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28.08.2026 | 04:00

10.000 USD - Gold holt zum großen Schlag aus! Anglogold, Endeavour Mining, Sibanye-Stillwater und DRC Gold am Drücker

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Bildquelle: Pixabay

Es mutet schon komisch an, wenn man die Kursziele für Gold im Netz vergleicht. Da gibt es die Analysten der Investmentbanken, die sichtlich ihrer Unabhängigkeit sehr eingeschränkt sind und eben das liefern müssen, was der Kunde bezahlt. Dann gibt es viel freie Systemkritiker, die das beliebte Edelmetall (damit auch Silber und Platin) seit Jahren akkumulieren, um nach dem Systemcrash der Währungen besser dazustehen als andere. Und dann gibt es viele Spekulanten, die ohne recht viel Wissen zu Fundamentaldaten einen Spotpreis leerverkaufen und sich nachher wundern, dass die Eindeckung nicht mehr funktioniert, wie es im Januar der Fall war. Auf der Minenseite stellt sich das Problem anders dar. Geologen kämpfen mit schrumpfenden Vorkommen, Manager erzählen vom Leid ständig steigender Kosten. Um es auf einen Nenner zu bringen: Das Metall ist mit vielen Sagen umwogen, physisch extrem knapp und Notenbanken kaufen ständig zu. Alles in Allem sehr stimmig – warum also keine 10.000 USD als Kursziel proklamieren. In den nächsten 3 Jahren könnte das durchaus Realität werden. Welche Aktien erscheinen in diesem Kontext interessant?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DRC GOLD CORP. | CA23347H1064 | CSE: DRC , ANGLOGOLD ASHANTI LTD.ADR | US0351282068 , ANGLOGOLD ASHANTI PLC | GB00BRXH2664 , SIBANYE STILLWATER LTD. | ZAE000259701 , ENDEAVOUR MINING PLC | GB00BL6K5J42

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Inhaltsverzeichnis:


    Gold in Afrika – Anglogold Ashanti und Endeavour Mining auf Rekordkurs

    Die beiden Bergbau-Giganten AngloGold Ashanti und Endeavour Mining reiten dank der historischen Goldpreis-Rally auf einer gigantischen Erfolgswelle, packen ihre Afrika-Strategie jedoch völlig unterschiedlich an. Während die weit verzweigte AngloGold Ashanti ihr Glück in einer breiten geografischen Diversifikation sucht und ihre Flaggen quer über den Kontinent in Tansania, Ghana, Guinea, Ägypten sowie der DR Kongo hisst, setzt Endeavour Mining als fokussierter Pure Player voll und ganz auf das hocheffiziente westafrikanische Golddreieck in Senegal, Côte d'Ivoire und Burkina Faso. Die nackten Zahlen zeichnen aber ein einheitliches Bild der Freude: Beim Produktionsvolumen trennen die beiden Schwergewichte Welten, denn AngloGold Ashanti spielt in einer ganz eigenen Liga. Nach bärenstarken 3,1 Mio. Unzen im Vorjahr peilt der Riese für das Gesamtjahr 2026 eine erneut gigantische Fördermenge zwischen 2,80 und 3,17 Mio. Unzen Gold an. Demgegenüber gibt sich Endeavour Mining etwas kompakter, glänzt dafür aber mit chirurgischer Präzision und steuert für 2026 eine ebenfalls beachtliche, stabil bestätigte Produktion von 1,09 bis 1,27 Mio. Unzen an. Dieses Unzen-Duell spiegelt sich eins zu eins in den jüngsten Geschäftszahlen wider, die an den Märkten für echte Furore sorgen. AngloGold Ashanti feierte einen sensationellen Umsatzsprung und pulverisierte alte Rekorde mit einem freien Cashflow von sagenhaften 2,9 Mrd. USD, während der bereinigte Gewinn in Q2 um phänomenale 58 % auf die runde Marke von 1 Mrd. USD nach oben schoss. Endeavour Mining untermauert seine enorme Profitabilität im ersten Halbjahr 2026 mit einem bereinigten EBITDA von stolzen 1,61 Mrd. USD, immerhin ein sattes Plus von 38 %. Gekrönt wird das Ganze bei Endeavour durch einen historischen Rekord-Free-Cashflow von 761 Mio. USD allein in den ersten 6 Monaten des Jahres 2026, womit beide Konzerne eindrucksvoll beweisen, wie man die aktuelle Marktlage in pure Rendite für die Aktionäre verwandelt. Die Analysten auf der Plattform LSEG Refinitiv sehen Anglogold nach über 50 % Plus in 6 Monaten als überbewertet an, hingegen vermutet man bei Endeavour Mining noch Luft von 10 % nach oben. Werfen Sie eine Münze!

