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24.05.2023 | 05:10

Allkem, Grid Metals, Rock Tech Lithium – Gigantische Bewegungen

  • Rohstoffe
  • Elektromobilität
  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Es wird das weiße Gold genannt. Lithium-Ionen-Batterien sind derzeit die am häufigsten verwendeten Energiespeicher in Elektrofahrzeugen. Das weiche Alkalimetall bietet eine hohe spezifische Energie, was bedeutet, dass es viel Energie pro Gewichtseinheit speichern kann. Das ermöglicht eine größere Reichweite der Elektrofahrzeuge. Durch den wachsenden Bedarf aufgrund der Transformation im Verkehrssektor besteht eine überproportionale Nachfrage nach dem kritischen Rohstoff. Das Angebot hingegen ist stark begrenzt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Allkem Ltd. | AU0000193666 , ROCK TECH LITHIUM | CA77273P2017 , GRID METALS CORP. | CA39814L1076

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Inhaltsverzeichnis:


    Allkem schlägt zu

    Die Akquisitionswelle läuft im Lithiumsektor. Mit dem australischen Produzenten Allkem sowie dem US-Lithiumchemieunternehmen Livent entsteht durch den Zusammenschluss der drittgrößte Lithiumproduzent der Welt. Größer sind lediglich das US-Bergbauunternehmen Albemarle sowie der chilenische Großkonzern SQM.

    Die Transaktion soll innerhalb des Jahres 2023 abgeschlossen werden und wird dazu führen, dass die Allkem-Aktionäre etwa 56 % des neuen Unternehmens besitzen, während die Livent-Aktionäre die restlichen 44 % behalten sollen. Dabei zielt die Fusion darauf ab, die Synergien zu heben, die das globale Portfolio an Vermögenswerten und Expansionsprojekten der beiden Unternehmen im Rahmen eines vertikal integrierten Geschäftsmodells schaffen kann, so die Unternehmen, die auf „die schnell wachsende Nachfrage nach Lithium-Batteriesalzen" hinweisen. Livent geht davon aus, rund 125 Mio. USD an Betriebskosten einsparen zu können.

    Das Volumen des Mergers liegt laut Berichten bei 10,6 Mrd. USD und erfolgt durch einen Aktientausch. Aktuell notiert der Kurs von Allkem bei 15,12 AUD. Insgesamt 18 befragte Analysten auf Refinitiv vergeben ein durchschnittliches Kursziel von 15,20 AUD.

    Grid Metals – Nutznießer der Klimawende

    Mit einem Börsenwert von 23,55 Mio. CAD ausgestattet konzentriert sich das aufstrebende kanadische Bergbauunternehmen auf die Erschließung von Batteriemetallen mit hohem Bedarf, die im Automobilsektor, einschließlich des wachsenden Sektors der Elektrofahrzeugbatterien und des Netzspeichernetzes, verwendet werden. Dabei liegt der Fokus des breit diversifizierten Portfolios auf Projekten in Manitoba und Ontario, also in sicheren nordamerikanische Bergbauregionen in der Nähe einer hochwertigen Infrastruktur. Insgesamt wird auf den Liegenschaften nach Nickel, Kupfer, Platin, Kobalt, Palladium und Lithium gebohrt.

    Hervorragende Voraussetzungen ergeben sich dabei beim Lithium-Projekt Donner Lake. Dabei brachte das bereits im vergangenen Jahr abgeschlossene Bohrprogramm in mehreren Bohrlöchern Lithiumoxid mit Gehalten von 1,5 % bis 1,7 % zu Tage. Das ehrgeizige Ziel ist hier der Produktionsstart bereits im kommenden Jahr. Für den Abbau und den Verkauf des Lithiums will Grid Metals die Kapazitäten der angrenzenden bereits in Produktion befindlichen Tanco-Mine nutzen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet.

    Dagegen verfügt das Projekt Makwa Mayville, gelegen im Bird River Greenstone Belt, rund 145 km von Winnipeg MB entfernt, über eine bedeutende NI 43-101-konforme Ressource mit Nickel-Kupfer- und Platingruppenmetallen, einer Kobaltmineralisierung sowie über ein äußerst aussichtsreiches Lithiumgrundstück. Eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung wurde bereits 2014 abgeschlossen und genehmigt. Basierend auf der PEA ist das Projekt als Tagebaubetrieb mit Sprengung und Förderung konzipiert, wobei das Erz zu einer Mühle am Standort in Mayville transportiert werden soll. Testarbeiten ergaben, dass aus den Mayville-Proben marktfähige Nickel- und Kupferkonzentrate hergestellt werden können. Grid Metals plant nun eine Aktualisierung der wirtschaftlichen Parameter und der Betriebs- und Kapitalkosten, die in eine aktualisierte PEA für das Projekt einfließen sollen.

    Grid Metals ist breit diversifiziert und dürfte mit seinen Liegenschaften in Nordamerika als einer der Nutznießer aufgrund der hohen Nachfrage nach Metallen für die Klimawende hervorgehen.

    Rock Tech Lithium – Nächster Entwicklungsschritt

    Während sich der Aktienkurs des deutsch-kanadischen Energieunternehmens bei 2,35 CAD nur mit Mühe von seinem Jahrestief bei 2,20 CAD wegbewegen kann, geht es fundamental Schritt für Schritt voran. Mit dem Abschluss der Front-End-Loading-Studie Stufe 3 konnte ein bedeutender Meilenstein im Hinblick auf die Vorbereitung des Baus des Lithiumhydroxid-Konverters sowie der Raffinerieanlage im ostdeutschen Guben erreicht werden.

    Die Studie beinhaltet ausführliche Spezifikationen für den Bau, die Inbetriebnahme, das Hochfahren und den Betrieb sowie eine kaufreife Kostenschätzung für die wesentlichen Anlagen. Der Kapitalwert nach Steuern von 8 % beträgt 1,14 Mrd. EUR, was gegenüber der vorangegangenen Bankable Project Study einen Aufschlag von 43 % bedeutet. Der geschätzte interner Zinssatz liegt bei 22,3 %, was einem geschätzten jährlichen EBITDA von 293 Mio. EUR gleichkommt. Der Beginn der Produktion für batteriefähiges Lithiumhydroxid Monohydrat in Batteriequalität ist für das 1. Quartal 2026 taxiert.

    Die Analysten von Montega vergaben in ihrer jüngsten Studie das Urteil „Kaufen“ mit einem Kursziel in Höhe von 8,00 CAD. So hätten sich die Erfolgsaussichten für die Finanzierung des Converters durch die FEL3-Studie sowie die Gewinnung der Deutschen Bank als Placement Angel erheblich verbessert. Obwohl noch signifikante Verwässerungseffekte zu erwarten sind, erachtet das Analystenhaus das Chance-Risiko-Verhältnis bei Rock Tech weiterhin als sehr attraktiv.


    Durch die Elektromobilität steigt der Bedarf an Lithium weiter drastisch an. Rock Tech Lithium konnte mit dem Abschluß der FEL3-Studie einen Meilenstein erreichen. Durch die Fusion von Allkem und Livent entsteht der drittgrößte Lithiumproduzent der Welt. Grid Metals besitzt aussichtsreiche Liegenschaften und dürfte von der steigenden Nachfrage nach kritischen Metallen profitieren.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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