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29.06.2021 | 05:10

Steinhoff International, Aspermont, Bike 24 – Unendliche Möglichkeiten

  • Chancen
Bildquelle: pixabay.com

Erinnern Sie sich noch an die letzten Jahre des vergangenen Jahrtausends, als Amazon belächelt wurde, weil es versuchte, Bücher über das Internet zu vertreiben? Jetzt, rund 20 Jahre später, gibt es kaum noch Güter, die man nicht mehr über das World Wide Web erwerben kann. Die Transformation von Off-zu Online ist bereits weit fortgeschritten. Auch Zeitschriften oder Bücher liest man in der heutigen Zeit vermehrt auf Tablets. Die Digitalisierung bietet unendliche Möglichkeiten für Medienhäuser, ihr ursprüngliches Geschäftsmodell zu skalieren, mit Riesenpotenzial für die jeweiligen Unternehmen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , STEINHOFF INT.HLDG.EO-_50 | NL0011375019 , DE000A3CQ7F4

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Inhaltsverzeichnis:


    Fantastische Entwicklung

    Die Transformation zum führenden Mediendienstleister für die globale Rohstoffindustrie ist bereits abgeschlossen. Mit einem Fünfjahresplan startete Aspermont, das durch die Herausgabe der beiden ältesten erscheinenden Publikationen für den Bergbau-Sektor, Mining Journal und Mining Magazine, Bekanntheit erlangte, den Wandel zu einem globalen Online B2B-Dienstleister.

    Die digitale Strategie umfasste die Einführung eines „Anything as a Service-Modells“ (XaaS) für B2B-Medien, das hochwertige Inhalte kostenpflichtig an ein wachsendes globales Publikum vertreibt. Durch die lange Historie verfügt Aspermont über 7,5 Mio. registrierte Kontakte aus den Segmenten Bergbau, Energie und Landwirtschaft. Diese sollen nun Schritt für Schritt in das XaaS-Modell integriert und monetarisiert werden. Neben Branchennachrichten sollen den Kunden auch Premium-Leistungen wie Forschung, Daten, Live- oder virtuelle Veranstaltungen angeboten werden. Die Bezahlung läuft über ein mehrstufiges, personalisiertes Flatrate-Modell.

    Seit 2016 liegt das durchschnittliche Wachstum der monatlich aktiven User bei jährlich 23%. Neben dem Abo-Geschäft, das weiterwachsen soll, plant Aspermont weitere Marken und Produkte zu generieren und forciert eine Expansion vorrangig nach China sowie Südamerika und Indien. Aktuell verfügen die Australier über 7,5 Mio. Cash bei einem stetig steigenden positiven Cash Flow. Dieser soll sukzessive in neue Geschäftsfelder investiert werden. Neben einer Finanzierungsplattform kommen für das visionäre Management der Aufbau einer Handelsplattform sowie E-Learning in Frage. Das Unternehmen hat durch die sehr hohe und spitze Kundenbasis die besten Voraussetzungen, durch Cross-Selling-Maßnahmen das Geschäft in neue Höhen zu skalieren. Die Börsenbewertung liegt aktuell bei 40 Mio. EUR. Damit bietet sich bei Aspermont langfristig eine potenzielle Vervielfachungschance.

    Zahlen in Ordnung, aber…!

    Ginge es nur nach den in der vergangenen Woche veröffentlichten Zahlen, wäre bei Steinhoff International die Welt in Ordnung. Demnach vermeldete der weltweit agierende Möbelkonzern für das erste Quartal eine „außerordentlich gute Entwicklung aller operativen Geschäftsbereiche“. Trotz der immer noch schwellenden Corona-Pandemie, kamen Greenlit Brands und Mattress Firm auf ein Umsatzwachstum von knapp 30%, Pepkor Afrika wuchs im Berichtszeitraum um 8%. Auch die kürzlich an die Warschauer Börse gebrachte Pepco kam zu einem Umsatzanstieg von 9% auf Grundlage der lokalen Währung.

    Das Hauptproblem des angeschlagenen Einzelhandelskonzerns, der immer noch unter dem Bilanzskandal vom Dezember 2017 leidet, sind die noch laufenden Rechtsstreitigkeiten. Alles entscheidendes Datum für den Konzern wird nun der 3.9.2021. Hier wird die Gläubigerversammlung über die Annahme des Vergleichsvorschlages entscheiden. Damit entschied das Amsterdamer Bezirksgericht zu Gunsten des Antrags Steinhoffs, die Versammlung, die ursprünglich auf den 30.06. 2021 festgelegt war, zu verschieben. Vermutet wird, dass die Zeit genutzt werden soll, mit den streitbaren Gläubigerparteien eine außergerichtliche Lösung herbeizuführen. Aus fundamentaler Sicht gleicht ein Investment in Steinhoff International einem Lotteriespiel.

    Erfolgreiches Börsendebüt im Boom-Markt

    Hätten Sie vor Corona gedacht, dass sich Deutschland zum Fahrradland entwickelt? Infolge der Schließungen rund um die Lockdowns wurde das Zweirad wieder entdeckt. Die Nachfrage nach Fahrrädern ist während der Corona-Pandemie laut Angaben aus der Branche geradezu explodiert. Insgesamt wurden laut Angaben im Jahr 2020 5 Mio. Fahrräder verkauft. Und der Trend läuft ungebremst weiter. Die Nachfrage erhöht das Angebot und durch die unterbrochenen Lieferketten sind aktuell Lieferzeiten speziell bei Einzelteilen wie Bremsen oder Schaltungen jenseits von einem Jahr an der Tagesordnung.

    Diesen Boom nutzte der Online-Fahrradhändler Bike 24 nun, um den Gang an die Frankfurter Börse zu wagen. Und das Börsendebüt der Dresdner war von Erfolg gekrönt. So wurde ein Emissionserlös von 322 Mio. EUR bei einem Kurs von 15 EUR eingefahren. Gestern lag die Notierung bereits bei 16,48 EUR. Bike 24 will mit dem eingenommenen Kapital die Expansion nach Frankreich und Italien beschleunigen. 2020 lag der Umsatz des Unternehmens, an dem unter anderem die Finanzinvestoren Riverside sowie Rocket Internet beteiligt sind, bei 200 Mio. EUR. Ziel sei es laut Management, Europas führende E-Commerce-Plattform rund ums Fahrrad zu werden.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Lexikon:

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