Menü

Aktuelle Interviews

Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.

Ryan Jackson
CEO | Newlox Gold Ventures Corp.
60 Laurie Crescent, V7S 1B7 West Vancouver (CAN)

info@newloxgold.com

+1 778 738 0546

Newlox-CEO Ryan Jackson über den Aufbau eines grünen Goldproduzenten mit einem schnellen Wachstumskurs


Nick Mather, CEO, SolGold PLC

Nick Mather
CEO | SolGold PLC
1 King Street, EC2V 8AU London (GB)

emichael@solgold.com.au

+44 20 3823 2125

Nick Mather, CEO von SolGold, über den Aufbau eines großen Gold- und Kupferbergbauunternehmens


Jared Scharf, CEO, Desert Gold Ventures Inc.

Jared Scharf
CEO | Desert Gold Ventures Inc.
4770 72nd St, V4K 3N3 Delta (CAN)

jared.scharf@desertgold.ca

Jared Scharf, CEO von Desert Gold Ventures, über Westafrika und sein Potenzial


07.10.2020 | 06:10

BP, Royal Dutch Shell, Saturn Oil & Gas: Der Rebound mit Ansage!

  • Erdöl

Wenn jemand vom größten Rohstoffmarkt der Welt spricht, dann meint er den Ölmarkt. Täglich werden weltweit knapp 100 Mio. Barrel des Schwarzen Goldes produziert und ausgeliefert, auch wenn Elon Musk immer noch felsenfest behauptet „Öl ist out!“ - Ihm speziell wäre anzuraten, sich einmal zu informieren, wieviel Ölprodukte in einem Tesla verbaut sind. Er wird bei über 300 Bauteilen landen, welche aus Ölderivaten gefertigt sind. Aber egal – die weltweite Nachfrage nach Öl hat laut British Petroleum, unzweifelhaft einer der großen Branchenvertreter, im Jahr 2019 seinen Gipfel erlebt. Der Energiekonzern prognostiziert in seinem jährlichen Energie-Ausblick eine global rückläufige Öl- aber eine robuste Gasnachfrage bis 2050. Gleichzeitig seien erneuerbare Energien in den nächsten 30 Jahren die am schnellsten wachsenden Energieträger. Hier dürfte sogar Elon Musk mit seinen Erwartungen wieder richtig liegen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


 

Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor


British Petroleum plc (BP) – Wer liegt richtig mit der Prognose?

Es ist mitunter nicht entscheidend, ob sich BP hier um 10 oder 20 Jahre verrechnet hat. Im Kern steckt die Auffassung, dass speziell große Ölproduzenten nun wohl nach Alternativen zu ihrem veralteten Geschäftsmodell suchen müssen. Seit Jahren schon investiert man freie Cashflows in die alternative Energieerzeugung, vornehmlich regenerativ. Speziell BP hatte nach dem Deepwater Horizon Unglück einen grüneren Anstrich nötig, die jüngste Firmenpolitik weist auf eine Verstärkung dieses Gedankengutes hin.

Mit einer Bilanzsumme von knapp 300 Mrd. Euro zählt BP zu den 10 größten Öl- und Energieunternehmen der Welt, der Jahresüberschuss betrug in 2019 noch 16,7 Mrd. EUR und fällt im laufenden Jahr auf etwa 4,5 Mrd. EUR zurück, das ist eine glatte Viertelung. Der Aktienkurs hat sich nach dem März-Ausverkauf zwar stabilisieren können, fiel aber jüngst wieder auf unter 2,50 EUR zurück. Das Hoch in den letzten 3 Jahren war bei 6,75 EUR zu finden – somit mussten von oben gerechnet 65% Verlust hingenommen werden. Die Dividendenrendite beträgt allerdings auch nach der zweimaligen Senkung immer noch knapp 8%. Goldman Sachs sieht in der BP-Aktie eine 70% Chance für die nächsten 2 Jahre.

Royal Dutch Shell plc – Unter die Räder gekommen!

Nicht viel besser erging es dem Branchenkollegen Royal Dutch Shell. Der britisch-niederländische Ölkonzern ist noch eine Nummer größer als BP, Shell hat eine Bilanzsumme von über 360 Mrd. EUR und ein Ergebnis von 25,5 Mrd. EUR in 2019 erzielen können. Auch hier wird eine Gewinndrittelung erwartet auf etwa 8 Mrd. EUR, die Dividendenrendite sinkt auf etwa 5 %. Ebenso stark wie bei BP ist der Kurs indes unter die Räder gekommen, hier beträgt der Abschlag analog ganze 65% zum 3-Jahreshoch von 29,70 EUR.

Im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung zur Verlagerung des Schwerpunkts auf kohlenstoffarme Energien bis 2022 plant Shell, insgesamt bis zu 9.000 Mitarbeiter zu entlassen. Damit sind gute 11% der 83.000 Mitarbeiter starken Gesamtbelegschaft betroffen. Shell erwartet, dass die Neuaufstellung bis 2022 jährliche Kosteneinsparungen von bis zu 2,5 Mrd. USD bringen wird. Die Aktionäre wird es freuen, die Mitarbeiter hingegen müssen wohl vorerst noch Zittern, ob diese Schritte dann auch das Ende der Fahnenstange bedeuten. Auch hier gibt es jüngst eine Menge Kaufempfehlungen, aber das liegt wohl im starken Unterschreiten der langfristigen Durchschnittskurse aller Ölriesen. Wichtig wird der Ölpreis sein, er sollte die Tiefststände vom Mai 2020 so schnell nicht wiedersehen.

