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2021-07-20 04:35

BYD, Volkswagen, Kodiak Copper: Die 1.000 US-Dollar Korrektur!

  • Kupfer
  • e-Mobilität
Bildquelle: pixabay.com

Der Kupferpreis hatte im Mai 2021 seinen vorläufigen Höchststand bei etwa 10.500 USD erreicht. Seitdem erleben wir eine normale Konsolidierung von 10-15%, das ist im Aufwärtstrend kein ungewöhnlicher Vorgang. Der Anstieg seit Anfang 2020 beträgt über 100%. Kupferminen konnten in der gleichen Zeit ein Vielfaches dieser Performance für sich verbuchen, die jüngste Korrektur fiel dementsprechend etwas höher aus. Für viele Marktteilnehmer ist das mittelfristige Szenario für das Industriemetall jedoch gesetzt. Denn seit dem politischen Schulterschluss zur e-Mobilität, schießt die Nachfrage nach Kupfer und Batterie-Metallen durch die Decke. Minenbetreiber weltweit sind alarmiert, die aktuell förderbaren Kapazitäten decken gerade mal 85% des Bedarfs ab 2022 ab. Wer kann die Lücke schließen?

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005

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Inhaltsverzeichnis:


    Nick Mather, CEO, SolGold PLC
    "[...] Wir wussten, dass die Welt sich rasch elektrifiziert und urbanisiert und dafür erhebliche Mengen an Kupfer benötigt. [...]" Nick Mather, CEO, SolGold PLC

    Zum Interview

     

    BYD – Großaktionäre machen Kasse

    Einer der großen Kupferverarbeiter aus China ist der Elektromobilität- und Batteriespezialist BYD Company Ltd., auch bekannt unter „Build Your Dreams“. Seit der Beteiligung der Buffett-Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway in 2008 kennt die Aktie nur eine Richtung: Nach Norden.

    Mit Blick auf die letzten 12 Monate hat die BYD-Aktie bereits 188% zugelegt, auch wenn seit den Höchstständen im Januar nun eine heftige Korrektur eingetreten ist. Grund für den Druck auf den Wert sind Abgaben von Altgesellschaftern, die seit langer Zeit an Bord sind. Li Lu von Himalaya Capital, der den BYD-Investor Warren Buffett an das Unternehmen heranführte, verkaufte 10,7 Millionen Aktien des chinesischen Technologiekonzerns in einem Volumen von rund 309 Mio. USD. Der Verkauf wurde innerhalb von zwei Tagen abgewickelt und kostete dem Kurs ganze 7%.

    An Gewinnmitnahmen ist zwar noch niemand gestorben, dennoch hören wir bei BYD wieder gute operative Meldungen. Die Schottische Regierung kündigte im Juli zusätzliche Mittel für emissionsfreie Busse an. Insgesamt soll das Budget für Fahrzeuge um 50 Mio. GBP aufgestockt werden. Für Alexander Dennis Limited (ADL), eine Tochtergesellschaft des nordamerikanischen Busherstellers NFI Group Inc., und den chinesischen Partner BYD (Build Your Dreams) ist dies eine gute Nachricht, denn es ist zugleich die erste Phase der Bereitstellung eines neuen schottischen Zero Emission Bus Challenge Fund (ScotZEB) in Höhe von 50 Mio. Pfund. Der Fonds wurde von der schottischen Regierung aufgelegt.

    Auch wenn operativ derzeit alles rund läuft, ist der Chart der BYD-Aktie aktuell gefährdet. Sollte die Linie von 22,50 EUR unterboten werden, muss auch ein Rückgang auf 18 EUR einkalkuliert werden. Vorsicht!

