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Interview Clean Logistics: Wasserstoff-Kampfansage an Daimler + Co.


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BioTec CCI: „BioNTech zeigt, was bei vorbörslichen Beteiligungen möglich sein kann.“


06.07.2021 | 05:08

wallstreet:online, flatexDEGIRO, Commerzbank – Gewinne laufen lassen

  • Broker
  • Online Brokerage
  • Banken
Bildquelle: pixabay.com

Keine Zinsen, keine Handelskosten für Wertpapiere – das ergibt in einer 'Nach-Pandemie-Welt' eine exzellente Konstellation für weiter steigende Kurse. Broker und Wertpapierhandelsbanken fahren jedes Quartal neue Rekordgewinne ein. Argumente, warum es bald heftige Rückschläge geben könnte, werden kaum ernst genommen. Wir zeigen auf, mit welchen Aktien die Sommerparty steigen kann.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: WALLSTREET:ONLINE INH ON | DE000A2GS609 , FLATEX AG NA O.N. | DE000FTG1111 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001

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Thomas Soltau, CEO, wallstreet:online capital AG
"[...] Mit FondsDISCOUNT.de setzen wir uns bereits seit fast 20 Jahren für den Selbstentscheider ein und reduzieren nachhaltig die Kosten bei der Kapitalanlage. [...]" Thomas Soltau, CEO, wallstreet:online capital AG

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Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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WALLSTREET:ONLINE AG – Kapitalerhöhung und jede Menge Insiderkäufe

Mitte Juni führte die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung von 5% durch. 719.108 Anteilsscheine wurden für 26,60 EUR vom Bankhaus Metzler bei institutionellen Anlegern platziert. Damit flossen den Berlinern brutto rund 19 Mio. EUR zu. Zahlreiche Personen aus Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Folge ebenfalls zugegriffen. Die Aktie notiert momentan bei 26 EUR, womit der Wachstumswert 391 Mio. EUR auf die Börsenwaage bringt. Warburg Research bescheinigte dem Titel jüngst im Rahmen einer aktuellen Studie weiteres Aufwärtspotenzial. Die Analysten hoben das Kursziel von 25 EUR auf 34 EUR an. Damit tragen die Experten dem schneller als prognostizierten Wachstum Rechnung.

Die neuen Mittel dürfte das Unternehmen in die Expansion des Transaktionsgeschäfts stecken. Seit 2019 sind die Berliner mit dem Neobroker Smartbroker am Markt. Neobroker ermöglichen Anlegern sehr günstig, teilweise auch ohne Kosten, zu handeln. Dieser kostenlose Handel für Kunden lässt seit geraumer Zeit die Anzahl der Transaktionen explodieren und Wertpapierhandelbanken und Broker enorme Gewinne einfahren. Neobroker erhalten für jeden Trade ihrer Kunden, auch wenn diese kostenlos handeln, eine Gebühr von den Abwicklern – dies sind Plattformen oder Broker. Smartbroker differenziert sich nochmals, da er niedrige Konditionen und zusätzlich ein breites Produktspektrum anbietet.

Das stark skalierbare und dynamisch wachsende Transaktionsgeschäft bestimmt schon jetzt die Equity Story der Gesellschaft. Das etablierte Kerngeschäft Werbung mit hohen Margen ist aber für das aktuelle Wachstum noch von wesentlicher Bedeutung. Denn mit der richtigen Verzahnung von reichweitenstarken Portalen, der Verlinkung zum Handel von Wertpapieren, gepaart mit der ein oder anderen Produktinnovation, verleihen der Aktie viel Phantasie.

flatexDEGIRO AG – Altaktionäre trennen sich von Aktienpaketen

Mit der Übernahme des Konkurrenten Degiro im vergangenen Jahr, stieg Flatex, nun als flatexDEGIRO firmierend, zum größten europäischen Online-Broker für Privatkunden auf. Der SDAX-Konzern ist in 18 europäischen Ländern aktiv und formulierte im Frühjahr einen ambitionierten Mittelfristplan, wonach die Gesellschaft im Jahr 2026 sieben bis acht Millionen Brokerage-Kunden betreuen will. Vor wenigen Tagen nutzten dennoch die Altaktionäre von Degiro die Gunst der Stunde, um sich von Teilen ihrer Aktienpakete zu trennen.

Hintergrund ist laut Unternehmensaussage das Ziel, den Streubesitz der Aktien zu erhöhen und somit die Chance für einen MDAX-Aufstieg zu verbessern. Jeffries platzierte vor wenigen Tagen 650.000 Aktien zu je 109 EUR bei institutionellen Investoren. Verkäufer sind die Degiro-Mitgründer Kipei, Anderluh und Arrow. Diese halten nun immerhin noch rund 16% der Anteile. Momentan notiert die Aktie bei 116 EUR, was den Onlinebroker mit einer Marktkapitalisierung von 3,2 Mrd. EUR bewertet. Analysten bescheinigen dem Titel durchschnittlich ein Aufwärtspotenzial von 28%.

