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Stefan Kempf, Vorstand, aifinyo AG

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Interview mit Stefan Kempf, Gründer und Vorstand des B2B-Fintechs aifinyo AG


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Interview Clean Logistics: Wasserstoff-Kampfansage an Daimler + Co.


Hans Hinkel, CEO/COO, BioTec CCI AG

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BioTec CCI: „BioNTech zeigt, was bei vorbörslichen Beteiligungen möglich sein kann.“


26.03.2021 | 05:10

wallstreet:online, Palantir, TUI, Lufthansa – Digitalisierung auf Reisen!

  • Digitalisierung
Bildquelle: pixabay.com

Gestern mussten die Chefs von Facebook, Google und Twitter vor dem Kongress aussagen, wie sie in Zukunft sicherstellen wollen, dass es auf ihren Plattformen zu keiner Verbreitung von Falschinformationen kommt. In virtuellen Auftritten vor speziellen Wirtschaftsausschüssen sollten sie ihre Maßnahmen darstellen, um diverse Vorgänge im Zusammenhang mit der US-Wahl 2020 und der Covid-19 Pandemie zu erklären. Auf dem Spiel steht das rechtliche Schutzschild, das ihre Plattformen davor schützt, für die Beiträge ihrer Nutzer haftbar gemacht zu werden, bekannt als Abschnitt 230 des Communications Decency Act. Sollte dieses Gesetz geändert werden, könnten Plattformen für ihre Inhalte zur Verantwortung gezogen werden. Die Digitalisierung hat offensichtlich Sonnen- und Schattenseiten.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DE000A2GS609 , US69608A1088 , DE000TUAG000 , DE0008232125

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Christoph Möltgen, CIO, Berner SE
"[...] Der Besuch eines Vertriebsmitarbeiters bei einem Kunden mit dem Ziel, möglichst viele Aufträge an Land zu ziehen, wird aber im direkten Face-to-Face-Vertrieb mehr und mehr an Bedeutung verlieren. [...]" Christoph Möltgen, CIO, Berner SE

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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wallstreet:online AG – Die Spinne im Netz der Finanzinformationen

Die wallstreet:online-Gruppe mit ihren knapp 200 Mitarbeiter ist schon lang kein reines Finanzinformations-Unternehmen mehr. Die letzten 10 Jahre wurde sehr stark in Digitalisierung und Modernisierung investiert. Heute beherbergt das Unternehmen neben den bekannten Plattformen wallstreet-online.de, boersenNews.de, FinanzNachrichten.de und ARIVA.de auch den renommierten Smart Investor, ein Printmagazin für den fortgeschrittenen und kritischen Investor. Mit rund 350 Millionen Seitenaufrufen ist die Gruppe der mit Abstand größte verlagsunabhängige Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum und die Nr. 1 unter den Finanz-Communities.

Ende Februar gab es Zahlen für 2020 und einen Ausblick auf das laufende Jahr. Die Fans der WO-Aktie werden insbesondere die Aussichten der neuen Brokerplattform Smartbroker in Augenschein nehmen, denn hier gab es durch die Integration der Kunden der Volkswagen-Bank einen gewaltigen Expansionsschritt in die Zukunft. Der Umsatz betrug im Jahr 2020 rund 28 Mio. EUR, die Kernsparte „Portalgeschäft“ wuchs um gut 25%. Auf bereinigter EBITDA-Basis betrug der operative Gewinn 4,3 Mio. EUR, das lag in der Mitte der Erwartungen.

Freilich wurde im letzten Jahr sehr viel Geld für Investition in die Hand genommen, das EBITDA wäre sonst um 7,6 Mio. EUR höher ausgefallen. Die Anlaufkosten der wallstreet:online capital AG trugen ca. -0,1 Mio. EUR zum Gruppenergebnis , der Verkauf der Beteiligung an der Trade Republic GmbH brachte einen Gewinn von 2,7 Mio. EUR. Insgesamt eine runde Geschichte.

Der Vorstand stellte die Erfolge in der Digitalisierung und in der Qualität der Finanzinformationen im Hinblick auf die private Vorsorge im Umfeld niedriger Zinsen heraus, hier wird sich die Ertragskraft auch über Werbeeinnahmen mittelfristig deutlich steigern lassen. Langfristig werden die Zahlen aber durch das neue Geschäftsfeld „Smartbroker“ angetrieben, man will sich nun zum Online-Broker mit integrierter Finanz-Community wandeln. Für 2021 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 45 bis 50 Mio. EUR an. Die W:O-Aktie schoss im Februar auf sagenhafte 29,70 EUR, nun tritt wieder etwas Normalität zu Tage, denn eine Kapitalisierung von 262 Mio. EUR ist immer noch doppelt so hoch wie im Oktober 2020. Kaufen Sie sich strategisch zwischen 16-20 EUR wieder ein. Die Story ist mittelfristig hochinteressant!

