Menü schließen




14.07.2021 | 05:10

BYD, GSP Resource, Volkswagen – Folgen Sie dem Trend

  • Elektromobilität
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Die Zukunft soll klimaneutral und kohlestoffarm werden. Mit dem Energiekonzept und der Energiewende steigt Deutschland nicht nur aus der Kernenergie aus, sondern auch vom Öl auf die erneuerbaren Energien um. Der gesamte Mobilitätssektor ist heute noch in hohem Maße vom Öl abhängig. Das soll sich nun schnellstens ändern. Ein Abgesang des Verbrenner-Motors hin zum mit Batterie betriebenen Fahrzeug wurde von der Autoindustrie bereits angestimmt. Dabei stehen wir erst am Anfang einer langfristigen Entwicklung.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: GSP RESOURCE CORP. | CA36249G1090 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Enormer Bedarf an Metallen

    Durch die Energiewende und Reduzierung der CO2-Emissionen sollen in Zukunft Kohle, Rohöl und Gas an Bedeutung verlieren. Dagegen werden Metalle wie Kupfer, Kobalt, Nickel oder Lithium verstärkt nachgefragt, um die Kapazitäten für die Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien auszubauen. Besonders Kupfer gilt aufgrund seiner chemischen Eigenschaften als Schlüsselmetall und ist unersetzlich bei der Elektrifizierung der globalen Wirtschaft.

    Laut dem Deutschen Kupferinstitut enthält ein Elektrofahrzeug fast dreimal so viel Kupfer wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Die Hälfte dieses Kupfers kommt dabei im Akkumulator vor. Auch bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und der zum Laden von Elektrofahrzeugen notwendigen Infrastruktur entsteht ein hoher Bedarf an Kupfer. Allein der Lithium-Ionen-Akkumulator besteht zu rund 18% aus dem roten Metall, da stets die Kathode aus Aluminium und die Anode aus Kupfer als Trägermaterial aufgebaut werden.

    Beschränktes Angebot

    Die explodierende Nachfrage trifft auf ein begrenztes Angebot. So ist die globale Kupferproduktion bis Ende Oktober 2020 um 0,5% gesunken, während der Kupferverbrauch um 2% anzog. Infolgedessen entstand ein Angebotsdefizit von 559.000 Tonnen, dem größten Nachfrageüberhang seit einem Jahrzehnt. Die Kupferproduktion hält mit der steigenden Nachfrage nicht mehr Schritt. Aktuell gibt es durch die Zurückhaltung von Investitionen in den vergangenen Jahren wenig neue Kupferprojekte. Die Erschließung neuer Vorkommen würde mehrere Jahre dauern. Laut Goldman Sachs, die für die nächsten Jahre einen Kupferpreis von 15.000 USD voraussagen, ist „Kupfer das neue Öl.“

    Gute Ausgangssituation

    Beste Voraussetzungen für einen Wertzuwachs haben deshalb Unternehmen wie Copper Mountain, Teck Resources oder Freeport McMoran, die bereits Kupfer fördern oder Erschließungsunternehmen, die sich aussichtsreiche Liegenschaften gesichert haben. GSP Resource, ein kanadisches Explorationsunternehmen, spielt mit seinen zwei Projekten in Südwesten von British Columbia in einer Liga mit den Branchengrößen, zumindest was die Geographie der Lagerstätten betrifft.

    Das erfahrene Management, das eine Erfolgsbilanz bei der Erschließung und Finanzierung von Rohstoffvorkommen aufzuweisen hat, sicherte sich eine Option auf den Erwerb von 100 % an der Alwin-Mine, einem Kupfer-Gold-Silber-Projekt, das sich in der Kamloops Mining Division, 18km westlich von Logan Lake in British Columbia befindet. Interessant ist die Lage. So grenzt die Alwin-Mine westlich an die Highland-Valley-Mine vom Branchenriesen Teck Resources, einem Giganten mit einem Börsenwert von knapp 15 Mrd. CAD. Dabei liegt der Gehalt bei weniger als 0,5%, trotzdem gilt die Highland-Valley-Mine als effektivste Kupfermine Kanadas.

    Die historischen Werte der Alwin-Mine, die von 1916 bis 1981 als Kupfermine mit Gold- und Silberanteilen betrieben wurde, ergaben Kupfererz-Gehalte von 1,5%. Vor kurzem wurde ein 3D-Modell erstellt, da etliche Untertagebauten existieren und man auf diese Weise die Planung der Bohrziele effizienter gestalten kann. Gestartet wurde das Bohrprogramm Anfang Juni, mit Ergebnissen rechnet GSP Resource spätestens im August.

    Neben Alwin besitzt GSP Resource mit dem Olivine Mountain Projekt ein weiteres Asset mit hohem Potenzial. Das 3.020 Hektar große Grundstück befindet sich im Gebiet des Interior Plateau in South-Central British Columbia, 25km nordwestlich von Princeton. Auch hier wurde mit der Strategie verfahren, nahe bei bereits produzierenden Minen zu bohren. Lediglich 25km entfernt befindet sich die Kupfermine von Copper Mountain, knapp 50km das Shovelnose Projekt von Westhaven Ventures und das MPD-Projekt von Kodiak Copper.

