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11.02.2021 | 04:50

Adidas, RYU Apparel, Zalando - Athleisure-Look: nicht nur gut aussehen, sondern auch gut performen!

  • Sport
Bildquelle: RYU Apparel

Über die letzten Jahre hat sich das Kunstwort „Athleisure“ als Begriff für im Alltag getragene Sport- und Funktionsbekleidung durchgesetzt, auch als Urban- oder Activewear bezeichnet. Die Sportbekleidungsbranche (Athletic Apparel Industrie) wird von Nike dominiert, gefolgt von der starken Nummer Zwei Adidas. Puma und Under Armour sind weitere bekannte Player. Zudem gibt es eine größere Anzahl von noch kleinen, innovativen und dynamisch wachsenden Gesellschaften, die immer mehr auf sich aufmerksam machen. Und eine Branche profitiert sowieso von jeglichen neuen Trends zur Corona-Zeit: der Versandhandel.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA74979J4072 , DE000A1EWWW0 , DE000ZAL1111

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Inhaltsverzeichnis:


    ADIDAS AG - Athleisure heißt hier Sports- and Loungewear

    Adidas war bis zum Corona-Crash im März 2020 ein äußerst beständiger Wachstumstitel. Seit dem Kurssturz ging es jedoch wieder kontinuierlich aufwärts, selbst wenn das Vorjahresniveau noch nicht ganz erreicht wurde. Adidas ist, ebenso wie sein schärfster Wettbewerber Nike, erst spät auf den Athleisure Trend aufgesprungen.

    Die Mode verkauft die weltweite Nummer Zwei der Branche etwas verschämt unter den Begriffen Sports- and Loungewear. Mittlerweile ist die legere Mode jedoch ein wichtiger Bestandteil des Sortiments geworden. Insbesondere Corona und die damit verbundenen Lockdowns dürften dazu geführt haben, dass die Nachfrage nach Athleisure-Bekleidung deutlich angestiegen ist. So hat sich dieses Marktsegment insgesamt besser als der Durchschnitt entwickelt.

    Langfristig orientierte Investoren können sich mit der Aktie einen hervorragend aufgestellten und beständigen Wachstumstitel jetzt noch relativ günstig ins Depot holen.

    RYU APPAREL INC - Vorwärts mit alten Hasen und frischem Geld

    Zum Jahreswechsel verkündete Cesare Fazari, seit März 2020 CEO von RYU Apparel Inc., dem 2008 in der kanadischen Sport- und Bekleidungsmetropole Vancouver gegründeten Hersteller urbaner Sportbekleidung und Accessoires, verschiedene Weichenstellungen für 2021. So war es gelungen, knapp 6 Mio. CAD an zusätzlichem Kapital einzusammeln und verschiedene strategische Partnerschaften, u.a. mit Zoom Media (Innenwerbung in Fitnessstudios), Afterpay (Zahlungsdienstleister für Top-Einzelhändler) und Branded Entertainment Inc. (Product Placement in der Top-Fernsehserie „The Count“) zu schließen.

    Nachdem es außerdem im letzten Jahr gelungen war, Top-Personalien wie Grant Matzen (Großhandel, vormals u.a. bei Under Armour, Vans und Quicksilver), James Chapman und Andrew Parr (beide für den Bereich Golf, ersterer vormals bei Perry Ellis und Callaway) zu gewinnen, konnte RYU nun Rob Blair als COO verpflichten. Der mit über 20 Jahren Branchenerfahrung, u.a. bei Nike, GAP und Lululemon, ausgestattete Blair soll als Transformationsspezialist die von CEO Fazari gezeichneten visionären Wachstumsstrategien umsetzen, zu denen unter anderem auch der neue e-Commerce-Store RYU.com gehört, der den Online-Anteil der Umsätze massiv steigern soll.

    Der in diesem Jahr eingeleitete und vom Unternehmen als Phase 3 des Wachstumsplans bezeichnete Abschnitt soll den Umsatz von RYU bis zum Jahr 2030 auf über 1 Mrd. CAD anheben. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 40 Mio. CAD ein ehrgeiziges, bei Betrachtung der Entwicklung einiger Wettbewerber in diesem Bereich aber kein unmögliches Ziel. Der aktuelle Kurs des Papiers lädt, angesichts der exzellenten Perspektiven, zu Käufen ein.

    ZALANDO SE - Corona: Schrei vor Glück!

    Corona hat sich für den Versandhandel als glückliche Fügung entpuppt. War der Trend zum Bestellen von Ware, insbesondere Bekleidung, schon in den letzten Jahren stark wachsend, so hat Corona noch einmal für einen zusätzlichen Kick gesorgt. Nie wurden mehr Waren bestellt als in den Lockdown-Phasen während der Pandemie.

    Davon profitierte neben anderen insbesondere der deutsche Bekleidungs- und Schuhversender Zalando SE. So konnte der Online-Händler seinen Umsatz im dritten Quartal 2020 um satte 22% auf knapp 1,85 Mrd. EUR steigern. Zu Beginn der Pandemie erfolgte Rückstellungen in Höhe von 35 Mio. Euro konnte der Konzern dabei wieder auflösen, nachdem sich die Frühjahrs- und Sommerkollektionen außergewöhnlich gut abverkaufen ließen. Zudem setzte Zalando klugerweise nicht nur auf seinen eigenen Webshop, sondern baute beständig seine digitalen Partnerprogramme aus. Dies machte sich auch am Aktienkurs bemerkbar: nach einem Einbruch von über einem Viertel des Kurswertes auf knapp 30 EUR im März 2020 hat sich das Papier mittlerweile mehr als verdreifacht. Stellt sich die Frage, ob die Deutschen nach Ende der Corona-Beschränkungen weiter ihre Waren im Internet bestellen werden oder sich eine neue Lust am stationären Handel einstellt.

    Mit einem KGV von über 100 erscheint die Aktie momentan ganz sicher nicht günstig. Andererseits gehen Analysten davon aus, dass das KGV bis 2024 auf unter 30 sinken wird. Es bleibt also eine Wette, die risikofreudige Anleger mit Blick auf die Entwicklung anderer Versandhändler durchaus eingehen können.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.