Menü schließen




08.08.2025 | 04:45

Waffenstillstand in der Ukraine? Jetzt 100 % Gewinn aufladen mit Heidelberger Druck, Argo Graphene Solutions und DHL Group

  • Infrastruktur
  • Klimawende
  • Logistik
  • Rüstungsindustrie
  • Defense
Bildquelle: pixabay.com

Ein persönliches Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin, das laut Kreml in den kommenden Tagen stattfinden soll, entfacht neue Hoffnung auf einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg. Die diplomatischen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, begleitet von wachsendem internationalem Erwartungsdruck. Präsident Trump hatte Russland zuletzt ein Ultimatum gesetzt, die Kampfhandlungen einzustellen. Gleichzeitig sorgt ein größerer russischer Truppenaufmarsch in Belarus - offiziell für eine militärische Übung – für Verunsicherung. Beobachter sehen die Vorgänge als Signal an die NATO, mit ihrem Aufrüstungsprogramm fortzufahren. In diesem dynamischen Umfeld haussieren die Börsen. Investoren nehmen dabei wieder Infrastruktur-Aktien in Augenschein, denn jeder möchte ein Stück ab haben vom Kuchen!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: HEIDELBERG.DRUCKMA.O.N. | DE0007314007 , ARGO GRAPHENE SOLUTIONS CORP | CA04021P1018 , DEUTSCHE POST AG NA O.N. | DE0005552004

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    DHL Group – Ein starker Partner für den Wiederaufbau

    Die DHL Group war in den vergangenen Jahren vor allem im Rahmen humanitärer Hilfe in der Ukraine aktiv und unterstützte gemeinsam mit der ukrainischen Post den Versand von über 60.000 Hilfspaketen aus Deutschland. Dieses Angebot endete im April 2025, da professionelle Hilfsorganisationen den Transport zunehmend übernommen haben und die organisatorische Lage durch ein Ende der Logistik-Drehscheibe in Polen komplexer wurde. Parallel dazu engagiert sich DHL Global Match seit Längerem im internationalen Warenverkehr für ukrainische Unternehmen. Diese Kooperation sichert zuverlässige Handelsströme nach Nordamerika und andere Märkte, was besonders für ukrainische Exporteure nach dem Krieg essenziell bleibt.

    Eine mögliche Nachkriegs-Beteiligung der DHL Group am ukrainischen Postwesen könnte als Beitragsgeber für den Wiederaufbau und die Modernisierung dienen. Stellvertretend hierfür laufen bereits Pilotprojekte: Gemeinsam mit Nova Post und der GIZ werden 2025 mobile Postfilialen und Sicherheitskapseln in Konfliktregionen eingerichtet, welche schnelle Postversorgung bei erhöhtem Sicherheitsstandard ermöglichen. Dabei bringt die DHL Group internationales Know-how, technische Lösungen und Netzwerkvorteile ein, um den Wiederaufbau nachhaltiger und effizienter zu gestalten.

    Die jüngsten Quartalszahlen der DHL Group zeigen Stärke trotz weltwirtschaftlicher Volatilität. Das operative Ergebnis wurde um 5,7 % auf 1,4 Mrd. EUR gesteigert, die EBIT-Marge verbesserte sich auf 7,2 %. Zwar sank der Gesamtumsatz leicht auf 19,8 Mrd. EUR, doch die starke Kostenkontrolle und ein hoher Cashflow untermauern den Aufwärtstrend. Die Prognose für das Gesamtjahr 2025 bleibt unverändert positiv. Die DHL Group festigt sich als maßgeblicher Player im globalen Postwesen und potenzieller Faktor im Wiederaufbau der Ukraine. Mit KGV 2025e 12,9 und 4,8 % Dividendenrendite ist die DHL Group-Aktie ein solider Depotanker.

    Argo Graphene Solutions – Das könnte der große Wurf sein

    Stark in innovativen Baustoffen zugunsten der Klimawende ist Argo Graphene Solutions aus Kanada. Das Unternehmen setzt in seiner jüngsten Vereinbarung mit Ceylon Graphene Technologies aus Sri Lanka einen sichtbaren Meilenstein im Ausbau seiner Position als Vorreiter für nachhaltige und leistungsstarke Baumaterialien. Ein aktueller Kaufvertrag umfasst eine Tonne hochwertige Graphenoxid-Paste, die für etwa 50 Tonnen flüssiger Dispersion ausreicht, ein entscheidender Rohstoff, welcher künftig als direkter Zusatz in Transportbeton eingesetzt wird. Diese fortschrittliche Technologie ermöglicht es Argo, Betonprodukte mit deutlich verbesserter Festigkeit, längerer Haltbarkeit und erheblich reduziertem CO2-Ausstoß herzustellen, ein klarer Wettbewerbsvorteil im wachsenden Markt für grüne Baustoffe.

