsennotierte kanadische Unternehmen, das Zugang zu einem regulierten Handelsplatz für digitale Währungen auf Basis der Blockchain-Technologie anbietet. Diesen Vorsprung gegenüber der nicht-regulierten Konkurrenz will das Management durch das Hinzufügen neuer Währungen, die Einführung von Netcoins Pay und anderen neuen Produkten sowie die Expansion in die USA und Ausweitung von Werbekampagnen auf neue Kanäle ausspielen.

    Neben Netcoins konzentriert sich BIGG Digital Assets mit der Blockchain Intelligence Group und der eigenprogrammierten Software QLUE auf verdächtige Geldtransaktionen, die getrackt und nachverfolgt werden. Mit größerer forensischer Tiefe wird untersucht, woher die entsprechenden Gelder stammen, wohin sie überwiesen werden und welche Profile die beteiligten Organe haben. Kunden der Software sind beispielsweise Behörden, Banken und Börsen. Kürzlich wurde Syscoin, eine Entwicklung von Blockchain Foundry, und eine Blockchain der dritten Generation komplett ins Ökosystem der Plattform integriert.

    Damit ist die Blockchain Intelligence Group der erste Blockchain-Analysedienst, der dieses neue System anwendet. Syscoin ist eine vertrauenswürdige Computing-Plattform, die sowohl das Ethereum- als auch das Bitcoin-Protokoll in einem idealen System kombiniert, das die innovativen verteilten Anwendungen von morgen antreiben wird.

    Diese Ankündigung festigt die Position der Blockchain Intelligence Group als weltweit führenden Anbieter von Lösungen für die Suche nach Blockchain-Technologien, Risikobewertungen und Datenanalysen und unterstreicht das Marktwachstum der Blockchain, zu dem auch eine Partnerschaft mit XinFins XDC Network und Blockchain Foundry, Inc. im zweiten Quartal 2021 gehörten.

    Neben den beiden aussichtsreichen Assets hält BIGG Digital Assets 450 Bitcoins im Bestand. Die Marktkapitalisierung beträgt im Moment 325 Mio. EUR. Im Gegensatz zu den Kryptowährungen sind die Kanadier nach einer stärkeren Korrektur noch weit vom Allzeit-Hoch entfernt und besitzen dadurch Nachholpotenzial.

    Prognose übertroffen

    Durch die anziehende Konjunktur wuchsen auch Umsatz und Gewinn deutlich. Auch das Problem mit der Versorgung von elektrischen Bauteilen und Rohmaterial aufgrund von zerrissenen Lieferketten konnte der Siemens AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021 nichts anhaben. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,5% auf 62,3 Mrd. EUR, der Auftragseingang wuchs um 21%. Mit einem Plus von starken 59% explodierte der Nettogewinn auf 6,7 Mrd. EUR. Aufgrund der hervorragenden Ergebnisse, soll zudem die Ausschüttung an die Aktionäre von bisher 3,50 EUR je Aktie auf 4,00 EUR je Aktie erhöht werden.

    Für das Jahr 2021/2022 tritt Siemens derweil etwas auf die Euphorie-Bremse. Besonders im abgelaufenen vierten Quartal zeigten sich erste Auswirkungen des Nachschub-Problems. Die Münchner hoffen, dass Corona-Effekte und Engpässe beim Nachschub im Laufe der nächsten Monate nachlassen. Trotzdem geht der Konzern nur von einem Umsatzwachstum um einen mittleren einstelligen Prozentsatz auf vergleichbarer Basis aus.

    Die Analysten von Kepler Chevreux stufen die Münchner weiterhin auf „Kaufen“ und wiederholten das Kursziel von 170 EUR. Die Ergebnisse im Kerngeschäft hätten die Erwartungen erfüllt. Dies gelte großteils auch für den Ausblick. Die Ergebnisprognose lasse dem Konsens aber Spielraum.

    Starke Zahlen, schwache Kurse

    Bereits im Oktober hatte das MDAX-Mitglied K+S seine Prognosen erhöht, die jetzt mit den endgültigen Zahlen zum dritten Quartal bestätigt wurden. So wuchs der Umsatz um mehr als 30% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 746 Mio. EUR, das Ebitda wuchs um 50% auf 121 Mio. EUR. Der operative Gewinn soll im laufenden Geschäftsjahr auf 630 Mio. EUR gesteigert werden.

    Trotz der hervorragenden Zahlen, musste die Aktie des Düngemittel-Herstellers starke Verluste im Anschluss an die Veröffentlichung hinnehmen. In der Spitze verlor K+S mehr als 10%, im Handelsverlauf konnten die Verluste zumindest halbiert werden. Der Grund für die Verunsicherung der Anleger wegen einer Untersuchung der Bilanzen durch die Finanzaufsicht Bafin. Die Bilanzpolizei habe unter anderem bemängelt, dass das Unternehmen die Werthaltigkeit seiner Einheit Kali- und Magnesiumprodukte nicht sachgerecht ermittelt habe. K+S hält das für unbegründet. Allerdings ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen.


    Die Verbraucherpreise steigen weiter und erreichen Höchststände der frühen Neunzigerjahre. Durch die Inflation und die defensive Haltung der Notenbanken in Bezug auf Zinserhöhungen profitieren Sachwerte wie Edelmetalle, Aktien oder Kryptowährungen. Im Bereich Kryptowährung ist die Aktie von BIGG Digital Assets aussichtsreich.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Blockchain – Die Blockchain ist eine Datenbank-Technologie und basiert auf einem kryptographischen Verfahren.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    4. Organe – Die Aktiengesellschaft (AG) besteht aus drei Organe.
    5. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

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    Immer mehr Menschen erhalten Zugang zu Elektrizität. Um das zu ermöglichen benötigt man Kupfer, denn das Industriemetall kann den Strom am besten leiten. Durch den Umbruch in der Energiewirtschaft hin zu Erneuerbaren Energien und durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen kommt es zu einer steigenden Nachfrage. Das Angebot kann da nicht Schritt halten. Obwohl 2021 die Kupferproduktion um 2,2% gestiegen ist, liegt man damit nur 0,3% über dem Vor-Corona-Niveau. Das erklärt den deutlich gestiegenen Kupferpreis und man kann auch 2022 von einem Angebotsdefizit ausgehen. Wir sehen uns drei Unternehmen für die Elektrifizierung von morgen an.

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