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17.02.2026 | 05:00

Doppelte Renditequelle: Wie Antimony Resources die Sicherheit von MP Materials mit dem Potenzial von Albemarle vereint

  • Antimon
  • Rüstung
  • Batterietechnologie
  • Flüssigmetallbatterien
Bildquelle: KI

In der Welt der strategischen Rohstoffe entstehen wahre Giganten oft aus der Not heraus. Wenn globale Lieferketten brechen, geopolitische Allianzen zerfallen und die nationale Sicherheit plötzlich auf dem Spiel steht, reagiert der Kapitalmarkt oft mit einer radikalen Neubewertung jener Unternehmen, die den Schlüssel zur Lösung in ihren Händen halten. Wir haben dieses Phänomen exemplarisch bei MP Materials beobachtet, das als einziger relevanter US-Produzent von Seltenen Erden aus dem Nichts zur unverzichtbaren Säule der amerikanischen Verteidigungsindustrie aufstieg und Investoren traumhafte Renditen bescherte. Wir haben es ebenso bei Albemarle erlebt, das sich vom spezialisierten Chemiekonzern zum unangefochtenen Lithium-König der Elektromobilität wandelte, als die Welt erkannte, dass ohne Lithium keine Verkehrswende möglich ist.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , MP MATERIALS CORP | US5533681012 , ALBEMARLE CORP. DL-_01 | US0126531013

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Inhaltsverzeichnis:


    Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG
    "[...] Silumina Anodes® ist ein keramisch beschichtetes Graphit/Silizium-Anodenverbundmaterial, das wir in Schwarze Pumpe, Sachsen, produzieren wollen. Hier wollen wir Herstellern von Batterien für E-Autos eine Anwendungsbereite Drop-In Technologie liefern, die günstig, leistungsstark und sicher ist. [...]" Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG

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    MP Materials 2.0: Die Festung gegen das chinesische Monopol

    Jetzt, im Jahr 2026, deuten viele Anzeichen darauf hin, dass Antimony Resources der nächste Name in dieser elitären Reihe sein könnte. Das Unternehmen steht an der Schnittstelle zweier Megatrends: Es verfügt über den kritischen Rohstoff Antimon, den das Pentagon um jeden Preis sichern will und gleichzeitig über das Material, das die nächste Generation von stationären Großbatterien revolutionieren könnte. Für Investoren bietet sich hier die Chance, mit einer einzigen Aktie gleichzeitig auf die militärische Aufrüstung des Westens und die nächste Stufe der grünen Energiewende zu setzen.

    Die strategischen Parallelen zwischen der Situation von MP Materials vor einigen Jahren und Antimony Resources heute sind frappierend und für aufmerksame Investoren kaum zu übersehen. China kontrolliert den globalen Antimonmarkt mit einer Dominanz von rund 48 % der Produktion und einer noch höheren Quote bei der Verarbeitung – ähnlich wie einst bei den Seltenen Erden. Doch im Gegensatz zu früher nutzt Peking diese Machtposition nun offen als geopolitische Waffe. Wie aktuelle Marktdaten aus Rotterdam belegen, haben die im September und Dezember 2024 eingeführten chinesischen Exportbeschränkungen den Preis für Antimon auf historische Höchststände getrieben.

    „Project Vault“ schiebt die Kurse an

    Diese Preisexplosion ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern das Resultat einer strukturellen Verknappung. Antimon ist für moderne Armeen unverzichtbar. Es wird zur Härtung von Blei in Munition verwendet, steckt in der Zündtechnik, in panzerbrechenden Geschossen und ist essenziell für die Herstellung von Nachtsichtgeräten und Infrarotsensoren. Ohne Antimon sind moderne Streitkräfte bei Nacht blind und in ihrer Feuerkraft massiv eingeschränkt.