Saturn Oil & Gas – Klein aber fein.

Eine echte Alternative zu den Ölriesen stellt die kleine Saturn Oil & Gas Inc. aus Kanada dar. Das Unternehmen förderte vor Corona in der Spitze 1.400 Barrel am Tag und ist auf der Suche nach expansiven Möglichkeiten. Der Förderpreis liegt operativ bei etwa 12 USD, was auf dem aktuellen Niveau immer noch eine schöne Marge gewährt. Natürlich betreibt man auch Forward-Geschäfte und versucht dabei sein Einkommen über die Terminkurve zu stabilisieren. Das erhöht die Planungssicherheit für die zukünftigen Cashflows aus dem Ölverkauf und dient der Bedienung aller finanziellen Verbindlichkeiten.

Die größten Liegenschaften des Unternehmens liegen in West-Zentral Saskatchewan. Die Ölfelder bieten guten Zugang zu den unterirdischen Lagerstätten mit Viking Light Oil. Auch das regulatorische Umfeld beurteilen wir als „öl freundlich“ – somit wird man hier einige Jahre produzieren können, bis man Neuerschließungen durchführt, um das Portfolio an Lagerstätten zu erneuern oder zu erweitern. Der sinkende US-Ölpreis der Sorte WTI hat viele lokale Unternehmen vor finanzielle Schwierigkeiten gestellt, was das Management von Saturn Oil & Gas in eine akquisitorische Rolle bringt. Denn bleibt die Nachfrage aufgrund der COVID-Pandemie weltweit auf niedrigem Level, wird es guten Kaufgelegenheiten unter den Konkurrenten geben.

Fazit: Mit 234,6 Mio. ausstehenden Aktien und einem Preis von 0,10 CAD ist die Gesellschaft derzeit nur mit knapp 15 Mio. EUR bewertet, im Hoch war der Kurs auch schon bei 0,30 CAD. Jim Payne, der CEO des uns bekannten CleanTech dynaCERT hat jüngst wieder Aktien zugekauft. Man darf erwarten, dass bei einer generellen Marktwende im Ölbereich sehr schnelle Kursbewegungen nach oben stattfinden, denn die Aktie ist markteng und auf dem aktuellen Niveau sind kaum Stücke verfügbar. Mit etwas Nerven und Timing-Fortune ist die Zeit reif für einen spekulativen Einstieg. Goldman Sachs jedenfalls bläst bei den Öl-Multis zum Angriff. Wir beobachten das natürlich aktiv weiter.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Mario Hose vom 24.09.2020 | 12:34

BP, Saturn Oil & Gas, Shell: Citigroup und Goldman Sachs sehen Ölpreis bei 60 USD

  • Erdöl

Die Öl-Produzenten stehen möglicherweise vor einem spannenden Turnaround. Die Experten von Citigroup und Goldman Sachs sehen den Ölpreis in 2021 bereits wieder bei 60,00 USD pro Barrel oder sogar darüber. Gestützt werden die Aussagen der Analysten, dass das aktuelle Überangebot bis dahin abgebaut ist. Die Erholung der Volkswirtschaften rund um den Globus wird bis Jahresende 2021 die Nachfrage nach Erdöl wieder auf das Niveau von vor der Corona Pandemie bringen.

Zum Kommentar

Kommentar von Mario Hose vom 03.06.2020 | 09:44

BP, Saturn Oil & Gas, Shell - Umsatz und Gewinn steigen deutlich

  • Erdöl

Der Ölpreis gewinnt weiter an Fahrt und notiert noch immer rund 40% unter dem Level von Januar 2020. Jetzt sind die richtigen Aktien gefragt. Neben den bekannten großen Ölproduzenten wie BP und Shell, gibt es auch erfolgreiche Produzenten, die noch nicht so bekannt sind, aber durchaus Potenzial vorweisen. In der vergangenen Nacht hat der junge kanadische Ölproduzent Saturn Oil & Gas die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres veröffentlicht. Aufgrund der Corona Pandemie hatte das Unternehmen die Veröffentlichung verschoben, was derzeit keine Besonderheit ist und von offizieller Seite mit verlängerter Frist ermöglicht wird.

Zum Kommentar

Kommentar von Mario Hose vom 18.05.2020 | 11:53

BP, Chevron, ENI, Saturn Oil & Gas, Shell, Total - was Investoren jetzt wissen müssen

  • Erdöl

Vor rund einem Monat haben die Marktteilnehmer rund um den Globus gelernt, dass am Verfallstermin der WTI-Kontrakte bei null nicht das Ende eines Preisrutsches erreicht sein muss. Wer meinte, dass ein Fass der US-Sorte WTI zu 0,01 USD, es sind immerhin 159 Liter Rohöl, am Verfallstermin ein besonderes Schnäppchen sein müsste und zu griff, dem wurde eine kostspielige Lektion erteilt. Der Verfallstermin am 20. April 2020 geht mit einem erstmalig negativen Settlement-Preis von -37,63 USD in die Geschichtsbücher ein. Die USA ist bekanntermaßen das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und um ein Kapitel reicher.

Zum Kommentar