    Für weitere Explorationstätigkeiten beschaffte sich das Unternehmen zudem 350.000 CAD. Insgesamt beträgt die Marktkapitalisierung lediglich 4,49 Mio. CAD. Spätestens wenn erfolgreiche Ergebnisse verkündet werden sollten, dürfte sich dies ändern. Langfristig sehen wir GSP Resource auch aufgrund der Nähe zu den Minen der größeren Kupferproduzenten als klassischen Übernahmekandidaten.

    Nachfrageboom bei BYD

    Ein Hauptabnehmer von Kupfer ist der chinesische Elektroautobauer BYD. Im Juni konnte das Unternehmen beim Absatz von Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeugen zum ersten Mal die Schallmauer von 40.000 Exemplaren überschreiten. Während der Gesamtabsatz im Vergleich zu Juni 2020 um 51% stieg, verzeichnete der Konzern bei den BEV-Verkäufen einen Zuwachs um 102% und bei den PHEV-Verkäufen sogar um 536%.

    Ziele höher gesetzt

    Die Transformation zur E-Mobilität läuft bei Volkswagen erfolgreich und auch das erste Halbjahr verlief mehr als zufriedenstellend. Grund genug für die Wolfsburger, ihre ursprüngliche Prognose einer operativen Umsatzrendite zwischen 7 bis 8% für 2025 auf 8 bis 9% zu erhöhen. Das heutige robuste und margenstarke Geschäft mit Verbrennungsmotoren mit seinem hohen Barmittelzufluss solle die Umstellung auf E-Mobilität finanzieren und beschleunigen. Gleichzeitig sollen die Margen von E-Autos durch niedrigere Batterie- und Produktionskosten sowie steigende Stückzahlen verbessert werden. In zwei bis drei Jahren sollten sich die Margen der beiden Technologien in etwa angeglichen haben, schätzt Volkswagen.


    Der Elektromobilität gehört die Zukunft im Straßenverkehr. Neben Volkswagen, dass die Marktführerschaft im Blick behält, zählt auch BYD zu den Gewinnern der Branche. Von der steigenden Nachfrage dürfte auch der Kupferpreis langfristig profitieren. GSP Resource besitzt durch seine aussichtsreichen Projekte nahe der großen Kupferproduzenten langfristiges Wertsteigerungspotenzial.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 04.07.2022 | 05:10

    Extrem wachsender Bedarf bei Ganfeng und Edison Lithium, XPeng und Nio mit starken Absatzzahlen

    • Elektromobilität
    • lithium
    • Batterie

    Die Autoindustrie steht in den nächsten Jahren vor einem massiven Versorgungsproblem. Der Grund dafür liegt in der explodierenden Nachfrage nach Lithium, einem elementaren Rohstoff für die Elektromobilität. Lag der Markt für Lithium 2015 global bei 33.000t pro Jahr, stieg dieser bis 2022 auf 85.000t. Bis 2030, die Bundesregierung plant dann mit 15 Mio. Elektroautos auf deutschen Straßen, gehen Experten von einem jährlichen Bedarf von bis zu 400.000t aus. Bereits jetzt besteht eine deutliche Angebotsknappheit. Die Profiteure sind hierbei eindeutig die Lithiumproduzenten. Nach einer heftigen Korrektur in der Lithiumbranche bieten sich langfristig neue Chancen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 30.06.2022 | 10:01

    Tocvan Ventures und BYD mit herausragenden News - TeamViewer rauscht ins Bodenlose

    • Gold
    • Märkte
    • Elektromobilität

    Hart getroffen hat es in der aktuellen Korrektur vor allem die zinssensitiven Wachstumswerte. So verlor die US-Technologiebörse NASDAQ seit Jahresanfang und dem Hoch bei 16.670 Punkten rund 34% ihres Wertes. Dabei machten Investoren auch nicht vor Aktien der Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität halt. Doch im Gegensatz zu Platzhirsch Tesla – die Musk-Aktie halbierte sich innerhalb von sechs Monaten – eilt der chinesische Konkurrent BYD von Hoch zu Hoch. Starke News gibt es auch von einem aussichtsreichen Gold- und Silberexplorationsunternehmen. Ein von Experten langfristig positiv erwarteter Goldpreis könnte dem Unternehmen zu einer Outperformance verhelfen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 24.06.2022 | 05:45

    Commerzbank, Triumph Gold, Bitcoin Group – Inflationsalarm! Welche Aktien bringen in diesem Marktumfeld Rendite?

    • Commerzbank
    • Triumph Gold
    • Bitcoin Group
    • Bank
    • Gold
    • Silber
    • Kupfer
    • Zinsen
    • Kryptowährungen
    • Bitcoin

    Eine so hohe Inflation haben wir seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Schaut man zurück so wird klar, dass man die damalige Situation nicht mit der heutigen vergleichen kann. Damals lagen die Zinsen bei 12% und als Sparer konnte man trotz der Inflation einen Wertzuwachs für sein Geld generieren. Heute sind die Zinsen deutlich tiefer als die Inflation. Das Geld auf ein Sparbuch legen wird keinem Anleger einen Gewinn bescheren. Will man sein Geld schützen, kommt einem als erstes Gold in den Sinn, weil es als krisenfest gilt. Doch heutzutage scheint es fast so, als könnten die Kryptowährungen Gold den Rang ablaufen. Alternativ kann man auf Aktien setzen, die diese Bereiche abdecken. Drei Unternehmen beleuchten wir näher.

    Zum Kommentar