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13.07.2023 | 05:10

Defence Therapeutics, Bayer AG, Rheinmetall: Patente, Kurssprung und Milliarden EURO

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Bildquelle: pexels.com

Der weltweite Biotechnologiemarkt wird Schätzungen zufolge 2023 bis 2030 mit einer CAGR von 12,8 % wachsen. Grund genug für Defence Therapeutics sich erfolgreich zahlreiche Patente für ihre innovative Plattform-Technologie ACCUM™ zu sichern. Die Plattform ist Dreh- und Angelpunkt für Therapien im Kampf gegen weltweit verbreitete Krebsarten wie Lungenkrebs, Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs. Defence Therapeutics setzt dabei auf die Stärkung des körpereigenen Immunsystems zur Verteidigung gegen böse Eindringlinge. Krebs ist auch bei der Bayer AG das Thema. Die Aktie erlebt einen Kurssprung als Gerüchte die Runde machen, der Konzern wolle sich von der Agrar-Sparte trennen - samt Monsanto und dem im Krebs-Verdacht stehenden Unkrautvernichtungsmittel Monsanto. Ein weiteres Plus kann Rheinmetall verzeichnen. Sowohl die Deutsche als auch die niederländische Armee ordern Luftlandefahrzeuge in Milliardenhöhe. Ob das nur für die Ukraine bestimmt ist, ergibt sich aus den aktuellen Nachrichten rund um die NATO.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: DEFENCE THERAPEUTICS INC | CA24463V1013 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

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Inhaltsverzeichnis:


    David Elsley, CEO, Cardiol Therapeutics
    "[...] Wir sind fest davon überzeugt, dass CBD die Behandlung von Erkrankungen des Herzens revolutionieren kann. [...]" David Elsley, CEO, Cardiol Therapeutics

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    Defence Therapeutics sichert sich innovative Patente in Plattform- und mRNA Technologie

    Der weltweite Markt für mRNA-Impfstoffe und Therapeutika erzielt im Jahr 2022 einen Wert von 33.1 Mrd. EUR und wird voraussichtlich bis 2031 einen erwarteten Wert von 53.4 Mrd. EUR erreichen. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 13,3 % im Prognosezeitraum (2023 - 2031).

    Investoren sind seit der Covid_19 Pandemie mit mRNA Impfstoffen vertraut. Die Abkürzung mRNA steht für Boten-Ribonukleinsäure (englisch: messenger ribonucleic acid), auch als Boten-RNA bezeichnet. Mithilfe eines mRNA-Impfstoffs wird dem Körper eine Infektion vorgetäuscht, gegen die er körpereigene Abwehrstoffe bildet.

    Defence Therapeutics ist ein börsennotiertes Biotechnologieunternehmen, das mithilfe seiner eigenen Digital-Plattform an der Entwicklung von Impfstoffen der nächsten Generation und weiteren Produkten arbeitet. Die bahnbrechenden Technologien Accum™ und AccuTOX™ bilden das Herzstück der Plattform von Defence Therapeutics.

    Durch die ACCUM™ Technology erzielt Defence Therapeutics Verbesserungen in der Bereitstellung von Protein/RNA/DNA im Zytoplasma, also dem Zellinhalt innerhalb menschlicher Zellen. Die Haupftaufgabe des Zytoplasmas ist die Sicherstellung des Transports von Stoffen.

    Krebsarten wie das Hautkrebs-Melanom, Brustkrebs, Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs stehen auf der Forschungsliste des innovativen Biotech-Unternehmens. Investoren wird es freuen, dass Defence Therapeutics zahlreiche Patente rund um die Plattformtechnologie gesichert hat. In diesen Patenten wird veranschaulicht, dass die Accum™-Technologie erfolgreich funktionale CRISPR/Cas9- und Leit-RNA-Ribonukleoprotein-Komplexe in den Zellkern einbringt, was zu interessanten kommerziellen Möglichkeiten auf dem Gebiet des Genome Editing führt.

    Sebastien Plouffe, President und CEO von Defence Therapeutics, erklärt, dass der innovative Ansatz von Defence zur Sicherung des Patentschutzes für alle Aspekte der Technologien darauf abzielt, das Kommerzialisierungspotenzial zu maximieren und den inneren Wert des Unternehmens zu steigern. Und innerer Werte lieben Value Investoren ganz besonders.

    Bayer AG - Mögliche Monsanto Abspaltung befeuert Aktienkurs

    Mit einem Plus von 2,9 % honorierten Trader an der Frankfurter Börse die Nachricht von Bayer CEO Bill Anderson, der die Agrar-Sparte vom Bayer Konzern abspalten und als eigenes Unternehmen an die Börse bringen will. Anscheinend haben Lobbyisten bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ganze Arbeit geleistet: In einer überarbeiteten Risikobewertung von Glyphosat, die von der Organisation am Dienstag veröffentlicht wurde, heißt es, dass die EFSA bei der Bewertung des potenziellen Risikos der Substanz für Menschen, Tiere und die Umwelt keine Bereiche gefunden hat, die Anlass zur Sorge geben. Der Direktor der EFSA-Risikobewertung, Guilhem de Seze, erklärte: "Sie beruhen auf der Analyse von vielen tausend Studien und wissenschaftlichen Artikeln."

