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06.05.2021 | 04:50

BYD, Nevada Copper, Varta – Standleitung für Kursgewinne gefällig?

  • Elektromobilität
  • Batterien
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil von Mobilitätskonzepten. Inwieweit andere Antriebsarten dem Elektroauto den Rang ablaufen werden oder wir in 10 Jahren feststellen müssen, dass das ganze Thema politisch fehlgelenkt war, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist – die Nachfrage nach E-Autos und Batterien steigt enorm. Damit verbunden ist auch die Nachfrage der darin verbauten Rohstoffe wie Lithium oder Kupfer. Wir stellen Ihnen drei chancenreiche Investments vor, die unterschiedliche Facetten des Anlagetrends abbilden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA64128F1099 , CNE100000296 , DE000A0TGJ55

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Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Don´t call it a dream

    Wer bei der Aktie von BYD schon lange an Bord ist, der kann die jüngste Korrektur leicht verschmerzen. Bereits vor vielen Jahren investierte Berkshire Hathaway in Build Your Dreams. Die Investmentlegenden Warren Buffett und Charles Munger halten 8% an dem größten Automobilhersteller Chinas. Die Affinität zu chinesischen Aktien kommt – und das ist ein offenes Geheimnis - eindeutig von Munger, davon konnten sich Berkshire-Aktionäre vor wenigen Tagen auf der Hauptversammlung ein Bild machen. Auch wenn dem ein oder anderen Marktteilnehmer die jüngsten Quartalsdaten von BYD nicht so recht schmeckten, eine Absatzsteigerung von E-Autos um 113% gegenüber Vorjahr anscheinend nicht genug ist und Analysten teilweise die Kursziele senkten, so sollte man die Kirche im Dorf lassen. Die entscheidende Frage ist doch, ob man dem Konzern mittelfristig zutraut, erfolgreich zu sein.

    BYD ist führend, wenn es um Batterietechnologien geht und deckt weite Teile der Wertschöpfungskette rund um das E-Autos ab. In Zukunft will BYD verstärkt auch andere Hersteller mit Akkus beliefern und so den Preiskampf anfachen - das dürfte Varta-Aktionäre nicht besonders freuen. Jüngst wurde Fiat als neuer Batteriekunde von BYD bekannt gegeben. Ebenso ließ der Konzern durchblicken, dass man die Blade-Batterien auch anderen Autobauern anbieten möchte und mit fast allen Marken im Gespräch sei. Der Vorteil dieser Produkt-Kategorie ist die hohe Reichweite von rund 1.100 km. Bei so viel Innovation und Marktmacht verwundert es auch nicht, das BYD kürzlich in die Liste der „100 Most Influential Companies" in Bezug auf Elektroautos aufgenommen wurde. Und was machen Anleger daraus? Folgen Sie der Einschätzung von Berkshire Hathaway.

    NEVADA COPPER CORP – Projektfortschritte lassen den Kurs um 50% anspringen

    Probleme bei der Untertageproduktion haben den Kurs des Kupferproduzenten Nevada Copper über viele Wochen gedrückt. Am 21. April, als die Gesellschaft von deutlichen Fortschritten berichtete und das Produktionsziel bestätigte, setzte der Kurs binnen weniger Tage zu einem Sprung an, der die Anteilsscheine auf ein 52-Wochen-Hoch von 0,26 CAD führte. Momentan notiert die Aktie leicht unterhalb dieses Niveaus. Das Papier gehört in den letzten Tagen zu den TOP 25 nach Handelsumsatz an der Heimatbörse TSX-V. Selbst nach dem Kurssprung sind die Kanadier mit einem Börsenwert von rund 470 Mio. CAD aber noch nicht zu teuer.

    Im Fokus des Investoreninteresses steht momentan das Pumpkin Hollow Kupfer Projekt im US-Bundesstaat Nevada, welches beträchtliche Reserven und Ressourcen an Kupfer, Gold und Silber aufweist. Neben der laufenden hochgradigen Produktion in der Untertagemine ist ein Tagebauprojekt im Entwicklungsstadium und auf dem Weg Richtung Machbarkeitsstudie. In den zurückliegenden Monaten kam es zu mehreren ungeplanten Stillständen der Untertageproduktion, die das Ziel der Gesellschaft pro Tag 5.000 Tonnen Erz zu verarbeiten zeitlich verschoben. Anscheinend war die Anlegergemeinschaft skeptisch, dass dieses Produktionsziel wie von der Gesellschaft in Aussicht gestellt, in Q3 erreicht werden könnte. Ende April zerstreute Nevada Copper jedoch diese Befürchtungen. Im März erreichte die Gesellschaft im Wochenschnitt einen Mühlendurchsatz von 4.700 Tonnen Erz pro Tag und einen maximalen täglichen Mühlendurchsatz von 5.000 Tonnen. Zudem ist der Konzentratgehalt weiter angestiegen. Anleger honorierten diese Neuigkeiten mit einem Kurssprung.

    Das deutliche Hochfahren der Produktion ab Q3 dürfte der Gesellschaft bei den aktuellen Kupferpreisen hohe Gewinne bescheren. Aber auch Fortschritte beim Tagebau oder die Erforschung neuer Zonen werden die Aktie unserer Meinung nach gut performen lassen. Generell bleiben die Rahmenbedingungen für das Industriemetall und für Kupferproduzenten gut.

    VARTA AG – Nullsummenspiel

    Schaut man auf den Kurs der Varta-Aktie zu Beginn des Jahres und jetzt, dann steht dort die nahezu identische Zahl. Nichts passiert? Weit gefehlt – bereits Ende Januar markierten die Anteilsscheine ein Allzeithoch im Bereich von 180 EUR und bildeten im Februar um die 170 EUR-Marke ein Doppeltop, gefolgt von sinkenden Kursen und der jüngsten Seitwärtsbewegung. Das Allzeithoch war im Zusammenhang mit der Annahme bzw. Hoffnung auf einen Short Squeeze verbunden. Im Lager der Fakten war in den letzten Monaten folgende Konstellation zu verzeichnen: Abschluss eines Rekordjahres und Zahlung einer Dividende. Aber das Haar in der Suppe war der zu wenig dynamische Gewinnausblick für das laufende Geschäftsjahr.

    Mitte März legte der Konzern nach und gab seine Pläne bekannt, in den Markt für Batteriezellen für Elektroautos einsteigen zu wollen. Für eine großformatige Batteriezelle soll eine Pilotlinie am Firmensitz aufgebaut werden, intensive Gespräche mit mehreren Autoherstellern laufen. Der Kurs ist danach nicht wirklich angesprungen, denn die Skepsis bei Anlegern überwiegt. Unbestritten ist die Technologie- und Innovationsführerschaft bei Mikrobatterien, welche u.a. in kabellosen Kopfhörern eingesetzt werden. Dies ist das Fundament der Profitabilität des Konzerns. Aber auch hier wird der Wettbewerb stärker und jüngst war zu vernehmen, dass der größte Varta-Kunde Apple deutlich weniger kabellose Kopfhörer absetzen wird. Aber zurück zum Thema: die spannende Frage ist, ob Varta die Technologiekompetenz einfach auf andere Bereiche wie großformatige Batteriezellen übertragen kann. Die Deutschen treten hier gegen erstklassige chinesische Player und Tesla an. Bei uns überwiegt die Skepsis. Die Bewertung von rund 4,8 Mrd. EUR löst auch keinen Schnäppchen-Impulskauf aus. Nächste Woche wird es aber vielleicht nochmal spannend. Varta legt am 12. Mai die Q1-Zahlen vor.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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