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24.08.2022 | 05:08

BYD, Meta Materials, Pfizer – Volle Pipeline

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Bildquelle: pixabay.com

Die Unsicherheit kommt nach den Anstiegen der letzten Wochen zurück. Neben Aktien fallen auch andere Assetklassen wie Edelmetalle oder Kryptowährungen und markieren ein Mehrwochentief. Schuld daran ist, neben der unsicheren geopolitischen Lage, vor allem die Angst vor einer globalen Rezession, gebündelt mit einer ausufernden Teuerungsrate. Aktuell ist es herausfordernd, die richtigen Aktien aus diesem negativen Gesamtumfeld herauszufiltern. Dennoch glänzen viele Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern und Innovationen und dürften bei einem Turnaround langfristig profitieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Meta Materials Inc. | US59134N1046 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035

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Inhaltsverzeichnis:


    Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
    "[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

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    BYD – Fels in der Brandung

    Während der US-Technologieindex NASDAQ seit Jahresanfang im Tief bis zu 34% einbüßte und auch die meisten Elektroautomobilbauer herbe Kursverluste einfuhren, glänzte das in Shenzhen niedergelassene Unternehmen BYD mit relativer Stärke und einer klaren Outperformance. Um 15% ist die „Build your Dream“-Aktie seit dem 1.1.2022 gestiegen. Die Gründe für die Outperformance sind vielfältig. Zum einen konnte man im Heimatmarkt den Platzhirschen Tesla vom Thron stoßen und deutlich distanzieren. Insgesamt 641.350 Einheiten konnten im ersten Halbjahr an den Mann oder die Frau gebracht werden, ein Plus von 314,90% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

    Um die Marktstellung auszubauen, legt BYD seinen kompletten Fokus auf die Produktion von reinen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen und stellte die Produktion von Benzinfahrzeugen ein. Zudem wächst das Batteriegeschäft, was BYD zu einem der Top3-Batterieproduzenten weltweit aufsteigen ließ. Der Grund für die starke Entwicklung ist die Tatsache, dass die Blade-Technologie laut Experten als eine der sichersten und zuverlässigsten der Branche gilt. BYD will die Batterie auch an andere Autohersteller liefern, so gilt zum Beispiel Tesla seit langem als potenzieller Abnehmer.

    Im Bereich der Elektroautomobile ist die Expansion in die europäischen Länder Deutschland, Schweden, Norwegen und Dänemark geplant. Auch auf den Straßen in Israel, Thailand und Kambodscha sollen künftig die HANs, Tangs oder der Attoo 3 rollen. Aus charttechnischer Sicht gönnte sich die Aktie in den vergangenen Wochen eine kurze Auszeit und notiert bei 35,12 USD. Die 200-Tagelinie verläuft aktuell bei 33,60 USD. Trotz langfristig hervorragender fundamentaler Aussichten ist ein Rücksetzer bis zum seit Mai 2021 ausgebildeten Aufwärtstrend durchaus im Bereich des Möglichen.

    Meta Materials – Kommerzialisierung kommt voran

    Nach der Wende in der Geldpolitik und der zumindest vorübergehenden Abkehr des Gelddruckens sackten seit Anfang des Jahres vor allem Wachstumswerte deutlich ab. Dabei kam ein Börsensternchen des vergangenen Jahres stark unter die Räder, obwohl Wachstum und der Ausbau der Technologie weiterhin äußerst innovativ und vielversprechend sind. Das zum „Lux Research Innovator of the Year 2021“ gekürte Unternehmen Meta Materials verlor seit dem Hoch im Juni des vergangenen Jahres sage und schreibe 96%. Der Börsenwert beträgt aktuell noch lediglich rund 290 Mio. USD.

    Gerade wegen dieses enormen Verlustes lohnt es sich, das NASDAQ-Unternehmen näher zu betrachten. Denn der Entwickler von Hochleistungs-Funktionsmaterialien und Nanokompositen steht davor, die Zukunft der Beschichtungsmaterialien neu zu definieren. Metamaterialien heißt das Zauberwort, bei dem sich der Marktführer aus Kanada 410 aktive Patentdokumente, darunter 251 erteilte Patente und 159 anhängige Patentanmeldungen gesichert hat und den Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern ausgebaut hat. Insgesamt beläuft sich das Patentportfolio von Meta Materials auf 98 Patentfamilien, von denen 57 mindestens ein erteiltes Patent enthalten.

    Mit der Forschung an neuartigen Hochleistungsmaterialien wird es in Zukunft möglich sein, Licht, Schall, Wärme oder Funkwellen durch die Entwicklung einer speziellen Nanotechnologie umzuleiten. Die innovative Technologie ist global und branchenübergreifend ausrollbar, so zum Beispiel in der 5G-Kommunikation, Gesundheits- und Wellnessbranche, Luft- und Raumfahrt, bei Automobilen oder Erneuerbaren Energien.

    Die Zahlen zum zweiten Quartal zeigten einen enormen Umsatzsprung von 432% auf 3,3 Mio. USD. Dagegen fiel aufgrund von Entwicklungskosten ein Verlust von 21 Mio. USD an, was in diesem Unternehmensstadium eher die Regel als die Ausnahme ist. Auch personell konnte sich Meta Materials noch einmal verstärken. Mit Jack Harding wurde ein Veteran der Chipindustrie als Vorsitzender des Board of Directors installiert. Als ehemaliger Direktor bei RF Micro Devices war er bei der Fusion mit TriQuint Semiconductor zu Qorvo, welches heute eine führende Position in der Hochenergie-HF-Elektronik und eine Marktkapitalisierung von 11 Mrd. USD aufweist, involviert. Zudem war er Vorstandsmitglied des Chipriesen Advanced Micro Devices, als das Unternehmen seinen Wandel zu einem Branchenführer begann.

    Pfizer – Bereit für die nächste Welle

    Näher am ausgebildeten Aufwärtstrend, der seit dem Corona-Tief im März 2020 begonnen wurde, befindet sich der US-Pharmariese Pfizer. Der Dow Jones-Konzern vertreibt mit dem Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech den Impfstoff gegen COVID 19, Comirnaty. Mit einer aktuellen Notierung bei knapp 49 USD laufen die US-Amerikaner Gefahr, die markante Unterstützung bei 47,57 USD zu durchbrechen. Dadurch würde ein neues Verkaufssignal bis zum nächsten Halt bei 43,08 USD ausgerufen.

    Rückenwind bekommen die Vakzin-Produzenten im Moment von dem anstehenden Herbst und der Gefahr einer nächsten starken Infektionswelle. Mit Partner BioNTech beantragte Pfizer nun bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für einen an die derzeit kursierenden Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoff. Außerdem, so hieß es in einer Pressemeldung, soll auch für die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ein Antrag gestellt werden. Dabei rechnen die Unternehmen bei positiven Zulassungsergebnissen bereits im September mit dem Start der Auslieferung. Was wiederum eher kritisch zu betrachten ist, ist die Tatsache, dass es zu der angepassten Variante noch keine klinischen Studien gibt.


    Die Verluste an den Aktienmärkten nahmen in den letzten Tagen aufgrund von Rezessionsängsten deutlich zu. Dabei verloren Wachstumsaktien wie Meta Materials überproportional, obwohl hier enormes Potenzial schlummert. BYD befindet sich noch im Korrekturmodus, bei Pfizer könnte es nach dem Bruch des Aufwärtstrends ungemütlich werden.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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