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20.02.2026 | 05:20

Extrem spannende Entwicklungen bei First Hydrogen, Plug Power und thyssenkrupp Nucera! Was können Aktionäre jetzt daraus machen?

  • Kernenergie
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  • Innovationen
Bildquelle: pixabay.com

Wer kann den riesigen Stromhunger von Datenzentren und KI-Infrastrukturen stillen? Microsoft und Meta haben bereits gezeigt, wo es lang gehen kann: Atomenergie und sogenannte SMRs, also Mini-Kernkraftwerke. In den Vereinigten Staaten geht langfristig kein Weg an der Kernenergie vorbei. Auf der anderen Seite darf Wasserstoff nicht unterschätzt werden. Plug Power und thyssenkrupp Nucera sind bekannte Branchenvertreter. Spannende, neue Wege geht First Hydrogen. Die Kanadier besitzen das Potenzial, die Branche aufzumischen. Das könnte zu einer massiven Neubewertung der Aktie führen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , THYSSENKRUPP NUCERA AG & CO KGAA | DE000NCA0001

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Inhaltsverzeichnis:


    First Hydrogen – Gamechanger Potenzial

    Die Kanadier haben sich auf emissionsfreie Fahrzeuge sowie auf die Produktion und den Vertrieb von grünem Wasserstoff spezialisiert. Die wasserstoffbetriebenen leichten Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge (FCEVs) wurden erfolgreich konstruiert und von Flottenbetreibern im Vereinigten Königreich erfolgreich getestet.
    Die Vision des Unternehmens ist jedoch wesentlich größer und könnte zu einer massiven Neubewertung der Aktie führen. Ziel ist, stabile und saubere Energie aus sogenannten Small Modular Reactors (SMRs) mit Elektrolyse zu verbinden, um grüne Energie einschließlich grünem Wasserstoff zu erzeugen. Damit sollen insbesondere stromhungrige Datenzentren und KI-Infrastrukturen versorgt werden, aber auch die wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenfahrzeuge von Unternehmen.
    Die Kanadier streben die Etablierung eines Null-Emissions-Ökosystems an. Ausgangspunkt und Kern ist ein richtungsweisendes Forschungsprojekt mit der University of Alberta. Zusammen mit der kanadischen Bildungseinrichtung werden entscheidende Parameter adressiert. Es geht um die Entwicklung von Reaktor-Brennstoffmaterialien sowie um die Konstruktion und Optimierung von SMRs. Auf Basis der Forschungsergebnisse der ersten Phase werden die nächsten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eingeleitet.
    Hochgestecktes Ziel ist, nicht-radioaktive Alternativ-Brennstoffmischungen aus Salzschmelze zu identifizieren, die jedoch die Eigenschaften uranhaltiger Brennstoffsalze besitzen, aber eine größere Effizienz und Sicherheit mit sich bringen. Das wäre wahrlich ein Game Changer.
    SMRs werden eine große Zukunft bescheinigt. Die kleinen Kernreaktoren können modular gebaut und in Serie vorproduziert werden. SMRs helfen CO2-arme Energie schneller und skalierbarer bereitzustellen und beziehen auch neue Anwendungen wie die Wasserstoffproduktion mit ein. Die Gesellschaft ist bei Kursen um die 0,38 CAD mit rund 30 Mio. CAD bewertet. Weitere News zu den SMR-Initiativen dürften die Aktie sukzessive beflügeln.

    Plug Power – Riesige Verwässerung für Aktionäre vs. Erfolgsmeldungen aus Europa

    Das US-amerikanische Energie- und Technologieunternehmen konzentriert sich auf Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien und hat ein beeindruckendes Ökosystem geschaffen. In den letzten Monaten ging es mit der Aktie abwärts. Zuletzt stand eine wichtige Finanzierungsfrage im Raum, die die Gemüter erhitzte. Schlussendlich erhielt die Gesellschaft im Rahmen der jüngsten Aktionärsversammlung die gewünschte Zustimmung, das genehmigte Kapital deutlich auszuweiten.
    Dies bedeutet eine massive Verwässerung für bestehende Anteilseigner. Damit hatte die Kursbewegung diesen Einschnitt schon vorweg eingepreist. Die Anteilsscheine notieren aktuell bei rund 1,86 USD. Viele Analysten formulieren ein Kursziel von 2 USD.
    Die Querelen überschatten die erfolgreiche Geschäftsentwicklung in Europa. In Rotterdam hat Plug Power die erste Befüllung einer 32 km langen Wasserstoffpipeline abgeschlossen. Damit stellen die US-Amerikaner unter Beweis, komplexe Infrastrukturprojekte im industriellen Maßstab stemmen zu können. Parallel wurden in Portugal die Arbeiten an einer 100-MW-Elektrolyseuranlage beendet. Im Süden Europas sollen zukünftig bis zu 15.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr produziert werden.

    thyssenkrupp Nucera – schlechter Jahresstart

    Im Sommer 2023 ging die Gesellschaft bei einem Kurs von 20 EUR an die Börse. Heute notiert die Aktie bei rund 9,40 EUR. Schlussendlich entwickelte sich das geplante Wachstum nicht so schnell wie erhofft. Aktuell wird der Konzern mit 1,2 Mrd. EUR bewertet. Analysten billigen den Anteilsscheinen im Durchschnitt ein faires Niveau von 11,20 EUR zu.
    Nucera ist Anbieter von Elektrolyse-Technologie - das umfasst Engineering, Beschaffung und Bau von elektrochemischen Anlagen. Dabei werden Lösungen für grünen Wasserstoff, Chloralkalilösungen und Salzsäurelösungen angeboten. Zuletzt legte Nucera die Zahlen für das erste Quartal vor. Mit einem Umsatzrückgang von 44 % auf 147 Mio. EUR startete der Konzern wesentlich schlechter als prognostiziert in das neue Geschäftsjahr. Operativ rutsche man sogar in die roten Zahlen mit einem EBIT von – 4 Mio. EUR. Für das laufende Geschäftsjahr stellt der Konzern einen Umsatz von 500 bis 600 Mio. EUR und ein EBIT zwischen – 30 Mio. und 0 EUR in Aussicht.
    "Auch wenn das Marktumfeld weiterhin herausfordernd bleibt, sehen wir verstärkt positive Marktimpulse, insbesondere im Bereich grüner Wasserstoff", fasste Unternehmenschef Werner Ponikwar die Lage zusammen.

    Fazit

    Plug Power verärgert seine Aktionäre mit einer riesigen Verwässerung. Da treten die guten operativen Erfolge in Europa zunächst in den Hintergrund. Auch die Aktionäre von thyssenkrupp Nucera müssen erneut Geduld aufbringen. Visionär ist das Konzept von First Hydrogen. Newsflow aus den aktuellen SMR-Initiativen wird die Aktienkursentwicklung positiv beeinflussen. Sollte es zu einem Durchbruch kommen, steht eine komplette Neubewertung der Gesellschaft an.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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