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26.11.2025 | 05:00

Zwei neue Minen in 12 Monaten – Analysten heben den Daumen: Almonty, MP Materials, Rheinmetall

  • Kritische Metalle
  • Wolfram
  • Technologie
Bildquelle: KI

Der Run auf Aktien rund um Rüstung und strategische Metalle hat 2025 die Kurse bewegt. Doch der Markt hat dabei auch Vorschusslorbeeren verteilt. Gerade bei Unternehmen wie MP Materials oder Rheinmetall hat der Markt viele künftige Umsätze bereits vorweggenommen. Auch der Wolfram-Produzent Almonty Industries gehört zu den Börsen-Gewinnern des Jahres. Der Unterschied zu anderen stark gestiegenen Aktien aus dem Bereich der kritischen Metalle liegt jedoch darin, dass Almonty noch 2025 auch operativ das ganz große Rad drehen wird. Die Sangdong-Mine in Südkorea gilt als wegweisendes Projekt für die Versorgung mit kritischen Rohstoffen. Zuletzt ging eine derart große Mine in den 1970ern in Produktion. Welche Chancen das Giga-Projekt Investoren bietet.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , MP MATERIALS CORP | US5533681012 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty vor Sangdong-Produktionsstart - drei Mal höhere Gehalte als Konkurrenz

    Die Aktie von Almonty kletterte im laufenden Jahr um mehr als 400 %. Trotzdem sehen Analysten ausgehend vom aktuellen Kurs noch immer Aufwärts-Potenzial. Erst Anfang der Woche hoben die Analysten von Sphene Capital ihre langfristige Kursprognose von 8,40 CAD auf 13,50 CAD an. Aktuell handelt die Aktie von Almonty um 8 CAD. Die Gründe: Der stark gestiegene Wolframpreis sowie die neu geschaffenen Kapazitäten bei Almonty. Das Unternehmen bringt noch in diesem Jahr seine Sangdong-Mine in Südkorea in Produktion, kürzlich erwarb man zudem mit Browns Lake ein Wolfram-Projekt im US-Bundesstaat Montana und will dieses noch 2026 in Produktion führen. Diese Gemengelage sorgt für großes Aufwärts-Potenzial - viele andere Anbieter kritischer Metalle sind noch weit von der Produktion entfernt oder verfügen nur über eine Mine. Bei Almonty dürften es Ende 2026 ganze drei hochprofitable Produktionsstätten sein.

    Zentral für die Perspektive von Almonty ist das riesige Sangdong-Projekt. Direkt nach dem Produktionsstart noch in diesem Jahr soll die Mine binnen zwei Jahren erweitert werden. Die Kapazität ist dann so groß, dass Sangdong allein für 40 % des außerhalb Chinas produzierten Wolframs stehen soll. Sangdong gilt als eines der hochgradigsten Wolframvorkommen der Welt und bietet im Mittel Gehalte von 0,45 % WO₃. Das ist mehr als bei vielen Wettbewerbern. Die neue Mine unterscheidet sich stark von der alten Anlage, die Sangdong bis 1992 zu einer reichen Bergbau-Stadt machte.

    Sangdong punktet mit Finanzierungspartner KfW und einzigartigen Offtake-Agreements

    Die neue Sangdong-Mine ist ein modernes komplett vernetztes Untertageprojekt und bietet Echtzeit-Monitoring von Geologie, Luftqualität und Gebirgsbewegungen. Die geplante und bereits finanzierte Aufbereitungsanlage soll ein WO₃-Konzentrat mit einem Gehalt von 65 % liefern. In der noch 2025 beginnenden Phase 1 wird Almonty in der Mine rund 640.000 t Erz pro Jahr bewegen, in Phase 2 sollen es dann bis zu 1,2 Mio. t sein - das ist genug, um Almonty zu einem der größten nicht-chinesischen Wolframproduzenten zu machen. Berücksichtigt man ausschließlich westliche Minen in geopolitisch robusten Standorten, dürfte das Projekt gar einzigartig sein.

