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22.11.2022 | 04:44

Triple AAA-Aktien starten durch: Amazon, Aspermont, Alphabet, Allianz – Sellout gegessen?

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Bildquelle: pixabay.com

Wer hätte das gedacht: Nach neun Monaten Korrekturmodus kehrt die Börse schon in diesem Jahr wieder in den Normalmodus zurück. Kennzeichen für ein Verlassen des Panikmodus ist der VDAX, also die gemessene Schwankungsbreite des Index in 12 Monaten. Dieser hat letzte Woche wieder Niveaus von 22 bis 23 erreicht, nachdem er noch im September in der Spitze bei 33 angelangt war. Zum Vergleich: In der absoluten Panikphase zu Kriegsbeginn lag der Volatilitäts-Gradmesser bei ganzen 48,6%. Nun ist Entspannung angesagt, willkommen also in der Jahresend-Rallye. Wo liegen die besten Chancen für Anleger?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALPHABET INC.CL C DL-_001 | US02079K1079 , ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , ALLIANZ SE NA O.N. | DE0008404005 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067

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Inhaltsverzeichnis:


    Allianz – Wie Phönix aus der Asche

    An ein so schnelles Revival hatten die meisten Anleger nicht gedacht. Doch wer sich in die Bilanzen der großen Versicherer eindenkt, entdeckt die Fülle an zinsträchtigen Anlagen, die zur Deckung der Auszahlungen an die Versicherten langfristig investiert sind. Und damit kann das Allianz Management hoch zufrieden sein. Denn bei den aktuellen Zahlen helfen ihr die kräftig steigenden Preise für Assets und die wieder höheren Erträge aus den Kapitalanlagen, schließlich gehen die Zinsen sei gut neun Monaten nach oben und Neuengagements in Bonds bringen wieder Rendite.

    Europas größter Versicherer hat in den ersten neun Monaten einen operativen Gewinn von 10,2 Mrd. EUR erzielt, ganze 3% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse stiegen sogar um 5,3% auf 116 Mrd. EUR. Wegen der hohen Aufwendungen für Schadenersatz und Geldstrafen nach dem Structured-Alpha-Betrugsskandal in den USA fiel der Nettogewinn mit 4,7 nach 6,9 Mrd. EUR aber deutlich schmäler aus als in 2021. Die Asset Management-Tochter AGI hatte internationalen Investoren falsche Versprechungen über die vorliegenden Absicherungen in den Fonds gemacht. Mit Beginn der Pandemie in 2020 rauschten die Portfolios in den Keller. Das rief die SEC auf den Plan und die Mutter Allianz musste rund 6 Mrd. EUR an Strafen und Schadenersatz zahlen. Darüber hinaus bleibt den Fondsmanagern der US-Kapitalmarkt für ganze 10 Jahre verschlossen.

    Konzernchef Oliver Bäte will die europäischen Anleger mit einem großen Aktienrückkaufprogramm wieder für sich gewinnen. Der Plan scheint aufzugehen, denn die Allianz-Aktie gehörte zu den stärksten DAX-Werten der letzten sechs Wochen. Von 156 auf 204 EUR macht 30% Plus und die Analysten feiern wieder. Deutsche Bank und Berenberg votieren mit „Buy“ und erwarten 235 bzw. 271 EUR in 12 nur Monaten. Der schnelle Dreh in der Aktie dürfte viele Allianz-Fans regelrecht überrollt haben.

    Aspermont Ltd. – Die Weichen für Wachstum sind gestellt

    Ganze 50% Zuwachs schaffte die Aspermont-Aktie zwischen Juli und September. Man hatte sich erstmals europäischen Anlegern auf einer ausgiebigen Roadshow präsentiert und stieß auf großes Interesse. Denn das Unternehmen aus Perth ist Medien- und Fintech-Unternehmen in einem. Das Stammgeschäft beinhaltet zwar historisch bedingt noch Printmedien, dabei handelt es sich aber um eingeführte und weitverbreitete Publikationen für den Bergbau-Sektor.