    Volkswagen Vz. – Das Risiko mit den Verbrennern

    Wenn ein Automobilbauer in diesen Zeiten noch an Verbrenner-Motoren festhält, dann hat das seine Gründe. Denkbar sind beispielsweise die Aussichten, die ein globaler Markt bietet, ungeachtet der monokausalen Propaganda in Deutschland und Europa. Der Verbrenner hat seine Relevanz auf diesem Planeten, auch wenn eine Horde von Weltverbesserern eine zweifelhafte Batterie-Produktion der angeblich unsauberen fossilen Energienutzung vorziehen. Technologiegiganten wie VW rechnen genauer nach und sehen durchaus Chancen, die heute höchst effizienten Verbrenner auch in einigen Jahren noch absetzen zu können. Wenn nicht in Deutschland, dann sicher in über 100 anderen Ländern dieser Erde.

    Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Center of Automotive Management (CAM) kommt sogar zu dem Schluss, dass Milliardeninvestitionen in Verbrenner für VW zum Wettbewerbsnachteil werden können und hohe wirtschaftliche Risiken mit sich bringen. Die Studie zeigt, dass VW für eine schnell steigende Nachfrage nach E-Mobilen derzeit schlecht gerüstet ist. Annähernd drei Millionen E-Autos würden dem Konzern demnach in seinen wichtigsten Absatzmärkten Europa, China und USA bis zum Jahr 2030 fehlen. Wir teilen diese Meinung nicht, denn gerade in den letzten Monaten hat VW seine Stärke und Aufholgeschwindigkeit gezeigt.

    Greenpeace muss daher auch eingestehen: Nur wenn die Absatzländer beim Ausbau der E-Mobilität schwächeln, wie zum Beispiel durch einen zu geringen Ausbau von Ladeinfrastruktur, könnte VW mit seiner derzeitigen Verbrenner-Strategie noch mit Gewinnzuwächsen rechnen. Wie auch immer die Zukunft laufen wird, die erwarteten 70% E-Quote in der Neuzulassung, welche Greenpeace ab 2027 unterstellt, ist noch nicht in Stein gemeißelt. VW verdient aktuell über 10 Mrd. EUR pro Jahr und ist einer der günstigsten Automobilwerte auf dem Kurszettel.

    Kodiak Copper – Die nächste Kupfermine aus Kanada

    Egal wie hoch die E-Mobilitätsquote auch klettern wird – es braucht eine Menge Kupfer. Denn allein moderne Verbrenner haben doppelt so viel Kupfer an Bord wie noch vor 10 Jahren, bei den E-Mobilen rechnet man gar mit einem Faktor 3-4. Eine von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass bis 2030 mehr als 250.000 Tonnen Kupfer pro Jahr als Teil der Wicklungen in elektrischen Fahrmotoren verwendet werden, egal in welcher Nutzungsart.

    Der Anstieg der Kupfernachfrage folgt der Entwicklung des globalen Automobilmarktes, auf dem reine batterieelektrische Autos voraussichtlich den größten Marktanteilsgewinn auf Kosten von Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen erzielen werden. Bis 2030 werden Elektro- und Plug-in-Hybridautos rund 20% des Gesamtmarktes ausmachen, bis 2040 soll der Anteil gar auf über 70% steigen. Die Kupferknappheit könnte dabei sogar eine natürliche Grenze einziehen.

    Aber es gibt bereits interessante Projekte, die diese Perspektive verbessern. Das Projekt MPD des kanadischen Explorers Kodiak Copper befindet sich in unmittelbarer Nähe zu bekannten Minen wie Copper Mountain, Highland Valley und New Afton. Die öffentliche Anbindung ist schon seit Jahren abgeschlossen, eine Infrastruktur wie sie nicht besser sein könnte. Neben den örtlichen Gegebenheiten verfügt Kodiak auch über ein starkes Expertenteam rund um den Goldentdecker Chris Taylor, sehr bekannt seit seines Milestone-Deals mit Great Bear Resources.