Palantir Technologies – Starke Korrektur vom Hoch

Bei Palantir Technologies gab es zuletzt einen regelrechten Abverkauf. Die Aktie stürzte vom Hoch bei rund 45 USD auf unter 22 USD ab und konsolidiert derzeit auf niedrigerem Niveau. Schuld war sicherlich auch der CEO Alex Karp, der zeitweise vor zu starker Euphorie in seiner Aktie gewarnt hatte. Die Anleger folgten seinen Äußerungen und verkauften. Immerhin war Palantir erst im Herbst 2020 mit 7,50 USD an den Markt gekommen. Der Datenspezialist aus den USA legte damals einen brillanten Börsenstart auf das Parkett.

Palantir wird allerdings sehr kritisch beäugt, da das SAAS-Geschäftsmodell im Kern das Sammeln und Auswerten von hochsensiblen, personenbezogenen Daten vorsieht. Da dies sehr hohe Relevanz für internationale Geheimdienste hat, sind auch das US-Militär und die britische Regierung seit einigen Jahren große Kunden. Für europäische Datenschützer sieht man in Palantir schon die Vorstufe zur chinesischen Überwachungspolitik.

Doch Palantir ist ein Digital-Unternehmen par excellence. Mit einem prognostizierten Wachstum von über 30% pro Jahr in den Jahren 2021/2022 ist die hohe Bewertung im Umfeld der prominenten Nasdaq-Technologiewerte vertretbar. Es darf nur zu keinen negativen Überraschungen kommen!

TUI AG – Hin und Her im Lockdown

Die TUI AG wird in der politischen Entscheidungsfindung zur deutschen Urlaubsplanung für den Sommer hin und her geschüttelt. In einer Woche darf gebucht werden, in der anderen muss schon fast wieder storniert werden. Blinder Aktionismus in der Pandemie zeigt die Ratlosigkeit der Regierenden, die richtigen Maßnahmen zu verkünden.

Das Ende vom Lied heißt: Unkalkulierbare Sprunghaftigkeit in Regeln und Vorgaben für Auslandsreisen, ein Alptraum für die Fans der Tui-Aktie. Sie wurde vom positiven Mallorca-Votum zuerst über 5 EUR nach oben gerissen, dann sorgten die vielfachen Hindernisse für einen sorgenfreien Sommerurlaub für einen erneuten Einbruch auf 4 EUR. Defacto ist die Aktie ist eine fundamentale Wette auf zukünftige Buchungs- und Einnahmeströme in Europa. Solange der Virus hier zu großen Einschränkungen führt und die Impfquote administrativ nicht von der Stelle kommt, bleibt das Risiko in der Aktie beträchtlich. Spekulativer Wert mit digitalem Ausgang: Hop oder Top!

Lufthansa – Noch nicht über den Berg

Auch bei Lufthansa steht ein digitales Ergebnis an, denn was für die Tui gilt, kann auch für die Airlines entscheidend werden. Nach Monaten der Tristesse klingelten bei der Lufthansa-Tochter Eurowings durch die Spontan-Buchungen urlaubshungriger Bürger wieder die Kassen. Denn die aufgestockten Flüge nach Mallorca fanden bei deutlich höheren Preisen reißenden Absatz. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen, denn das RKI kann Mallorca jederzeit wieder zum Risikogebiet erklären. Dann könnten viele Buchungen wegen der darauffolgenden Quarantänepflicht nicht durchgeführt werden.

Die aktuellen Unsicherheiten belegen, dass der Luftfahrtbranche noch ein haariger Weg zurück zur Normalität bevorsteht. Die Lufthansa wird kein weiteres Staatspaket bekommen und muss mit einer aktuellen Auslastung trotz stark reduziertem Angebot von etwa 50% leben, die operativen Verluste sind beträchtlich. Sollte der Sommer uns allen eine Reise ermöglichen, dann wird auch die Kranich-Aktie wieder abheben. Charttechnisch sollte die 9,50 EUR aber vorher keinesfalls unterschritten werden, denn sonst droht Ungemach.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
  3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  4. Vorstand – Das eigenverantwortliche und geschäftsführende Organ einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar von André Will-Laudien vom 20.09.2021 | 04:44

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Rekordniveaus wohin man schaut: DAX, MDAX, TechDAX. Abgesehen von kleineren Korrekturen haben die vergangenen Monate Börsianern insgesamt viel Spass gemacht. Insbesondere Unternehmen, die von der Corona-Pandemie profitieren, gehörten zu den Highflyern. Dazu zählten nicht nur Impstoffhersteller wie BioNTech oder Moderna, sondern beispielsweise auch der Kochboxenversender Hellofresh, das Softwareunternehmen Teamviewer und die wallstreet:online. Letztere sind nicht nur Börsenportalbetreiber, sondern mischen mit ihrem Smartbroker den Markt der Online-Broker auf. Alle drei Unternehmen haben zwischenzeitlich auch konsolidiert – mal heftiger, mal weniger heftig – und werden von Analysten weiterhin empfohlen. Die Kursziele liegen bis zu 50% über den aktuellen Werten.

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