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27.02.2025 | 04:45

Achtung - BioTech startet durch! Evotec, Vidac Pharma, BioNTech und Novo Nordisk im Fokus

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Bildquelle: pixabay.com

Mit täglich neuen Index-Höchstständen und riesigen Börsenumsätzen, steht der BioTech-Sektor nun seit einigen Wochen auch wieder im Fokus. Bei Evotec dreht sich das Personalkarussell weiter, BioNTech kann eine Übernahme im Onkologie-Bereich vermelden. Nach dem großen Absturz der Novo Nordisk-Aktie kommt es nun zu ersten Rückkäufen, die Wachstumsraten wurden aber nach unten korrigiert. Vidac Pharma hat gerade eine Roadshow durchgeführt und wird seine jüngsten Fortschritte nun auf dem Sachs Health Science CEOs Forum in Zürich präsentieren. Die Kurse im gesamten Sektor scheinen im letzten Quartal gedreht zu haben. Zeit für Investoren wieder genauer zu analysieren. Wir bieten ein paar Einblicke.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809

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Inhaltsverzeichnis:


    Evotec – Schon wieder ein Personalwechsel

    Wie in den letzten Tagen bekannt wurde, verpflichtet Evotec einen neuen CFO. Wie das Unternehmen mitteilte, wird Laetitia Rouxel zum 29. Februar als Finanzchefin zurücktreten. Als Grund gab sie an, sich "anderen Aufgaben widmen" zu wollen. Die Hamburger haben bereits einen entsprechenden Nachfolger gefunden, der Aufsichtsrat hat Paul Hitchin mit Wirkung zum 1. März 2025 zum neuen Finanzchef ernannt. Hitchin verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Führungspositionen im Finanzbereich. Zuletzt war er CFO beim niederländischen Gesundheitsunternehmen Mediq, davor hatte er verschiedene CFO-Positionen bei General Electric inne. Evotec braucht jetzt eine stringente und erfahrene Führung, die Restrukturierung zehrt an den Kräften.

    Der Rücktritt Rouxels reiht sich in eine Serie von Veränderungen an der Unternehmensspitze ein. Bereits Anfang 2024 hatte der langjährige CEO Werner Lanthaler wegen Unregelmäßigkeiten zu Insidertransaktionen überraschend seinen Rücktritt erklärt. An der Börse sorgen die schnellen Personalwechsel derzeit allerdings für hohe Unsicherheit rund um das Unternehmen und Investoren üben weiterhin Zurückhaltung. Nach Bekanntgabe der personellen Veränderungen verliert die Aktie zur Wochenmitte wieder gut 7 Prozent. Spannend dürfte es mit den Jahreszahlen zum 27. März werden. Konnte die 800 Mio. EUR-Umsatzgrenze in 2024 nachhaltig überschritten werden? Nutzen sie Kurse um 8 EUR für eine vorsichtige, mittelfristige Positionierung, recht viel tiefer sollte es nun nicht mehr gehen.

    BioNTech – In der Onkologie geht es voran

    Wie man aus Mainz hört, hat BioNTech die Übernahme von Biotheus nun abgeschlossen und erweitert damit seine Kapazitäten in der Onkologie-Forschung. Der Kaufpreis umfasst 800 Mio. USD initial sowie darüber hinaus erfolgsabhängige Meilenstein-Zahlungen von bis zu 150 Mio. USD, abhängig vom Grad der Erreichung. Mit der Integration erhält BioNTech die weltweiten Rechte an BNT327, einem bispezifischen Antikörperkandidaten in der klinischen Entwicklung. BNT327 soll zukünftig als tumorübergreifende Therapieplattform etabliert werden. Die Akquisition des chinesischen Unternehmens macht Sinn, denn sie verbessert BioNTechs Position im Bereich bispezifischer Antikörper und der Entwicklung innovativer Kombinationstherapien gegen Krebserkrankungen.