    Die Liegenschaft befindet sich im ertragreichen Quesnel Trough im südlichen Zentrum der kanadischen Provinz British Columbia. Bereits im vergangenen Jahr konnte Kodiak Copper bei MPD in der Gate-Zone hochgradige Bohrergebnisse vermelden, für das laufende Jahr ist das geplante Bohrprogramm bereits komplett finanziert. Die bisherigen Funde haben den positiven Ausblick bislang bestätigt, insbesondere die jüngsten Mineralisierungs- und Alterationsentdeckungen zeigen hohe Vergleichbarkeiten mit der Lagerstätte Red Chris auf. Der Bergbauriese Newcrest Mining Ltd. hatte kürzlich eine 70%-Beteiligung an Red Chris erworben.

    Nach Expertenmeinung hat der neue, große Kupferzyklus im letzten Jahr begonnen und wird wegen der transformativen Umstellung unserer Mobilitäts- und Energieversorgungs-Industrien bis weit in dieses Jahrhundert hineinreichen. Kodiak Copper wird in absehbarer Zeit ein Produzent sein oder seine Liegenschaft gut weiterverkaufen können, die Aktie ist aktuell noch mit einer Marktkapitalisierung von 70 Mio. CAD zu haben.


    Die Automobilhersteller haben den Trend in der Hand. Folgt man den politischen Verlautbarungen, so sollten 80% der Investitionen in die E-Mobilität erfolgen. Folgt man der Vernunft, dann wird alles etwas langsamer gehen als gedacht, denn eine schnelle Entwicklung scheitert an den begleitenden Stromversorgungs-Kapazitäten. In jedem Szenario fällt jedoch der Blick auf das seltene Kupfer, welches bei Kodiak Copper in großer Menge zu finden ist.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Fonds – Fonds werden von Kapitalanlagegesellschaften gegründeten, um Anlegern themenspezifisch Investitionsinstrumente zu bieten.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Für Gold-Investoren war 2021 ein sehr langweiliges Jahr. Nach dem Ausbruch 2020 auf 2.075 USD korrigierte der Rohstoff und schwankte 2021 zwischen 1.600 USD und 1.900 USD. Medial wurde Gold vom Bitcoin verdrängt und so gibt es im Goldbereich viele zum Teil deutlich unterbewertete Aktien. Ein ähnliches Schicksal hat Öl. Durch den Klimaschutz bekommt Öl das Image eines Umweltverschmutzers, dabei ist eine moderne Industriegesellschaft ohne Öl nach wie vor nicht möglich. Die großen Ölkonzerne investieren nicht mehr in die Erschließung neuer Vorkommen, um ihre Klimabilanz zu verbessern. Die Nachfrage steigt aber weiter an und wird auch in den kommenden Jahren hoch bleiben. Wir sehen uns drei Rohstoffunternehmen aus den beiden Branchen an.

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    Nach einer längeren Seitwärtsbewegung und einer Bodenbildung im Bereich von 9.000 USD feierte Kupfer in der vergangenen Woche die Rückeroberung der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 USD. Und der Siegeszug des roten Metalls dürfte in den nächsten Jahren durch die Energiewende weitergehen. Einer stärkeren Nachfrage steht ein knappes Angebot gegenüber, was unter anderem durch die Elektrifizierung des Verkehrs weiter befeuert wird.

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    2022 beginnt wie 2021 – Corona ist immer noch das Thema Nummer 1. Aus dem vergangenen Jahr kann man Hoffnung schöpfen, denn trotz aller Widrigkeiten haben die Aktien teilweise sehr ordentlich zugelegt. Nun scheint mit Omikron eine Endemie möglich. Das Virus ist zwar ansteckender, der Verlauf ist aber milder als bei den Vorgänger-Varianten. Mit einer Durchseuchung könnte die lang ersehnte Herdenimmunität erreicht werden. Neben Corona muss man aber auch die Inflation im Auge behalten. Die hat seit Mitte 2021 Einzug gehalten und wird uns auch 2022 beschäftigten. Die Frage aller Anleger lautet: Wo winken die Gewinne im kommenden Jahr? Wir beleuchten heute drei mögliche Gewinner.

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