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30.01.2025 | 06:00

Barrick Gold, First Nordic Metals, Commerzbank – die Goldrally wird von fallenden Zinsen befeuert

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Bildquelle: pixabay.com

Der Goldpreis ist erneut auf dem Weg zu einem neuen Allzeithoch. Gleich mehrere Faktoren sprechen für eine Fortsetzung der Rally. Die FED wird voraussichtlich 2-mal in diesem Jahr die Zinsen senken, die Zentralbanken kaufen seit 2022 deutlich mehr Gold und die geopolitischen Spannungen sorgen für erhöhtes Interesse am Edelmetall. Zusätzlich könnte die Trump Politik langfristig die Inflation wieder antreiben, was den USD unter Druck setzen würde. Auch das würde dem Goldpreis helfen. Ob die US-Zentralbank dann aber tatsächlich zweimal die Zinsen senkt, bleibt abzuwarten. Wir sehen uns daher 2 Goldunternehmen an und analysieren die Commerzbank, für die das Zinsumfeld sehr wichtig ist.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , FIRST NORDIC METALS CORP | CA33583M1077 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001

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Inhaltsverzeichnis:


    Taj Singh, CEO & Director, First Nordic Metals Corp.
    "[...] Unser 104.000 Hektar großes Gebiet im Distriktmaßstab beherbergt bereits die Barsele-Lagerstätte (2,4 Mio. Unzen Gold) sowie mehrere neue Goldanomalien, die durch moderne Explorationstechniken identifiziert wurden. [...]" Taj Singh, CEO & Director, First Nordic Metals Corp.

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    Barrick Gold – Herausforderungen in Mali belasten

    Barrick Gold kämpft in Mali mit Problemen, die das Geschäft des Unternehmens beeinflussen könnten. Die Beziehung zur malischen Regierung bleibt angespannt, da der Vorwurf der Steuerhinterziehung im Raum steht. Hinzu kommt, dass von dem Unternehmen Goldvorräte im Wert von 250 Mio. USD beschlagnahmt wurden und ein internationaler Haftbefehl gegen Mark Bristow, den CEO, ausgestellt worden ist. Seit dem 28. Januar laufen die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien wieder. Die Analysten erwarten, dass diese Situation in Mali Barrick rund 11 % des Gesamtumsatzes kosten könnten. Führen die neuen Verhandlungen zu keinem Ergebnis, könnte die Loulo-Gounkoto Mine, eines der profitabelsten Projekte des Unternehmens, auf unbestimmte Zeit in die Pflege und Instandhaltung versetzt werden.

    Trotz der Schwierigkeiten in Mali zeigt sich Barrick in anderen Bereichen von seiner starken Seite. Das Unternehmen investiert in nachhaltige Lösungen, etwa durch lokale Bildungs- und Gesundheitsprojekte sowie den Ausbau erneuerbarer Energien. Zudem verbessert der Boom des Goldpreises die finanzielle Stabilität. Die Dividenden werden kontinuierlich gezahlt und brachten im vergangenen Jahr eine Rendite von etwa 2,42 % bei einer Ausschüttung von 0,37 EUR. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei rund 17, während der Durchschnitt der an der NYSE gehandelten Aktien bei über 26 liegt. Für das kommende Jahr liegen die KGV Schätzungen nur bei etwa 14,4.

    Mit einer klaren Zukunftsstrategie und Produktionssteigerungen blickt Barrick optimistisch auf 2025. Eine erhöhte Goldproduktion, vor allem durch Projekte in stabilen Regionen wie Nordamerika, soll das Wachstum fördern. Gleichzeitig könnte eine Stabilisierung der politischen Lage in Mali positive Impulse setzen. Analysten schätzen das Unternehmen weiterhin als unterbewertet ein und gehen von Kursanstiegen aus, vor allem wenn der Goldpreis weiterhin auf hohem Niveau bleibt. Der Umsatz wird bei 15,3 Mrd. USD erwartet und das EBITDA soll auf über 6 Mrd. USD klettern. Momentan steht die Aktie bei 15,96 USD.

    First Nordic Metals – skandinavisches Goldprojekt

    First Nordic Metals (FNM) ist aus dem Zusammenschluss von Barsele Minerals und Gold Line Resources entstanden und hat seinen Fokus auf den nordischen Ländern in Europa, da sich hier große Goldvorkommen befinden. Das Unternehmen besitzt mehrere Liegenschaften in Schweden sowie Finnland und profitiert dabei von attraktiven Steuermodellen und einer sicheren Jurisdiktion. Das Flaggschiff Projekt namens „Barsele“ in Schweden hat 2,4 Mio. Unzen Gold in der abgeleiteten und angezeigten Kategorie und wird in Zusammenarbeit mit Agnico Eagle exploriert. Die Liegenschaft ist damit die größte unerschlossene Goldlagerstätte des Landes. Die einfache Metallurgie und die Möglichkeit, bis zu 96 % des Goldes zu extrahieren, sollen die Kosten senken. Zudem bleibt die Lagerstätte in alle Richtungen offen, weshalb erhebliche Upside-Potenziale bestehen.

