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20.02.2026 | 05:00

Uran-Knappheit trifft auf KI-Boom: Warum Cameco, Perpetua Resources und American Atomics die wahren Gewinner dieser Dekade sind

  • Atomkraft
  • SMR-Technologie
  • KI-Rechenzentren
Bildquelle: KI

Die Energiebranche befindet sich im Umbruch, der maßgeblich vom exponentiell wachsenden Energiehunger der Tech-Giganten und der Künstlichen Intelligenz getrieben wird. Aktuelle Marktanalysen von Goldman Sachs Research erwarten, dass der Strombedarf von Rechenzentren bis zum Jahr 2030 um gigantische 165 % ansteigen wird. Dieser Nachfrageschub nach kohlenstofffreiem Grundlaststrom hat eine regelrechte nukleare Renaissance ausgelöst. Während Branchenriesen wie Cameco in diesem Umfeld eindrucksvoll beweisen, dass die Kontrolle über den gesamten Brennstoffkreislauf der Schlüssel zu enormen Unternehmensbewertungen im Uran-Sektor ist, zeigt das Beispiel von Perpetua Resources einen weiteren, bedeutsamen Trend. Die Sicherung kritischer Rohstoffe auf amerikanischem Boden ist heute keine rein wirtschaftliche Entscheidung mehr, sondern eine grundlegende Frage der nationalen Sicherheit geworden. Genau in diesem Kraftfeld aus Marktmacht und geopolitischer Resilienz positioniert sich American Atomics als aufstrebender Innovator.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 , PERPETUA RESOURCES CORP | CA7142661031 , CAMECO CORP. | CA13321L1085

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Inhaltsverzeichnis:


    Cameco: Umfassende Wertschöpfung zahlt sich aus

    Der Erfolg von Cameco verdeutlicht, wie lukrativ ein integriertes Geschäftsmodell in der heutigen Zeit ist. Das kanadische Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr operative Rekordergebnisse und profitiert davon, dass westliche Energieversorger händeringend nach Alternativen zu russischen Dienstleistern für die Konvertierung und Veredelung von Urankonzentrat suchen. Ein zentraler Baustein dieser weitreichenden Strategie ist die 49-prozentige Beteiligung an der Westinghouse Electric Company. Durch diesen klugen strategischen Schachzug hat Cameco direkten Zugang zur modernen Reaktortechnologie und sichert sich hochprofitable, langfristige Wartungsverträge, wie das aktuelle Großprojekt Dukovany in der Tschechischen Republik eindrucksvoll beweist. Diese Entwicklung unterstreicht einmal mehr, dass die bloße Förderung von Rohstoffen im modernen Energiemarkt nicht mehr ausreicht, um die volle Wertschöpfung abzugreifen und sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

    Milliarden vom Staat für kritische Rohstoffe und heimische Uran-Assets

    Gleichzeitig verdeutlicht die Geschichte von Perpetua Resources, wie stark der Staat mittlerweile als strategischer Ankerinvestor in Erscheinung tritt. Das Unternehmen plant, mit seinem Stibnite-Projekt in Idaho einen wesentlichen Teil des amerikanischen Antimonbedarfs zu decken und hat dafür bereits Unterstützung in Höhe von rund 59 Mio. USD vom US-Verteidigungsministerium erhalten. Darüber hinaus prüft die amerikanische Export-Import Bank im Rahmen der Project Vault Initiative eine gewaltige Projektfinanzierung von bis zu 1,8 Mrd. USD, um die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten bei diesem bedeutenden Rüstungsmetall endgültig zu durchbrechen. Zudem nutzt Perpetua Resources einen cleveren ökologischen Ansatz, denn die Erschließung der Mine ist vertraglich eng mit der Beseitigung historischer Umweltsünden auf dem Gelände verknüpft, was die gesellschaftliche Akzeptanz drastisch erhöht. Solche immensen Summen an staatlichem und privatem Kapital fließen in den Sektor, weil Rohstoffkontrolle im modernen Zeitalter gleichbedeutend mit Handlungsfähigkeit ist und aktiver Umweltschutz dabei als Katalysator für schnelle Genehmigungen wirkt.

    American Atomics punktet gleich doppelt

    American Atomics überträgt diese beiden Erfolgsfaktoren nun auf den Nuklearsektor und will eine der ersten vollständig integrierten, US-kontrollierten Lieferketten für Kernbrennstoffe aufbauen. Die ehrgeizige Strategie des Unternehmens kombiniert die konsequente Sicherung eigener heimischer Uran-Assets mit der Skalierung einer disruptiven Veredelungstechnologie. Auf der Förderseite hat sich das Unternehmen strategisch in Gebieten positioniert, die eine schnelle Wiederaufnahme der Produktion ermöglichen. Dazu gehört das Nuvemco-Projekt im Uravan Mineral Belt im US-Bundesstaat Colorado, das nicht nur über bedeutende Uranressourcen verfügt, sondern auch erhebliche Mengen an Vanadium für moderne Batterietechnologien bietet. Ebenso treibt American Atomics das Big Indian Projekt in der Lisbon Valley in Utah intensiv voran, wo moderne 3D-Modellierungen und historische Bohrdaten genutzt werden, um das volle Potenzial einer vormals hochproduktiven Region neu zu erschließen.

    Technologischer Durchbruch für die nächste Reaktor-Generation

    Der eigentliche technologische Durchbruch gelingt American Atomics jedoch im Bereich der Veredelung durch ein zukunftsweisendes Joint Venture mit CVMR. Diese weitreichende Partnerschaft ermöglicht die Implementierung einer modularen Gasphasen-Metallurgie, die Uranerz extrem effizient und mit minimaler Umweltbelastung direkt in hochreine Uranverbindungen für nachgelagerte Anreicherungsschritte umwandeln kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen, chemisch intensiven Verfahren ist dieses innovative System hermetisch versiegelt, produziert nahezu keine toxischen Abfälle und soll so die bürokratischen Hürden drastisch senken.

    Das durch dieses Verfahren entstehende HALEU ist der unersetzliche Treibstoff der nächsten Reaktor-Generation. Gerade neuartige Mikroreaktoren, wie sie vom Pentagon für entlegene Stützpunkte entwickelt werden, sowie Small Modular Reactors (SMR) für die gewaltigen Rechenzentren der Tech-Giganten benötigen exakt diesen speziellen Brennstoff zwingend. Da es außerhalb der USA bislang nur sehr begrenzte kommerzielle HALEU-Kapazitäten gibt und in den USA mit Centrus erst eine einzige Demonstrationsanlage im industriellen Maßstab läuft, besetzt American Atomics hier eine strategische Lücke von großem ökonomischen Wert. In einem extrem angespannten Marktumfeld, in dem das Pentagon und die globalen Technologieführer verzweifelt nach gesichertem Brennstoff suchen, kann American Atomics durch seine geschlossene Wertschöpfungskette das Fundament für Amerikas nukleare Zukunft liefern. Wer als Investor in Zeiten geopolitischer Spannungen nach echten Problemlösern sucht, findet in diesem Ansatz eine vielversprechende Antwort.

    Gute Ausgangslage für Kursgewinne - die Aktie von American Atomics ist zur Ruhe gekommen.

    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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