    Im neuen Zielsektor Medien und Finanzen ist Aspermont höchst modern als XaaS-Provider aufgestellt. Der Datenspezialist versorgt derzeit über 4 Millionen Kunden mit speziell konfigurierten Informationen- und bietet zusätzlich Finanzdienstleistungen auf höchstem Niveau. Damit trifft Aspermont die Bedürfnisse seiner jeweiligen Empfänger und kann den bestmöglichen Service garantieren. Der CEO des B2B-Dienstleisters Alex Kent erwartet nach guten 9-Monats-Zahlen, dass alle Geschäftsbereiche in Summe um mindestens 20% wachsen können. Dabei finanzieren sich die Australier komplett aus dem eigenen Cashflow. In den vergangenen 12 Monaten konnten die B2B-Erlöse je Kunde bereits um über 27% auf 1.500 AUD gesteigert werden. Mittlerweile verfügt das schuldenfreie Unternehmen über mehr als 7 Mio. AUD an flüssigen Mitteln.

    Mit dem Comeback der Finanzmärkte läuft auch der Aufbau der Investoren-Netzwerke weiter. Auch der Launch der Finanzierungs-Plattform „Blu Horseshoe“ konnte einen weiteren Quantensprung im lukrativen Fintech-Markt liefern. Denn die Plattform matcht unterschiedliche Interessenlagen und vermittelt Eigen- und Fremdkapital auf Provisionsbasis. Das steigert die Erlöse weiter und ermöglicht auch internationale Kooperationen nach Asien und Nordamerika. Bei einem Kurs von 0,014 EUR ist Aspermont derzeit nur mit niedrigen 36 Mio. EUR bewertet. Das Researchhaus GBC sieht Chancen für einen erheblichen Anstieg auf 0,08 EUR in den nächsten 12 bis 24 Monaten.

    Amazon versus Alphabet – Nach dem Ausverkauf schon wieder attraktiv?

    Die starke Korrektur der FAANG-Titel hat die meisten Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Denn nach Jahren des ungezügelten Wachstums enttäuschten die Wachstumszahlen der „Big 5“ zum ersten Mal. Die Berichte zum 3. Quartal waren dann auch die Bestätigung, dass das rasante Wachstum der letzten fünf Jahre auf ein neues Niveau zurückgeführt wird. Die Kurse waren für einen solchen fundamentalen Rückgang zu weit gelaufen, entsprechend mussten sie nach Jahren des Aufschwungs erstmal korrigieren. Amazon verlor so 50% und der Suchmaschinen-Gigant Alphabet kam mit 40% unter die Räder, obwohl die Publikums-Lieblinge mit attraktiven Splits aufwarten konnten.

    Fundamental wachsen Amazon und Alphabet zwar mit kleiner Verzögerung um etwa 10% im Umsatz und Ertrag weiter, der E-Commerce-Riese hatte sich aber zum anstehenden Weihnachtsgeschäft skeptisch geäußert. Die hohe Inflation und der Kostendruck bei Lebensmitteln und Energie schmälert die Konsumbudgets der privaten Haushalte. Dies geht zu Lasten des Online-Geschäfts und führt auch bei Google zu leicht verringerten Werbeeinnahmen. Im Konzern wird Amazon die Delle im Konsumbereich durch das rasante Wachstum bei AWS allerdings ausbügeln können. Nach Belastungen in 2022 wird der Gewinn je Aktie zwischen 2023 und 2026 von 1,80 auf etwa 6,00 USD steigen, so der aktuelle Analystenkonsens. Mit diesen Wachstumserwartungen ist die Aktie bei 91 EUR nun mit einem KUV von 1,7 nicht mehr besonders teuer.

    Bei Alphabet hat sich das aktuelle KGV 2023e von 24 auf 17 zurückgebildet, die Kurs-Umsatz-Bewertung reduzierte sich immerhin von 6 auf 4. Wegen der außerordentlichen Marktstellung beider Unternehmen sollte man keine größeren Abschläge von den aktuellen Niveaus mehr erwarten. Für Neueinsteiger sind dies gute Möglichkeiten nach der lang erwarteten Korrektur zu verringerten Multiples kaufen zu können. Achten sie dennoch auf den nachhaltigen Dreh an der NASDAQ, um nicht in eine Bullenfalle zu tappen.


    Der Ausverkauf an den Börsen ist bereits weit fortgeschritten. Während der DAX 40 schon wieder extreme Stärke zeigt, arbeitet die NASDAQ noch an einer nachhaltigen Bodenbildung. Dennoch stehen Werte wie Allianz, Amazon und Alphabet wieder schnell auf den Einkaufslisten. Eine besondere Wachstumsstory liefert die kleine Aspermont, gerade wenn das Kapitalmarktgeschäft wieder floriert.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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