    Das Unternehmen plant zudem tiefere Bohrungen durchzuführen und man geht davon aus, dass die Mineralressource mindestens um weitere 1,5 Mio. Unzen erhöht werden kann. Weiteres Upside-Potenzial bieten die firmeneigenen angrenzenden Liegenschaften Storjuktan und Paubäcken, die entlang des Goldlinien-Gürtels liegen, auf dem sich auch das Barsele Projekt befindet. Etwas abseits des Flagschiff Projekts gibt es noch die Klippen Liegenschaft.

    Neben den Projekten in Schweden bietet auch FNMs Oijärvi-Projekt in Finnland Chancen. Die Kylmäkangas-Lagerstätte basiert auf einer hochgradigen Gold-Silber-Mineralisierung entlang eines 1,5 Kilometer langen Scherzonen-Korridors und ist bisher nur oberflächlich erschlossen. Frühere Bohrungen erzielten beachtliche Ergebnisse, darunter Spitzengehalte von 23 g/t Gold und 126 g/t Silber auf 11 m. Geophysikalische Untersuchungen und potenzielle Ausdehnungen entlang paralleler Scherzonen könnten weitere Ressourcen freilegen. Mit dem erfahrenen Management und einer starken Investorenbasis hat das Unternehmen langfristig die Chance zum Goldproduzenten aufzusteigen. Die Aktie hat zuletzt das Jahreshoch aus 2024 gebrochen und ist aktuell für 0,45 CAD zu haben.

    Commerzbank – in der Übernahmeschlacht

    Dass die Commerzbank zinssensitiv ist, ist bekannt, da diese Einnahmen traditionell die Haupteinnahmequellen darstellen. Die weiteren Zinssenkungen der USA betreffen die Commerzbank nicht direkt, aber es ist wahrscheinlich, dass auch die Europäischen Zentralbank (EZB) eine Senkung der Leitzinsen vornimmt. Analysten warnen, dass die niedrigeren Zinsen das Nettozinseinkommen belasten könnten. Aufgrund dieser Unsicherheiten strebt die Bank Stabilität in diesem Bereich an, gestützt durch strategische Anpassungen und die Diversifikation ihrer Erlösquellen. Aktuell ist die Aktie aber vor allem wegen der Übernahmegerüchte im Fokus.

    Die italienische Großbank UniCredit hat ihren Anteil an der Commerzbank auf rund 28 % erhöht, wodurch sie zum größten Aktionär geworden ist. Nachdem die deutsche Regierung bisher einen Verkauf abgelehnt hat, könnte der Ausgang der Bundestagswahl am 23. Februar entscheidend für weitere Entwicklungen sein. Der CEO von UniCredit, Andrea Orcel, betonte zuletzt, dass sein Unternehmen eine Übernahme nicht zu jedem Preis verfolgen werde. Bis Ende 2025 soll Klarheit herrschen. Die Führung der Commerzbank lehnte zuletzt sogar eine Einladung zu Gesprächen der UniCredit ab und stuft ein potenzielles Angebot als „feindlich“ ein. Sollten die Italiener einen formalen Vorschlag vorlegen, sei man aber gesprächsbereit.

    Um ihre Eigenständigkeit zu sichern, plant die Commerzbank weitreichende Maßnahmen. Kosten sollen durch Stellenabbau und die stärkere Nutzung von Digitalisierung gesenkt werden, wobei einzelne Aufgaben ins Ausland verlagert werden könnten. Zudem setzt die Bank auf eine stärkere Erhöhung der Gebühreneinnahmen, die in der neuen Strategie eine zentrale Rolle spielen sollen. Ein wichtiger Schritt wird die Vorstellung der mittelfristigen Verbesserungen am Kapitalmarkttag am 13. März sein, bei dem auch Prognosen für die Zeit nach 2027 veröffentlicht werden sollen. Die Investoren kaufen die Aktie, die aktuell bei 18,45 EUR steht, in der Erwartung eines Übernahmeangebots der UniCredit.


    Sinkende Zinsen sollten die Goldmärkte stärken, was Goldproduzenten wie Barrick Gold begünstigt. Obwohl Barrick Gold mit Herausforderungen in Mali konfrontiert ist, zeigen sich auch positive Zukunftsaussichten. First Nordic Metals profitiert von steigenden Goldpreisen, denn so werden die vorhandenen Goldressourcen wertvoller. Gelingt die Übernahme des Barsele Projekts, bietet sich ein hohes Upside-Potenzial. Im Bankensektor rückt die Commerzbank aufgrund der Übernahmegerüchte durch die UniCredit in den Mittelpunkt. Mögliche Zinssenkungen sind aktuell nicht wichtig.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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