    Auch bei BioNTech stehen die Jahreszahlen für 2024 an. Am 10. März sollen sie veröffentlicht werden. Analysten schätzen im Konsens ein Quartalergebnis von 0,323 EUR je Aktie, das Gesamtjahr soll aber mit -3,23 EUR abermals Verluste bescheren. Das Mainzer Unternehmen verdient derzeit nur noch mit neuen COVID-Impfstoffen, die aber wegen der geringen Impfbereitschaft in der Bevölkerung kaum Beachtung finden. Weiterhin beeindruckend ist der Kassenstand von rund 16,5 Mrd. EUR. Dieser ist mit einer Marktkapitalisierung vom 25,3 Mrd. EUR aber bestens bezahlt. Abwarten!

    Vidac Pharma – Bahnbrechende Fortschritte

    Vidac Pharma ist mit über 120 % Kursanstieg in den letzten 6 Monaten einer der BioTech-Shooting-Stars auf den deutschen Kurstafeln. Das israelische Unternehmen mit langer Historie ist ein Vorreiter in der biopharmazeutischen Forschung. Im Zentrum der onkologischen Untersuchungen steht der Warburg-Effekt, ein Phänomen, bei dem Krebszellen Glukose in großen Mengen verstoffwechseln. Vidac hat eine Methode entwickelt, die darauf abzielt, die Hyperglykolyse zu hemmen und die Apoptose in bösartigen Zellen wiederherzustellen. Diese gezielte Intervention könnte nicht nur die Nebenwirkungen herkömmlicher Chemotherapien reduzieren, sondern auch das Tumormikromilieu für Immunreaktionen anpassbar machen und die Wirksamkeit anderer Therapien steigern.

    Zuletzt machte Vidac mit einer exklusiven Roadshow in Frankfurt und München auf sich aufmerksam. Interessierten Investoren wurden die neuesten Fortschritte in der Krebstherapie erläutert. Im Mittelpunkt stand Vidacs innovativer Ansatz zur Umkehrung des Warburg-Effekts, der auf die Fehlplatzierung des Enzyms Hexokinase 2 in Krebszellen abzielt. Durch die Integration präklinischer Erfolge in groß angelegte Onkologie-Strategien hofft das Unternehmen, ein breites Spektrum von Krebserkrankungen effektiver zu behandeln. Diese Entwicklungen könnten die Krebsbehandlung revolutionieren und neue Möglichkeiten für Kombinationstherapien schaffen.

    Am gestrigen 26. Februar startete das Sachs Health Science CEOs Forum in Zürich. Die renommierte Konferenz sorgt regelmäßig für Aufsehen unter den Investoren und ist eine herausragende Plattform für Partnergespräche. Der Vidac-Kurs könnte also schon bald wieder durchstarten, im Oktober stand der Kurs schon über der 1 EUR-Marke.

    Novo Nordisk – Nun wieder aufwärts?

    Noch ein kurzer Blick auf die Aktie des dänischen Adipositas-Experten Novo Nordisk. Nach einem dramatischen Absturz von über 50 % bis Mitte Februar kommt nun wieder Hoffnung bei den Investoren auf, dass die Wachstums-Einbußen vielleicht kleiner ausfallen als befürchtet. Im Dezember 2024 veröffentlichte Novo Nordisk Daten zu seinem experimentellen Adipositas-Medikament CagriSema. Die Studie zeigte eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von 22,7 %, was unter den erwarteten 25 % lag. Der Hauptkonkurrent Eli Lilly erzielte mit seinem gleichgerichteten Medikament Zepbound leicht bessere Ergebnisse, was Novo Nordisks Marktposition weiter unter Druck setzte. Die Hauptversammlung am 27. März sollte Aufschluss darüber liefern, ob die von Experten geschätzte 20%ige Umsatzsteigerung von 290 auf 353 Mrd. DKK im laufenden Jahr wirklich realisierbar ist oder sogar übertroffen wird. Die Anleger scheinen derzeit wieder auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

    In den letzten 12 Monaten konnten BioNTech und Vidac Pharma eine zweistellige Performance einfahren. Recht holprig läuft es derzeit bei Evotec, aber Großinvestoren kaufen zu. Novo Nordisk scheint sich nach 50 % Absturz nun langsam stabilisieren zu können. Quelle: LSEG vom 26.02.2025

