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25.08.2026 | 05:10

Alkane Resources, Desert Gold Ventures, Westgold Resources – Gold-Korrektur beendet?

  • Edelmetalle
Bildquelle: Pixabay

Gold meldet sich mit Macht zurück. Der Preis des Edelmetalls sprang zum Wochenschluss über 4.600 USD je Unze und verbuchte mit 5,6 % das dritte Wochenplus in Folge. Für Produzenten bedeutet das steigende Margen und Cashflows, während bei Explorern bislang unwirtschaftliche Vorkommen erheblich an Attraktivität gewinnen können. Gleichzeitig zeigen neue Unternehmensmeldungen, wie wertvoll zusätzliche Reserven inzwischen sind. Anleger sollten deshalb nicht nur auf die großen Minenbetreiber schauen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ALKANE RESOURCES LTD. | AU000000ALK9 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , WESTGOLD RES LTD | AU000000WGX6

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Inhaltsverzeichnis:


    Alkane Resources - Riesen-Gewinnsprung und Dividendenausschüttung

    Die Dynamik am Goldmarkt im letzten Halbjahr spiegelt sich direkt in den Zahlen der Produzenten wider. Ein deutliches Wachstum konnte das australische Bergbauunternehmen Alkane Resources verzeichnen.

    Allem voran der Nettogewinn nach Steuern, welcher 228,7 Mio. AUD entspricht, konnte im Vergleich zum Vorjahr um 590 % gesteigert werden. Auch der Gesamtumsatz erhöhte sich spürbar und erreichte einen Wert von 935,8 Mio. AUD. Diese Entwicklung beruht zu einem großen Teil auf dem im Vorjahr vollzogenen Zusammenschluss mit der Mandalay Resources Corporation zugrunde. Durch die Fusion betreibt das Unternehmen mittlerweile drei Förderstätten. Die gesamte Produktionsmenge stieg auf über 168.000 Unzen Goldäquivalent an. Neben der höheren Fördermenge wirkte sich zudem der gestiegene Marktpreis für Gold positiv auf die Bilanzen aus. Der durchschnittlich erzielte Verkaufspreis lag bei 5.664 AUD pro Unze. Die liquiden Mittel sowie die Anlagebestände beliefen sich zum Stichtag auf 454 Mio. AUD. Für das kommende Jahr rechnet das Management mit einer konstanten Fördermenge zwischen 163.000 und 177.000 Unzen.

    Aufgrund der guten finanziellen Situation hat das Unternehmen entschieden, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Zum ersten Mal in der Firmengeschichte wird eine Dividende ausgezahlt. Diese beläuft sich auf 2 australische Cent je Aktie und soll im Oktober 2026 überwiesen werden. Neben der Dividende wurde ein Programm zum Rückkauf eigener Aktien geplant.

    Innerhalb der kommenden zwölf Monate plant Alkane Resources, eigene Papiere im Wert von bis zu 50 Mio. AUD über den regulären Börsenhandel zu erwerben. Diese Entscheidungen sind Bestandteil der langfristigen Finanzplanung des Unternehmens. Der Ansatz sieht vor, einerseits den laufenden Bergbaubetrieb durch notwendige Investitionen aufrechtzuerhalten und andererseits die Aktionäre am finanziellen Erfolg zu beteiligen, während gleichzeitig eine stabile finanzielle Basis bestehen bleibt.

    Desert Gold Ventures – Analysten sehen gewaltiges Potenzial

    Die Analysten der GBC AG sehen bei Desert Gold Ventures eine massive Bewertungslücke. Sie bestätigen ihre Kaufempfehlung und taxieren den fairen Wert auf 0,93 CAD je Aktie. Bei dem aktuellen Kurs von 0,11 CAD entspricht dies rechnerisch einem Potenzial von rund 745 %. GBC bewertet die einzelnen Projekte und Aktivitäten zusammen mit 244,8 Mio. USD.

    Der entscheidende Punkt für die Analysten ist die Tatsache, dass Desert Gold kurz vor dem Sprung vom Explorer zum Goldproduzenten steht. Herzstück ist das zu 100 % kontrollierte SMSZ-Projekt in Mali. Auf 440 km² entlang der Senegal-Mali-Scherzone wurden bereits mehr als 20 Goldzonen entdeckt. Die gemessenen und angezeigten Ressourcen belaufen sich auf 336.800 Unzen, hinzu kommen 879.900 Unzen in der Kategorie „Inferred“, insgesamt also mehr als 1,2 Mio. Unzen.