    DRC Gold – Der Kilo-Moto-Hebel wird jetzt konkret

    Abseits der großen Afrika-Player begibt sich der deutsche Star-Geologe Thomas Eckhof mit seiner DRC Gold auf den Weg ein Millionen Unzen-Potenzial zu heben. Das Unternehmen entwickelt sich gerade vom spekulativen Afrika-Explorer zu einer deutlich fokussierteren Goldstory, denn mit dem Giro- und Nizi-Projekt hat das Unternehmen inzwischen zwei große Liegenschaften im Kilo-Moto-Goldgürtel der Demokratischen Republik Kongo vertraglich unter Zugriff. Besonders Giro besitzt mit 497 km² eine für einen Junior außergewöhnliche Dimension und liegt lediglich rund 35 Kilometer westlich der von Barrick betriebenen Kibali-Mine, die mehr als 600.000 Unzen Gold pro Jahr produziert.

    DRC Gold kann sich über die im Februar 2026 verbindlich vereinbarte Transaktion zunächst bis zu 65 % an Giro und Nizi sichern, womit aus der ursprünglichen Projektidee eine konkrete Beteiligungsplattform geworden ist. Das eigentliche Bewertungsargument liegt bei Giro in der historischen Ressource von Kebigada, die 69,2 Mio. Tonnen mit 1,09 g/t Gold beziehungsweise 2,43 Mio. Unzen in der angezeigten und weitere 54,4 Mio. Tonnen mit 0,95 g/t beziehungsweise 1,66 Mio. Unzen in der abgeleiteten Kategorie ausweist. Zusammen mit Douze Match ergibt sich damit ein historisches Inventar von rund 4,4 Mio. Unzen Gold, wobei die Mineralisierung bei Douze Match über rund 2,6 Kilometer Streichlänge und bis zu 600 Meter Breite definiert wurde. Entscheidend ist nun weniger die bloße Größe dieser historischen Zahlen als die Frage, wie viel davon durch moderne Exploration bestätigt, erweitert und in einen aktuellen technischen Ressourcenstandard überführt werden kann. An dieser Stelle vermuten wir potenzielle Kurstreiber, denn eine belastbare neue Ressourcenschätzung könnte aus einem wenig beachteten Explorer einen wesentlich greifbareren Asset-Case machen.

    Nizi liefert einen zweiten Hebel: Das 113 km² große Projekt beherbergt die historische King-Leopold-Untertagemine und weist neben bereits erschlossenen Bereichen mehrere bislang nur begrenzt modern explorierte Aderstrukturen auf, sodass sowohl hochgradige als auch größere, niedriggradigere Mineralisierungssysteme denkbar sind. Unterstützung kommt vom Goldmarkt selbst, der nach der jüngsten Konsolidierung nun wieder Fahrt aufnimmt. Auch die ganz Großen machen mit: Im zweiten Quartal 2026 kauften Zentralbanken netto 289 Tonnen Gold, während die globale Goldnachfrage im ersten Halbjahr auf 2.522 Tonnen und einen Rekordwert von 380 Mrd. USD stieg, was die fundamentale Nachfragebasis für Explorationswerte zusätzlich untermauert. Für DRC Gold ist zudem die Kapitalmarktseite interessanter geworden, nachdem David Wargo, CEO und Head of Investment Banking von SCP Resource Finance und zuvor Sprott Capital Partners, in den Verwaltungsrat berufen wurde und damit zusätzliche Erfahrung bei Finanzierung und Transaktionen einbringt. Im Juli wurden zudem 5,9 Mio. Aktienoptionen mit vierjähriger Laufzeit und einem Ausübungspreis von 0,35 CAD an Direktoren, Berater und einen Mitarbeiter vergeben, was zugleich einen aktuellen Referenzpunkt für die Incentivierung des Teams darstellt. Die Investment-Story bleibt fundamental höchst beobachtungswert, zumal die Options-Intensivierung erst mit 50 % Aufschlag startet.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit Gründer Klaus Eckhof über die besonderen Chancen für seine Gold-Projekte in Ost-Afrika. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/gOlsNrnwTSI