    Das Interesse an BioTech-Aktien ist endlich zurückgekehrt. In den nächsten Wochen werden unternehmensseitig viele Zahlen geliefert und Ausblicke präsentiert. Damit dürfte die Volatilität im Sektor deutlich steigen. Evotec bleibt kritisch, chancenreich finden wir hingegen BioNTech und Novo Nordisk. Vidac Pharma sticht mit einer unverändert guten Pipeline heraus und sollte sich bald zu neuen Kurshöhen aufschwingen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



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    Kommentar von André Will-Laudien vom 20.05.2026 | 04:30

    Unterbewertet - Analysten rücken LifeScience in den Fokus! Bayer, Vidac Pharma, Novo Nordisk und Pfizer im Check

    • Biotechnologie
    • Pharma
    • Krebsforschung
    • Medikamententwicklung
    • LifeSciences

    Dass Analysten den LifeScience-Bereich zuletzt wieder besser einschätzen, zeigt die dynamische Kursziel-Anpassung der DZ Bank für Bayer. Der starke Jahresstart des Pharma- und Agrarchemiekonzerns führt zu deutlich verbesserten Perspektiven, auch die Rechtsrisiken werden nun moderater eingeschätzt. Für leidgeplagte Investoren in einem geopolitisch volatilen Umfeld endlich mal gute Nachrichten. Denn schon lange hat es keine großen Aufwertungen mehr im Sektor gegeben. In Sachen Novo Nordisk sind die Experten allerdings noch uneins, ob der Ertragstrend schon wieder positiv verlaufen wird. Der Verdrängungswettbewerb bei Abnehm-Präparaten ist hoch, das drückt auf die Margen. Beflügelt von der guten Stimmung in der Branche ging es auch mit Pfizer wieder nach oben. Zeit für einen neuen Rundgang durch den Sektor. Wo liegen die Trigger?

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 20.05.2026 | 04:00

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    • Biotechnologie
    • Pharma
    • Wirkstoffentwicklung
    • Biosimilar
    • Turnaround
    • Übernahme

    Die Börse hat sich in den letzten Monaten primär auf HighTech und Rüstung konzentriert. Der gesamte BioTech-Sektor wurde damit links liegen gelassen. Kurzfristig mag diese Strategie für Investoren aufgegangen sein, doch nun sind einige LifeScience-Werte einfach zu billig geworden. Der Hamburger Wirkstoff-Forscher Evotec hat in den letzten 3 Jahren rund 75 % seines Kurswertes verloren, ähnlich erging es BioNTech, Formycon und BioNxt. Doch manch Pipeline ist eben doch wertvoll und von jahrelanger Forschung begleitet. Für einen Aufkäufer mit voller Kasse ein lukratives Geschäft, denn die kostenträchtigen Versuchsreihen sind schon gemacht. Wir blicken auf einen Sektor, der zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Wo lauern die Chancen für risikobewusste Anleger?

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 07.05.2026 | 04:00

    Mit guten Konzepten und Entspannung im Nahost-Konflikt voran! MustGrow, K+S, Evotec und Novo Nordisk im Fokus

    • Ernährung
    • LifeScience
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    • Pharma
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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Was für eine Nachricht: Einigung zwischen USA und dem Iran – Märkte plus 2 % in nur 1 Minute! So schnell kann es gehen. Für Investoren eine gute Botschaft, denn eine Entspannung im Iran-Konflikt würde die globalen Lieferketten spürbar entlasten und den Druck auf kritische Transportwege deutlich reduzieren. Besonders die Straße von Hormus verlöre an Brisanz als geopolitischer Risikofaktor, was den weltweiten Waren- und Energiefluss stabilisieren könnte. Sinkende Spannungen dürften auch die Transportkosten wieder senken, Lieferzeiten verkürzen und Preisschwankungen dämpfen. Für Unternehmen aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Agrartechnologie eröffnen sich dadurch neue Planungssicherheiten und Wachstumsperspektiven. MustGrow und K+S sollten von stabileren Agrarmärkten profitieren, während Evotec und Novo Nordisk im Gesundheitssektor von einem ruhigeren Umfeld zusätzlich profitieren könnten. Anleger richten den Blick verstärkt auf Werte, die in einem entspannteren Marktumfeld nachhaltiges Wachstum und verlässliche Erträge versprechen. Sinkt nun endlich auch die Volatilität?

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