    Das Produkt wird in Argos Mischanlage in Louisiana weiterverarbeitet und für den Vertrieb vorbereitet, wodurch eine durchgängige Lieferkette zwischen Sri Lanka und Nordamerika geschaffen wird. CEO Scott Smale betont, dass die Partnerschaft mit Ceylon Graphene nicht nur die Nachfrage nach hochwertigen Graphen-Materialien bedient, sondern auch eine langfristige strategische Zusammenarbeit begründet. Sie führt zu einer Positionierung von Argo in der globalen Bauindustrie. Wissenschaftliche Studien untermauern die enorme Leistungsfähigkeit von graphenverstärktem Beton: Bis zu 44 % höhere Druckfestigkeit, verbesserte Wärmeleitfähigkeit und eine Verdoppelung der Schutzwirkung gegen Mikro-Risse. Das erzeugt nicht nur technisch überlegene Baustoffe, sondern auch eine nachhaltige Lösung für die Industrie.

    Mit dieser Technologie reagiert Argo auf die steigende Nachfrage nach ökologischen und langlebigen Bauprodukten. Die Kombination aus innovativem Produkt, internationaler Partnerschaft und direkter Anwendung am Markt positioniert Argo Graphene Solutions als eine der vielversprechendsten Adressen im Bereich grüner Bauweise. Für Investoren eröffnet sich nach einer 500 % Rally und nachfolgender Konsolidierung auf ca. 0,75 CAD eine attraktive Einstiegschance in einen zukunftsgerichteten Wachstumssektor mit hohem Innovationspotenzial.

    Der Kurs der Argo Graphene Solutions hat allein in 2025 um rund 500 % zugelegt. Doch die Neubewertung sollte bald wieder neuen Schwung nehmen. Quelle: LSEG vom 07.08.2025

    Heidelberger Druck – Schneller Zugewinn schürt Hoffnung

    Wegen anhaltender Rüstungs-Euphorie macht die Aktie des Maschinenbauers Heidelberger Druck wahre Bocksprünge. Das Unternehmen startet das Geschäftsjahr 2025/26 mit Rückenwind und setzt nach Jahren schrumpfender Umsätze auf eine klare Neuausrichtung. Weg vom traditionellen Druckgeschäft, legt der Konzern den Fokus verstärkt auf Wachstumsfelder wie Energieversorgung und insbesondere Rüstungstechnologie. Ein wichtiges Signal hierfür ist die langfristige Partnerschaft mit Vincorion, einem Spezialisten für militärische Energiesysteme. Diese strategische Neuausrichtung fand an den Börsen deutlichen Anklang: Der Aktienkurs kletterte innerhalb von zwei Tagen von 1,60 auf 2,85 EUR, kam anschließend aber wieder auf rund 2,15 EUR zurück.

    Die Zahlen können sich sehen lassen. Im Auftaktquartal stieg der Umsatz um 15 % auf 466 Mio. EUR, insbesondere Europa und Asien zeigten eine starke Nachfrage. Auch das bereinigte EBITDA verbesserte sich signifikant von –9 auf 20 Mio. EUR, während der Auftragseingang mit 559 Mio. EUR eher stagnierte. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von –42 auf –11 Mio. EUR, blieb aber im negativen Bereich. Für das Gesamtjahr bestätigt Heidelberger Druck seine Prognose: Bei stabilem globalem Wirtschaftswachstum wird ein Umsatz von rund 2,35 Mrd. EUR erwartet, mit einer bereinigten EBITDA-Marge von bis zu 8 %.

    "Aufgrund unserer globalen Marktposition und einer verbesserten Kostenbasis sind wir gut ins neue Geschäftsjahr gestartet", sagt Jürgen Otto, CEO von Heidelberg. "Mit der Umsetzung unserer strategischen Maßnahmen im Kerngeschäft sowie neuen Optionen im Technology Umfeld, wie aktuell im Verteidigungssektor, blicken wir sehr zuversichtlich auf den Verlauf des Gesamtjahres."

