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30.12.2021 | 05:30

Standard Lithium, Manganese X Energy, Daimler Truck – Die Zukunft der Batterie

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Bildquelle: pixabay.com

Mit den herkömmlichen Blei-Säure-Akkus, die gerne in Fernbedienungen oder ähnlichem genutzt werden, hätte es nie ein Elektroauto gegeben. Die Entwicklung wurde erst mit Erfindung der Lithium-Ionen-Akkus möglich, die sich viel öfter laden lassen und somit die Lebenszeit deutlich erhöhen. Der Vorteil der Elektromobilität liegt im emissionsfreien Fahren. Der Nachteil sind längere Tankzeiten, die kürzere Reichweite und der Bedarf an Lithium sowie anderen seltenen Rohstoffen, wie beispielsweise Mangan. Gerade die Akkus machen die Elektromobilität so teuer. Nicht umsonst versucht Tesla den Preis auf unter 100 USD je Kilowattstunde zu drücken. Experten erwarten, dass sich dann die Preise von Verbrenner- und E-Autos angleichen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , MANGANESE X ENERGY | CA5626783008 , Daimler Truck Holding AG | DE000DTR0013

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Inhaltsverzeichnis:


    Standard Lithium – große Finanzspritze

    Lithium ist für die Lithium-Ionen-Akkus unverzichtbar. Nachdem Volkswagen bekannt gab, dass man die Produktion immer mehr zu E-Autos hin verlagern will, schoss der Lithium Preis in die Höhe. Der Bedarf wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. 2020 lag der Absatz bei lediglich 305.000 Tonnen, bis 2030 werden es wohl zwischen 1,5 und 3 Mio. Tonnen sein. Einen Teil dieser Nachfrage will der kanadische Lithiumproduzent Standard Lithium liefern. Das Unternehmen nutzt dabei die Infrastruktur seines Partners Lanxess, der auch gleichzeitig Kunde ist.

    Der Unternehmenswert stieg eigentlich das ganze Jahr, bis es im November einen empfindlichen Rücksetzer gab. Dieser ist auf einen größeren Leerverkauf von Blue Orca Capital zurückzuführen, die der Meinung waren, dass Standard Lithium zu hoch bewertet sei. Der Abverkauf war rasch beendet als der Einstieg der Koch Investments Group bekannt wurde. Deren Investment beläuft sich auf 100 Mio. USD. Dabei erwarb die Gruppe rund 13,5 Mio. Aktien zu 7,42 USD. Damit sollten sich die Übernahmegerüchte um Standard Lithium erledigt haben.

    Im November wurde die PEA-Studie offiziell bei den Behörden eingereicht. Jährlich könnten so 30.000 Tonnen EV-konformes Lithium produziert werden. Mit dem Geld der Koch Gruppe sollte es möglich sein den Schritt zum großen Produzenten zu gehen. Im Chartbild hat sich aktuell eine Dreiecksformation ausgebildet. Als interessierter Anleger sollte man abwarten zu welcher Seite das Dreieck aufgelöst wird und dann einen Einstieg suchen. Das kommende Jahr bleibt spannend im Lithiummarkt.

    Manganese X Energy – PEA steht vor dem Abschluss

    Der Bedarf an Kobalt für Lithium-Ionen-Batterien ist hoch, allerdings sind die Vorkommen begrenzt und könnten in gut 11 Jahren aufgebraucht sein. Hinzu kommt, dass es giftig und teuer ist sowie oft auch mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht wird. Elon Musk hat 2020 angekündigt nach Möglichkeit auf Kobalt in den Tesla-Akkus zu verzichten. Eine Alternative ist Mangan und hier kommt Manganese X Energy aus Kanada ins Spiel. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Exploration von Mangan, Kupfer, Nickel und Kobalt. Die drei letztgenannten Metalle finden sich auf dem Peter Lake Projekt.

    Das Hauptprojekt nennt sich Battery Hill, befindet sich in Woodstock und weist große Vorkommen an Mangan auf. Das Gebiet ist 1.228 Hektar groß und besteht aus vier Mangan Zonen mit insgesamt 55 Claims. Im September wurde ein Report nach NI 43-101 vorgelegt, aus dem hervorgeht, dass auf dem Projektgebiet 34,86 Mio. Tonnen nachgewiesene und angedeutete Mineralressourcen mit einem Mangangehalt von 6,42% vorhanden sein. Des Weiteren vermutet man zusätzliche 25,91 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 6,66 %. CEO Martin Kepman erwartet eine Lebensdauer des Projekts zwischen 25 und 30 Jahren, was er in einem Interview mit Proactive erwähnte.

    Die PEA Studie, die von Wood durchgeführt wird, soll in 2-3 Monaten abgeschlossen sein. Diese wird in enger Abstimmung mit dem Partner Kemetco Research erstellt, der wiederum für das metallurgische Programm zuständig ist. Ein positiver Ausblick durch die PEA Studie könnte der Aktie sicherlich Auftrieb geben, die aktuell bei 0,30 Kanadischen Dollar (CAD) handelt. Das Papier handelt seit Anfang August zwischen 0,225 CAD und 0,42 CAD und ist damit von seinem Jahreshöchststand von 1,04 CAD deutlich entfernt.

    Daimler Truck – gelungenes Debut

    Am 10. Dezember feierte die Daimler Truck Aktie ihr Börsendebut. Der Schritt war lange geplant und nach 125 Jahren ist die Bus- und Truck-Sparte unabhängig. So sollen beide Parteien ihr volles Potential freisetzen. Daimler Truck produziert erstmals im Werk Wörth den eActros in Serie . Der neue Elektro-Lkw hat 3-4 Akkus an Bord und liegt preislich 3-mal so hoch wie ein herkömmlicher Diesel. Punkten kann das Fahrzeug dagegen bei Wartung und Verschleiß. Dort sind die Kosten deutlich niedriger als beim Diesel-Fahrzeug.

    Der erste Großauftrag über 120 E-Lkw kam aus Schweden von dem Transportunternehmen Einride. Ein guter Start für den Chef der Truck Sparte Martin Daum. Er will vor allem die Umsatzrendite, die aktuell zwischen 6 und 8% liegt, steigern. 2025 sind mindesten 10% angepeilt. Um das Ziel zu erreichen sollen die Fixkosten um 15% sinken. Normalisiert sich die Corona Krise, denn auch im Truck Bereich gibt es einen Chipmangel, sollte der Absatz zulegen können.

    Die Aktie konnte nach ihrem Start von 28 EUR bis auf 35,10 EUR ansteigen und notiert aktuell bei 32,18 EUR. Der Börsenstart kann als gelungen bezeichnet werden. Kurzfristig könnte Verkaufsdruck aufkommen, wenn beispielsweise größere ETFs ihre Positionen verkaufen. Langfristig sind die Analysten von Goldman Sachs und JPMorgan positiv gestimmt was Daimler Truck angeht. Im Branchenvergleich ist das Papier noch günstig bewertet.


    In der Batterieentwicklung wird es in den kommenden Jahren einige Neuentwicklungen geben. Lithium wird sicher gebraucht, von daher ist Standard Lithium gut aufgestellt. Manganese X Energy liefert eine Alternative zu Kobalt. Man sollte sich die kommende PEA genau ansehen. Daimler Truck benötigt die Batterien für ihre Trucks und Busse. Gerade in diesem Segment sind Weiterentwicklungen bei den Akkus enorm wichtig, um den Durchbruch zu schaffen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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