    Sibanye-Stillwater – Platin und PGE sind einen zweiten Blick wert

    Noch südlicher stoßen wir auf den afrikanischen Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater. Das Unternehmen meldet sich im aktuellen Quartal mit einer beeindruckenden operativen Kehrtwende zurück. Höhere Preise für Gold, Platin und die gesamten Platingruppenmetalle (PGE) verleihen dem diversifizierten Rohstoffriesen massiven Rückenwind am Markt. Das Unternehmen profitiert dabei von der globalen Rallye bei Edelmetallen und gleicht historische Tiefs mit deutlich verbesserten operativen Margen aus. Vor allem das südafrikanische Goldgeschäft profitiert massiv von den jüngsten Rekordpreisen und sorgt für einen starken Cashflow. Parallel dazu stabilisieren sich die PGM-Minen in Südafrika spürbar, was die geförderten Unzen bei Platin und Palladium wieder auf einen verlässlichen Wachstumskurs bringt. Auch die US-amerikanischen PGE-Aktivitäten glänzen dank eines drastisch gestiegenen Preiskorbs für Platingruppenmetalle und steuerlicher Erleichterungen mit einem satten Gewinnplus. Für ein echtes Ausrufezeichen sorgt zudem das boomende Recycling-Segment des Konzerns, das Sekundärmetalle hocheffizient zurück in den globalen Kreislauf führt. Durch dieses Zusammenspiel rechnet das Management für das abgeschlossene Halbjahr mit einem regelrechten Gewinnsprung beim Gewinn je Aktie von über 560 %. Sibanye-Stillwater beweist damit eindrucksvoll, dass es weit mehr als nur ein klassischer Platinproduzent ist. Die Aktie handelt gerade mit einem KGV 2026e von 9,7. Mittelfristig ist der Titel hoch interessant.

    In den letzten 12 Monaten legte unsere Vergleichsgruppe zwischen 40 und 160 % zu. An der Spitze DRC Gold dicht gefolgt von Anglogold Ashanti, aber auch Endeavour Mining und Sibanye-Stillwater machen richtig Spaß. Man bekommt den Eindruck, dass man mit Gold in Afrika derzeit wenig falsch machen kann. Quelle: LSEG vom 27.08.2026

    Gold macht wieder Spaß! Denn enormer Rückenwind kommt vom physischen Spotmarkt selbst, der nach Einschätzung des World Gold Council strukturell von geopolitischer Unsicherheit und der strategischen Diversifizierung staatlicher Reserven getragen wird: In der jüngsten Zentralbankstudie erwarten 89 % der befragten Institute steigende globale Goldreserven in den kommenden 12 Monaten, während rekordhohe 45 % sogar höhere eigene Bestände prognostizieren. Na dann los!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Der westliche Rüstungsboom stößt auf einen wenig beachteten Engpass. Das Nadelöhr heißt Wolfram. Während China den Weltmarkt dominiert und Exporte beschränkt, fährt Almonty die strategisch bedeutende Sangdong-Mine in Südkorea hoch. Diese soll mittelfristig 40 % des westlichen Bedarfs außerhalb Chinas stillen. Diese Position, Höchstpreise bei Wolfram und ein großes Cashpolster, welches die Gesellschaft derzeit für Aktienrückkäufe nutzt, untermauern den großen Handlungsspielraum. Renk und Rheinmetall als Rüstungsunternehmen liefern das industrielle Gegenstück. Prall gefüllte Auftragsbücher, steigende Margen und ein Rüstungszyklus, der weit über das laufende Jahrzehnt hinausgeht sprechen für die Branche. Aber können die Gesellschaften auch das enorme Wachstum stemmen? Bietet die Kurskorrektur nun eine Chance oder sind die Zukunftserwartungen zu ambitioniert?

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    Geopolitische Spannungen, Zweifel an den klassischen Reservewährungen und die Käufe der Notenbanken halten den Goldpreis auf einem Niveau von über 4.000 USD je Unze. Besonders China setzt Signale. Die Zentralbank der Volksrepublik erhöhte ihre Goldreserven zur Jahresmitte auf 2.346 Tonnen. Gleichzeitig schließen mehrere Großbanken des Landes bestimmte Zugänge zum privaten Handel mit „Papiergold“ und gehebelten Edelmetallkontrakten. Hohe Edelmetallpreise übersetzen sich bei Produzenten wie Barrick Mining und Pan American Silver in hohe Gewinne und Cashflows und führen ebenso zu steigenden Ausschüttungen an Aktionäre. Bei Barrick ist zudem der Weg frei für das IPO der nordamerikanischen Gold-Assets bis Ende des Jahres, wodurch verborgene Werte gehoben werden sollten. Deutlich mehr Hebel bieten Entwickler wie Lahontan Gold. Lahontan ist dabei die früher produzierende Santa-Fe-Mine in Nevada zu reaktivieren, welche laut dem jüngsten Newsflow rund 2,4 Mio. Unzen Goldäquivalent ausweist. Die bis Ende September erwartete vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie könnte zum Befreiungsschlag für die Aktie werden.

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