COMMERZBANK AG – europäisches Bankenumfeld macht Mut

Der Chef der EZB-Bankenaufsicht, Andrea Enria, hatte vor wenigen Tagen gute News für europäische Bankaktionäre parat. Seiner Meinung nach rückt das Ende des Dividendenstopps für Europas Banken näher. Die Datenlage habe gezeigt, dass die Institute widerstandsfähig, gut kapitalisiert und in der Lage seien, Haushalte und Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen, begründete der Chefaufseher seine Einschätzung. „Vor diesem Hintergrund wird auch die europäische Bankenaufsicht Ende September Schritte in Richtung Normalisierung unternehmen, da wir - sofern es keine negativen Überraschungen gibt - planen, unsere außerordentliche Empfehlung an alle Banken aufzuheben, keine Dividenden auszuschütten und keine Aktienrückkäufe durchzuführen", so Enria.

Die EZB hatte die europäischen Bankinstitute im Verlauf der Corona-Pandemie aufgefordert, möglichst bis Ende September 2021 keine Dividenden auszuschütten und keine eigenen Aktien zurückzukaufen. Die Commerzbank betrifft dies derzeit nur indirekt, da die Bank momentan noch einen Transformationsprozess durchläuft. Durch massive Kosteneinsparungen, insbesondere durch Filialschließungen, will das Institut die Kostenbasis bis 2024 um 20% senken. Sollte die Bank den Turnaround nachhaltig schaffen, wonach es derzeit aussieht, könnte sich der Titel zu einem echten Value-Play entwickeln. Die Anteilsscheine notieren bei rund 6 EUR und damit deutlich unter Buchwert.


Onlinebroker und NeoBroker gehören zu den Favoriten, um von einem weiter positiven Börsenumfeld zu profitieren. FlatexDEGIRO ist hier sicherlich der Platzhirsch mit einer Marktkapitalisierung von über 3 Mrd. EUR. Wesentlich spannender finden wir wallstreet:online, da die Berliner erst am Anfang eines sehr starken Wachstums stehen. Wer den europäischen Bankensektor plus Turnaround spielen will, für den ist die Aktie der Commerzbank interessant.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Aufsichtsrat – Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan der Aktiengesellschaft und wird von der Hauptversammlung bestellt.
  3. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
  4. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens
  5. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  6. Vorstand – Das eigenverantwortliche und geschäftsführende Organ einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar von Armin Schulz vom 11.10.2021 | 05:50

Allianz, wallstreet:online, Commerzbank – Quo vadis Aktienmarkt?

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Die Märkte sind momentan hoch nervös. Zuerst gingen die Corona-Zahlen wieder nach oben, dann stand der chinesische Immobilienriese Evergrande vor dem Kollaps und die Lieferketten sind noch immer nicht zurück im Takt. Die Folge waren fallende Indizes. Das führt automatisch zu mehr Angst, wie auch der Fear and Greed Index zeigte. In der vergangenen Woche beruhigte sich der Markt etwas und der Angst-Index ging von 27 auf 34 Punkte zurück. In Deutschland kommt hinzu, dass sich, aufgrund fehlender Zinsen, mehr Menschen in Aktienanlagen versucht haben. Laut dem Global Wealth Report wuchs der Kauf von Wertpapieren um 65%. Viele der neu dazugekommenen Aktionäre kennen nur steigende Aktienmärkte. Eine Konsolidierung würde dem Markt nicht schaden. Auf der anderen Seite gibt es momentan kaum eine Alternative zur Geldanlage. Es bleibt spannend.

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Das Börsenumfeld bleibt positiv. Die hohe Inflation gepaart mit niedrigen Zinsen machen Aktien zum richtigen Anlagevehikel. Wer Titel sucht, die merklich hinter den Verlaufshochs der letzten 12 Monate liegen, sollte sich die nachfolgenden ziemlich verschiedenen Gesellschaften näher anschauen. Wer liegt am Ende des Jahres vorn?

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Kommentar von Fabian Lorenz vom 02.09.2021 | 05:53

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Rekordniveaus wohin man schaut: DAX, MDAX, TechDAX. Abgesehen von kleineren Korrekturen haben die vergangenen Monate Börsianern insgesamt viel Spass gemacht. Insbesondere Unternehmen, die von der Corona-Pandemie profitieren, gehörten zu den Highflyern. Dazu zählten nicht nur Impstoffhersteller wie BioNTech oder Moderna, sondern beispielsweise auch der Kochboxenversender Hellofresh, das Softwareunternehmen Teamviewer und die wallstreet:online. Letztere sind nicht nur Börsenportalbetreiber, sondern mischen mit ihrem Smartbroker den Markt der Online-Broker auf. Alle drei Unternehmen haben zwischenzeitlich auch konsolidiert – mal heftiger, mal weniger heftig – und werden von Analysten weiterhin empfohlen. Die Kursziele liegen bis zu 50% über den aktuellen Werten.

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