    Zum möglichen Gamechanger könnte Barani East werden. Dort soll eine Schwerkraftanlage den Einstieg in die Produktion ermöglichen. Zwar liegt der ursprünglich für Juli avisierte Inbetriebnahmetermin inzwischen zurück, ohne dass Desert Gold bislang den Produktionsstart bestätigt hat. Doch gerade dieser nächste Schritt könnte eine Neubewertung auslösen: GBC sieht in der Anlage die Brücke vom klassischen Explorer zu einem Unternehmen mit potenziell eigenen Cashflows.

    Wie attraktiv das SMSZ-Projekt bei hohen Goldpreisen werden könnte, zeigt die PEA. Bereits bei 2.850 USD je Unze errechnet sich für Barani und Gourbassi ein Nachsteuer-NPV10 von 61 Mio. USD bei einer internen Rendite von 57 %. Im GBC-Szenario mit einem Goldpreis von 4.070 USD steigt der Projektwert auf 124 Mio. USD und die Rendite auf 101 %.

    Dabei ist die bestehende Ressource womöglich nur der Anfang. Zahlreiche Ziele auf dem riesigen SMSZ-Areal sind noch nicht ausreichend getestet. Zusätzlich schafft das Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste geografische Diversifikation. Gelingt nun der Produktionsstart und liefert die weitere Exploration zusätzliche Treffer, könnte sich die enorme Lücke zwischen Börsenwert und dem von GBC ermittelten inneren Wert deutlich schließen. Desert Gold wäre dann nicht mehr nur eine Wette auf neue Goldfunde, sondern eine potenzielle Produzentenstory mitten in einem starken Goldmarkt.

    Westgold Resources – Massiver Ausbau der Erzreserven

    Das Bewahren von Erzreserven zählt in diesen Zeiten für Unternehmen dieser Branche wohl als eines der wichtigsten strategischen Maßnahmen. Im Fall von Westgold Resources wurde genau diese Strategie umgesetzt, denn das Unternehmen hat seine Bestände zuletzt deutlich erhöht. Die Erzreserven nahmen um 41 % auf insgesamt 4,1 Mio. Unzen zu. Dies entspricht einer Menge von 57 Mio. t Gestein. Dabei verbesserte sich auch der durchschnittliche Goldgehalt um 15 % auf 2,22 Gramm pro t. Die Kosten für die Erschließung dieser neuen Bestände fielen mit 27 USD pro Unze vergleichsweise niedrig aus.

    Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete die Lagerstätte Fletcher, die zum Beta-Hunt-Komplex gehört. Dort konnte erstmals eine feste Reserve von 1,1 Mio. Unzen bestätigt werden, da ein Großteil der bisherigen Schätzungen in gesicherte Reserven umgewandelt wurde. Die gesamten Mineralressourcen des Unternehmens stiegen nach Abzug von Anlagenverkäufen und dem laufenden Abbau um 8 % auf 14,4 Mio. Unzen. Gleichzeitig erhöhte sich die Qualität der Vorkommen, da der Anteil der verlässlicheren Ressourcenkategorien von knapp 57 auf über 62 % anstieg.

    Für die kommenden Jahre zielt die Strategie des Unternehmens darauf ab, die Produktionskapazitäten auszubauen und den langfristigen Betrieb zu sichern. Derzeit reichen die vorhandenen Reserven aus, um den Abbau bei aktueller Auslastung für rund zehn Jahre aufrechtzuerhalten. Im Fokus steht vor allem die Erweiterung der Anlage Beta Hunt. Die neu erschlossene Lagerstätte Fletcher soll dort als dritter Hauptabbauort etabliert werden. Das Unternehmen prüft aktuell in einer Machbarkeitsstudie, ob die jährliche Verarbeitungsmenge auf 4 Mio. t erhöht werden kann.

    Zusätzlich investiert Westgold weiterhin kontinuierlich in die Suche nach neuen Vorkommen. Für das kommende Geschäftsjahr 2027 ist ein Budget von 50 bis 75 Mio. USD für die weitere Erkundung eingeplant. Aktuell sind 26 Bohrgeräte im Einsatz, um das Gelände sowohl über als auch unter Tage zu untersuchen. Weitere Bohrprogramme sind bereits für die nördlich und südlich angrenzenden Gebiete geplant, um das stetige Wachstum des Unternehmens durch eigene Funde abzusichern.


    Der Goldpreis liefert Rückenwind, doch die drei Unternehmen setzen unterschiedliche Akzente. Alkane Resources überzeugt mit einem Gewinnsprung, hoher Liquidität sowie der ersten Dividende und einem Aktienrückkauf. Desert Gold Ventures bietet mit dem möglichen Produktionsstart und einem GBC-Kursziel von 0,93 CAD erhebliches Neubewertungspotenzial. Westgold Resources schafft mit deutlich höheren Reserven und dem Ausbau von Beta Hunt die Grundlage für langfristiges Produktionswachstum.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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