    Laut Almonty-CEO Lewis Black scheiterten frühere Wolframprojekte oft an volatilen Weltmarktpreisen und ungünstigen Finanzstrukturen. Für Sangdong setzte der erfahrene Bergbau-Unternehmer deshalb auf ein anderes Modell: Die Kombination aus Krediten der renommierten deutschen Förderbank KfW in Kombination mit Offtake-Agreements, die zwar mit einer Preisuntergrenze ausgestattet sind, aber nach oben zu 100 % vom steigenden Weltmarktpreisen profitieren, bietet betriebswirtschaftlich beste Bedingungen. Während Wolfram-Projekte der Konkurrenz lediglich im Entwicklungsstadium sind, wird Almonty innerhalb der kommenden 12 Monate gleich zwei Minen in Produktion bringen.

    Kosten bei 50 % der chinesischen Konkurrenz - CEO Black läutet die Nasdaq-Glocke

    Während die Konkurrenz, wie etwa das Wolfram-Projekt im britischen Plymouth, bereits geologisch schwächere Startbedingungen hat, hängt Almonty den Wettbewerb spätestens beim operativen Know-how ab. Bereits während der 2010er-Jahre führte Almonty die portugiesische Panasqueira-Mine in die Profitabilität und feilte unter dem Druck der stark subventionierten chinesischen Billig-Konkurrenz an seiner Effizienz. Statt sich zu beschweren, eröffnete man ein Wolfram-Labor, um noch mehr über die Verarbeitung des einzigartigen Elements zu erfahren. Das Ergebnis: Wenn die Sangdong-Mine noch in diesem Jahr Wolfram fördert, werden die Kosten bei rund 50 % der Konkurrenz aus China liegen. Auch dort hat man inzwischen erkannt, dass staatliche Unterstützung mit der Gießkanne Bergbau-Unternehmen eher träger macht und die Subventionen für den Wolfram-Bergbau gestrichen. Gleiche Bedingungen bestehen damit aber noch längst nicht - wie Almonty-CEO Lewis Black vor einigen Wochen in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte, sieht er sein Unternehmen technologisch zehn Jahre vor der Konkurrenz.

    Während Aktien von Unternehmen wie dem Seltene-Erden-Spezialisten MP Materials, an dem sich im Sommer der amerikanische Staat beteiligt hat, zuletzt wieder angezogen haben, handelt die Aktie von Almonty noch immer im Bereich ihres Vier-Wochen-Tiefs. Für Anleger mit langfristiger Perspektive, die sich der technologischen Überlegenheit Almontys bewusst sind, könnte das eine Chance sein. Am heutigen Mittwoch läutet Almonty-CEO Black an der Nasdaq die Glocke zur Handelseröffnung. Die Zeremonie ist Symbol für die Entwicklung, die das Unternehmen während der vergangenen zehn Jahre genommen hat. Während Anleger bei Aktien wie Rheinmetall zunehmend zweifeln, wie lange der Boom noch anhält, scheint Almonty perfekt positioniert. Wolfram steckt in zahlreichen Anwendungen von Rüstung bis Hightech und ist erwiesenermaßen knapp. Nur Almonty kann kurzfristig liefern. Diese Ausgangslage ist für Investoren einzigartig.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Das Umweltdienstleistungsunternehmen adressiert ein riesiges Problem und hat daraus ein stark wachsendes Geschäftsmodell entwickelt in einem rund 500 Mrd. USD großen Markt. Zefiro Methane hat sich auf die strategische Bekämpfung von Methanemissionen spezialisiert. Methan ist wesentlich schädlicher als CO2 und damit auch ein starker Hebel, um schneller die Klimaerwärmung zu bekämpfen. Zefiro konzentriert sich auf einen wichtigen Herd der Methanemissionen: verwaiste Öl- und Gaslöcher in den USA, die ein riesiges Problem darstellen und von denen rund 2,2 Mio. im Land existieren. Einen spürbaren politischen Rückenwind bilden die staatlichen Förderprogramme im Milliardenbereich, wovon die Gesellschaft profitiert. Der Geschäftsansatz beinhaltet zudem den Verkauf von Zertifikaten, die auf Basis der eingesparten Emissionen generiert werden und die Margen deutlich beflügeln. Mit der jüngst vollzogenen Übernahme, sollte sich der Umsatz im nächsten Geschäftsjahr bereits auf über 50 Mio. USD steigern lassen. Die langfristigen Potenziale durch Positionierung, Marktgröße und anziehende Margen sind noch nicht im Aktienkurs eingepreist. Eine lukrative Chance für Investoren!

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