    Die Reaktion der USA auf die aktuelle Notlage ist entschlossen und historisch einmalig: Das „Project Vault“. Wie zuletzt bekannt wurde, haben die USA ein 12 Mrd. USD schweres Programm gestartet, um strategische Rohstoffreserven anzulegen und die Abhängigkeit von China zu beenden. Finanziert durch einen gigantischen 10-Milliarden-Dollar-Kredit der Export-Import Bank (EXIM) und unterstützt von Industriegiganten wie Boeing, General Motors und GE Vernova, zielt dieses Projekt darauf ab, die Versorgung mit 60 kritischen Mineralien zu garantieren. Antimony Resources positioniert sich mit seinem kanadischen Projekt Bald Hill als der ideale, logisch zwingende Zulieferer für diese strategische Reserve. In den vergangenen Wochen und Monaten punktete das Unternehmen mit hervorragenden Bohrergebnissen. Genau wie MP Materials durch staatliche Unterstützung und Abnahmegarantien groß wurde, könnte Antimony Resources zum bevorzugten Partner des Pentagons und der NATO-Alliierten avancieren. Das bedeutet für Investoren: Politische Unterstützung, beschleunigte Genehmigungsverfahren und potenziell garantierte Abnahmepreise jenseits der volatilen Spotmärkte.

    Die Rohstoff-Hausse in einem Chart: Antimony Resources.

    Der Albemarle-Effekt: Der stille Riese der Energiewende

    Doch die Investment-Story von Antimony Resources endet nicht bei der Rüstung und der nationalen Sicherheit. Während MP Materials primär ein „Rüstungs-Play“ blieb, hat Antimony Resources das Potenzial, zusätzlich den Wachstumspfad von Albemarle zu beschreiten. Antimon ist nämlich nicht nur ein Kriegsmetall, sondern der chemische Schlüssel für Flüssigmetallbatterien, die in Fachkreisen als äußerst vielversprechend für die stationäre Energiespeicherung gelten. Diese Batterien sind extrem langlebig, halten oft 20 Jahre ohne Kapazitätsverlust, nicht brennbar und kommen ohne komplexe Kühlungsmechanismen aus. Sollte sich diese Technologie durchsetzen – und Unternehmen wie Ambri arbeiten mit Hochdruck an der Kommerzialisierung – dürfte die Nachfrage nach Antimon die aktuellen Produktionskapazitäten bei Weitem sprengen.

    Antimony Resources kontrolliert mit Bald Hill ein Vorkommen, das nicht nur geologisch vielversprechend ist, sondern auch über historische Daten verfügt, die eine schnelle Entwicklung ermöglichen könnten. Das Unternehmen arbeitet derzeit aggressiv daran, das bisher nur konzeptionell definierte Potenzial von Bald Hill nach NI‑43‑101‑Standards durch Definition Drilling in eine erste Ressourcenschätzung zu überführen und diese in der Fläche zu erweitern. In einem Markt, in dem physische Verfügbarkeit wichtiger ist als der Preis, ist Bald Hill mehr als nur ein Projekt – es ist ein strategischer Schutzwall für die westliche Industrie. Dieses Szenario preist der Markt bei Antimony Resources zunehmend ein. Dennoch liegt die Marktkapitalisierung aktuell lediglich bei etwas mehr als 70 Mio. CAD – geht das „Bald-Hill-Projekt“ in Produktion, dürfte eine deutliche Neubewertung anstehen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Es gibt Momente, in denen geopolitische Brüche ganze Industriezweige durcheinanderbringen. Wer sich an das Jahr 2010 erinnert, weiß, wovon die Rede ist: Damals drehte China im Streit um die Senkaku-Inseln den Export für Seltene Erden faktisch ab. Die westliche Industrie stand unter Schock, Preise explodierten und ein kleiner, bis dahin kaum beachteter australischer Explorer namens Lynas Rare Earths avancierte über Nacht zur einzigen Hoffnung der westlichen Welt. Heute, 15 Jahre später, erleben wir ein Déjà-vu: Diesmal steht jedoch nicht Neodym im Fokus, sondern Antimon – das vergessene Metall, ohne das die Rüstungsindustrie stillsteht. Wieder dominiert China den Markt, wieder werden Exportbeschränkungen als politische Waffe eingesetzt und wieder sucht der Westen händeringend nach einer sicheren Alternative. In diesem Szenario tritt Antimony Resources auf den Plan. Das Unternehmen steht heute genau an jenem Punkt, an dem Lynas vor seinem legendären Aufstieg stand: Es kontrolliert ein Antimon-Projekt in einer sicheren Jurisdiktion, das die Abhängigkeit vom Osten brechen kann.

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