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05.03.2026 | 05:00

Zwischen Marktpanik und Profit: Was Almonty mit Apple und IBM verbindet

  • Wolfram
  • Marktturbulenzen
  • DotCom-Crash
  • Vergleich
  • Geschäftsmodell
  • Monopol
Bildquelle: KI

Der Krieg im Iran ist längst zu einem Flächenbrand in Nahost geworden – Energiepreisschocks inklusive. Besonders typisch für dieses Marktumfeld war der Handel am Dienstag. Der Tag spiegelt die psychologische Verfassung der Marktteilnehmer perfekt wider. Getrieben von Horror-Nachrichten aus dem Nahen Osten und der Sorge vor einer globalen Energiekrise erlebten viele Titel drastische Schwankungen. Doch während viele Werte noch immer unter Druck sind, offenbarte die Aktie von Almonty ein Muster, das erfahrene Marktteilnehmer als Zeichen relativer Stärke deuten. Nachdem das Papier zunächst deutlich nachgegeben hatte, setzte eine rasante Stabilisierung ein, die den Kurs noch vor Handelsschluss wieder deutlich nach oben trieb. In Phasen extremer Unsicherheit suchen Investoren nicht nach kurzfristigen Spekulationen, sondern nach Unternehmen mit einzigartiger Marktstellung, einer krisenfesten Margenstruktur und einem operativen Potenzial, das auf unersetzlichen Ressourcen basiert. Wir ziehen historische Vergleiche und erklären, dass selbst Dickschiffe wie IBM oder Apple in der Vergangenheit Gegenwind aushalten mussten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , APPLE INC. | US0378331005 , IBM | US4592001014

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Inhaltsverzeichnis:


    Apple und die Lektionen des Dot-Com-Crashs

    Historisch gesehen waren es oft genau die Momente der Panik, die sich im Nachhinein als die besten Kaufgelegenheiten für langfristige Investoren erwiesen. Die Geschichte von Apple ist geprägt von extremen Phasen der Volatilität, die heute im Glanz des Erfolgs oft vergessen werden. Am 29. September 2000 erlebte der Technologiekonzern den schwärzesten Tag seiner Börsengeschichte, als die Aktie an einem einzigen Tag knapp 51,89 % ihres Wertes verlor. Der Auslöser für diesen Einbruch war eine Gewinnwarnung aufgrund schwächelnder Nachfrage nach dem Power Mac G4. Wer damals jedoch den Mut aufbrachte, inmitten der Marktpanik zu investieren, setzte auf ein Unternehmen, das mit innovativen Produkten die Welt veränderte und seinen Anlegern atemberaubende Renditen bescherte. Ein Vierteljahrhundert nach diesem Crash präsentiert sich Apple als ein Gigant, dessen Kennzahlen alle Maßstäbe sprengen. Im ersten Geschäftsquartal 2026 verzeichnete der Konzern einen Gesamtumsatz von 143,8 Mrd. USD sowie einen Nettogewinn von 42,1 Mrd. USD, was die Wandlung vom Hardware-Verkäufer zu einem hochprofitablen Dienstleister belegt. Wer am 29. September 2000 mutig kaufte, ist heute reich.

    IBM und die Kraft der operativen Transformation

    Der IT-Konzern IBM bietet ein weiteres Lehrstück über Resilienz und den Umgang mit kurzfristigen Schocks. In den 1970er Jahren sah sich das Unternehmen mit einer langwierigen Kartellklage konfrontiert, in deren Verlauf der eigene Marktanteil von über 50 % auf etwa 31 % sank. Doch unter der Oberfläche dieser juristischen Erschütterungen bereitete IBM den nächsten Sprung vor und entbündelte seine Software von der Hardware, was als Geburtsstunde der modernen Softwareindustrie gilt. Auch im Februar 2026 erlebte die Aktie einen kurzen Einbruch von 13,2 %, nachdem das Startup Anthropic ein Tool zur Automatisierung von COBOL-Systemen vorgestellt hatte. Der Markt übersah in seiner Panikreaktion, dass IBM bereits eine enge Partnerschaft mit diesem Entwickler eingegangen war, um KI-Technologien in das eigene Portfolio zu integrieren. Mit einem freien Cashflow von 14,7 Mrd. USD im Gesamtjahr 2025 beweist IBM, dass das Unternehmen in der Lage ist, neue Technologien als Wachstumstreiber zu nutzen.

    Almonty und das Potenzial der Knappheit

    Heute befindet sich auch Almonty in einer entscheidenden Phase, die im Börsenalltag hin und wieder als volatil wahrgenommen wird, die aber operativ enorme Chancen bietet: Das Geschäftsmodell des Bergbauunternehmens basiert auf der Erkenntnis, dass globale Lieferketten anfällig sind. Der März 2026 geht als Monat in die Geschichte ein, in dem Schattenkriege im Nahen Osten in offene Konfrontationen übergingen und eine faktische Blockade der Straße von Hormus auslösten. In einer Welt, die sich in geopolitische Blöcke aufteilt, hat sich Almonty darauf spezialisiert, die westliche Versorgung mit Wolfram abzusichern. CEO Lewis Black fasste das Credo des Unternehmens bei seiner jüngsten Präsentation beim International Investment Forum (IIF) in einem Satz zusammen, der angesichts der Weltlage sehr treffend wirkt: „Wir haben, was viele wollen“. Da die US-Regierung den Import von chinesischem Wolfram für militärische Zwecke ab 2027 strikt untersagt hat, festigt Almonty seine Position als einziger relevanter westlicher Lieferant für dieses Rüstungs- und Industriemetall.

    Dynamischer Aufwärtstrend - Almonty bleibt dank seiner herausragenden Marktstellung eine vielversprechende Aktie.

    Margenstärke durch die reaktivierte Sangdong-Mine

    Das Herzstück der operativen Neuausrichtung des Unternehmens ist die historische Sangdong-Mine in Südkorea, die im Dezember 2025 den Übergang in die Produktionsphase vollzogen hat. Das Projekt verfügt über Erzgrade, die weit über dem globalen Durchschnitt liegen und soll in der Endausbaustufe rund 40 % des Marktes außerhalb Chinas bedienen. Die Marktdynamik spielt dem Unternehmen dabei massiv in die Karten. Ammoniumparatungstat (APT), die wichtigste Handelsform von Wolfram, erlebte eine Preisexplosion von ehemals 300 USD auf aktuell knapp 2.000 USD pro Tonne, wobei Analysten teils weiteres Potenzial sehen. Mit niedrigen Produktionskosten von schätzungsweise 300 USD pro MTU würde Almonty in diesem Marktumfeld eine enorme Bruttomarge von rund 80 % erzielen, die einen großen Puffer gegen operative Risiken bietet.

    Nach den erfolgreichen Kapitalerhöhungen im Jahr 2025 ist die Bilanz zudem stark aufgestellt. Die prompte Erholung der Aktie an Tagen extremer Marktpanik ist ein klares Signal dafür, dass clevere Investoren das Zeitfenster nutzen, um sich bei einem Unternehmen mit starker Preissetzungsmacht in Stellung zu bringen. Almonty ist in einer einzigartigen Position, um unabhängig von exogenen Schocks in Zukunft satte Renditen einzufahren. Während IBM in den 1970ern und Apple Anfang der 2000er zumindest Konkurrenz hatten, ist Almonty aufgrund der langen Vorlaufzeiten bei der Entwicklung von Bergbau-Projekten und der wenigen wirklich guten Wolfram-Lagerstätten weltweit in einer noch besseren Position als die beiden Tech-Pioniere.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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