    Obwohl die Rüstungssparte mit geschätzten 100 Mio. EUR Umsatzerlösen noch überschaubar ist, eröffnet die neue Fokussierung auf Defense-Technologie langfristige Chancen. 3 von 5 Experten auf der Plattform LSEG empfehlen die Aktie zum Kauf, allerdings ist durch den jüngsten Spurt das durchschnittliche Kursziel von 2,17 EUR schon erreicht. In kommenden Schwächephasen ist der Titel aber interessant.


    Die Auswahl attraktiver Aktien wird nach gut 20 % Indexzugewinn im Jahr 2025 zunehmend anspruchsvoll. Ein mögliches Kriegsende in der Ukraine öffnet neue Perspektiven für Investoren. Zu den Gewinnern dürfte die innovative Argo Graphene Solutions zählen, die durch nachhaltige Betonadditive im aktuellen Bau- und Infrastrukturmarkt besonders profitiert.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 30.12.2025 | 04:30

    Silber-Boom rast bis 100 USD oder doch nicht? Kritische Metalle im Fokus mit Antimony Resources, Airbus, Rheinmetall und Plug Power

    • Rüstungsindustrie
    • kritische Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • Wasserstoff
    • Energiewende

    Doch kein Frieden in der Ukraine? Die Rüstungsaktien werden hin- und her befördert wie heiße Kartoffeln, keiner möchte scheinbar investiert sein, wenn die Friedensflagge gehisst wird. Gestern ging es mit dem Defense-Sektor zeitweise um 4 % nach unten, Rheinmetall sank sogar unter die 1.500 EUR-Marke. Als dann enttäuschende Interviews mit Donald Trump aus Florida eintrafen, drehten die Titel wieder nach oben. Fakt bleibt, für den Rüstungs-Sektor braucht es kritische Metalle. Industrie-Riese Airbus kann sich eine Reihe neuer Aufträge sichern und bei Plug Power verschieben sich die Ziele immer weiter nach hinten. Steht wieder eine Kapitalerhöhung im Raum? Aussichtsreich bleibt Antimony Resources, denn die Kanadier besitzen das, was Donald Trump gerne hätte. Beurteilen Sie selbst!

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 29.12.2025 | 04:15

    Rekordjahr – wird es noch besser in 2026 für BYD, Kobo Resources, Palantir und DroneShield?

    • Gold
    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle
    • HighTech
    • E-Mobilität
    • Rüstungsindustrie

    Bei so viel positiver Rendite in 2025 fragen sich Investoren, wie es in 2026 weiter gehen wird. Gold und Silber markierten zum Jahreswechsel neue Allzeithochs. Aussichtsreiche Gold-Titel wie Kobo Resources machten in den letzten Wochen sogar über 40 %. Erfolgsverwöhnt sind auch die Anleger in Palantir Technologies, ein Wunderwerk der Höchstbewertung, aber immer noch auf der Kaufliste. Sehr interessant auch die V-Bewegung bei DroneShield, deren Aktien sich vom tiefen Ausverkaufsniveau im Dezember schon wieder verdoppeln konnten. Richtig spannend wird es auch bei BYD, denn hier steht die Eroberung Europas auf dem Plan. Auf was sollten Investoren achten?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 23.12.2025 | 06:00

    Sagenhafte Kursgewinne 2025: Almonty 8x, Rheinmetall 2x, kommt jetzt TKMS? Gewinne laufen lassen?

    • Wolfram
    • Geopolitik
    • Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • Rüstungsindustrie
    • Hightech

    Rohstoffwerte und Verteidigungsaktien gehörten 2025 zu den Favoriten der Anleger. Die Papiere von Rheinmetall haben sich diesem Jahr mehr als verdoppelt und seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sogar verzehnfacht. Eine besonders beeindruckende Rally hat Almonty Industries mit einer Kurs-Verachtfachung gezeigt. Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum, da das Unternehmen wichtige Alleinstellungsmerkmale und geopolitisches Gewicht bei der Bereitstellung des im Westen dringend benötigten strategischen Metalls besitzt, welches für Verteidigungsindustrie und Hightech-Branche essenziell ist. Die notwendige Versorgungssicherheit lässt auch Regierungen als Nachfrager anklopfen. Spannend ist zudem die Entwicklung des Börsenneulings TKMS. Die Auftragsbücher des Herstellers von U-Booten und Marineschiffen werden immer voller. Die Devise bei den genannten Aktien lautet für 2026: An Bord bleiben!

    Zum Kommentar