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05.01.2026 | 05:00

Probleme bei Masan High-Tech Materials, geringe Gehalte bei Xiamen Tungsten: Wie Almonty zur strategischen Lebensversicherung von Boeing, Rheinmetall und Co. wird

  • Versorgungssicherheit
  • Wolfram
  • China
Bildquelle: KI

In der Welt der kritischen Metalle spielt sich derzeit ein Lehrstück über Marktmacht und geopolitische Abhängigkeit ab. Wolfram, das aufgrund seiner extremen Härte und Hitzebeständigkeit für die Rüstungsindustrie, den Werkzeugbau und die Halbleitertechnik unverzichtbar ist, wird knapper und teurer – 2026 dürften die Preise für APT vierstellig werden. Der chinesische Marktführer Xiamen Tungsten demonstrierte über viele Jahre eindrucksvoll, wie lukrativ das Geschäft mit Wolfram ist. Doch während westliche Industrieunternehmen, wie etwa Rheinmetall oder auch Boeing, händeringend nach Material suchen, zeigt sich, dass die bisherigen Alternativen in Vietnam, namentlich Masan High-Tech Materials, die Lücke aufgrund geologischer Limits nicht schließen können. Genau in dieses Versorgungsvakuum stößt Almonty Industries. Mit der Inbetriebnahme der hochgradigen Sangdong-Mine in Südkorea und der geplanten Expansion in den USA bietet Almonty die dringend benötigte Versorgungssicherheit und ermöglicht Anlegern, an den hohen Margen des Sektors zu partizipieren – jedoch ohne das geopolitische Risiko Chinas und weiteren einzigartigen Vorteilen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , BOEING CO. DL 5 | US0970231058 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

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Inhaltsverzeichnis:


    Xiamen Tungsten: Die Kunst der profitablen Verknappung

    Um die Chance bei Almonty zu verstehen, muss man die Strategie des Dominators analysieren. China kontrolliert über 80 % der globalen Wolfram-Förderung, und Xiamen Tungsten ist der unangefochtene Gigant dieses Kartells. In den letzten Quartalen hat Peking die Exportquoten straffer gezogen und Umweltauflagen verschärft, was effektiv zu einer künstlichen Verknappung auf dem Weltmarkt geführt hat. Für Xiamen Tungsten war dies das perfekte Szenario: Das Unternehmen konnte die Preise diktieren und verzeichnete steigende Margen, da die Fixkosten auf eine zwar geringere, aber deutlich teurer verkaufte Menge verteilt werden. Diese Preisgestaltung war lange eine strukturelle Waffe im Handelskrieg. Zuletzt mehrten sich jedoch auch bei Xiamen die Hinweise auf schwindende Margen.

    Masan High-Tech Materials: Wenn Geologie die Grenzen setzt

    Lange Zeit galt Vietnam als der große Hoffnungsträger, um diese chinesische Umklammerung zu lösen. Masan High-Tech Materials, Betreiber der Nui-Phao-Mine, positionierte sich als die ethische Alternative für westliche Einkäufer. Doch der Blick in die aktuellen Betriebsdaten zeigt Ernüchterung. Masan kämpft mit der physischen Realität des Bergbaus: Sinkende Erzgehalte in der Mine machen es immer aufwendiger und teurer, die benötigten Konzentratmengen zu produzieren. Zwar dürfte das Unternehmen seit der Übernahme der deutschen H.C. Starck über eine exzellente Verarbeitungstechnologie verfügen, doch fehlt es zunehmend am eigenen, kostengünstigen Nachschub aus der Erde. Auch die kürzlich genehmigte Erweiterung von Nui Phao in Richtung Untertagebau wird kurzfristig keine Ergebnisse liefern. Masan kann die durch China aufgerissene Lücke schlichtweg nicht allein durch Volumen schließen, da die Mine ihren Zenit überschritten zu haben scheint. Das Versprechen, Vietnam könne China ersetzen, wankt.

    Almonty: Der Gamechanger aus Südkorea

    In genau diese Lücke springt Almonty und das mit einem Timing, das besser kaum sein könnte. Das Unternehmen vollzieht gerade die vollständige Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea. Dieses Projekt ist ein geologisches Unikat, da es Wolfram-Gehalte aufweist, die weit über dem globalen Durchschnitt und auch deutlich über denen der chinesischen und vietnamesischen Konkurrenz liegen. Hohe Grade bedeuten niedrige Kosten pro geförderter Tonne, was Almonty eine Marge beschert, die perspektivisch auch über der von Xiamen Tungsten liegen dürfte – allerdings in einer OECD-Jurisdiktion, die politisch fest im westlichen Lager verankert ist. Almonty repliziert also die Profitabilität der Chinesen, eliminiert aber das China-Risiko für Investoren.

    Doch die Strategie reicht weiter als nur bis nach Asien. Mit den geplanten Aktivitäten in den USA, die im zweiten Halbjahr 2026 eine entscheidende Rolle spielen sollen, baut Almonty eine transatlantische Versorgungsbrücke. Während die Details zur Eröffnung und zum Hochfahren der US-Kapazitäten derzeit finalisiert werden, ist die Botschaft an den Markt klar: Almonty wird der einzige westliche Produzent sein, der inklusive Panasqueira in Portugal über drei geopolitisch sichere Standorte verfügt, die unabhängig voneinander operieren können.

    Wird 2026 das Jahr der Aktie von Almonty Industries?

    Technologieführer statt nur Gesteinsbrecher

    Was Almonty zusätzlich von Playern wie Masan abhebt, ist der technologische Anspruch. Das Management unter CEO Lewis Black setzt massiv auf künstliche Intelligenz und moderne Modellierung bei der Minenplanung. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien zur Erzkörper-Analyse kann Almonty die Verwässerung des Erzes minimieren und die Ausbeute maximieren, was die ohnehin schon hohen Margen weiter hebelt. Investoren beteiligen sich hier nicht an einem antiquierten Bergbauunternehmen, sondern an einem Technologieführer, der Effizienz zur Maxime gemacht hat – die Produktionskosten in Sangdong sollen etwa bei rund der Hälfte der chinesischen Konkurrenz liegen.

    Die Investitionsthese für Almonty ist damit so klar wie selten in diesem komplexen Sektor. Während Xiamen Tungsten die Preise hochhält und Masan an der Geologie laboriert, liefert Almonty genau das, was der Markt verzweifelt sucht: Hochgradiges, sicheres und profitables Wolfram. Wenn die Mine in Südkorea den vollen Betrieb erreicht und die US-Expansion 2026 greift, dürfte der Bewertungsabschlag gegenüber anderen Unternehmen aus dem Bereich der kritischen Metalle rasant schmelzen. Almonty ist damit die logische Wette auf die Neuordnung der globalen Rohstoff-Sicherheit und für Investoren die Rohstoff-Option für 2026.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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