    Nun sind Pharmakonzerne dafür bekannt, zahlreiche Studien bis in die Tausende zu publizieren, um mögliche Kontraindikationen zu verwässern. Doch auch in den USA, wo einst die Klagen gegen das Unkrautvernichtungsmittel RoundUp entbrannten, läuft es neuerdings gut für Bayer. So gewannen die Anwälte der Leverkusener in den USA bisher sieben Prozesse in Folge. Dies geschieht durch eine Strategie-Änderung. Die Anwälte von Bayer haben die schwierigen Fälle außergerichtlich geklärt. Sie gehen nur noch auf Prozesse ein, bei denen sie gewinnen könnten.

    Beispielsweise der Fall einer Gärtnerin, die 15 Jahre lang Roundup verwendet hat und jetzt an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt ist. Inzwischen hat die Jury eines Bezirksgerichts in Missouri gegen sie entschieden. Bayer habe den Prozess begonnen, da die Frau übergewichtig war, was ein Risiko für Krebs darstellt, und das zuständige Gericht konservativer entscheidet. Bayer begründet den Erfolg der gewonnenen Prozesse damit, dass 96 % der Fälle des bösartigen Non-Hodgkin-Lymphom Krebs durch zufällige Zellmutationen verursacht werden. Dies zeigt erneut die Sicherheit des Einsatzes von Glyphosat.

    Trotz allem hat die Übernahme von Monsanto bei den Aktionären großen Unmut ausgelöst und die traditionsreiche Marke nachhaltig geschwächt. Der Schachzug, die Agrar-Unit als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen, schützt konservative Investoren und bietet eine neue Trading-Möglichkeiten für Händler, denen die Rendite wichtiger ist als der moralische Aspekt.

    Milliarden-Rüstungsauftrag für Rheinmetall

    Mehrere tausend Luftlandefahrzeuge wurden von den Armeen Deutschlands und der Niederlande bei Rheinmetall bestellt. Am Montag gab der Rüstungskonzern und Autozulieferer bekannt, dass der Auftrag insgesamt 1,9 Mrd. EUR wert ist. Ausgeliefert werden die ersten 3.058 Einheiten in Q1/2024.

    Das Allrad-Fahrzeug "Caracal" basiert auf der G-Klasse von Mercedes-Benz und hat vier Räder. Andere Militärfahrzeuge haben sechs oder acht Räder. Aus ihrem Sondervermögen im Wert von 100 Mrd. EUR leistet die Bundeswehr ihren Beitrag zu diesem Auftrag. Rheinmetall hat das Fahrzeug im letzten Jahr zum ersten Mal präsentiert und es als Reaktion auf die kommenden Anforderungen auf luftgestützte Fahrzeuge in Deutschland und verschiedenen Armeen weltweit bezeichnet.

    Die Expansions-Nachrichten für Rheinmetall reißen nicht ab. Letzte Woche gab das Unternehmen bekannt, ein neues Werk in Deutschland zu bauen, um mit der Herstellung von Teilen des Hauptkörpers des F-35A Lightning II-Kampfjets von Lockheed Martin zu beginnen, was ein Zeichen für eine stärkere militärische Zusammenarbeit zwischen den Nato-Verbündeten darstellt. Rheinmetall bezeichnete dies als ein bedeutendes Projekt in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA im Bereich der Rüstung.

    Derweil muss Ukraine-Präsident Selenskyj eine Enttäuschung hinnehmen. Auf dem Nato-Gipfel in Vilnius wirkte er leicht verloren. Die NATO gibt sich unkonkret, was den Zeitpunkt der Aufnahme der Ukraine in das Bündnis angeht, doch die Bedingungen sind eindeutig. Eine formelle Einladung wird es der Erklärung zufolge jedoch erst geben, "wenn die Verbündeten sich einig und Voraussetzungen erfüllt sind". Die Nato-Staaten knüpfen eine Beitrittseinladung demnach an Bedingungen wie "zusätzliche erforderliche Reformen im Bereich der Demokratie und des Sicherheitssektors". Bis dahin hat Rheinmetall genügend Verteidigungsmittel produziert und kann weiter wachsen.


    Verteidigung ist das Investoren-Thema der Stunde. Sei es durch die Stärkung der körpereigenen Immunabwehr dank Defence Therapeutics, die Stärkung der Markenwahrnehmung der Bayer AG durch mögliche Abspaltung des schwarzen Schafes der Agrar-Sparte, oder Verteidigung von Grund und Boden wie bei Rheinmetall. Alle drei Konzerne setzen auf Abwehr. Defence Therapeutics kämpft an vorderster Front mit innovativer Biotechnologie gegen zahlreiche Krebsarten. Für Investoren ist es wertvoll zu wissen, dass ganze Patentfamilien den inneren Wert der Firma immer mehr erhöhen. Bayer könnte sich von seiner Agrar-Sparte lösen und damit zu einem 1A-Life-Science Unternehmen wachsen, derweil der CropScience Part eigenständig an die Börse geht. Rheinmetall hingegen ist bekannt für seine Verteidigungs-Waffen, die zur Abwehr von feindlichen Eindringlingen dienen und zum Schutz der Grenzen.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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